<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828</id><updated>2012-02-17T02:15:14.697+01:00</updated><category term='Urlaub'/><category term='Sturz'/><category term='Roller'/><title type='text'>drunken news</title><subtitle type='html'>Die Bedingung für die hiesigen Beiträge werden die betrunkenen Zustände ihrer Autoren sein. Der Drang Sorgfalt walten zu lassen - fair zu sein, den Ernst ernst zu nehmen - bekommt einen netten Drall, wenn der Kopf sich dreht. Ist es nicht schön surrealistisch, mal sein nur-halb-Bewusstes auf Potenziale zu durchleuchten? Prost.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>105</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1783245273547327935</id><published>2012-02-15T22:37:00.004+01:00</published><updated>2012-02-16T10:30:55.249+01:00</updated><title type='text'>Wir lauern aufs K</title><content type='html'>Wir sind alle Fan von Banalitäten. Von Hihisundhohos. Wenn wir denn die richtigen Leute um uns herum haben. Jene, die uns diese Lachabsolution erteilen. Heute, meine Tochter, lachen wir auch unter die dreckigen Witze. Wir nennens dann Schenkelklopfer. Damit alle wissen, dass wir schon wissen, dass das Niveau nicht das unsere ist. (Ni? Wo wo wo… etc) Aber diese ganze Scheisse muss vermutlich sein. Damit wir nicht durchdrehen, weil der Kopf ja schon weiss, wie wir uns selber bescheissen. Und damit meine ich nicht Ausscheidungstweets. Von denen muss ich genau gar nichts wissen. Und trotzdem. Wir dürfen alle unseren IQ-Grenzen austesten. Die oberen wie die unteren. Die Leichtigkeit des Floskelseins unten und der Teilchenbeschleuniger oben. Und weil ich immer noch bemerke, dass ich hier eigentlich über nichts geschrieben habe, möchte ich euch die Beiträge des Bloginhabers ans Gehirn legen. Er freut sich, wenn er weiss, dass seine Teilchenenergie nicht umsonst verpufft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Hoolywoodgala made in CH/D/A&lt;br /&gt;&lt;b&gt; Zustand: &lt;/b&gt;Warm&lt;br /&gt;&lt;b&gt; Getränk: &lt;/b&gt;Irgendwas grauenhaft Süsses mit eigenartigem Zitronengeschmack&lt;br /&gt;&lt;b&gt; Zeit: &lt;/b&gt;Ins Bett zu gehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1783245273547327935?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1783245273547327935/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2012/02/wir-lauern-aufs-k.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1783245273547327935'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1783245273547327935'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2012/02/wir-lauern-aufs-k.html' title='Wir lauern aufs K'/><author><name>Peggy Sue Kamilla</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00963359861313478262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2662600979555521087</id><published>2012-02-08T01:37:00.000+01:00</published><updated>2012-02-08T01:37:13.345+01:00</updated><title type='text'>Die verkalkten Götzen der Öffentlichkeit</title><content type='html'>Sind wir nicht allesamt Junkies? Sehnen wir uns nicht alle nach Öffentlichkeit für Meldungen, für gewisse Meinungsführer, sind wir nicht süchtig nach politischen Arenen und der Geltung der eigenen Formulierungen und Ansichten? Wir alle hätten gerne private Macht über Reichweiten. Doch trotz sozialer Netzwerke: keine Öffentlichkeit ist privat.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wie Götzen wandern die großen Öffentlichkeiten durch unsere Timelines, ihre Profilbilder künden noch von Eigenem, von einer Geste des Ichs. Doch sie scheinen unwillig, vielleicht auch unfähig, von ihrem Erfolg auf sich zu schließen, glauben allein, ihre einzigartige Authentizität wäre der Grund für ihre Gefolgschaft. Durch die Öffentlichkeit, die sie mit einem Klick erreichen können, besitzen sie Macht, die sie jedoch für beiläufig und natürlich halten. Wie kann ein Götze sich als Götze erkennen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommt auch in sozialen Netzwerken mit großer Macht große Verantwortung? Bisher weigern sich die meisten Netzteilnehmer, sich mit sich als Rolemodel ernsthaft auseinanderzusetzen. Sie wollen allein den Einfluss, nicht die Arbeit. All die Fans, die zu ihnen aufschauen: Scheiß egal. All die Kritiker, die sie anschreiben: Fuck off! All der Klüngel, der sich anbiedert: Jeder ist nur ein weiteres Nichts. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, man kann es nicht vermeiden, bei großer Öffentlichkeit ein Klischee zu werden. Ich persönlich kämpfe gegen eine Arroganz der Macht an. Und spreche mit jedem, stelle mich selbst jederzeit um der Sache willen bloß. Die meisten Stars der Ich-Öffentlichkeit fühlen sich aber privat, vielleicht sogar jung geblieben, unvernünftig und haben nicht vor, etwas anderes als eine Schulhof-Clique aus Freunden zu bescherzen. Lächerliche und für viele nur oberflächliche Statuen. Unreflektiert ein Ideal von Menschen propagierend, die ob ihrer Macht keine dialogische Philosophie mehr nötig haben. Ihr Erfolg sollte sie eigentlich stutzig machen, denn sie sind von Haus aus Arschloch. Auch wir sind schuld, denn wir folgen geschmacklosen Bildern, die inzwischen nur noch mit anderen Bildern im Olymp sprechen und die Schar der Gläubigen ignoriert. Eine traurige Kultur, Kollegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;mit einem Auge gesehen&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;das andere Auge hängt schon auf Halbmast&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Charakterkritik an pseudodemokratischen Bohémiens&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2662600979555521087?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2662600979555521087/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2012/02/die-verkalkten-gotzen-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2662600979555521087'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2662600979555521087'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2012/02/die-verkalkten-gotzen-der.html' title='Die verkalkten Götzen der Öffentlichkeit'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-3024069777469272900</id><published>2012-01-18T00:08:00.001+01:00</published><updated>2012-01-18T09:48:32.485+01:00</updated><title type='text'>Klischee-Arbeitsteilung</title><content type='html'>Es gibt mal wieder etwas Wein mit Nachdenklichkeit im Blog ihrer Wahl. Ich brauche nur noch einen Klischeeträger im Publikum, den ich ansprechen kann. Wer sich in ein zwei Sätze kleiden kann, trete bitte vor. Ahh, da haben wir auch schon jemanden. Wie ist Dein Name? Chantal-Jaqueline. Sehr schön... Aber Scherz beiseite: Die Welt mit ihren möchtegern-sozialen Hirnen kotzt mich an.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir tun über soziale Netzwerke so, als könnten wir mit jedem. Die ganze Welt ist ein Überfluss an tiefgründigen Menschen, deren Lebensgeschichte wir kennen, die einen besonderen Platz an unserem Hochzeitsfamilientisch sicher haben. Und dann stehen wir 10 Sekunden in einem Aufzug und kommen auf unsere Mitfahrer nicht klar, weil sie uns zu komplex sind. Würden sie wenigstens einem Klischee entsprechen, sagen, dass sie in Marketing, PR, Werbung, SEO oder IT arbeiten, den "Sowieso" kennen, gerne Motorad fahren, für den einen oder anderen Fußballverein leben, in irgendeiner Stadt geboren wurden, am Wochenende Schuhe schoppen waren, der Humorlose, der Pausenclown, der Schwule in der Firma sind etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein. Dort stehen 10 Sekunden lang Menschen, die einem nichts anbieten, diese Stereotypen vielleicht sogar brechen. Ich beobachte, wie sich immer mehr Menschen fast schon angewidert abwenden, wenn jemand über die Profil-Informationen eines gängigen sozialen Netzwerkes hinausgeht. Die Welt ist wie eine Kontaktsuche in einem Partnerportal geworden: Ein Formular, und der Rechner sucht nach Matches in den Standardkategorien. Wer ist sich dieses Verhaltens bewusst? Wer hat sich bereits selbst dort eingerichtet?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztlich ist diese Entwicklung logisch: Wir leben in einer extrem arbeitsteiligen Gesellschaft. Nicht jeder hat die Zeit sich mit dem Wissen aller anderen auseinanderzusetzen. Und wer seine Funktion in der Ideologie der Arbeit schnell beschreiben kann, hat offensichtlich seinen Platz in der Arbeitsgesellschaft gefunden. Wir sehen es quasi ebenfalls als Arbeitsteilung an, dass jeder sich selbst für Dumme zusammenfasst. Und dann gehen wir wieder in unsere Sozialen Netzwerke und fühlen uns so "Menschenkenner" und "sozial".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wie es aussieht, ist das 'Bestehen auf die eigene Kompliziertheit', die Differenzierung des eigenen Weges, nicht der Pfad des geringsten Widerstandes, sondern eine Kunst. Es gibt außerdem viele, die nur deshalb keinem sichtbaren Klischee entsprechen, weil sie einfach still halten. Doch Emanzipation bedeutet harte Arbeit. Eine Arbeit, die in keinem arbeitsteiligen Prozess unserer heutigen Welt vorgesehen ist. Hierzu gehört die Arbeit der oberflächlichen Betrachter an sich selbst genauso, wie der Ich-Schablonenbastler für die Dummen. Arbeitet an euch und lasst komplexe Menschen und euch selbst in eurem Leben zu oder geht in die Plastikhölle, in die ihr gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;fünf nach zwölf&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Wein aber Kopf ohne Teflon&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Trend Komplexitätsreduktion für andere&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-3024069777469272900?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/3024069777469272900/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2012/01/klischee-arbeitsteilung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3024069777469272900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3024069777469272900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2012/01/klischee-arbeitsteilung.html' title='Klischee-Arbeitsteilung'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5646750518204106300</id><published>2012-01-07T00:12:00.001+01:00</published><updated>2012-01-07T12:01:29.367+01:00</updated><title type='text'>Poetische Erfahrung</title><content type='html'>Man könnte über so viele Themen schreiben. Selbst wenn mal nicht das Hirn sprüht oder wenn ich etwas langsam bin, erlebe ich Momente immer als Romanstoff. Das Leben war für mich immer schon voll und stolz. Ist es in jedem von uns. Es kann auch nicht aufgehalten werden. Ist Gonzo nun irgendwie esoterisch geworden?! Nein nein.. keine Angst. Es geht hier nicht um floskelhafte Seelentheorien oder innere Gleichgewichtswagen von den Weight Watchers. Es geht mir um die Kombination aus Erleben und Denken. &lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bevor jetzt jemand das Floskelschwein aufstellt, haue ich mal ein Fachwort in die Runde: Aisthesis. Der Begriff beschreibt den Moment zwischen Sinneswahrnehmung und Verarbeitung durch die Musterungen unserer Hirne. Okay: der Begriff wurde in vielen Weisen genutzt. Ich habe meine: Die spannende Schwebe, in der wir etwas neues sehen und in unserem emotional-logisches Sein zulassen, einordnen. Um jetzt nicht zu konstruktivistisch oder kunsttheoretisch abzudriften: Die Welt ist kein Stempel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz meines obigen Plädoyers für das erLeben ist mir dieses in seiner zeitgenössischen Form immer schon suspekt gewesen. Ach, warum ein Blatt vor den Mund nehmen: diese Welt wimmelt von kleinen langweiligen Kindern, die passives Schablonenerleben für Erfüllung halten, glauben, Lebenserfahrung sei eine Kreuzfahrt, auf der man als Krönung die Kapitänin oder den Aerobiktrainer fickt. Es ist wirklich schwer, heute noch Reife zu finden, Menschen, die nicht nur wiedergeben können, sondern diese Welt poetisch fassen und erzählen, für die ich das Floskelschwein nicht aufstellen muss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Reife verstehe ich gerade in der Schwebe, die ich oben als Momentum schon angedeutet habe. Sie hat nichts mit Alter zu tun. Es geht darum, die zu erlebende äußere Situation und den reflektierenden Kopf gleichberechtigt zu versöhnen. Und der Welt diese Erfahrung zuzumuten. Man sollte immer der Maßstab für die Welt sein. Ich flüchte mich dort nicht in Ersatz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;dazwischen&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;krank und etwas angetrunken. lascher Beitrag aber was soll's...&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Erfahrung ist Kopfkörperarbeit und keine Strichliste&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5646750518204106300?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5646750518204106300/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2012/01/poetische-erfahrung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5646750518204106300'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5646750518204106300'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2012/01/poetische-erfahrung.html' title='Poetische Erfahrung'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5345784471443904005</id><published>2011-12-19T00:42:00.002+01:00</published><updated>2011-12-22T09:53:03.134+01:00</updated><title type='text'>Überraschung erwünscht</title><content type='html'>Ein kleines Stück. Ein letztes vor Weihnachten. Um euch auf Drunken News nicht in Erwirrung zu entlassen. Es fließt wieder rasch das Bier in die Zeilen - und das überrascht nicht. Mich überrascht sowieso nur noch wenig auf dieser Welt. Dafür bin ich handlungstheoretisch zu weit vorgedrungen.. Aber wie steht es mit euch? Did anything "happen"?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wie gefährlich ist es eigentlich, die Welt nur noch als Deklination zu sehen? Wenn manche auf jedes Handeln gelangweilt reagieren, an Systeme glauben (Haha), das Weltgeschehen determinieren (Pff..), in jedem Menschen das Verkommene sehen (OMG), bei jeder Überraschung bereits abfällige Geschichtsschreibung betreiben. Ich selber analysiere auch gerne das Geschehen, habe meine Muster, die ich wiedererkenne. Aber kann diese Welt etwas werden, wenn wir Überraschung einfach ausschließen, sie bereits vernichten, bevor etwas geschieht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu einer Theorie des Handelns gehört der Glaube, einen Coup landen zu können. Wer nicht meint, intervenieren zu können, hat nur eine Ideologie des Nichthandeln, die er pflegt. Wir sollten also aufpassen und den Moment genau beobachten, in dem uns die Ähnlichkeiten und Wiederholungen, die diese Welt zwangsläufig produziert, unneugierig unüberrascht. Wer mehr weiß, sollte sein Wissen nicht zum Bremsen einsetzen, um seinem eigenen Ego immer wieder den Frust des eigenen vergangenen Lebens plausibel zu machen. Er sollte helfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Großteil unserer ach so kritischen Denker hat dies mit dem Frust der Autoren der gescheiterten Weltumwälzer verlernt. Für sie ist Kritik ein Akt der Zerstörung aller unreinen Lösungen, die weniger als eine reine neue Welt nach der Revolution bereithalten. Ihr rettet doch tatsächlich die Schwäche des Marxismus in die späte Neuzeit, ihr Pfeiffen. Und fühlt euch irgendwie gut dabei. Ihr seid Arschlöcher, seid nicht mal fähig, euch selbst kritisch zu reflektieren. Hört auf, die alten verbitterten Idioten zu lesen. Bitte überrascht mich endlich wieder!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wünsche mir mehr Praxis (von anderen). Und bitte schreibt nicht wieder ein Buch. Kommuniziert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; schon wieder die gleiche wie gestern&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; leicht angetrunken fürs Bett.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass:&lt;/span&gt; Gonzos Weihnachtsansprache&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5345784471443904005?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5345784471443904005/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/12/uberraschung-erwunscht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5345784471443904005'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5345784471443904005'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/12/uberraschung-erwunscht.html' title='Überraschung erwünscht'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-8295713331144888406</id><published>2011-12-16T23:56:00.003+01:00</published><updated>2011-12-17T10:32:04.556+01:00</updated><title type='text'>Gonzo, der nicht über Schwäche schweigt</title><content type='html'>Schwankungen waren nie mein Feind. Eher ein Überschuss, den ich gerne an die Welt um mich herum weitergegeben habe. Ich war immer schon Verve-Alleinunterhalter, mit Drang nach vorne, mit Lust an den Momenten, die andere fordern, sie eigentlich zwängen, zu handeln. Ich war immer eine Charakterprobe, freundschaftliche Prüfung der geistigen Konsequenz meiner Mitmenschen - ohne die Idiotie vorgeschriebener Bekennerschreiben. Doch die Realität ist: Der Idealismus braucht Kraft. Gonzo lässt heute mal tief blicken. Alles natürlich nur für euren Erkenntnisgewinn.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich unterliege in letzter Zeit extremen Schwankungen. Das, woran manche ihr Leben lang angestrengt basteln, war mir eigentlich immer geschenkt: eine selbstverlässliches Sein, das Diskontinuität im Leben nie scheuen musste, sich diese sogar in Form von Drogen und Denken aggressiv herbeiwünschte. Ich habe mir früh im Leben eine Philosophie zugelegt, für die ich keine Bücher konsultiert, sondern nur intensiv meine pubertären Gehirnzellen bemüht habe und weiter bemühe. Ein strenger Anspruch an mich selbst als Maßstab für diese Welt, philanthropisch. (In der Befürchtung, dass dieses Eigene nivelliert würde, habe ich damals so manches gute Buch nach ein zwei Seiten abgebrochen. Mein Denken sollte für mich und andere kein Abklatsch sein.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die schwankenden Stimmungen in den letzten Wochen kratzen tatsächlich an meiner Substanz. Spektrum begründeter Größenwahn zu absoluter Lethargie im 5-Minutentakt. Ähnlich ist es mit den Themen, die mir durch den Kopf gehen: 10-Minuten-Takt. Alles nüchterne Erfahrungen und nüchterne Einfälle, denen ich hier jeweils ganze Postings widmen könnte. Doch mein Sendungsbewusstsein weicht immer mehr einem weißen Rauschen, das Kommunikation mit der Welt nicht mehr um der Welt Willen betreiben möchte, sondern - für mich als außenstehenden Betrachter wirklich überraschend - selber wieder Orientierung sucht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gonzo weiß: Idealismus braucht Größenwahn. Irgendwie konnte ich auf diesem Blog immer meine Schwächen in Idealismus und Verve transformieren. Größenwahn bedeutet gestalten. Das Formen der eigenen Gedanken hat gerade sein Geste verloren. Gestalten heißt geben. Das Schenken hat jedoch gerade seinen selbstlosen Kern verloren. Ich kann so nicht geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schreibe dies in einer komischen dumpfen Distanz zu mir selbst. Diese Erkenntnisse bedrohen mein Sein, wie es war: eine Lösung mit gerechter Wut, rhetorischem Verve und ehrlichem Idealismus. Deshalb schreibe ich hier in letzter Zeit seltener und wollte dies mal kurz erklären. Ich hoffe, es bleibt bei einem Formtief. Vielleicht hilft meine Schwäche zumindest anderen, sich im Vergleich besser zu fühlen: Es würde mir tatsächlich helfen. Lasst es euch gut gehen, Freunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; unerheblich&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; komisch: unstet aber nicht gonzo trotz Wein.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass:&lt;/span&gt; Verve rlassene Worte. Doch Konzept auf Drunken News bleiben schwache Momente ohne Zensur. Demnächst gibt es sicher wieder Impulse.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8295713331144888406?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8295713331144888406/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/12/gonzo-der-die-schwache-nicht-furchten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8295713331144888406'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8295713331144888406'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/12/gonzo-der-die-schwache-nicht-furchten.html' title='Gonzo, der nicht über Schwäche schweigt'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-8171911609265870283</id><published>2011-11-25T02:41:00.002+01:00</published><updated>2011-11-25T11:43:51.611+01:00</updated><title type='text'>Großstadtsterben erwünscht</title><content type='html'>Habe mir gerade wieder etwas Feierabendbier gegönnt und blicke auf Berichte von tollen Großstädten in einem deutsch-französischen Kultursender. Ist das Leben nicht schön? dort. oder hier bei mir. oder bei euch. Ja. Doch Gonzo will euch natürlich auf einen neuen Pfad bringen, eine Fährte, die junggebliebene Geister seit Jahrzehnten nicht wahr haben wollen. Später heißt es dann wieder, das hätte man immer schon gewusst. wenn einer eurer Lieblingsintellektuellen seine Monografie zum Thema veröffentlicht, wird es Gonzo nie gegeben haben. Gleichzeitig rate ich niemandem, mich auf Podiumsdiskussionen einzuladen, denn nur die Aufrechten und Denkenden würden überleben. und davon gibt es wenige.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zurück zum Denkanstoß für eure spektakelgeleiteten Köpfe. Warum glaubt ihr Bauern eigentlich, dass ihr ein 'Recht auf Stadt' habt? Auf ihre Entertainmentverdichtung, ihr urbanes Schaufenstertheater, ihre Versorgungsinfrastruktur, ihre Partys, ihre exotische Erregungen, die nicht eurer Cousine ähneln? Für wie hochgeboren haltet ihr aufregungskonsumentarischen Jungzweibeiner euch eigentlich, dass ihr glaubt, all dies würde gerade euch zustehen? Ist es nicht sehr narzistisch, sich selbst zum Hofstaat der Moderne zu zählen, für sich selbst den Platz und die Posen im räumlich begrenzten Theater des Zentrums zu reservieren. All diese 'ich will für mich'-Typen, die in jugendlicher Arroganz meinen, gerade sie hätten es verdient, die Städter zu sein, die Stadt zu konsumieren, zuzuziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Nachhilfe: Der Begriff 'Recht auf Stadt' ("droit à la ville", z.B: Henri Lefebvre 1968) kommt aus den 60er Jahren und bezog sich auf eine spezielle Art der Gentrifizierung in Paris, die Hand in Hand mit einer Stadtplanungsideologie (Charta von Athen, 1933) einher ging, die effektiv reine Arbeiterwohnviertel am Stadtrand plante. Bei 'Recht auf Stadt' ging es somit um Vertreibung und Ausschluss der Arbeiterklasse aus dem gesellschaftlichen Leben, das im zentralistischen Frankreich nun mal hauptsächlich die Stadt Paris als Austragungsort kannte. Die Stadt war hierbei nie ein Konsum-Aspekt, sondern eine Partizipationsidee, ein Raum, dessen aktive Mitgestaltung als essentiell für den ganzen Staat angesehen wurde, eine ideale Mikroebene, die eine gesunde Makroebene erst möglich macht. Und heute glauben 18-jährige Tussis und Hipster-Schönlinge, das Leben hätte ihnen als Minimum versprochen, im Schanzenviertel in Hamburg oder sonstwo in "Szenevierteln" zu wohnen. Ich erkenne da Unterschiede...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt ist eine Anmaßung. Wer meint, dass an einem Ort soviel Lebensluxus akkumuliert werden kann, ohne, dass an einem anderen Ort Zuliefer-Armut entsteht, kann sich noch mal mit den Gesetzen der Thermodynamik auseinandersetzen. Wenn wir aus dieser Welt soviel Geld abzweigen können, dass wir uns eine Wohnung im Zentrum leisten und auch noch selbstverliebt beiläufig Luxusgüter shoppen, muss global irgendein Ungleichgewicht existieren, das dies möglich macht. Die Stadt ist - in der Wissenschaft relativ unbestritten - seit je her ein Motor der Akkumulation, eine Zentralisierung von Ressourcen. Die Moloche in aller Welt wachsen und wachsen mit riesigen Zuwanderströmen. Auch wenn diese Menschen meist wirtschaftliches Überleben suchen und wir nur selbstherrlich kulturelle Vielfalt, so ist die Bewegung doch eine ähnliche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All dies ist der Grund, warum ich immer öfter den ekeligen Stolz der Städter - ich bin immer einer gewesen - als hässliche Haltung betrachte. Ein Spanier, der stolz sein Leben in Barcelona liebt, verschweigt anderen gleichzeitig ein Privileg. Gleiches gilt für Pariser, Londoner, Berliner usw.. Sie stellen unsere Welt wie einen billigen, barrierefreien Supermarkt der lebensästhetischen Räume vor, in dem sich nur Idioten, Mentalitätsbanausen gar gegen ein Leben in Barcelona entschieden haben. Sie wollen nicht wie damals 68 diese Welt, unsere Städte verbessern, sondern fliehen vor jeder staatsbürgerlichen Verantwortung in den kaputten Stadträumen, aus denen sie eigentlich kommen. Wieviele frustrierte Engländer, Franzosen, Spanier und Italiener gibt es inzwischen im Berliner Partyexil, weil sie ihr Heimatland extrem ankotzt? Das einzige, was sie konstruktiv zu dieser Welt beitragen, sind ihre aufgehübschten Körper, die wir ficken wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich interessiert Berlin und seine Szene nicht, wenn gleichzeitig Italien seit Jahrzehnten vor die Hunde geht und die dortige Mafia europäischen Atommüll vor der somalischen Küste entsorgt, mit dem wir vorher unpolitischen, selbstsüchtigen Südländern ihre Stadtwohnungen im kalten Berliner Winter auf Heimattemperatur heizen. Mich interessiert hier die ernstgemeinte Überlegung, ob in Zeiten des Internets die kulturelle Stadt, das virtuelle Urbane nicht längst in dem Dorf ist, aus dem Du kommst. Wäre es nicht klüger, die Städte endlich zu verlassen, die räumliche Konzentration mit allen ihren negativen Seiten aufzugeben. Lassen wir dem Kapital endlich seine Einöde, und gestalten die Ränder, das Land, damit sie dieses im Zuge der Gentrifizierung nicht auch noch in eine hässliche französische Vorstadt verwandeln. Denn dieses ist als Entwicklung logisch absehbar, wenn die Zentren reich bevölkert sind. wir können die Immobilienspekulation im Zentrum immer nur verzögern, nie endgültig aufhalten. Bei den Rändern sind wir ihnen vielleicht voraus und können noch gestalten und wohnen per wunderbarem Internet doch in der gleichen Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das meine spätnächtliche, launische Meinung zu stolzen Städtern, die in 5 bis 10 Jahren auch die eure sein wird.&lt;br /&gt;Das Internet ermöglicht uns urbanes Leben. Alles andere sind Konsum, Eitelkeit und Vorstadien des Geschlechtsverkehrs. Alles eigentlich nicht so wichtig.&lt;br /&gt;Euer Felipe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS.: ich sprach von "Vorstadien" ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Poststädtisch&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Bier ist alle. Text war zu lang&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass:&lt;/span&gt; Barcelona-Lover preisen sich selbst auf Arte&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8171911609265870283?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8171911609265870283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/11/grostadtsterben-erwunscht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8171911609265870283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8171911609265870283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/11/grostadtsterben-erwunscht.html' title='Großstadtsterben erwünscht'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-3704509233467898606</id><published>2011-11-22T01:06:00.001+01:00</published><updated>2011-11-22T10:23:35.765+01:00</updated><title type='text'>Netzelitenschelte</title><content type='html'>Es gibt Themen, die kommen im Netzwerk-Web immer wieder auf. Zum Beispiel die Vernetzungsungerechtigkeit. Man schimpft immer und immer wieder auf die Mächtigen, die mächtig sind, weil.. man weiß es nicht: das ist ja meist das Problem! Dies hindert natürlich niemanden daran, Hypothesen aufzustellen. Es finden sich immer wieder selbsternannte Aufrechte, die als Haderer anprangern, dass andere besser vernetzt sind, ohne dies angeblich in unserer Leistungsgesellschaft verdient zu haben. Da wird jeder Posertweet der Großen zum Affront gegen den einfachen Arbeiter in den Ghettos der Netzwerkgesellschaft. Skandal!&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es gibt jedoch genauso viele bereits gelangweilte Teilnehmer der Netze. Sie haben all dies selbst durchgemacht, kennen den Ausgang, kennen die Fallstricke, den frustrierten Elan, der sich in Blogposts manifestiert, die man selbst bei gestandenen Erwachsenen wieder freundlich als "Jugendsünde" werten muss. Schon lustig, wie der Schulhof des Lebens wieder die Versetzung gefährdet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die wahre Polemik war natürlich immer schon Gonzo persönlich zuständig, Ihr Herab-Lassies. Dass ich bei dem letzten Fartstorm nicht vorher gefragt wurde, zeugt von naivem Größenwahn. Die Polemik-Zeugungsfähigkeit an sich ist nämlich kein Kinderspiel. Aus Asympathie bin ich nun sogar gezwungen, weder die Blindgänger im Netzwerkbusiness noch die Großen, Selbstbild 'Kakalaken-Herrchen', zu unterstützen. Vielen Dank auch! Verdirbt einem ja fast den Spaß an der Sache...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb an beide Seiten einfach ein zwei rhetorische Tipps:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Einfach vorher Gonzo fragen. Sonst werdet ihr nie erfahren, was wahrer Größenwahn ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Die Eröffnung einer Polemik beinhaltet entweder bereits eine frontale Beleidigung, die Maßstäbe setzt, ihr Menschenflenner, oder eine Schmeichelei, die der moralischen Ungeheuerlichkeit erst den Boden bereitet - wie der hiesige unelitäre aber lebenskluge Kreis meiner Leser natürlich bereits vermutet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Du bist schuld. Nur wer seine Fehler vorweg nimmt kann ihren Neuigkeitswert zerstören und moralische Autorität aufbauen. Das hätte ich euch vielleicht eher erklären müssen. Leider war ich bei der Twitter-Eliten-Diskussion nicht zu richtigen Zeit am richtigen Ort. Dafür entschuldige ich mich bei allen, die mich schmerzlich vermisst haben, besonders jedoch bei Dir, geneigter Leser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Die Wahrheit mag noch so wahr sein: wenn Du niemandem aus dem Herzen sprichst, bleibst du allein. Beleidige also nicht die Gleichgesinnten in einem Rundumschlag. Denn es gibt viele liebenswerte Verrückte da draußen, die nicht die Anerkennung bekommen, die sie nach ihrer langen, harten Arbeit längst verdient hätten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Besetze die Zukunft. Denn nur, wenn jeder über die Welt nachdenkt, wie sie sein sollte, werden wir eine Welt mit Eskalationsrecht für alle schaffen - ob groß oder klein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Kampfeslust. Denn wer glaubt, jeder könne spät nachts betrunken ein Posting über Rhetorik verfassen, kommt leider oft nicht über die Flirttipp-Recherche in seiner Porno-Community hinaus. Und falls doch, so holt er sich auf dem erstbesten Wikipedia-Artikel einen runter und nennt dies Wissenschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. Siehe Punkt 1.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, ich konnte Euch - biermüde wie ich bin - noch etwas brauchbare Weisheit abzweigen. Eigentlich schlafe ich schon (bzw. denke im Traum).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;nach dem Fartrant ist vor dem Shitstorm.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;biermüde Überwindung&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Da schimpft jemand auf die Elite und hat mein Handwerk nicht gelernt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-3704509233467898606?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/3704509233467898606/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/11/netzelitenschelte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3704509233467898606'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3704509233467898606'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/11/netzelitenschelte.html' title='Netzelitenschelte'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5116160359682580311</id><published>2011-11-17T02:02:00.005+01:00</published><updated>2011-11-18T10:06:56.945+01:00</updated><title type='text'>Rotweinen</title><content type='html'>Lange nichts mehr geschrieben.. sollte man am Anfang niemals schreiben! Für viele Blogs ist es das Todesurteil, das ewig bleibende letzte Posting, das als armseliger Versuch, doch noch mal zurückzukommen, gleichzeitig Entschuldigungen beinhaltet, die einer jammernden Lebensgeschichte ähneln und trotz des Bekenntnisses zum Blog an sich, das Blog auf der Prioliste nach ganz ganz unten stellt (noch unter den Hund, das Meerschweinchen, den Goldfisch und tägliches Sackkratzen). Zum Glück bin ich jetzt schon mittendrin...&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...und muss mich nicht mehr entschuldigen. Für.. egal. Ich Danke zumindest der kleinen, ausgewählten Elite, die sich hier versammelt hat, um abwechselnd Passagen meiner Postings vorzutragen und mit theatralischen Gesten, sangsingender Intonation und rhetorischen Pausen (hier z.B. das in Klammern nicht laut mitlesen!) den Sinn des Lebens in Luft und Zeit zu malen. Hier seid ihr richtig. Hier größt der Wahn den Leser noch selbst aus den Worten und erleichtert die Chuzpe eures alltäglichen Kleinenwahns. (Vorleserwechsel)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Thema dieses Beitrags ist - ihr ahnt es schon - Rotwein. Schlechter Rotwein. Mit langen Über-Leitungen zu leichteren Themen wie z.B. der Frage ob alkoholfreie Weine spätdekadente Römer verhindert hätten. Ich sage zu dieser bedeutenden Frage der Geschichte deutlich und entschieden: Nein. Wenn die Römerelite nicht alkoholisiert geprasst und gefeiert hätte, wäre die Binnennachfrage und der Luxusgüterhandel natürlich zunächst zusammengebrochen. Hätte aber schließlich den neudekadenten Plebs mit seinen Alkoholgelagen zu neuen korrupten Römern mit Hang für Mäusemilchbäder gemacht. Der Abstieg der alten Eliten wäre dann wiederum nicht ohne alkoholische Wein zu ertragen... Alkohol ist eine historische Konstante - ob man keusch leben konnte oder nicht. Drogenluxus ist Kern jeder konsumistischen Gesellschaft und der Erhalt eines Weltreichs hat also mit alkoholfreien Getränken und enthaltsamen Eliten zum Glück nichts zu tun, liebe Zuhörer. Trinkt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rotwein bestärkt gar in vielen Fällen den sehr sophistischen Ausgleich, die gelassene Neutralität am nächsten Morgen. Die Frage, ob Arbeit für fremde Chefs Sinn macht, ist eine Frage der Argumente, der Perspektive, die schlechter Rotwein immer wieder fördert und fordert. Da man sich in der internen Diskussion hinter verschlossenen Bettdekcen meist nicht festlegen kann oder will, gewinnt natürlich die Zeit. Bis es zu spät ist, den Rotwein für verpasste Termine verantwortlich zu machen und der vorabendlich Trinkende als aufgeklärter Staatsbürger selbst Verantwortung für sein Handeln übernimmt, übernehmen muss. Die weinende Wahrheitsspende, in vinum est veritas (oder so ähnlich: Ich kann kein Latein. das in den Klammern nicht laut vorlesen!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit ist natürlich kein Geschenk des Rotweinens: Sie ist unser spätrömischer Moment in hektischen Zeiten. Wenn ich jemanden prassend eine Zigarette rauchen sehe oder im Park auf einer Bank ruhen sehe, rufe ich immer öfter laut: "Du reicher Schnösel! Du verbrauchst unsere Zeit! Gib uns mal ein Paar Minuten ab!" Oder halt nen Schluck Rotwein, wenn der Zeitschnösel sich als Obdachloser entpuppen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen, wenn ich vom Wecker aufwache, wird es keinen Rotwein oder gar Zeit geben, sondern halt nur Rotweinen. Dann braucht es einen Arzt, der Rotweinen nicht von Krankheit unterscheiden kann. Oder zumindest den vorabendlichen Rotwein in Form von Bettzeit verschreibt. In diesem Sinn: Wünscht mir Glück!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;ich kann bis 2 zählen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Puh, war das ein Kopfwein!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Ich nehme mir die Zeit, weil ich es mir wert bin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5116160359682580311?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5116160359682580311/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/11/rotweinen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5116160359682580311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5116160359682580311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/11/rotweinen.html' title='Rotweinen'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7678990614980529960</id><published>2011-11-04T21:11:00.002+01:00</published><updated>2011-11-04T22:13:24.423+01:00</updated><title type='text'>So Ist das War.</title><content type='html'>So ist es. &lt;div&gt;So ist.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;So.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es so.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ist es so.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sagt das nicht schon alles, was man wissen muss? Wie wir fühlen und leben. Überleben? Ständig auf der Suche nach einem Sinn? Haben wir zuviel Zeit um Nachzudenken? Sind wir schlichtweg zu faul? Zu faul für einen Sinn? Mit Terminen eingedeckt, immer am Anschlag rennend, aber nie körperlich müde? Und immer wieder die Erkenntnis: Weniger ist mehr. Aber Mehr ist immer weniger. Und immer ist immer. Ist. Ist denn War besser als Ist? Und wenn ja, warum? War das War nicht schon immer beliebter als das Ist und das Geh? Doch. War es. Ist es. Aber das bringt uns nicht weiter. Der Zeitgeist ist schneller als wir kleiner grosser Haufen Menschen. Und weil das so ist, werdet ihr den Text gar nicht bis hierhin gelesen haben. Und darum: Scheiss drauf. GEHen wir unter. Je schneller desto besser. Je lauter desto besser. Prost!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Zeit: 22.11 h&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Zustand: Zu nüchtern&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Anlass: Terminüberladene Gelähmtheit&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7678990614980529960?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7678990614980529960/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/11/so-ist-das-war.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7678990614980529960'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7678990614980529960'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/11/so-ist-das-war.html' title='So Ist das War.'/><author><name>Peggy Sue Kamilla</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00963359861313478262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5494837946708793572</id><published>2011-10-23T02:07:00.002+02:00</published><updated>2011-10-23T20:03:14.149+02:00</updated><title type='text'>Gefährchen</title><content type='html'>Es schließt sich der Kreis. Ich höre eine ausführliche Reportage über Hunter S. Thompson, dessen Wirken immer ein Vorbild für dieses Blog war. Der Gonzo-Stil - voller Erlebnis, trunkend, daneben, unfair, ehrlich - wäre ohne den alten Meister des Risikos in repressiven amerikanischen Zeiten nicht denkbar. Ich bin der Überzeugung, dass wir ohne Gefahr niemals die Welt verstehen werden. Keine Lust ist ungefährlich. Ohne Lust braucht uns diese Welt nicht.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Seid ihr sicher, dass ihr die letzten Sätze schon verdaut habt und ihr schon weiterlesen wollt? Hand auf's Herz: Wann habt ihr das letzte Mal Gefahr erlebt? Wann habt ihr Euch wider besseren Wissens in eine Umgebung verfrachtet, die euch bedroht und in ihr hemmungslos die Freaks staunen gelehrt? Glaubt ihr wirklich, der letzte House-Club, in dem ihr von Spiegelselbstbewussten schmierig angeflirtet wurdet, kommt dem nahe? Glaubt ihr wirklich, der letzte Besuch im Dönerladen mit potenziellem Gammelfleisch sei Gefahr? Ist der eine Kaffee zu viel Risiko? Wer bedrohte das letzte Mal eurer Sein und wie habt ihr reagiert? In Watte gehüllte Plastikstäbchen bedrohen eure Trommelfelle...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für eine Lust ist der Luxus? Wer den Luxus nutzt, um sich zurückzuziehen, abzuschließen, in einem Gated Terrarium lebt, muss einen wirklich guten Sexualpartner haben, der jede Nacht die Nachbarschaft zusammenschreit. Unwahrscheinlich. Die andere Form des Luxus ist die Verschwendung. Das Feiern ist immer eine Gefahr, es ist ein Moment des Unkontrollierbaren, es ist die Organisation von Gefahr und die schönste Form des Luxus. Verschwendung ist wie ein Einsatz beim Glücksspiel, bei dem man immer verliert und nur das kurze Glück beim Spiel bleibt. Mir geht es nicht darum, dass man seine Existenz verliert, sein Leben riskiert, sondern um den Verlust einer Erfahrung in unseren Gesellschaften und der zwangsläufigen/ notwendigen Kompensation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt sie noch, die Straße mit ihren Gefahren. Bereiche, in denen Momente der Schlagfertigkeit über Dein weiteres Leben entscheiden können. Tägliche Momente. Kampf. Ohne, dass man sich dieses frei ausgesucht hätte. Und doch mit Lust am Spiel. Dort, wo Hierarchie nie fix ist, sondern täglich kippen könnte. Diese Menschen werden immer über uns lachen, wir Stabilen mit komisch stolzem Status Quoten Hintergrund. Die Gefahr ist ein Luxus, den wir uns nicht mehr leisten. Die Kontrollphantasien sind auch tief in die Ideen von Beziehung eingezogen. Emanzipation allgemein bedeutet die Läuterung von Fremdbestimmung und damit auch die Eliminierung gefährlicher Lustszenarien. Die Bindung ist somit eines der letzten Risiken, das wir heutzutage eingehen. Lassen wir uns besser mal wieder gehen und das Reißen an uns zu und emanzipieren uns lieber von der Angst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;Während des Thompsen-Specials. Freundin beleidigt im Bett.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Puh.. Multitasking (Radio und Schreiben) mit Bier.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;zu ungefähr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5494837946708793572?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5494837946708793572/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/10/gefahrchen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5494837946708793572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5494837946708793572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/10/gefahrchen.html' title='Gefährchen'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1589137015501229717</id><published>2011-10-20T01:40:00.005+02:00</published><updated>2011-10-20T10:32:03.711+02:00</updated><title type='text'>Projektweltende</title><content type='html'>Kennt ihr das, wenn man nicht prokrastiniert und trotzdem nichts zuende bekommt? Liegt meistens an zu vielen Projekten. Nein: nicht nur die eine Idee, die ihr hattet als ihr bekifft in der Pubertät über eine eigene Frisbee-Liga nachgedacht habt.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich meine die vielen Ideen, die konzeptfähig sind, die vielleicht sogar ein Businessmodell besitzen, die irgendwo hinführen könnten. Oder solche Ideen, die ein neues Spielprinzip vorführen, das mit zwei drei Personen schon Spaß machen könnte, mit tausenden jedoch atemberaubend wäre. Oder Magazin-Formate, die staubige Museen beim Kuratieren &amp;nbsp;in den Schatten stellen und moderne Sammlungen für die Nachwelt schaffen. Oder Experimente, die ein Wissen herstellen, das keiner bisherigen Erfahrung und der dazugehörigen monströsen Monografie ähnelt. Oder Kunst, die man an Wände der Zukunft hängen könnte, sollten wir noch Wände brauchen. Oder Themenbereiche, die so verkrustet sind, dass man mit zwei drei Transferaufgaben einen neuen Kondratieff-Zyklus starten könnte. Ich berühre alles immer mal wieder. Skizziere täglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin mir sicher, auch ihr findet euch irgendwo wieder. Wenn nicht, seid ihr wohl im letzten Jahrtausend hängengeblieben. Wer nicht mindestens eine große Idee am Tag hat, lebt nicht in unserer Zeit. Wer Ideen nicht wieder verwerfen kann, überlebt unsere Zeit nicht. Aber er ist zumindest immer kontaktfähig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;kann mit jedem spinnen. hat überall einen brauchbaren Hinweis. opfert sein Wissen dem nächstbesten Chef einer Ausbeuterfirma. erlegt jeden Morgen Scherzkekse auf Twitter. kommentiert das Feuilleton. pflegt bei der Freitag private Intellektuellen-Flamewars. betreibt nebenbei Crowdfunding für einen Scherzartikelhersteller. schafft es, eine Assoziation zwischen Finanzkrise und der Geschäftsidee seines Banknachbarn im Billig-Chinarestaurant herzustellen.&amp;nbsp;hat eine eigene Meinung zum republikanischen Vorwahlkampf.&amp;nbsp;geht als Kenner auf jedes zweite Techno-Festivals. Ist Streetart-Experte für Rio de Janeiro. Ist Szenemodell für irgendeinen Berliner In-Kiez.&amp;nbsp;Ist Foursquare-Major bei seinem Dönermann.&amp;nbsp;Schmeichelt der hässlichen Neue-Social-Media-Fratzen-Brut auf Googleplus. Schreibt seinen Xing-Kontakten Weihnachtspostkarten. Ist per whatsapp Immer-Reaktor. usw. usf. etc. und so Würg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat aber keine Idee mehr. außer sich missbrauchen zu lassen von dem zufälligen Alltag der Hypermoderne. die sie/ ihn und ihr/ sein Potenzial auffrisst. Sie/ Er handelt nicht mehr selbst, weil sie/ er so viel zu tun hat. Deshalb ist es eine Schlüsselqualifikation der späten Modern, Projekte auch wieder zu beenden. Es wächst uns alles ans Herz. Wirklich alles. Jeder Scheiß. Wie viele Serien habt ihr anfangs für blöde bis bescheuert gehalten und dann doch geguckt? Es geht darum, Menschen Zeit zu widmen. Nicht Medienmaschinen. Projekte sind das Menschlichste, was die alte Moderne zu bieten hat: der Versuch, etwas herzustellen, was in dieser Welt noch nicht ist. Zu verändern. Zu unternehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich persönlich fange pragmatisch an, aufzuräumen. 3 Seiten mussten schon sterben. Viele andere Konzepte und Ideen wurden nach verhaltenem Feedback der Pseudohandelnden und Überforderten einfach abgelegt. Schade aber gesund. Bei so vielen Ideen brauche ich immer mehr als eine Person, die dran glaubt. Man verliebt sich in so viel, doch ohne Support lohnt sich für mich nichts mehr. Ich bin hier inzwischen hypersozial und sensibel fatalistisch.&lt;br /&gt;______&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist übrigens das Jubiläumsposting in diesem Blog. 100 Beiträge. Undankbare Beiträge. Anlass für eine kurze Abrechnung nach knapp 2 Jahren Drunken News. Ich biete hier meine Schwäche an. Kontrollverlust. Ich gebe mich hier angreifbar. betrunken. Eigentlich Anlass für viel Belustigung. Inspiration gibt es auch immer. Möglichkeiten für Aufregung ebenfalls. Es kostet viel Überwindung, übermüdet spät in der Nacht noch zu schreiben. Ich mache das nicht mehr gerne. Ich habe immer seltener Lust, von Desinteresse Zeit fressen zu lassen. Zu warten, bis jemand zwischen zwei Alltägen zufällig Zeit hat. Immer der Verständnisvolle zu sein. Jedem eine zwölfte Chance zu geben, für das Projekt eines Freundes ein Mal im Leben irgendwo ein gutes Wort einzulegen oder auch nur Feedback zu geben. Zu viel verlangt. Ich kann so vieles in dieser Welt nicht mehr ernst nehmen. Hier schließt sich zufällig der Kreis zum obigen Drunken News Beitrag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie lange bleibe ich noch der verlässliche, standhafte Part auf Kredit? Wie lange lasse ich die Menschen noch bei mir Anschreiben? Fühle mich manchmal wie ein Bierdeckel in einer Eckkneipe. Betrunken wie ich bin, kann ich es ja mal sagen: Geduld mit Menschen ist mein Leben; aber nicht, weil ich mir das ausgesucht habe. Ich reduziere jetzt die Bierdeckel genauso, wie ich Projekte töte. Mit Schuldenerlass. Macht was draus, ihr Drittweltländer der Projektweltmoderne. Aber kommt bitte nicht wieder, und inspiriert euch bitte irgendwo gegen Geld: das ist abstrakt und unverbindlicher. Punktuelle Faszination ist Mainstream und keine Basis für mein Interesse an Menschen mehr. Ich beende also die Geduld als Projekt: Hurray! Neue Menschen gibt es dann am nächsten Kiosk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;100 Mal Lebenszeit&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Bier im falschen Hals und erschöpft.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Jubiläum, und alle so: Yeah!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1589137015501229717?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1589137015501229717/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/10/projektweltende.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1589137015501229717'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1589137015501229717'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/10/projektweltende.html' title='Projektweltende'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1127140524018766316</id><published>2011-10-08T03:11:00.001+02:00</published><updated>2011-10-08T10:10:31.195+02:00</updated><title type='text'>Zu viele Aufnahmen und Aufnahmen</title><content type='html'>Wissen wir eigentlich zu viel? Keine Angst: ich bin kein Fan von Religion und einfachen Antworten. Aber lehrt uns das Leben vielleicht zu viele Lehren? Und können wir unseren Kopf, unser empfindsames Sein als Endpunkt, als Sackgasse für dieses Wissen ertragen? Weshalb versuchen wir denn, alle Infos, die wir bekommen, sofort in Medien zu gießen - sei dies Blog, Facebook oder Twitter. Ist das nicht alles Überforderungsselbsttherapie?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Natürlich schreibe ich hier in betrunkenem Zustand und komme leichter zu dieser These als ein nüchtern routinierter Mensch, der ich tagsüber bin. Haben unsere poteniellen Erfahrungswelten historisch zugenommen? Ist das Wissen gewachsen? Ich glaube, das Leben, das nicht über das menschliche und zwischenmenschliche Dasein hinausgehende Leben, ist immer noch dasselbe. Körperlich, biologisch, emotional. Was für Erfahrungen manifestieren sich also in den vielgestaltigen Medien durch unsere Hand? Sind die vielen neuen Medien nicht auch das Ergebnis eines größeren quantitativen Überschusses an Wissensformen, die wir irgendwie einordnen und in eine Form bringen müssen? Sind sie nicht oft ein vorläufiges Abspeichern, das die Verarbeitung quasi aufschiebt aber uns das Vertrauen einer Formung dieser Welt gibt? Wir kleinen Pseudogötter...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man sich mal das Verhältnis von Lesern und Schreibern anguckt - ich habe schon so oft darauf hingewiesen, dass diese Erkenntnis fast schon trivial für mich ist - so muss man doch einfach mal feststellen, dass es mehr Sender als Empfänger auf dieser Welt gibt. Es gibt mehr Output als wir jemals lesen können. Ich meine damit nicht Bücher (das sind ja schon eine Menge), sondern die Äußerungen aller Menschen überall. Wir produzieren mehr in Medien abgelagerte Erfahrungen als wir je konsumieren können. Es ist nicht das große Unbewusste der Menschheit: eine blöde Idee. Es ist etwas bewusstes, das über sexuelle Triebe hinaus geht. Es ist Spezialwissen, Weltwissen, Geformtes. Das Werk des Einzelnen wird hier so marginal, so wertlos. Was sind heutzutage noch Genies? Oder anders gefragt: wer hat noch Zeit, sie zu lesen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;zu kurz für die neue Bibliothek der Welt&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;die Welt ist mit dem über sich nachdenken für mich manchmal zu langsam&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Wir senden mehr als wir empfangen. Wie kann diese Rechnung aufgehen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1127140524018766316?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1127140524018766316/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/10/zu-viele-aufnahmen-und-aufnahmen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1127140524018766316'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1127140524018766316'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/10/zu-viele-aufnahmen-und-aufnahmen.html' title='Zu viele Aufnahmen und Aufnahmen'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4207936892886086154</id><published>2011-10-03T00:05:00.002+02:00</published><updated>2011-10-03T21:54:51.226+02:00</updated><title type='text'>Erzähl Dich doch selbst!</title><content type='html'>Ich mag diese Momente nicht, in denen mein Kopf nicht mehr die Einblicke mehrt. Klar: ich verwirre mich gerne mit Alkohol. Ich predige Kontrollverlust als Selbstweltforschung. Tue so, als sei automatisches Schreiben ohne Zensur etwas sehr intelligentes und wünschenswertes. Doch ich stehe auf 'Wege'. Auf ein Schreiten im Denken. Ein Zustand, der bleibt, ist unerträglich. Ein Zustand, den man beschreibt, immerhin eine Vergangenheit, ein Abgeschrittenes.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gerade ist hier nicht mehr drin. Es mag am Blutspenden, an wenig unalkoholischer Flüssigkeit, wenig Essen und Bier liegen, doch im Moment schaffe ich wenige Pfade irgendwo hin. Das eigene Sein in eine Geschichte einzufügen, ist eine der wenigen Freiheiten, die wir als Menschen in Kontextfixierung und statischen Verhältnissen haben. Wenn alles unveränderbar ist in unserem Leben, so können wir wenigstens mit diesem Schicksal als Schicksalsgeschichte spielen. Wir sind Herren unseres eigenen Biopics. Manchmal sogar Regisseure.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Kopf findet gerade keine Leitersprosse, um aufzuschreiben. Ich bin zweiblicklos. Muss man ja auch mal zwischendurch feststellen dürfen. Passt zum &lt;a href="http://drunkennews.blogspot.com/2011/09/zeitlose-intelligenz.html"&gt;letzten Beitrag&lt;/a&gt;. Man ist nicht immer intelligent und dabei sogar schnell. Das wäre totale Illusion.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;Fünf nach zwölf&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Narrative Statik&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;bleib- nicht fort-schreibend&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4207936892886086154?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4207936892886086154/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/10/erzahl-dich-doch-selbst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4207936892886086154'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4207936892886086154'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/10/erzahl-dich-doch-selbst.html' title='Erzähl Dich doch selbst!'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4070560163048158382</id><published>2011-09-23T17:16:00.001+02:00</published><updated>2011-09-23T17:18:57.104+02:00</updated><title type='text'>Zeitlose Intelligenz</title><content type='html'>Wie hängen eigentlich 'Intelligenz' und 'Zeit' zusammen? Manch ein Mitdenkender scheint ja geradezu einen "Besitz" von Intelligenz zu behaupten, quasi zeitunaufwändiger und zeitloser Besitz von Klugheit. Schon die hiesige Schrift täuscht vor, ohne Absetzen, an einem Stück runtergeschrieben worden zu sein. In meinem derzeitigen Post-Drunk-Zustand einfach nicht möglich. Ich denke von Satz zu Satz.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die ganzen Anrufbeantwortermedien - wie Email, SMS, Direktnachrichten oder generell jede Nicht-Echtzeit-Webkommunikation - lassen jeden Kommentar doch zur Farce werden. Eine Antwort, für die sich jemand Minuten, Stunden, Tage Zeit nehmen kann, sind doch nur &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treppenwitz"&gt;Treppenwitze&lt;/a&gt;. Wir sind alle pseudo-performant. Eine intelligente Erwiderung kann Zeit kosten. eine Menge Zeit, die niemand zugibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind also weiterhin eine starke Schriftkultur. Wir fetzen uns mit gespielter Impulsivität auf Internetpapier. Welches Verhältnis hat also Intelligenz zu 'Zeit'. Denken braucht Zeit. Intelligenz will schneller sein. Und auch in neueren Medien kann jeder weiterhin so tun als ob. Auch ich suggeriere hier Intelligenz und brauche doch lange für diesen kleinen Text. Auch weil ich gerade kein Internetpapier mehr habe und mit Stift für eine spätere Übertragung hantiere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob es überhaupt wünschenswert ist, alles nüchtern und endgültig mit viel Zeit durchzudenken, darf natürlich bezweifelt werden. In dieser Hinsicht wäre unsere knappe Zeit ein Segen für Impulsintelligentes und wir würden nicht zu Affen - &lt;a href="http://drunkennews.blogspot.com/2011/09/zustand-erreicht.html"&gt;wie es Peggy Sue für uns schon mal als Dystopie vorgedacht hat&lt;/a&gt;. Überforderung beim Texten war bei uns auf Drunken News natürlich immer schon Methode. Wir haben nur die knappe Zeit durch Alkohol ersetzt. Eine intelligente Entscheidung, oder nicht? ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;equals Intelligenz&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;equals Zeitdruck&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Internet-&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treppenwitz"&gt;Treppenwitze&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4070560163048158382?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4070560163048158382/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/09/zeitlose-intelligenz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4070560163048158382'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4070560163048158382'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/09/zeitlose-intelligenz.html' title='Zeitlose Intelligenz'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5613610735630429571</id><published>2011-09-21T23:20:00.003+02:00</published><updated>2011-09-22T10:53:03.934+02:00</updated><title type='text'>Zustand erreicht</title><content type='html'>Ein liebgewonnener Internetfreund hat mich schon vor längerer Zeit eingeladen, zu #drunkennews beizutragen. Bis jetzt hatte sich nie die Gelegenheit ergeben. Nicht, dass ich in dieser Zeit niemals betrunken gewesen wäre. Aber erst jetzt hat sich der Zustand ergeben, in dem man nicht anders kann, als mit Buchstaben seine Gefühle in Worte zu fassen. Der Zustand setzt sich aus 1/3 Angetrunkenheit, 1/3 Nachdenklicher Genervtheit und 1/3 PMS zusammen. Ach ja, und natürlich Zeit. Das vierte Drittel, das nicht vorhandene. Nicht in meinem Leben.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und ich frage mich oft, ob dieser zweitweise auftauchende Schub von leiser Melancholie, nicht der Normalzustand wäre. Das Sehen sozusagen. Nicht zugemüllt mit Input in Form von Brot und Spielen und rosa Brille. Nein, der ursprüngliche reine Zustand von Klarheit, auch in nüchternem Zustand. Wären die Frauen den ganzen Monat in diesem PMS-Zustand, wäre die Welt vermutlich eine andere. Und was wäre dann das Klarheitspendant der Männer? Ebenfalls zyklisch? Oder zufällig? Und sagt mir jetzt nicht, dass Männer sowieso immer klar denken. Nicht wenn die Freiheit des einzelnen z.B. beim Auto des Nachbarn aufhört. Das muss ich jetzt nicht erklären. Glaubt es mir einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre es denn wünschenswert, immer den vermeintlichen Durchblick zu haben? Diese offensichtliche Hilfslosigkeit würde uns vermutlich vollends verzweifeln lassen und die Suizidrate schnellte derart in die Höhe, dass der Mensch nicht mehr das herrschende Tier auf dieser Erde wäre. Was dann den Klarblick vollends überflüssig machen würde, weil wir nur noch nach Instinkt handeln würden. Ja, wie z.B. Affen. Das wäre vielleicht befreiend. Aber nur vielleicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: 23.45 h&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: Weissweinschwerelosesschweben&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: PMS (pimped my Systems)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5613610735630429571?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5613610735630429571/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/09/zustand-erreicht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5613610735630429571'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5613610735630429571'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/09/zustand-erreicht.html' title='Zustand erreicht'/><author><name>Peggy Sue Kamilla</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00963359861313478262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2446678496205629639</id><published>2011-09-11T03:13:00.004+02:00</published><updated>2011-09-11T11:26:28.840+02:00</updated><title type='text'>Formen zum Diktat</title><content type='html'>Darf Trunkenheit nicht verstreichen lassen. Muss schreiben, sprach ich müde in mein Diktierblog. Ich liebte diesen Stil, der Wörter wieder zu gesprochener Sprache machte. Überhaupt forme ich meine mediale Umwelt wie einen Schwamm, der den Strom des plötzlich Gedachten aufsaugt. Die Truman Show meines Alltags, für die rein logisch niemals jemand die Zeit haben würde, sie komplett zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn etwas, was wir tun oder produzieren, irgendwen erreichen soll, muss es ein Päckchen sein. Es darf nicht genauso lang sein wie unser Leben. Es muss ein "zeitliches" Päckchen sein - im Sinne der Zeit, die wir für den Konsum brauchen. Wir sind also ewig zu Ausschnitt oder Abstraktion gebunden, um uns selbst kommunizieren zu können. Das Problem, dass wir mit den Zeichen dieser Welt kommunizieren müssen, ist also nicht nur ein Verstehensproblem (Wir können nie sicher sein, dass wir wirklich verstanden haben, was gemeint war), sondern ein Problem der nur kurz verfügbaren Aufmerksamkeitsspannen bei jedem Gegenüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Zeitaspekt (Ausschnitt) vernachlässige ich gerade etwas und konzentriere mich auf die Form. Ich habe im Moment ca. 10 Schwämme im Netz ausgelegt, die meine Ströme in eine Form gießen. Wie ein Rekorder nehmen sie meine Gedanken auf. Die Formung ist für mich wie eine Medienübung. Genauso, wie irgendjemand auf die Zahl 140 gekommen ist, habe ich meine Kanäle mit eigenen Text-Zwängen. In diesem Blog schreibe ich z.B. nur betrunken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das einzige Problem ist meine Zeit: Mein Formen darf nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen als ich lebe. Da kann es auch mal zu gesprochener Sprache kommen... entspannend. angenehm. Prost und gute Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; zur Zeit wurde alles gesagt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Bier-Zombie, der sein eigenen Gehirn will ("Muss schreiben")&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Mehr Ideen als Zeit. Weniger Aufmerksamkeit als Ideen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2446678496205629639?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2446678496205629639/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/09/formen-zum-diktat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2446678496205629639'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2446678496205629639'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/09/formen-zum-diktat.html' title='Formen zum Diktat'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-8361014046378146774</id><published>2011-08-29T22:29:00.004+02:00</published><updated>2011-08-31T15:35:41.265+02:00</updated><title type='text'>Unempathische Blicke</title><content type='html'>Ich glaube der schlimmste Moment im Leben ist der, in dem man keinen Ausdruck mehr für seinen Frust findet, seinen schlechten Momenten keine Form mehr außerhalb sich selbst geben kann, der Moment ohne Resonanz in der Außenwelt. Medien müssen uns immer wieder beweisen, dass wir "sozial" sind, dass die Welt keine autistische Phantasie ist. Sie sind der vernetzte Platzhalter, der das Scheitern familiärer Umfelder und Bekanntenkreise kompensieren muss. Gleichzeitig muss anscheinend jeder Klarname in dieser Welt sein Scheitern leugnen. Auch ich bin hier mit Pseudonym unterwegs und weiß um die Kräfte, die die Schwachen sichtbar machen wollen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das 'Scheitern' ist hier natürlich ein künstliches Konstrukt. Der 'Foucaultsche Diskurs' wird dieses auch ohne Akteure definieren: keine Angst. Sichtbarkeit ist Macht. Sichtbarmachung aber selten eine großangelegte Handlung. Genau deshalb freut man sich manchmal, dass dieser Prozess, wie z.B. im Falle Googleplus und der Klarnamenpflicht, einen konkreten Schuldigen hat. Es ändert jedoch nichts an der kleinen Praktik des Guckens, die wir alle vollziehen. Wie in "&lt;a href="http://drunkennews.blogspot.com/2011/08/privileg-der-ge-lassenheit.html"&gt;Privileg der Ge-lassenheit&lt;/a&gt;" bereits beschrieben, ist die Fähigkeit, Blicke auszuhalten, ein Moment bürgerlicher Distinktion zu problembelasteten Schichten. Medien sind hier nicht nur Beschäftigung und Babysitter der Nation, sondern auch eine immer stärkere&amp;nbsp;werdende&amp;nbsp;Institution des Vergleichs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir vergleichen uns mit Blicken, die so hart sind, wie die Blicke, die Kleinkindern und Pubertierenden Traumata ins Hirn pflanzen. Vielleicht wurden wir selbst ein mal gedemüitigt und nutzen dann doch die gleiche Rationalität für Andere. Ein menschliches Versagen, weil wir vielleicht kein Medium für unseren Frust finden. Wirkliche Größe sieht anders aus, liebe bürgerliche Drohnen. Wie in diesem &lt;a href="http://www.wasmitdenken.de/satire-landschaften/"&gt;Beitrag auf wasmitdenken.de&lt;/a&gt; bereits angedeutet, brauchen wir eine Gehässigkeitsforschung, die diese verletzenden Blicke erforscht. Auf jeden Fall kotzen mich die Menschen an, die Darsteller dieses Blickes werden. Kritik sollte eigentlich nichts mit Vernichtung, sondern mit Perspektive zu tun haben. Empathie mit Blicken gibt es nicht. Sprecht wieder mit Menschen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;voller (Augen-)Blicke&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Kopf zu mit White Russian&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass:&lt;/span&gt; Medien als Empathieersatz sind mit Klarnamen praktisch nicht denkbar.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8361014046378146774?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8361014046378146774/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/08/unempathische-blicke.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8361014046378146774'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8361014046378146774'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/08/unempathische-blicke.html' title='Unempathische Blicke'/><author><name>Felipe Gonzo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09499229541162241942</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/-ad1lqm3KI50/TlY0eDwmaDI/AAAAAAAAACc/s7Wgc47YTKY/s220/Nam%2BJune%2BPaik2.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2106269547666401208</id><published>2011-08-24T22:10:00.001+02:00</published><updated>2011-08-24T22:10:00.881+02:00</updated><title type='text'>Die Kultur der Sperrigkeit</title><content type='html'>Wieder mal einer dieser Zustände, in denen ich lieber nicht schreiben sollte. Aber woher kommt eigentlich dieses "sollte"? Ich persönlich kenne inzwischen viele seiner Ebenen und komplexen Bedingungsgefüge und durfte mein Wissen damals sogar durch ein Studium veredeln. Der Kleinenwahn in ängstlichen Köpfen ist Teil dieser Geschichte, liebe nüchterne Denker. Die Kultur besteht nun mal aus Gesten.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Aus Gesten? Nicht Strukturen und Richtig und Falsch? Ja: Wir müssen den Glauben daran, dass Kultur wohlmöglich etwas speicherbares, fixes oder ein System ist, überwinden. Dies war nur eine Phantasie der Wissenschaft, die nunmal einen stabilen Untersuchungsgegenstand brauchte. Dies war die Phantasie, bayerischer Könige, die ihre Lakaien ausschickten, alle Volkslieder und Bräuche des Volkes aufzuschreiben, um darauf eine eigene, festumrandete Kultur für ihr Reich zu behaupten. Dies war die Phantasie eines neuen Bürgertums, das die Wilden in den Kolonien ebenso wie die Armenviertel in den Städten wie Biotope mit niederer Kultur betrachten wollte. Die ethnologische Kulturwissenschaft produzierte Ergebnisse à la "so sind sie, so funktionieren sie". Wer möchte, darf sich auch mal mit Quantenphysik beschäftigen: Same Story.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ethnologie hat sich indes von seiner Vergangenheit distanziert. Das Problem des Verstehens Anderer menschlicher Wirklichkeiten hat ihre Objektivität zerstört. Sie ist damit intellektuell weiter als viele Nachbardisziplinen. Es waren quasi jene ehemals "Wilden", die der Wissenschaft die objektive Transparenz austrieben. Wir nennen diesen Selbstzweifel heute 'Postcolonial Turn': Die Unterordnung der vollständigen menschlichen Welt unter eine objektive Perspektive scheiterte intellektuell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass der Wunsch nach Transparenz durch mächtige Korporationen - wie den Staat oder Unternehmen - damit nicht beendet war, weiß jeder Schützer seiner privaten Daten. Dafür braucht es keinen Ethnologen. Ich würde trotzdem vorschlagen, das obige Beispiel mit den "Wilden", die man nicht objektiv verstehen kann, zu übertragen: Kultur heißt Sperrigkeit. Der Blick der Facebook- und Google-Ethnologen lastet auf uns jeden Tag, und alles, was sie nicht verstehen, was sich ihrem Wissensdurst entzieht, ihre Kategorien unterläuft, ihre Nutzung pervertiert, ist eine Kultur, in der das Menschliche noch klüger ist als der Scanner, die Maschine. Das ist nicht trivial, sondern die einzige Utopie, die der Mensch noch hat: dass Kultur klüger als Infrastruktur und Systeme ist. Wer mir hierin nicht folgen will, darf weiter gegen Computer Schach spielen und als Bauer durch die Welt gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das "Sollen" ist normativ. Dass ich nicht schreiben "sollte", wenn ich betrunken bin, gehört zu einem veralteten Wahrheitsglaube, der nur eine An-Sicht kennt und in uns keine Widersprüche sehen will. Dass wir mehr als ein einziger Klarname sind, kommt vielen einfach nicht gelegen. Dies ist quasi mein Beitrag zur Sperrigkeit: das shizophrene Manöver.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;überall auf der Welt anders...&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;unkolonisiert.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Der Erfolg der glatten Menschen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2106269547666401208?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2106269547666401208/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/08/die-kultur-der-sperrigkeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2106269547666401208'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2106269547666401208'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/08/die-kultur-der-sperrigkeit.html' title='Die Kultur der Sperrigkeit'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1713566819175334448</id><published>2011-08-18T03:12:00.001+02:00</published><updated>2012-02-09T11:26:27.531+01:00</updated><title type='text'>Sorgfältige Zweifel und der Wert von Wissenschaft</title><content type='html'>Heute Nacht noch etwas zu 'Methodik' zu schreiben, scheint mir keine allzu gute Idee.. aber was soll's. Es muss raus und würde ich nun schlafen gehen, wäre all der Suff verschenkt (und dies ist meine Methode ;)) Was gerade bei all den Doktor-Skandalen unserer Polit-Promis bzw. Möchtegern-Promis&amp;nbsp;auffällt: Es gibt keine Diskussion über Inhalte oder Methodik. Ist das nicht symptomatisch?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ob Guttenberg, Koch-Mehrin, die Stoiber-Tochter, Katzanirgendwas: Ihre Arbeiten werden als reine Bits und Bytes Informationssammlung behandelt, die gescannt und nach Ähnlichkeiten und Plagiaten durchsucht wird. Müssen wir uns darauf einstellen, dass Wissenschaft in Zukunft nur noch in dieser Kategorie einer digitalen Kopie, eines potenziell geklauten Code bewertet wird? Sind ihre Inhalte und Vorgehensweisen so bedeutungslos geworden, dass uns ein Informatiker oder sein Programm den Wert einer Doktorarbeit bestimmen kann? Dies wäre tatsächlich ein "Digital Turn" in der Wissenschaftsgeschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Logik der informatischen Regelhüter ("Du sollst korrekt zitieren") stülpt sich über den Sinn und die Leistung einer Doktorarbeit, die im Schnitt in Deutschland immerhin noch 5 Jahre braucht. Natürlich will auch ich die Großen als unehrliche Betrüger fallen sehen, aber ich bewerte keine Algorithmen und Codes als hässlich, da jemand in seinen Klassennamen die Groß- und Kleinschreibung der deutschen Sprache nicht beachtet. Aussage wahr/ falsch ist zumindest ein skurriler Zugang zu einer mehrjährigen geisteswissenschaftlichen Doktorarbeit, die sich idealerweise extrem differenziert und mit großen erkenntnistheoretischen Zweifeln einem Thema widmet. Boolean KorektZitiert="false";&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Methode, die man in einer wissenschaftlichen Arbeit wählt, repräsentiert Zweifel. Um es für einige Honks noch mal zu erklären: es gibt nicht nur die Empirie im naturwissenschaftlichen Sinne, wie sie Sozialwissenschaftler (nicht Soziologen) als das einzig wahre behaupten. Wissen wird in den Geisteswissenschaften hauptsächlich durch die Transparenz des Vorgehens und nicht durch Zahlen produziert. &amp;nbsp; Die völlige Offenheit, wie man zu seinen Schlüssen kommt und dass jede Behauptung - auch die vom eigenen Doktorvater - einer Erklärung bedarf, lässt manchen Jung-Wissenschaftler und -Philosophen verzweifeln. Deshalb flüchten sich viele auch in Laborsituationen oder grenzen ihren Untersuchungsgegenstand so weit ein, dass das Vorhaben händelbar bleibt. Daten zu produzieren und diese als Wahrheitsdesiderat zu betrachten, ist hierbei der billigste Weg; zu der Aussage zu stehen, dass Wissenschaft nicht aus richtig/falsch-Operationen besteht, Luhmann dich mal kreuzweise an deinem radikalkonstruktivistischen Arsch lecken kann, alle bisherigen Foucault-Deutungen ihn immer noch nicht in seinem französischen Kontext betrachten und wertlos sind, die Gesellschaft nicht aus Regelmäßigkeiten besteht, die man messen kann, sondern aus ungenutzten Potenzialen, die nur experimentell erschlossen werden können, dir selbst anthropologische Konstanten als zu fiktiv und als Genderfaschismus erscheinen, deine Doktormutter/Doktorvater ein IdiotIn und mit dem Kopf in den 80er Jahren hängengeblieben ist und dann trotzdem eine Operationalisierung deiner Doktorarbeit hinzubekommen und ein Vorgehen zu entwickeln und plausibel zu machen, ist der schwerere Weg. (Waren jetzt nur spontane Beispiele geht sicher auch besser.. aber mein Kopf kann gerade nicht mehr)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Qualität der Sorgfalt steckt also nicht in der Formalie des richtigen Zitats. Das 'Wie' der Wissensproduktion ist nicht in Anführungszeichen zu messen. Das Wie ist kein dichotomisches, digitales 'wahr' oder 'falsch'. Wir werden vieles wiederholen und wiederverwenden in der Wissenschaft. Doch wer es unkritisch Wort für Wort kopiert und heimlich übernimmt, ist soweiso ein Pimpf in seiner Zunft, denn ein ernsthafter Geist hat eine eigene Haltung zu den Zitierten und macht dies öffentlich. Oder anders gesagt: Das richtige Zitieren macht eine Arbeit nicht gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;Dichotomieideologisch&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Man wird mit dem Alter schneller betrunken (5 Bier)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass:&lt;/span&gt; Die Geisteswissenschaft bewertet von Laien&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1713566819175334448?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1713566819175334448/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/08/sorgfaltige-zweifel-und-der-wert-von.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1713566819175334448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1713566819175334448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/08/sorgfaltige-zweifel-und-der-wert-von.html' title='Sorgfältige Zweifel und der Wert von Wissenschaft'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-6694038446988318071</id><published>2011-08-11T01:30:00.000+02:00</published><updated>2011-08-11T09:15:53.015+02:00</updated><title type='text'>Privileg der Ge-lassenheit</title><content type='html'>War das ein scheiß Tag. Muss ja mal gesagt werden. Ich kann unausgeglichen nicht wirklich produktiv sein, denken, erschaffen. Diese Textsammlung ist die Ausnahme, der intellektuelle U-turn meiner hässlichen Innereien. Dies als Warnung.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Freundin hat ein mal mehr meinen Seelenfrieden in einem Häcksler dem Wutgott geopfert und einen ganzen Tag mit Selbstsucht verpestet: Verschwendung emotionaler Energie; fremder emotionaler Energie; meiner Energie; ohne gerechten Anlass. Ich hasse Ungerechtigkeit. Um hier mal von mir auf andere zu schließen: wer kann sich eigentlich unter sozialem Stress entwickeln?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man sich die Enge der Menschen in Armut in Deutschland vorstellt, all den Neid, die Konflikte, die dauernde Unausweichlichkeit dummer, überforderter Menschen in deiner Umgebung: Sie alle beobachten sich gegenseitig und lassen sich niemals in Ruhe, greifen mit ihren unausgeglichenen Händen immer nach schwachen Herzen, die sie triezen, quetschen, dominieren können. Wer kann sich hier entwickeln? Wer kann sich hier einem Leben in ewiger Soap entziehen? Ist dieser Stress nicht ein Instrument des Bürgertums, um unter all den Menschen, Unstabiles, scheinbar "Minderwertiges" zu schaffen, um die 'Hierarchie ihrer Gelassenheit' aufrecht zu erhalten? Die Legitimität ihres nationalen Steuermann-Selbstbildes, ihrer Monarchenmentalität was die Armen angeht, basiert auch darauf, nicht durch akute Zwänge traumatisiert zu sein. In England wurden einst Arme kastriert, damit sie sich nicht vermehren können. Wir schicken heute die Bedürftigen und ihre Kinder in HarzIV-Stress und Problem-Ghettos, um ihnen ihre kreativen Energien auszutreiben, sie von der Branche der Problemlösung in unserem Land qua Persönlichkeitsentwicklung fern zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal glaube ich, wir sollten RTL II und RTL als Dystopie doch ernst nehmen. Nicht, um daraus die Kenntnis zu gewinnen, dass es Menschen gibt, die dümmer oder genetisch fauler sind als wir, sondern als Hinweis, was aus Kindern wird, die aus der Unausgeglichenheit ihres Umfelds erwachsen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird zumindest nichts helfen auf Menschen mit solchen Eltern draufzuschlagen: Es würde ihr Weltbild niemals ändern. Es hilft ebenfalls nichts, solche Eltern erwachsen zu nennen. Unsere Gesellschaft sieht jedoch so gerne, dass gebildete, ausgeglichene Menschen etwas besonderes oder gar Genies sind und nicht einfach nur der Phänotyp einer Persönlichkeitsentwicklung ohne Stress, den jedes Kind erreichen könnte. Sie brauchen diesen Diskurs für ihren Reichtum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um wieder zu mir zurückzukehren: Ich persönlich bin es manchmal leid, Sündenbock, Sandsack, Blitzableiter, Testobjekt für Auch-Du-bist-Unausgeglichen-Theorien, Lückenfüller für Egozentrik-Langeweile, Opfer von Nettigkeitsunglaube, Projektionsfläche für Minderwertigkeitskomplexe, Selbstbedienungsladen für Soulfoodzerstörbedarf, Tiraden-Transkribator, prophylaktische Beleidigungsmöglichkeit, Männlichkeitsschauspieler für alberne, bei mir unnötige Emanzipationstheater oder Fußabtreter für Eskalationsexperimente zu sein. Heute wurde ich nicht ge-lassen und ich spüre, welches Privileg die sonstige Ruhe meines Denkens ist. Sie ist inzwischen extrem dünnhäutig und fragil, wenn&amp;nbsp;Dir&amp;nbsp;tatsächlich nur ein hässlicher Moment alle Produktivität raubt. Wie ergeht es erst anderen, die täglich, und alle fünf Minuten solche hässlichen Momente und Spannungen um sich haben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;verschenkt für fremde Wut&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;irgendetwas ist kaputt gegangen: unkreativ.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;mir fällt nichts gutes mehr ein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-6694038446988318071?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/6694038446988318071/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/08/privileg-der-ge-lassenheit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6694038446988318071'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6694038446988318071'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/08/privileg-der-ge-lassenheit.html' title='Privileg der Ge-lassenheit'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2252431526614134498</id><published>2011-07-27T22:10:00.005+02:00</published><updated>2011-07-27T23:05:34.565+02:00</updated><title type='text'>Was ist Kunst?</title><content type='html'>Da ich auf Drunken News gerade schon mal auf dem Kunsttrip bin: eine kleine Erörterung zur Kunst an sich: ja ich kann das. Locker. Dort wo andere schon an dem Wort Geschmack halt machen, lege ich leicht angetrunken meine Hand ins Feuer der Definitionen. Was ist Kunst?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Vorab: Hört mir auf mit den Griechen, Römern und den 'artes liberales' oder gar den 4 bildenen Künsten. Nur wer sich seiner Logik unsicher ist, braucht Etymologie und Vorgänger für einen Text über Kunst. Ich kann auch ohne Quellen klugscheißen... bzw. sehe dies als die hiesige Kunst :) Get drunk!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kunst ist alles. Sie ist Experiment, Handwerk und Philosophie. Sie versucht etwas in dieser Welt zu machen, das diese Aspekte irgendwie behandelt, verbindet und erweitert. Hierbei können diese Aspekte extrem unterschiedlich gewichtet werden. Auch sind diese Aspekte im Sinne des Nachvollzugs sehr ambivalent: Das Experiment kann sich auch auf den Betrachter und nicht auf Material, Ordnungen und Verfahren beziehen. Die Arbeit von Künstlern kann erst von dem Publikum Handwerk und Interaktion verlangen. Philosophien können sich in Werken manifestieren oder durch diese nur herausgefordert werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kunst ist Erfahrung, die mit der Herstellung, Aufführung und Wiederholung kokettiert. Kunst ist in dieser Hinsicht Empirie (Erfahrbarkeit). Hierzu muss sie annehmen, dass man Neues in und über diese Welt erfahren kann. Dieses "Neue" muss das Werk als Geste beinhalten. Jede wissenschaftliche Arbeit ist Kunst. Jedes neue Denken und Handeln ist Kunst. Jeder Mensch kann Kunst sein. (er ist es nicht per se, wie uns Seelentheorien und Genetik weismachen wollen: er muss es werden)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich als betrunkenen Philosophen natürlich nervt, ist das "Ordinäre", "Ursprüngliche" mit dem so mancher Künstler regelmäßig seine mangelnde Auseinandersetzung mit der Philosophie entschuldigt. Besonders auf Kunsthochschulen ist dieses oft zu beobachten. Man will sich pur und rüde, wild und undomestiziert und hat Angst vor Zusammenarbeit außerhalb der Clique/ Klasse. Jeder Minderwertigkeitskomplex ist wohl eigentlich ein Genie, das niemanden braucht. :) Alles etwas langweilig. Ich kann es jedoch nachvollziehen, dass man sich im Sinne der 'Erfahrung' zunächst nicht auf ausgetretene Pfade begeben möchte. Es ist tatsächlich ein Irrweg der akademischen Philosophie, mit Autoritäten/Autoren zu hantieren und jeden Zugang neuer Denker mit der Hürde/ Aura des Abgeschlossenen abzuwürgen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kunst ist hier in der Tat ein Gegengewicht, da sie neue Erfahrungen immer erlaubt. Eine Lehrer-Schüler Situation mit behutsamer Philosophievermittlung kann jedoch nicht schaden. Womit wir wieder bei den Griechen und Römern angekommen werden. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kunst existiert auch ohne Publikum und im Stillen. Sie kann allein die innere Herstellung eines Vorher-Nachher sein oder aber in unsere Zeit voller äußerer Veränderung die Herstellung einer Kontinuität. Kunst ist Handeln. Kunst ist eine Intervention, die etwas herstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seid ihr Kunst? Betreibt ihr noch künstlerische Forschung in dieser Welt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es grüßt der Gonzo!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Zwischen Vorher und Nachher&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Experimentelle Weisheit&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Anlass:&lt;/span&gt; Erfahrungen zum Wissen&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2252431526614134498?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2252431526614134498/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/was-ist-kunst.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2252431526614134498'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2252431526614134498'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/was-ist-kunst.html' title='Was ist Kunst?'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2007246578763412841</id><published>2011-07-25T01:12:00.018+02:00</published><updated>2011-07-27T14:08:22.925+02:00</updated><title type='text'>Die Anstrengung des Freiraums</title><content type='html'>Was sind eigentlich Freiräume in unserer Gesellschaft? Warum gibt es sie? Warum wurden sie bisher nicht gefüllt? In der Biologie wird uns nahegelegt, dass Nischen einen erheblichen Teil zur Evolution beigetragen haben. Sind Freiheiten bei uns Menschen so etwas wie ein Privileg oder eine Notlösung für die Ausweichenden? Oder doch ein Spielraum für die Zukunft?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es ist dieses spannende Verhältnis zwischen Zwang und Entwicklung, das in unserer Zeit durcheinander geraten ist. Zumindest wird es wohl inzwischen von uns falsch wahrgenommen, falsch gewichtet: Die Welt erscheint einseitig ein Ort voller abstrakter Nötigungen, die manche als Kapitalismus beschreiben, andere in "Diskursen" suchen oder in "Systemen" als unserer Welt vorgängig überhöhen. Mal geht es um Schuldige, mal um diffuse Mikropraktiken, mal um Allzeit Stabilität in kruden kybernetischen Kreisläufen. Die meisten Großtheorien der Nachkriegszeit haben zumindest ein extrem pessimistisches Verhältnis zur Freiheit des einzelnen. (die Ausnahmen gibt es. Sie waren in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch marginal)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zuge dieser Ideen einer stabilen Ordnung wurden 'Freiräume' zu Luxus, zu einem Privileg und als eine Art Gut in den Konsum abgedrängt. Es galt, in den fixen Rollenverteilungen die priveligierten Plätze zu ergattern, die dann Freiräume im Konsum ermöglichten - sei es im Staatsdienst oder in Unternehmenshierarchien. Hierbei konnte Frei-'Raum' tatsächlich manchmal wörtlich werden: Das teure, ferne Urlaubsziel als außerhalb des gewohnten Raums voller sozialer Zwänge, das eigene Anwesen mit Garten oder auch schlicht freie Zeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Freiraum war somit etwas, dass man dem Leben im System abtrotzte. Er war Ausnahme und Privileg und in Zeiten der Vollbeschäftigung doch sehr normal. Avantgarde konnte in dieser satten Situation nur als Spleen erscheinen: Kunst musste schön sein und etwas mit Landschaftsmalerei zu tun haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soviel zum damals. Auch heute besitzen wir Freiräume. Ungenutzte Freiräume. Wir haben alle Mittel im Überfluss. Wir sind alle verbunden. Doch die  Freiräume sind in unserer Zeit zum Zugzwang mutiert: die Selbstverwirklichung, die unsere Eltern uns in die Wiege geflüstert haben, traf auf eine Zeit in der Wirtschaftskrisen immer mehr Menschen aus dem alten System drängten. Der freie Selbstentwurf, der unseren Eltern noch als Traum genügte, ist heute ein harter Zwang zur Nische auf dem Arbeitsmarkt. Wir sind gezwungen, uns neu zu erfinden; wir haben meist keine Lust mehr, dies auch noch in unserer dürftigen Erholungszeit zu tun. Wieder wurde die Avantgarde der Allgemeinplatz 'Freiheit' beraubt. Die Postmoderne fordert Kontemplation im Normalen als Gegengewicht zum Kreativzwang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Evolution erscheint uns in diesem Licht nicht gerade wie ein Wunschkonzert. Die Existenz von Nischen bedeutet meist Verdrängung und nicht Kreation: hier unterscheiden wir uns von der Tierwelt leider nur in der Geschwindigkeit der Entwicklung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Freiheit liegt wie eine Lähmung über dem Land. Ich habe manchmal Angst, ich könne Mitmenschen mit Selbstironie überfordern. Ich sehe Personen, denen jeglicher nicht-materieller Enthusiasmus abhanden gekommen ist, die traumatisiert die Welt nicht mehr Be-greifen wollen. Ich sehe Freiräume und Kreativität, die in Überstunden versickern. Ich sehe erschöpfte Denker, die keine Verantwortung mehr für die Zukunft dieser Welt übernehmen können. Ich sehe die Lumpen-Avantgarde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Freiraum&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; überbrücke das Warten mit Wein und Text&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Anlass:&lt;/span&gt; Mobilisierungsfragen&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2007246578763412841?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2007246578763412841/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/die-anstrengung-der-freiraums.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2007246578763412841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2007246578763412841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/die-anstrengung-der-freiraums.html' title='Die Anstrengung des Freiraums'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2392561210833985399</id><published>2011-07-23T02:02:00.007+02:00</published><updated>2011-08-20T11:11:00.950+02:00</updated><title type='text'>Shit for free</title><content type='html'>Dieser Ort prahlt ja geradezu mit seiner Ehrlichkeit. Und doch wird er hauptsächlich von Gesten beherrscht, die den Rausch als Erfüllung und an sich Positives feiern. Doch auch ich habe ab und zu meine verzweifelten Momente, in denen nichts ein Bild ergibt, in denen Leere die Emotionen glättet.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gerade in diesem Moment zum Beispiel weiß ich nicht weiter, weiß ich nicht wohin. Ich trinke sonst keinen Rotwein: ist das immer so? Ich Frage mich wirklich, warum ich dieser Welt noch schenken soll, warum ich produzieren soll. Wenn diese Welt jemals etwas von mir hatte, so ist sie eine Meisterin des Understatements. Ihr Flirt hat das Stilmittel des Desinteresses eindeutig überstrapaziert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die hiesige Alkoholforschung stellt fest: Dramatisierungen funktionieren in alle emotionalen Richtungen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufrichtungen erreicht man wohl leider selten als aufrichtiger Mensch. Ausrichtung ist ein selbstvoller Akt, voller nehmender Ichs. Hinrichtung erfordert die Hingabe an ein Richtig. Ich werde heute mal auf Drunken News ehrlich zu dem negativen Shitstorm sein, der mich entleert hat und zugrunde richtet. Ich halte dies eigentlich nicht für richtig, doch Verrichtungen erfordern in dieser Welt zumindest ein gewisses Maß an Scheiße, und wer schon irgendwo auf einer Toilette sitzt, sucht nicht nach weiteren Orten für seine Geschäfte, geschweige denn einen Partner zum zusammenscheißen - so meine Erfahrung. Der shit happens leider viel zu oft in dieser Welt - gilt auch für unsere Kultur. Neue Ideen werden meist mit einmaliger "feste drücken" SMS supportet. Der eigene Lokus auf der Datenautobahn-Raststätte sieht viele Gesichter - jedoch nie wieder, und wer die Notdurft der Gesellschaft wegputzt, muss dann jeden Scheißhausbesucher mit 5cent-Stück in der Tasche wie ein Kultur-Geberland behandeln. Die einsame Klofrau, die die Stellung hält, bekommt trotzdem meist nur einen feuchten Händedruck. Dixie ist keine Musik mehr, sondern eine Geschäftsidee mit Kotsammelstellen, die ganz ohne Klomann auskommen. Kreative Wettkämpfe enden mit Ausscheidung. Man hofft höchstens noch, dass eigene Ideen irgendwann von Shitstorms gefunden und verschleudert werden. Bei Manchen kann man Hirn von Darm nicht mehr unterscheiden: es gibt nur noch eine Richtung, und man schaut lieber zu Menschen auf, die so auf dich scheißen. Die Schmeißfliegen überleben halt, weil sie das Licht glühender Birnen von dem Geruch heißer Scheiße unterscheiden können. Der Sog der Hypes, der Trends ist immer nur die Spülung, um der neuen Scheiße Platz zu machen. Dirty Sanchez ist z.B. ein gefeiertes Internet-Mem. Fäkalsex ist die einzige Nachbarschaftshilfe, die die Welt noch kennt. Menschen, die Gutes für sich behalten, stehen auch auf Verstopfung. Der geistige Verdauungsapparat der Menschheit ist eine Erfindung der Scheißhausindustrie. Jeder hat die Scheiße kommen sehen und ist schnell selber auf eine Klobrille geklettert. Eure Vision von dieser Welt ist ein Ort, an dem die Sonne nicht scheint und ihr im Sonnenstudio auch noch Anal Bleaching verkaufen könnt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genug des Shitstorms im Wasserglas. Mir geht es hier nicht um schwarze Flattr-Nullen oder um Erfolg. Es geht um die Fähigkeit, anderen Menschen eine Qualität und Fähigkeit zuzugestehen, die nichts mit Spezialwissen zu tun hat. Ich kann das. Ich habe kein Problem damit, zu Menschen aufzuschauen. Ich verteile Komplimente ohne Egoprobleme. Ich fühle mich jedoch manchmal beschissen, wenn ich merke, dass Menschen wider besseren Wissens so tun, als sei das Geben normal in dieser Welt und würde von selbst überleben. Mit dieser Haltung kommt nur Scheiße raus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute gab's von Gonzo deshalb mal "Shit for free". So sieht die Zukunft ohne Support und Soulfood aus, Freunde.&amp;nbsp;Einen schönen Alltag wünsche ich dem "sozialen" Netzwerk Eurer Auswahl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;ZwoNull&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Jeder bekommt das, was er verdient: Stoffwechsel&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Im Suff aus pädagogischen Gründen auch mal Abgründe zeigen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder hat ein Los in der Scheißlotterie. Viel Glück!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a class="twitter-share-button" data-count="none" data-lang="de" data-text="Verrichtungen erfordern in dieser Welt zumindest ein gewisses Maß an Scheiße" data-url="FG" data-via="Feedforth" href="http://twitter.com/share"&gt;Tweet&lt;/a&gt;&lt;script src="http://platform.twitter.com/widgets.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt; &lt;a class="twitter-share-button" data-count="none" data-lang="de" data-text="Wer schon irgendwo auf einer Toilette sitzt, sucht nicht nach weiteren Orten für seine Geschäfte." data-url="FG" data-via="Feedforth" href="http://twitter.com/share"&gt;Tweet&lt;/a&gt;&lt;script src="http://platform.twitter.com/widgets.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt; &lt;a class="twitter-share-button" data-count="none" data-lang="de" data-text="Der shit happens leider viel zu oft in dieser Welt - dies gilt leider auch für unsere Kultur." data-url="FG" data-via="Feedforth" href="http://twitter.com/share"&gt;Tweet&lt;/a&gt;&lt;script src="http://platform.twitter.com/widgets.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt; &lt;a class="twitter-share-button" data-count="none" data-lang="de" data-text="Neue Ideen werden meist mit einer einmaligen 'jetzt feste drücken' SMS supportet." data-url="FG" data-via="Feedforth" href="http://twitter.com/share"&gt;Tweet&lt;/a&gt;&lt;script src="http://platform.twitter.com/widgets.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt; &lt;a class="twitter-share-button" data-count="none" data-lang="de" data-text="Der eigene Lokus auf der Datenautobahn-Raststätte sieht viele Gesichter - jedoch nie wieder." data-url="FG" data-via="Feedforth" href="http://twitter.com/share"&gt;Tweet&lt;/a&gt;&lt;script src="http://platform.twitter.com/widgets.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt; &lt;a class="twitter-share-button" data-count="none" data-lang="de" data-text="Wer die Notdurft der Gesellschaft wegputzt, muss jeden Scheißhausbesucher mit 5cent-Stück wie ein Kultur-Geberland behandeln." data-url="FG" data-via="Feedforth" href="http://twitter.com/share"&gt;Tweet&lt;/a&gt;&lt;script src="http://platform.twitter.com/widgets.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt; 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Diese Ruhe muss natürlich jetzt mutwillig zerstört werden. :) Bei vielen Dingen frage ich mich, warum ich den Scheiß eigentlich lesen soll, warum ich meine Zeit für gewisse Dinge aufwenden soll. Ich ermüde so schnell. Ich langweile mich so schnell.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dies fängt schon bei Literatur an: Mein eigener Kopf war immer spannender als die meisten Bücher. Bücher: ein lineares Programm, das man sich reinpfeift, um eine "eigene" Erfahrung zu machen. Da hat sich die Pädagogik aber geschickt versteckt. Sind Bücher nicht auch ein Hinweis auf Phantasielosigkeit? Ich weiß, das hört niemand hier gerne. Warum solltet ihr diesen Beitrag lesen? Das wäre die faire Anschlussfrage. :) Wer bei Publikumsbschimpfung aussteigt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...kann diesen Absatz nicht mehr lesen. Genialität kann es meist nicht sein, warum wir Bücher lesen: Wir lesen einfach mehr Bücher, als es Genies auf dieser Welt gibt. Fehlt uns eine Fähigkeit, Szenarien zu denken? Wenn mir jemand eine Geschichte in zwei drei Sätzen erzählen kann, fehlt mir dann das Beiwerk, der flaubertsche Schmuck, den die Fiktion mir drumherum noch anbietet? Habe ich so wenig Menschenkenntnis und Vorstellungsvermögen oder fehlen mir die präzisen Worte, um einen Charakter und seine Handlungen selber in einem kleinen Absatz zu fassen. Fiktion ist für mich idealerweise ein Fundstück. Ein gefundenes Szenario, auf das ich bisher nicht gekommen bin. Hingeben will ich mich trotzdem selten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Narrativ für eine Geschichte mit Ende ist immer gleich: Es gibt einen Anfang, es gibt ein Problem, es gibt ein Ende. Die Geschichte des menschlichen Leidens unter einer tragischen, problematischen Situation interessiert mich nur im Sinne einer geistig-körperlich-seelischen Situation und ob es irgendwie ein Happy End gibt. Nicht eine langatmige vom Autor pathetisch inszenierte Empathie-"Gelegenheit". Ich setze mich ja auch nicht einer Clockwork Orange Situation aus, in der meine Lieblingsmusik (mein Leben) gespielt wird, während ich mir KZ-Häftlinge angucke. Das ist Selbstkasteiung und mittelalterliches Christentum. Wer bis hierhin weitergelesen hat wird nun belohnt: ich bin faul und verwöhnt und tue der Poesie natürlich unrecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Werk - besonders in dieser Konkurrenz-Situation mit den unzähligen anderen Autoren - ist natürlich Kunst. Es entfaltet sich die Welt, und ein Mensch, der neue Orientierung sucht, findet diese sicherlich besser in der Muße mit einem Werk. Wir kennen das auch als "Kontemplation". Ich glaube dieser Wunsch nach Kontemplation sorgt weiterhin für die Popularität des einsamen Mediums Buch. Es ist quasi das Gegenteil von Sozialen Netzwerken. Ein Netzwerk mit einem Kontakt (dem Autor) und einem kontrollierten Ablauf der Erzählungen schafft trotz dieser Kontrolle einen Raum des Eigenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das mit dem Eigenen habe ich persönlich aber schon hinter mir und bastele nur zum Plaisir an schwierigen Szenarien für meinen Kopf. Nicht mal meine eigene Schwäche kann mich wirklich verstören. Ich tue mein Bestes, mich selbst herauszufordern, mir Fragen zu stellen, die mich schwächen - und stehe dann einfach zu den Schwächen, die ich als menschlich beobachte und deshalb meine Erfahrungswelt bereichern. Der Selbstversuch bestätigt damit mein Eigenes. Ich mache es jedoch Medien - wie z.B. Büchern, Blogartikeln, Kunst - nicht gerne einfach. Wäre der Versuch, mich mitzureißen zu billig, und ich gebe mich dem auch noch hin, wäre das simpler Selbstbetrug. Ich sehe doch wie es versucht wird und funktioniert. Dafür muss es schon Kunst sein, die ich als Geste befürworte... oder es flasht mich wirklich. Ich schaue gerne auf. Es gibt nur so selten Gelegenheit. Und ein Buch ist irgendwie keine 'Gelegenheit', sondern eine Beschäftigung. Bin wohl ein Kind meiner ungeduldigen Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;Huch, schon "Zeit". Ist der Beitrag schon zuende?&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;Vielleicht schreibe ich ja selbst mal ein Buch. Betrunken wie jetzt. Irgendwas mit 'Boy meets Girl'.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Schaue immer gerne auf. Vieles hat es auch verdient.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8518512922205277770?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8518512922205277770/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/die-inspiration-von-buchern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8518512922205277770'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8518512922205277770'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/die-inspiration-von-buchern.html' title='Die Inspiration von Büchern'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2073917802097656675</id><published>2011-07-16T00:43:00.051+02:00</published><updated>2011-07-16T11:51:39.013+02:00</updated><title type='text'>Das Alter unserer Köpfe</title><content type='html'>Seien wir mal ehrlich: Wir werden alt. Jeden Tag. Wir erleben es jedoch nicht tageweise. Ein Tag ist für uns immer etwas Stabiles. Ich, der ich gerne spät abends noch irgendeine Inspiration mit stürmendem und drängendem Verve in die Tasten hauen möchte, habe da eine andere Perspektive. Drunken News ist der ultimative Alterstest.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Viele denken bei 'Alter' an ihren Körper, der seine Prallheit und jungfräuliche Aura verliert. Manche messen Alter vielleicht auch in Besitz im Sinne von jetzt habe ich mein eigenes sowieso oder in Verantwortungsrollen in die sie gedrängt werden. Doch was ist eigentlich mit der Fähigkeit, Neues zu denken? Gibt es dort nicht auch einen Kampf zwischen Reife und Gleichgültigkeit/Undifferenziertheit, zwischen Denkmustern und der eigenen Rockbarkeit, zwischen Mut, Demut und Depression, zwischen Sendungsbewusstsein und deduktiver Einordnung des eigenen Ichs? Ja. Und dies ist der entscheidende Kampf, denn gegen das Alter unseres Körpers können wir trotz der Verlautbarungen der Beauty-Industrie nichts machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein einziger Tag kann einen in diesem Kampf altern lassen. Die Erfahrung dieser Welt wird gestimmt. Die kreativen Schlüsse können sich in ihrer Geste ändern - genau diesen Test fahre ich auf Drunken News, wenn ich spät abends oder nachts diese Welt unter-ordne und mir keine Nüchternheit erlaube. Das Kopfalter entscheidet, ob man in Ausnahmezuständen (z.B. Trunkenheit) noch von Einflüssen gestimmt werden kann und selbst noch singt. Dies ist der exemplarische Kampf zwischen Äußerem Einfluss und eigener Handlungsfähigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage der Stetigkeit, der Stabilität von Haltungen muss jedoch nicht pauschal mit Alter gleichgesetzt werden. Ich sehe z.B. ‚Reife’ nicht als das Ende des Zeitstrahls, sondern als kurze Zwischenphase, in der man dieser Welt eine neue Eröffnung zulässt, in der der Blick der Welt fair und differenziert begegnet. Es gibt danach noch etliche Stadien unseres Hirns als reife Frucht, die ich nicht als stabil, sondern als Verfall bezeichnen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch ‚Denkmuster’ an sich müssen kein Alter bedeuten. Die Formung unserer Gedanken und die Form an sich sind wichtige Bedingung für produktives Denken. Das Denkmuster kann dort ein schöner Ausgangspunkt sein, solange man es als eines von vielen erkennt und man sich der 'Geste' des eigenen Tuns bewusst ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mut und Sendungsbewusstsein wiederum sagen das Meiste über unser Alter unabhängig vom Körperlichen aus. Der selbstherrliche Griff des Ebenbildes Gottes nach einer Theorie dieser Welt und nach einem Handeln, das über die tierische Fortpflanzung und das Essen hinausgeht, ist allzeit Gradmesser. Hierbei kommen mal alte Theorien zum tragen, mal neue Gedanken hinzu, doch es ist immer der Griff nach dem eigenen Kopf. Nur der forsche ist Forscher, nur wer flexibler als das Archiv ist, einen Kopf jünger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um mal eine Metapher zu nutzen: Die Welt ist wie Strom, der über unsere Sinne durch unseren Kopf fließt. Es gibt Menschen, die lassen sich überwältigen von dem Ein-Fluss, es gibt Menschen, die lassen sich nicht mehr elektrisieren und produzieren dadurch kaum noch neuen Aus-Fluss, eine tote Leitung quasi. Die einen nennen wir jung, die anderen alt. Wer es schafft, sich hinzugeben und auch noch Neues auszugeben ist ein Künstler und möglicherweise zeitlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir fällt es immer schwerer, meine Zustände mir überzuordnen, um zu denken. Ganz heimlich sehne ich mich danach, ein Deadend zu sein. Allein daran spüre ich, wie alt der Tag mich gemacht hat.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;täglich&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;schreibe betrunken über's Altwerden.. sagt alles. :)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Einen Kopf jünger, bitte...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2073917802097656675?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2073917802097656675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/das-alter-unserer-kopfe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2073917802097656675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2073917802097656675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/das-alter-unserer-kopfe.html' title='Das Alter unserer Köpfe'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1253204088655443373</id><published>2011-07-09T23:34:00.003+02:00</published><updated>2011-07-10T01:11:16.037+02:00</updated><title type='text'>Twitter, eine Medienkultur</title><content type='html'>Wer es noch nicht mitbekommen hat: ich habe meine Twitter-Karriere vorläufig beendet. Grund genug, noch einmal meine Erfahrungen in einen Text zu raffen. Auch, damit das halbe Jahr neben den Erlebnissen einen sichtbaren Wert bekommt - zumindest für die Spiellosen außerhalb von Twitter.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Problem mit Polemik und subjektiver Perspektive habe: Sie sind quasi das Verdrängte von Wissenschaft und Journalismus. So sehr die Tweets auch Headlines ähneln: wer statementlose 140 Zeichen verfasst, könnte doch auch retweeten... Das Positionieren ist eine der Grundübungen auf Twitter und dies hat mir immer gefallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, der allgemein fälschliche Eindruck, dass es auf Twitter um die Verbreitung von Links geht, hat einen simplen Grund: Neueinsteiger suchen nach solchen Linkschleudern und finden dann auch nichts anderes. Diese Selfulfilling Prophecy wird noch dadurch unterstützt, dass immer die gleichen Ikonen angesteuert werden, die dann effektiv als die wenigen Charakterköpfe und Meinungsführer wahrgenommen werden. Ihr Blinden, Leichtgläubigen, Aufschauer, Menschenunterschätzer! Ich bin zum Glück einen anderen Weg gegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Twitter wird also von einigen als unlustiges Instrument betrachtet, mit dem man - ganz nach Twitter-Slogan - seinen Interessen folgt und nah an ernsten Themen abseits des Agendasettings der Leitmedien sein kann. Alles Quatsch. Wenn ein Medium kein Instrument ist, dann Twitter. Dies beginnt schon damit, dass man nichts nachlesen kann, dass Twitter außer Trends nichts für Dich sammelt. Twitter wartet nicht auf dich und fordert unablässig Interaktion, um einen Sinn zu haben. Ein "Hilfsmittel" sieht anders aus...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man Twitter - wie ich - nach Selbstständigem durchsucht, so stößt man zwangsläufig auf Sprachspieler. Einen Eindruck, eine Meinung, eine Ironie in 140 Zeichen bringen zu müssen, macht kreativ. Überhaupt ist Twitter meiner Meinung nach das Medium mit dem höchsten Grad an Selbstreflektion und damit Medienkompetenz. Wer keine ironischen Tweets über die 140 Zeichen, Gesten der Geste wegen oder Prokrastinationstweets gesendet hat, ist nie auf Twitter angekommen. Es wimmelt geradezu von Spielen mit dem Medium. Das, was mancher vielleicht als Unsinn betrachtet, würde ich jedem möchtegern-aufgeklärten Bürger wünschen: Medienpraxis (von Humor und Konfrontation ganz zu schweigen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was gibt es denn nun Schlechtes zu berichten neben Zeitaufwand, Prokrastination und Verschwendung der eigenen Energien? Sicherlich, dass die Kultur des Weiterleitens, die der Retweet ein mal verkörperte, relativ ausgestorben ist. Er wurde durch das Feedback, das Faven ersetzt. Sei es, weil man das eigene Profil sauber halten möchte oder weil der Nachrichtenwert eines Wortspiels zu gering ist. Letzteres ist manchmal schwer vorstellbar, wenn man sich die Retweetrate Etablierter bei Wortspielen und Statements anguckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich selber habe mich mit meinem Namen "Feedforth" immer dem Weiterleiten verpflichtet gefühlt. Ich habe noch ein zwei andere gefunden, die eine ähnliche Philosophie hatten - von über 200 Followern. Vielleicht waren auch die Tweets grottenschlecht :). Als Ausgleich gibt es immer noch den FollowFriday und das Nachfaven. Der Retweet ist trotzdem tot. Diese Polemik erlaube ich mir hier. Twitter unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht vom realen Leben, vom RL. Soviel mein Zwischenfazit. Ich komme auf jeden Fall wieder, wenn das reale Leben es wieder erlaubt! :)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach dem Tweet ist vor dem Tweet&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;nachtrinklich&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Ein weiterhin bedauerter Abschied&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1253204088655443373?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1253204088655443373/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/twitter-und-die-deutschsprachige-kultur.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1253204088655443373'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1253204088655443373'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/twitter-und-die-deutschsprachige-kultur.html' title='Twitter, eine Medienkultur'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7926827389884509870</id><published>2011-07-07T04:12:00.003+02:00</published><updated>2011-07-07T11:44:50.088+02:00</updated><title type='text'>Thinkstreet Credebility</title><content type='html'>Ein weiterer wacher Abend in der Stadt meiner Träume. Okay: es war kein Exzess. Aber aufschlussreich genug für einen Beitrag auf Drunken News. Besonders was das "drunken" angeht. Ich war immer schon in den verschiedensten Szenen unterwegs. Man könnte es als das Tanzen auf zu vielen Hochzeiten beschreiben. Und genau dies ist mein Thema. Gestern hat das erste Mal mein Kopf nicht mehr getanzt.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Welcher Phantasie hängt die Jugend unserer Zeit eigentlich nach? Meine Generation kennt den Glauben an die Zukunft - allein, weil die Gegenwart nur Perspektiven der Vergangenheit bereit hielt. Das Kind der 90er kennt nur das Gefühl der Jahrtausendwende und will die Erotik einer neuen Zeit, die mit ihm beginnt. Das Networken war hier immer ein Vertrauen, dass man nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein braucht, um Teil von etwas Großem zu sein. Dies betrifft Szenen, Musik, Hypes und das auf die Beine stellen an sich. Die Eltern meist als pauschale Förderer eines pauschalen Bildungsgedankens, der irgendwo hinführt: man weiß noch nicht wo hin... Doch die vielen Krisen wirtschaftlicher Natur haben gezeigt, dass es Ausdauer braucht, um das Wunschleben zu erreichen. Wer sind wir Träumer? Und könnnen wir überleben? Fraglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bauen so extrem auf den kulturellen Coup, den wir landen können. Eines der vielen Projekte, die letztlich zünden. Das zufällige Internet hat uns alle zu Unternehmern der Populärkultur gemacht. Wir wollen alle irgendwo hin, wo nur wir als Ich noch Kult sind, wo wir - dem Normalo überlegen - einen Punkt des lässigen Absahnens erreichen. Wir pflegen jeden, wirklich jeden Kontakt und sei es nur als Facebook-Freund. Wir verwechseln Hobbys mit dem realen, endgültigen Ausstieg aus der Abhängigkeit des Arbeitslebens. Wir nennen dies Kreativwirtschaft. Doch diese Kultur des Fragilen fordert Zugang. Einen Zugang, für den Twitter nicht reicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sprache wird immer wichtiger: Jeder Slang, jede Geste, jedes Representen wird wichtig für den Erfolg in einer Szene/ einem Publkum. Das klassische bürgerliche Sein, dass auf Kontinuität und Kanon-Bildung setzt, ist überfragt, sobald es um kulturelle Innovationen geht - so sehr dies auch gehegter Wunsch der Beobachter und Kunsthistoriker ist. Wir enthronen die Hochkultur jeden Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schauen wir uns die Aktiven an. Sie haben meist kein Business.Model. Sie wollen nicht recht haben. Sie leben auch meist nicht von ihrem Projekt. Es sind leider weiterhin die bereits Angestellten und Jobbesitzer, die in unserem Land ausdauernd Kunst promoten und machen, die durch ihren Partywillen den Markt der Konsumenten mit ihrem Geld existieren lassen. Die Kreativwirtschaft lebt nur von sich selbst, von den Kreativen, die sich in diesem Kreislauf scheinbar als Produzenten fühlen und doch selbst die Supporter-Szene erst ausmachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch ich war immer gefühlter Produzent - wenn auch mit ganz bewusstem Support-Bewusstsein. Auch ich habe nie einen Ort, eine Szene, ein Projekt besucht, ohne mich nicht als Mitwisser, Beobachter, Gönner zu fühlen und alle anderen als das Konsumenten-Publikum zu betrachten. Die Welt war immer kleiner als ich, da mir nie der Kopf ausging alles zu fassen, zu drehen, weiterzuspinnen, inspirieren zu können. Gestern bin ich das erste Mal nicht mehr wirklich mitgekommen, fehlten mir die Worte, der Drive. Alles sprühte nur so vor Ideen. Ein interessanter Moment, den ich sicher nicht für Demut nutzen werde... eine Erfahrung, die meinen Ehrgeiz wieder wachsen lässt, zu den Installateuren dieser Welt zu gehören. Ich wollte nie überforderter Zuhörer sein. Die Erkenntnis, dass ich an meiner Thinkstreet Credebility wieder arbeiten muss, ist natürlich bitter.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;heute ganz unkreativ: "vier"&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;wie ist der eigentlich zustande gekommen?&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Die Boys from da hood waren schneller im Kopf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7926827389884509870?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7926827389884509870/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/thinkstreet-credebility.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7926827389884509870'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7926827389884509870'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/07/thinkstreet-credebility.html' title='Thinkstreet Credebility'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2235808269035002470</id><published>2011-06-24T00:40:00.001+02:00</published><updated>2011-06-24T12:17:34.630+02:00</updated><title type='text'>Textsoundtrack</title><content type='html'>Seien wir mal unehrlich und behaupten, wir würden Texte ohne Stimmung, ohne Umgebung ohne Augen und ohne Musik verfassen: wir bräuchten gar keinen Text mit Rhythmus und Schmuck, sondern nur Zahlen und Nummern, um unsere Botschaft zu überbringen. Und jetzt lasst uns wieder ehrlich sein.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;An welches Lied denkt ihr gerade, wenn ihr diesen Text lest? Macht er diesen Text zu etwas? Ich behaupte: ja! Wer kennt das nicht, dass man sich an Bücher erinnert, wenn man die Musik wieder hört, die man dabei im Ohr hatte? Ich selber habe gerade die ganze Zeit &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=T5Xl0Qry-hA"&gt;"Bang Bang" von Nancy Sinatra&lt;/a&gt; im Kopf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum belassen wir also unsere Textbotschaften in ihrer Einmedialität? Nicht, dass Musik Bedeutungen transportieren könnte: Sowas glauben nur Quereinsteiger ins Denkbusiness. Kein Medium kann das. Ich halte Musik jedoch für eines der besten Medien, die wir haben, um Stimmungen anzudeuten.. und ist es nicht ungerecht, dass Musik die Worte längst entdeckt hat? Wieso hat der Text die Musik noch nicht entdeckt?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Emoticons in längeren Texten sind hässlich; jedoch einen Song für die Lektüre zu empfehlen wäre mal eine Innovation! I leave you now: Bang Bang!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;rhythmisch&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Emoticonmüde mit Bier&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Will Kommunikation mit Soundtrack!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2235808269035002470?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2235808269035002470/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/textsoundtrack.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2235808269035002470'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2235808269035002470'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/textsoundtrack.html' title='Textsoundtrack'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4191444426942718124</id><published>2011-06-15T01:40:00.005+02:00</published><updated>2011-06-18T14:45:03.854+02:00</updated><title type='text'>Das Ende des Mysteriösen</title><content type='html'>Spannung. Aufregung. Der Blick enthüllt nicht alles, lässt einen mit Vermutungen zurück. wir schauen unser Gegenüber an und hoffen auf Enthüllungen an einem anderen Tag. Hoffen auf Menschen, die nicht in eine Geschichte passen, die die biographische Erzählung sprengen. Das 'Dahinter' erklärt unsere erotische Spannung zu dieser Welt. Hat sich dies je geändert?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nein. Zumindest nicht die Kraft, die unserer unbefriedigten Neugierde weiterhin innewohnt. Es gibt jedoch inzwischen einige Akteure, die sich vollständige Befriedigung, vollständige Transparenz als Utopie ersinnen. Sie wollen alles sehen, jedes Abbild durchdringen, jede Datensammlung der privaten Hand entreißen. Sie erhoffen sich von der Offenheit eine rationalere Welt, in der keine Macht mehr Unfug treiben kann. Um es mal auf den Punkt zu bringen: kein Schutz für sensible Daten. Und bildlicher: Kein Pushup, keine Schminke, keine Intrigen für alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist dies für eine Philosophie, sollte dies zum Trend werden? Wir (Menschen, die kritisches Denken gelernt haben) kennen dieses als 'Kontrollgesellschaft': das Individuum, das sich selbst diszipliniert. Der panoptische Effekt macht uns zu paranoiden Wesen, die nicht mehr auffallen wollen außer als normal. Meist sogar protonormal. Nur weil wir uns jederzeit so benehmen als beobachte man uns. Aber diese Beblickten gab es schon immer. Zumindest lange schon. Bei Transparenz geht es aber eigentlich um ein Problem des Blickenden, der mit seinem Handeln das zu zerstören sucht, was ihn reizt: das Myteriöse, das Geheime.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mach-erleben die Blickenden? Wenn sie keine Tiefe, nichts mysteriöses mehr entdecken können? Wenn ein Mensch schnell bewertet erscheint - sei es durch die Konzentration dieser Person auf Oberfläche oder transparente Onlinespuren - und dies auch als Ideal in dieser Welt bestehen würde? Nehmen wir dem Menschen mit dem Geheimnis nicht auch einen Teil seiner Würde? Wer Menschen nach gemessener Ähnlichkeit gruppiert könnte wohl auch Zuchtmeister für Persönlichkeitsarier werden... zu viel Wahrheit?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider, liebe erwachsene Förderer dieser Spackeria-Idee, gibt es des Weiteren sehr sehr viele Menschen auf dieser Welt, die Tiefe noch nicht besitzen und dieser objektiven Welt, die ihr beschreibt, noch nichts entgegensetzen können. Außer ihre Körper und normalisiert, vorstrukturierte Biographien mit Sexcounter, Berufsleben und Luxus-Teilhabe. Wir nennen sie (bisher) Kinder. Eure Utopie kennt keine Kinder. Schon mal drüber nachgedacht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will, dass in dieser Welt neue mysteriöse Menschen entstehen können, die sich nicht in gespielter Arroganz, Pornoaura-Chic und Geld-ich-habe-unnötig erschöpfen. Transparenz ist etwas zutiefst unmenschliches, da es das Werden disqualifiziert und nur noch Sein kennt. Spackeria, ihr Ideologen, eure Kinder gehören eine Woche in die Irrenanstalt mit 24 Stunden Kameraüberwachung. Warnschussarrest nennt man das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;transparent&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;das wüsstet ihr wohl gerne! Eure Phantasie...&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Spackeria sind einfach Amateur-Geisteswissenschaftler&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4191444426942718124?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4191444426942718124/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/das-ende-des-mysteriosen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4191444426942718124'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4191444426942718124'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/das-ende-des-mysteriosen.html' title='Das Ende des Mysteriösen'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5826632496801135270</id><published>2011-06-08T00:54:00.001+02:00</published><updated>2011-06-08T01:02:37.842+02:00</updated><title type='text'>Phänomenologie der Empörung</title><content type='html'>Harter Titel, wa? Wer nicht weiß, was Phänomenologie bedeutet, ist trotzdem wilkommen. Ganz knapp gesagt, geht sie davon aus, dass sich unsere Welt für uns entfaltet: subjektiv, mit unseren begrenzten menschlichen Sinnen erfahren und dass wir uns dieses bei absoluten Aussagen über die Welt immer bewusst machen müssen. Ich will in diesem Posting auf diesen eigenen Zugang zur Empörung an sich hinaus... denn sie ist wohl leider kein Naturgesetz...&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hand aufs Herz: Worüber könntet ihr Euch in diesem Moment aufregen? Ist die Empörung ein Lebenselexir, ohne das ihr den Tag nicht überstehen würdet? Sucht Ihr in den täglichen Nachrichten, die Euch beschallen, betexten, befilmen nach Weltschmerz, den ihr nicht akzeptieren könnt? Und inwiefern geht es in diesen Momenten wirklich um die Sache und nicht darum, eine Rolle spielen zu können in eurem sozialen Umfeld, Euch in den Mittelpunkt einer Ungerechtigkeit zu stellen und die Blicke auf Euch zu ziehen? Geht es nicht z.B. auf Twitter auch darum, sich zum Träger einer drängenden Headline in 140 Zeichen zu machen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, unsere persönlichen Lebensphasen - oh Gott, wie ich diese selfullfilling prophecy "Lebensphase" eigentlich hasse - spielen eine gewisse Rolle, inwiefern Empörung Teil unseres emotionalen Haushalts ist. Es gibt einfach gewisse Momente im Leben, in denen wir nach Anlässen suchen, uns auf einen Nachrichtenticker aufzuspielen, der Verkünder von drängenden Wahrheiten zu sein (Wir Deutschen kennen dies haltungs- und stiltypisch in der Epoche des 'Sturm und Drang' des 19. Jahrhunderts). Es ist in diesen wenigen eher jugendlichen Momenten auch nicht die Anklage allein, sondern das Sendungsbewusstsein und der Wunsch, seine Mitmenschen mitzureißen bei der Gestaltung der Umwälzungen der eigenen Zeit, die uns bewegen. In den vielen anderen Momenten (der Großteil) geht es jedoch nur um soziale Operationen, die sich nach ein bisschen erhaltener Aufmerksamkeit gerne mit dem Status quo zufrieden gibt. Das ist die Crux jeder Empörung: Sie juckt uns eigentlich nicht. Sie juckt uns nur solange, wie uns etwas im Sozialleben juckt und wir das Aufspiel brauchen. Mal etwas zugespitzt: würden sich alle Frauen auf der Welt ein Jahr ihren Männern verweigern (oder umgekehrt): wir würden alle Probleme dieser Welt lösen. (es gibt dort antike griechische Vorbilder!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine These ist also: Ohne das etwas narzistische Drängen ist Empörung leider nicht existenz. Dies klingt erst mal absurd: Wer will schon gerne eingestehen, dass aller menschlicher Fortschritt von unserer Egozentrik abhängt. Mir geht es hier jedoch um die Energie, die Empörung in unserer Welt (neben Bedrohung der eigenen Menschenrechte und Existenz) am Leben erhält. Ich habe dieses Buch "Empört Euch" von dem Hessel nicht gelesen: brauche ich auch nicht. Ich kann selber denken. Wir müssen uns einfach klar machen, was der Unterschied zwischen einer normativen Forderung und einer Feststellung eines Naturgesetzes ist (in der Politikwissenschaft die Debatte um Idealismus vs. Realismus). Sich zu empören ist keine Automatik und wird auch nicht einfach so auftauchen in Europa (trotz der spanischen, französisch und italienischen Revolutionen, die wohl gerade angeblich stattfinden): das ist der feuchte Traum eines Marxisten, der Marx nie gelesen und verstanden hat.&amp;nbsp;Die Empörung ist - wie Hessels Buchtitel auch vermuten lässt - etwas, das man sich vornehmen muss.&amp;nbsp;Die Empörung als Vorhaben an sich und ihr Inhalt sind normativ im Sinne des Sollzustands. Sie ist ein Vorhaben besonders für diejenigen, die sich in Lebensphasen befinden, wo man seinen Platz an der Seite eines Partners und in einer sozialen Umgebung bereits gefunden hat...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Empörung ist in unserer Gesellschaft eigentlich sehr unwirklich.&amp;nbsp;Die Empörung ist unserer Gesellschaft gehässig, denn sie erfüllt damit genügend ihren sozialen Aspekt, Hierarchien auszuspielen.&amp;nbsp;Sie will nicht mehr für eine Philosophie streiten.&amp;nbsp;Die Empörung ist in unserer Gesellschaft außerdem unglaublich ungeübt: Wenn man sich mal überlegt, dass in früheren Gesellschaften die Rednerausbildung im Zentrum des Erwachsenenwerdens stand. Ihr seid einfach alle Anfänger! Tut mir leid. Einem Großteil der Bevölkerung fehlt der Zugang zur sinnvollen Empörung... sie dient bei ihnen nur zur Akquise von Sexpartnern in Soap- und Talkshow-Manier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Schluss noch etwas sehr Unangenehmes: Warum geilen wir uns wohl an den Empörungen in anderen Ländern wie Ägypten, Tunesien, Jemen, Syrien, Lybien usw. auf? Nicht weil ihre Empörung idealistisch ist, da sie für eine Partei in einer politischen Auseinandersetzung streiten. Sondern weil wir die wilde Purheit herbeisehnen, vom Tod bedroht zu sein. Es entschuldigt unsere Nicht-Empörung hierzulande. Wir reiten auf dem Leid dieser Welt in der Manege unseres sozialen Umfeldes im Kreis und wollen eigentlich nirgendwo hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;Über die Zeit habe ich mich in diesem Blog schon genug aufgeregt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Über meinen trunkenen Zustand rege ich mich selten auf: bin ich selber dran schuld.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Meine Hoffnung, dass ihr Euch nicht drauf verlasst, dass ich mich empöre.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5826632496801135270?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5826632496801135270/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/phanomenologie-der-emporung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5826632496801135270'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5826632496801135270'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/phanomenologie-der-emporung.html' title='Phänomenologie der Empörung'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7241028573125640179</id><published>2011-06-03T00:55:00.001+02:00</published><updated>2011-06-03T00:57:13.661+02:00</updated><title type='text'>Der Verve der spanisch revolution</title><content type='html'>Habe mich mal wieder gegen die großen Themen auf meiner inzwischen langen Liste entschieden.. Ja: Vielleicht bin ich auch zu betrunken dafür. Scheue mich nicht, auch mal Schwäche einzugestehen &lt;a href="http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/die-tugend-der-schwache-und-ihr.html"&gt;(siehe auch hier&lt;/a&gt;). Doch welche Polemik soll diesmal die Herzen mit Liebe erfüllen? Ich denke der Verve selber wäre ein schönes Thema.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Warum pushen wir gewisse Dinge, warum ereifern wir uns überhaupt in eine Richtung, was treibt uns an im Kampf um irgendetwas. Es gibt so viele Fünkchen im Moment auf der Welt, bei denen man wirklich zweifelt, dass sie mehr als Aktionismus sind. Ist ja in Ordung: vielleicht braucht es auch gar kein Ziel, sondern nur einen deutungsoffenen Forderungtext, den selbst dein Fasho-Opa (siehe Spanien) unterschrieben könnte. Was aber bewegt diese Menschen, "zu handeln"? Ein bisschen Verve von meiner Seite...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, das Adressieren ist schon ein Hilfskonstrukt. Wäre die spanish revolution nicht auf öffentlichen Plätzen, sondern in Kirchen: sie würden alle bitten und beten. Wie kann man bloß als Massenbewegung mehr Demokratie fordern und abstrakte Forderungen in den Raum stellen? Ich fordere ja auch nicht "einen eigenen Kopf und Charakter" für alle Deutschen! Die Bewegung an sich ist doch eigentlich schon demokratisch. Und sie hat den Konservativen zu Wahlerfolgen verholfen: Habt ihr sie noch alle? Wie dumm kann man eigentlich sein? Aznar wollte Euch noch einreden, Al Kaida und die Anschläge in Madrid sei eigentlich die ETA. Erinnert ihr Euch noch, ihr Kopfspassmaten? Ihr spanischen Möchtegernrevolutionäre seid ein Haufen Wohlfühl- und Kuscheltiere. Ihr seht doch nur da in der Gegend rum, da ihr das Gefühl mögt, wichtig zu sein, im sozialen Mittelpunkt zu stehen. Ihr seid ein großer Kirchentag und habt planlos in eurer Versuchung alle Gesellschaftsgruppen erst mal zu Wort kommen zu lassen, den Konservativen zu Wahlerfolgen verholfen: Ihr Deppen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wisst ihr woran ich das erkenne, dass ihr nicht den Horizont für eine Revolution habt? Ihr übersetzt Eure Texte nicht! Ihr sprecht mit der Welt auf spanisch! Wollt ihr, dass Chile oder Mexiko eure Probleme versteht, ihr Anfänger? Eure Probleme sind europäische Probleme mit tragenden Analogien in allen Ländern. Lernt endlich! Ich persönlich möchte mich nicht mit Menschen solidarisieren, für die ich erst mal Catalan lernen muss, ihr Weltmenschen! Aber zurück zum Thema: was treibt Euch an. Ich glaube euch freut im Moment einfach, eine gewisse soziale Kälte spontan auf öffentlichen Plätzen überwunden zu haben. Das Ziel eures Protests kennt ihr selber nicht, denn ihr appelliert zur Lösung Eurer Probleme immer noch an ein abstraktes Spanien, das sich ändern soll! Ein im wahrsten Sinne frommer Wunsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube ich lasse es in diesem Blogpost bei diesem prominenten Beispiel mit der spanisch revolution: Menschen die die Perspektivlosigkiet ihres Leben auf die Straße treibt, die jedoch christlich um Gnade betteln, die alten Eliten mögen ihnen doch ein Perspektive ermöglichen. Der Antrieb an sich scheint da zu sein und eine gute Sache; doch es mangelt irgendwie an intelligenten Menschen in euren Reihen, die das Niveau des Zeltlager-Seelsorgers überschreiten. Spanisch lernen werde ich für euch auf jeden Fall nicht. Mal schauen was die Franzosen machen: Deren Sprache beherrsche ich zufällig gut... Zufall.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;nach der revolution ist vor der revolution&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;Breit heilt alle Wuunden&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Wieso denn bloß? und meint ihr das ernst?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7241028573125640179?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7241028573125640179/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/der-verve-der-spanisch-revolution.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7241028573125640179'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7241028573125640179'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/der-verve-der-spanisch-revolution.html' title='Der Verve der spanisch revolution'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7336535350839291139</id><published>2011-06-01T23:36:00.001+02:00</published><updated>2011-06-02T16:18:17.741+02:00</updated><title type='text'>Drogen als Mittel - nicht als Sucht</title><content type='html'>Was bedeuten eigentlich Drogen? Es mag vielleicht verwundern, warum sich das hiesige Texten bisher wenig um eine Theorie der Drogen gekümmert hat: auch mich! Keine Angst: Es wird hier nicht gefaselt und geschwülstet, sondern der eigene Zustand objektiv beleuchtet. ;)&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In 90% der Fälle, in denen ich hier schreibe, bin ich betrunken; in den anderen Fällen krank. Heute bin ich beides. Dies hat nun zufällig zu der erhellenden Erfahrung geführt, wie wenig mir der Rausch und der unklare Zustand an sich bedeutet. Den ganzen Tag liege ich im Bett, bin im Kopf wie betäubt und finde daran nicht den geringsten Gefallen. Es ist dieser Zustand des Schicksalhaften, des einer Lebenssituationausgeliefert seins, der mich zutiefst frustriert - und ich weiß mich damit nicht allein: Wer mag es schon, gezwungen zu werden &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, die Darstellung der Drogen als "Betäubung" ist zumindest in dem wohlstandsfetten Teil dieser Welt überholt. Die Darstellung der Drogeneinnahme als kurzen Auschnitt des Vergessens aus dem Normalen wird dem Phänomen nicht mehr gerecht. Früher, wo es noch Schmerzen bei der körperlichen Arbeit gab (ja sie gibt es immer noch... ich versuche nur den Wandel als Tendenz zu beschreiben), hatten die Drogen den Effekt des Überbrückens bis zu erneuten abhängigen Pflichten. Heute nutzen sie viele, um ihren Alltag aus der Bahn zu werfen, sich dem Schicksal zu entziehen. Es ist das Gefühl, den Fortlauf der Dinge beeinflussen zu können, eine Medizin gegen die stabile Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich gehören Rausch und Vergessen in gewisser Weise eigentlich zusammen. Der 'Rausch' als Konstrukt einer körperlichen Reaktion, die Einen neuen Nötigkeiten unterwirft, der Einen auch gegen seinen Willen fortführt. Es ist - in der freudschen Topologie - ein Abtauchen, der Affekt, der tierische Instinkt. Ich glaube jedoch, dass in unserer Zeit der Umgang mit Drogen so bewusst geworden ist, dass von einer solchen Passivität nicht mehr die Rede sein kann. Der Einsatz wird genau geplant (besonders bei chemischen Drogen), das Erlebnis bewusst erwartet, der Rausch als Pathos vorangetrieben. Dieser aktive Umgang spottet jeder Willenlosigkeit: er ist extrem psychedelisch und verkopft und sicher kein Vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur um dies zu klären: ich nehme seit je her keine chemischen Drogen. Habe ich nie gemacht. War hier aber nie außen vor oder weit weg von den Partys, die so befeiert wurden. Auch ich nutze in diesem Blog den Rausch eher bewusst - treibe ich doch Themen voran. Das Vergessen ist also nicht Sinn der Übung. Natürlich gibt es weiterhin die Bereiche, in denen die schnelle Betäubung - mit dem Szenenbild einer festgefahrenen dörflichen Struktur ohne alternative menschliche Konstellationen - im Vordergrund stehen. Wenn die Dorfschönheit unerreichbar bleibt, wenn der eigene Arbeitsmarkt keine häufigen Firmen- und Orts-Wechsel vorsieht, wenn die Familie Wunschpersönlichkeiten wir Weihnachtsförmchen sticht. Es gibt diesen Frust ohne Ausweg, der nur das Vergessen hat. Für viele trifft jedoch der Begriff des Betäubungsmittels und die Idee der Abhängigkeit und Sucht, die einen zu einem willenlosen Spielball des Drogenteufels macht, nicht mehr zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schubsen sich selbst aus der Laufbahn, weil ihnen das Stadion, in dem sie im Kreis laufen, nicht mehr gefällt. Ob dies vorpubertäre Jugendliche tatsächlich nötig haben, wage ich offen zu bezweifeln. Jeder Trend ist Scheiße. Das sollte man ihnen auf jeden Fall auch im Sinne der staatsbürgerlichen Bildung unabhängig von der Drogenthematik beibringen... mehr kann man wohl leider nicht machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt;&amp;nbsp; &lt;b&gt; &lt;/b&gt;noch vor 12! uiuiui, nicht schlecht!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;  Nase zu, Kopfschmerzen weg, dafür schön Bier im Kopf&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Wie schlimm wäre die Welt mit 7 Tagen Alltag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7336535350839291139?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7336535350839291139/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/drogen-als-mittel-nicht-als-sucht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7336535350839291139'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7336535350839291139'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/06/drogen-als-mittel-nicht-als-sucht.html' title='Drogen als Mittel - nicht als Sucht'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-6527209891986370735</id><published>2011-05-25T00:45:00.007+02:00</published><updated>2011-05-26T09:57:04.955+02:00</updated><title type='text'>Anlässe für Individualität</title><content type='html'>So: es ist wieder soweit. Ladys and Gents: May the show begin! Heute sprechen wir in unserer Therapie-Sitzung über die Anlasslosigkeit Ihres Lebens. Ereignisdichte und Schlagzahl sind in diesem Blog ein alter Hut; dass es wohlmöglich keinen Anlass mehr gibt, auf den sie reagieren könnten: neu. Die hiesige trunkene Provokation ist natürlich eine Ausnahme... ;)&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das mit der Macht ist ja immer eine interessante Sache: Sie macht Euch zu Rechtfertigern Eurer Geschichte. Euer biographisches Selbst ist verwoben mit Zwängen und Gegebenheiten - über Schlüsselreiz-Dichte Eurer Körper bis zu anscheinend alternativloser Berufswahl und der Kompatibilitätspartnersuche. Euer Selbst kennt nur Logik, Kausalität und Konsequenz. Die rationalen Anlässe, überhaupt etwas zu tun, werden jedoch gleichzeitig für die Erlebnisgesellschaft inflationär aufgeblasen. Zum Einen müssen wir 'erleben' und suchen nach neuartigen Anlässen für unser Wachsen, Werden und Feiern, zum Anderen können wir durch die Flut an Gelegenheiten die Feste nicht mehr feiern wie sie fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Anlässe sind meiner Meinung nach entwertet, und das, was uns vereint und mitreißt, sind nur noch Partys und Festivals (immerhin). Wir empfinden diese Situation oft als positiv: die Auswahl an Computerspielen, Schuhgeschäften, sozialen Kommunikationsplattformen, Cafés, Entertainment- und Nachrichtenkanälen, die großstädtisch Partyszene mit diversen Tanz-, Knutsch- und Fickangeboten und Wortspiele in der Timeline, auf die man reagieren könnte: sie alle lassen uns entscheiden. Sie alle helfen uns, unsere Geschichte zu schreiben. Merkt Ihr was? Hat jemand den Bogen in diesem Text mitbekommen? Ja: Wir basteln uns Selbst und dies ist ein Prinzip der Macht, der wir durch unsere Entscheidungsfreiheit zu entfliehen meinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay: Diese Erkenntnis ist sehr trivial und sehr alt, und es tut mir leid, sollte ich jemanden langweilen. In diesem Blog geht es jedoch nicht um Fatalismus und Ergebenheit - den zeitlosen Drang nach trunkener Meinungsäußerung mal ausgeschlossen. Wenn mal kein Fukushima als äußerer Anlass Pate steht, so wird der Anlass zu handeln etwas sehr einsames. Hier reicht es nicht mehr aus, seinen Affekten im Markt der Reize freien Lauf zu lassen. die Sprunghaftigkeit ist in dieser Umgebung nur scheinbar ein Training, um sich selbst zu finden und eine eigene Position zu entwickeln. Gleichzeitig ist aber die Geschichte, die man von sich schreibt, nicht mehr alternativlos und nicht mehr zwingend das Ergebnis von äußeren Entscheidungen, die wir "Anlässe" oder "Gelegenheiten" nennen. Gut so! Wenn jetzt noch der Wille dazu kommt, selber Anlass zu sein, kommt man vielleicht weiter...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ereignisdichte und Schlagzahl machen uns im Idealfall zu besseren Menschen, da wir gezwungen werden, zu wählen (begreift man dies einfach mal als philosophische Übung). Oder aber wir bleiben passiv die Menschen, die glauben, Individualität habe etwas mit Penetration von außen durch die Geschichte zufälliger, entscheidender Anlässe zu tun: Das BigBrother/GermanysNextTopModel-Gott-Prinzip. Eine männliche Machtphantasie. "Liebes Model, so ist die Welt. Da muss man halt mal halbnackt mit einem notgeilen Gorilla schmusen. Und jetzt lächle und zieh das Höschen aus, und Du "wirst" ein Star.""Mama, diese Welt hat aus mir einen Star gemacht, und ich musste dafür nur dastehen und mich nach vorne beugen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist dies auch eine Frauenphantasie... Mist! und ich hatte so auf unsere Frauen gehofft! Ein Anlass mehr, über sich selbst nachzudenken. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Urzeit&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; bierunterlaufene Augen&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Das ist hier die Frage...&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-6527209891986370735?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/6527209891986370735/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/05/anlasse-fur-individualitat.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6527209891986370735'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6527209891986370735'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/05/anlasse-fur-individualitat.html' title='Anlässe für Individualität'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4976266037497397603</id><published>2011-05-15T23:42:00.002+02:00</published><updated>2011-05-16T17:30:10.821+02:00</updated><title type='text'>Mischmasch mit Wut geschrieben</title><content type='html'>Das Vorweg: Ich bin unglaublich schlecht gelaunt. Aber sind wir nicht alle dewegen hier? Im Internet? :) Weil das andere Leben so doof ist? Weil wir hier so tun können als höre uns jemand zu? Als seien wir in irgendweinem geheimen Forum das, was uns diese Welt nicht zutraut? Yeah: Ich bin halt ne ehrliche Haut. Der Proberaum der virtuosen Posaunisten des Frustorchesters ist eröffnet.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zuerst: ESC das Nationen-Musical mit Statistik-Statisten. Bin bei der Zusammenfassung eingestiegen. Ich glaube, man kann die Realness der Begeisterung in Deutschland an der Größe der Zuschauergräben ablesen, die die Veranstalter einplanen, um das Publikum zu ent-fernen. Diese Erotik von "London Calling" (ohne The Clash aber mit Civilizations) und Menschen, die als Punkterichter versuchen, die Begriffe "Amazing", "Show", "This is" ihren affektierten Vorbildern aus importierten Ami-Sitcoms nachzusprechen und neu zu kombinieren. Ganz allgemein gesagt: Eure strunzdoofen "Nationen-Moderatoren", die nach einem Jahr Vorbereitung noch immer kein Englisch oder Deutsch (drei bis vier Worte) gelernt haben, stehen für Eure Länder. Ein gutes gibt es zu berichten: Ihr habt das Medienereignis des nächsten Jahres in ein autoritär geführtes Land gewählt. Als nächstes dann bitte Weißrussland und bitte niemals Italien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann FDP: Was wollt ihr eigentlich? Bitte hört auf, Euch Volkspartei zu nennen und löscht die Mitglieder mit pauschalen Staatstöter-Ambitionen in Euren Reihen aus. Steuern senken gehört dazu. Wirtschaftslobbyisten zuhören auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann Osama Bin Laden: Der Fürst des Weltfriedens ist nur noch eine Facebook-Phishing-App. Wenn die Amis jetzt nicht nur massiv in bessere Lebensverhätnisse in den muslimisch-geprägten Ländern, sondern auch in demokratische Bewegungen investieren, wünsche ich ihnen einen neuen Osama. Und er wird kommen, wenn sie es nicht tun. Das Völkerrecht in Pakistan brechen, aber dann rechtliche Bedenken bei demokratischen Bewegungen haben? Das humanitäre Völkerrecht wird auch international langsam Standard. Schnell Guantanamo zumachen und Bush verurteilen und ihr kommt aus dem Irrpfad noch raus. Für Bush finden wir auch gerne ein ausländisches Kommando als Lösung- vielleicht aus Pakistan (wäre nur fair).&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und immer dran Denken: der Protest in Tunesien und Ägypten basierte auf Hunger und dem hohen Weltmarktpreisen für Lebensmittel. Das bedeutet auch für Europa, dass wir mehr für unser Essen zahlen werden müssen, wenn wir konsequenterweise die Subventionen abbauen. Dies betrifft auch das Prinzip Supermarkt-Discount-Dumping und industrielle Tierhaltung. Hohe Tierschutz-Standards in Europa sind hier zufälliger Partner für mehr Preisgerechtigkeit weltweit. Die Doha-Runde der WTO muss die Agrarwirtschat in der Peripherie wettbewerbsfähig machen. Ansonsten brauchen wir Merkantilismus in Afrika und keinen Freihandel.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;Also: Schickt die deutschen, polnischen und französischen Bauern endlich auf die Uni oder in die Fabrik! Ihre Jobs werden in der südlichen Hemisphäre gebraucht.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;Wir könne auf euren Äckern auch einfach Parkplätze bauen, aber wir wollen ja das mit den Autos hinter uns lassen... wie wärs mit Golfplätzen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann Atom-Ethik-Kommission: Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass eine "Ethik"-Kommission in Sachen Ökonomik und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen Empfehlungen abgegeben darf? Habt ihr sie noch alle? Vielleicht war auch nur der gewählte Name ein Misverständnis. Vielleicht war auch das Moratorium ein Misverständnis. Überraschung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies war ein unübliches Posting. Nicht monothematisch wie sonst. Wird nicht wieder vorkommen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Das Internet hat keine Uhr&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; "Gebt mir einen Grund..." und angetrunken&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Der Frust musste raus&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4976266037497397603?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4976266037497397603/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/05/mischmasch-mit-wut-geschrieben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4976266037497397603'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4976266037497397603'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/05/mischmasch-mit-wut-geschrieben.html' title='Mischmasch mit Wut geschrieben'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-9052477320120103087</id><published>2011-05-11T01:44:00.002+02:00</published><updated>2011-06-02T16:21:08.991+02:00</updated><title type='text'>Flüchtiges Jetzt</title><content type='html'>Diese Schriftensammlung fühlte sich immer der Aufregung in längeren  Erörterungen verpflichtet. Leider wird mein Hirn&amp;nbsp; gerade durch  schnellere Taktung fragmentiert. Gab es früher vielleicht einen Anlass  in Form eines Artikels oder eines singulären unterschwelligen Gedankens,  so wird nun alle Aufmerksamkeit und Schaffensenergie in kleine  Stückchen zerhackt. Macht es mich produktiver? Nein. Es macht mich  vergänglicher.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/post-edit.g?blogID=2638849870094770828&amp;amp;postID=9052477320120103087" name="12fe1737877ec738_more"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Ich habe hier mindestens 10 Themen auf der Liste, die Be-schrieben  werden wollen. Es findet sich jedoch keine Lücke in den miniaturisierten  Timeslots meiner twitteresquen Welt. Ich halte mich nicht für anfällig  oder labil und Frage mich, wie das Gehirn derjenigen aussieht, die ich  dafür halte. Was war das letzte komplexe Projekt mit großer detailziefe,  das ihr durchgezogen habt? Wie sieht das Tun aus, wenn wir durch  Dauertun nicht mehr weit gucken?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht erliege ich mit meinem trunkenen Kopf auch nur einem  Projektionsimpuls, und alle anderen sind noch gar nicht betroffen und  kommen zu meiner Beobachtung erst in 2 Jahren. Ich schaue nur auf die  Schgzahlen längerer Texte in meinem Leben: sie nehmen ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht wird die Welt ja besser, wenn wir flüchtiger werden. Oder wir  flüchten ins jetzt und denken das gestern nicht mehr ins Morgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sorry für die längeren Auszeiten in diesem Blog!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zeit:&lt;/b&gt; Scheiße, Morgen ist ja schon bald.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zustand: &lt;/b&gt;Das Bier schlägt immer schneller an&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Anlass:&lt;/b&gt; Das Denken in kurzen Hopsern und nicht in großen Sprüngen&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-9052477320120103087?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/9052477320120103087/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/05/fluchtiges-jetzt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/9052477320120103087'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/9052477320120103087'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/05/fluchtiges-jetzt.html' title='Flüchtiges Jetzt'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1868567873384673328</id><published>2011-05-02T01:03:00.003+02:00</published><updated>2011-05-26T10:03:35.247+02:00</updated><title type='text'>Europa denkt an sich - Rechtsrücken ohne Einschreiten</title><content type='html'>Sitze übelst verkatert vor dem Rechner und weiß wie meistens nicht so genau, wo die Reise in Textform hingeht. Da die europäische Welt mal wieder auf die hässlichsten Reste ihrer dämonischen Vergangenheit schaut (der Hässliche und sein Flittchen dürfen heiraten), darf zumindest die Aufforderung zum Monarchenmord erwartet werden.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Monarchie ist natürlich nicht hässlich: Sie ist pompös und luxuriös und besitzt Fernsehsender. Sie ist auch nur ein kleiner Dämon jedoch ein sehr symbolischer. Sie steht für den Preis, den der europäische Mensch fast schon in Form eines leviathanischen Gesellschaftsvertrages bereit ist zu zahlen: Die Dummheit und verwesende Seele der Nation ihrer Vorfahren zu retten indem man die Reste verklärt und konserviert und durch professionelle Mediagogie versiert serviert. Man ordnet sich unter unter die Geschichte, deren Leviathanen-Haupt in der Vergangenheit keine Gruft gefunden hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Unterordnung unter ein historisches National-Ganzes - das die verblödeten Engländer spezifisch mit ihrer Empire-Wehmut und Hierarchie-Sehnsucht betreiben -&amp;nbsp; ist kein Einzelphänomen in Europa. Der Nationalismus greift als Bollwerk gegen die beunruhigenden Herausforderungen der entgrenzten Moderne um sich. Um es mal zuzuspitzen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Niederländer sind hässliche Menschenhasser (besonders Moslems) und absurde Nationalkonstrukeure; den Italienern bleibt nur noch der Nationalismus und ein komischer Mörderkult (Katholiken) um sich von Familienbanden und Outlaw-Rudeln in der mongolischen Steppe zu unterscheiden; die Ungarn wählen SA-Verharmloser, Zensur-Optimisten, Roma-Hetzer und schreiben Patriotismuspflicht in ihre Verfassung; die Franzosen wollen nach ein Paar Flüchtligen aus Italien den Schengenraum abschaffen, werden wieder eine Hetzer-Person mit Namen Le Pen wählen, greifen wie sie lustig sind in der Elfenbeinküste und dem Maghreb (Nord-West-Afrika) ein, um die alte große Nation als Halt zu gewinnen; die Finnen wollen nur noch Finnen sein; die Österreicher bauen korrupten Rechtspopulisten und Lokalchauvinisten (Haider) kurz nach ihrem Tod Museen; die Polen begraben symbolisch Menschen mit Egoproblemen (Kaschilinskii) neben ihren Königen; In Prag schloss sich einst ein verbitterter alter Mann (Klaus) in einer Burg ein, um Tschechien vor Einfluss aus dem verfeindeten Europa zu retten; In Dänemark wird immer schon relativ ausländerfeindlich gewählt (mit einer solchen Karriere wird man übrigens Nato-Generalsekretär: ein weiterer Hinweis); die Iren waren so uninformiert über das Europa, das jahrelang ihr Steuerparadies ermöglichte, dass sie beinahe ein unglaublich schwer erarbeitetes Kompromisspapier zur neuen Entscheidungsroutinen in Europa zu Fall brachten (auch jetzt nehmen sie unser Geld und schimpfen trotzdem auf alle anderen); In Belgien ist der Chavinismus so weit fortgeschritten, dass reiche, fette Flamen nicht mal mehr mit ihren Nachbarn Französisch sprechen wollen; das lokalnatinoalistische bayerische Pack glaubt immer noch, dass sie nur ihre Bergbauergene brauchen (dass der Freistaat von einem Kommunisten gegründet wurde, scheint in Vergessenheit geraten); die Spanier beten noch immer ihren König an, da der seinem Freund Franco bei einer Flasche Wein zufällig ins Gewissen geredet hat; den Griechen und Portugisen bleibt nur noch der Stolz auf irgendeine Vergangenheit, da (zumindest den Griechen) die Zukunft relativ egal war; die Schweiz wählt sich selbst über Feindbilder auf Wahlplakaten; auch die Slowenen wählen rechts; mehr weiß ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was genau sagen uns diese Hinweise? Die Menschen werden wieder Menschen zu ihren Führern wählen, die nichts lösen außer ihre Egoprobleme. Leider funktioniert Chauvinismus nicht für alle und schon gar nicht in einer so offenen Welt wie Europa. Wer ein mal einem Sporttunier mit nationalen Vertretern beigewohnt hat, weiß: Es gibt Mannschaften, die glauben tatsächlich, sie seien die Besten - allein durch ihre "Abstammung" von einer Nation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kriegerische Austragung dieses Widerspruchs nach außen (gegen andere Länder) steht zwar glaube ich nicht unmittelbar bevor; ich habe aber die Sorge, dass wir uns nicht in die innere Austragung dieser verunsicherten, ungebildeten, nach neuer Würde und Stolz strebenden Nationalmenschen einmischen. Dass die Ungarn eine Ratspräsidentschaft innehaben, ist so unpolitisch, dass sich Rassisten, Christusverehrer, Kulturgleichschalter und Prügeltruppaufsteller inzwischen auf dem europäischen, diplomatischen Parkett etabliert haben. Heißt Demokratie, dass wir gefährlichen Menschen in unseren Nachbarländern freie Hand gewähren sollten? Haben wir denn gar nichts gelernt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich erwähne es immer wieder gerne: Wir haben bereits Italien verloren; wir müssen wenigstens um die verbliebenen Länder noch kämpfen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach ja! Fast den Aufruf zum Monarchenmord vergessen: &lt;b&gt;Kill the Royals und bomb 'em back in the century where they belong!&lt;/b&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; &lt;/b&gt;erster Mai vorbei&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;Puh.. Schon morgens Bier getrunken.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Ungarn und Inselaffen&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1868567873384673328?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1868567873384673328/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/05/europa-denkt-sich-rechtsrucken-ohne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1868567873384673328'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1868567873384673328'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/05/europa-denkt-sich-rechtsrucken-ohne.html' title='Europa denkt an sich - Rechtsrücken ohne Einschreiten'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4045649468630089283</id><published>2011-04-18T00:33:00.001+02:00</published><updated>2011-04-19T10:51:09.253+02:00</updated><title type='text'>Philosophie der Schlagfertigkeit (Rückblick auf die Republica 11)</title><content type='html'>Ich war optimistisch; mir dessen aber nicht bewusst als ich damals beschloss, ein 3-Tages-Ticket für die Republice 2011 zu kaufen. Schon der Preis allein sorgte für Erwartungsautomatik. Mit Optimismus ließ einen die rp11 dann auch zurück, wenn nicht gar allein. Ein kleiner Bericht.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Vortrags- und Verkündungsveranstaltungen funktionieren eigentlich über Gefälle: Jesus holt die Bibel vom Berg Ararat, wo seine Mutter sie ohne Internet geschrieben hat, und verkündet das, was andere noch nicht wissen (Zum Beispiel 'Nächstenliebe). Bei der "Blogger-Konferenz" ( Für kleine sog. "Microblogger" auch unter dem Tag #rp11 bekannt) hofft man jedoch, dass gerade die Szene, das Publikum die eigentliche Attraktion ist. Die Vorträge setzen im Idealfall nur die Themenagenda und dann diskutiert man. Ich vermute mal: Sie haben ihr Bestes gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist natürlich allgemein gesprochen recht peinlich, Inspiration und Denken irgendwie outgesourced zu haben und nun sogar Eintritt dafür zu zahlen: Für Denken! Etwas lächerlich. Der Grad des Denkens nimmt natürlich ab, sobald es um Zahlen, um Befunde geht. Ich vermute, die ca. 50% Agentur und Wirtschaftsvertreter haben sich letzteres sicher gewünscht, um in ihre Welten etwas mitnehmen zu können. Der operative Nutzwert des Vortragswissens - im Sinne von "wie viele Blogger muss ich schmieren, um einen Schitstorm als Viral für mein Unternehmen zu nutzen und wie viel Reichtweite geniere ich damit in welcher Zeit." - stand nicht im Mittelpunkt. Ich meine das in Hinsicht auf Marketing, PR und Werbung uneingeschränkt positiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dominierten somit eher Anekdoten (vs. Zahlen), die gesetzten Themen der Sessions in ihrer gesellschaftlichen Dimension und: Vortragsrhetorik! Lobo, Dueck und andere hatten Ideen, die ihre Plausibilität hauptsächlich über eine gelungene Bühnenperformanz erhielten. Der gemeine Nerd will lachen und hofft, dass seine eigene gelebte Gehässigkeit irgendwo (z.B. auf der Bühne ) Schlagfertigkeit findet. Dass rhetorische Aspekte unserer Netzwelt untersucht werden, ist seit langem mein Wunsch und mein Hobby. Lobo hatte mit seiner Trollfoschung einen guten Riecher (Mist: schon wieder!!) den feministischen Workshop zu "Schitstorm - you can do it" habe ich leider verpasst, ebenso wie "Netzpoesie". Doch auch Designer, Pädagogen, Datenvisualisierer, Satire-Animatoren, Lobbyisten der digitalen Gesellschaft usw. haben über Technik, Infrastruktur und Rechtsordnungsfixierung hinaus über das Performative, das Handeln nachgedacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist die Republica als Modell des produktiven "Getto-Gethers" so gar nicht eine Veranstaltung über das Internet, sondern der Sinn des Internets: Die Frage nach der Techniknutzung zu stellen und nach der besten Philosophie für die rhetorischen Kämpfe zu suchen - ob nun off- oder online. Je weniger Menschen sich an der Auseinandersetzung mit dieser Frage beteiligen, desto mehr werden bezahlte Diskutanten aus Public Relations und Werbung unser Richtig und Falsch und den Stil/ die Kultur unseres Handelns dominieren. Die Qualität des Publikums der rp11 ist hier bezeichnend: Viele teilnahmslose Trendscouts und Networker. Ein Business-Kindergeburtstag auf dem jeder das wiehernde Pony mit dem roten Iro-Schweif reiten will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage nach der rhetorischen Dimension von Medienkommunikation muss weiter präsent sein und diskutiert werden; die diesbezügliche Professionalisierung in den Unternehmen ist bereits weit fortgeschritten. Das Top-Down unserer Netz-Kultur wird effektiver und die alte, neureiche Blogger-Elite hilft gerne und ist in dieser Hinsicht unpolitisch. Es gibt bessere Philosophien; und damit theoretisch erfolgreichere Rhetoriken. Lasst uns weiter an unserer Schlagfertigkeit arbeiten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach zu viel flüssigen Drogen in Berlin endlich im Sonntagabend angekommen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; 3 Tage nach dem Event mehr Schlagfertigkeit fordern... immer dieser Alkohol! :) &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Immer erst selber schreiben bevor man andere Nachberichte liest.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4045649468630089283?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4045649468630089283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/04/philosophie-der-schlagfertigkeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4045649468630089283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4045649468630089283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/04/philosophie-der-schlagfertigkeit.html' title='Philosophie der Schlagfertigkeit (Rückblick auf die Republica 11)'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-8151411842253304546</id><published>2011-04-06T23:31:00.001+02:00</published><updated>2011-04-19T10:46:42.304+02:00</updated><title type='text'>Meine nostalgische Moderne</title><content type='html'>Habe ein komisches Gefühl mit der Moderne. Nicht immer, sondern neuerdings. Ich bin kein Mensch, der sich an der Vergangenheit orientiert - und gerade darin scheint das Problem zu liegen. Ich habe ein komisches Gefühl der Enttäuschung, das gerade nicht nostalgisch ist. Es betrifft das Öffentliche und eine Teilhabe, die sich eher an Reichweite orientiert.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn man sich die ersten Empathen der modernen, technisch beschleunigten Welt, wie Baudelaire, Walter Benjamin und Surrealisten anschaut, so findet man immer eine Ambivalenz zwischen trauriger Nostalgie über das veränderte städtische Leben, die Entfremdung und die unterdrückte eigentliche Wahrheit des Unterbewussten und dem entgegen freudiger Aufnahe moderner (Medien-)Techniken und fortschrittlicher Entwicklungen. Diese Spannung der Moderne wurde durchlebt, persönlich ertestet und aufgeschrieben, der einzelne Mensch als körperlich-seelischer Gradmesser der sich verändernden Welt der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit dem 2. Weltkrieg wachsen nun Generationen mit dem Geist auf, dass das Früher nicht besser war, und wir polten unsere Hoffnungen auf die Zukunft. Es gab keine Gründe mehr für nostalgische Gefühle bzw. es war sogar political incorrect sich nach Kaiser, Hindenburg und Hitler zu sehnen. Die Spannungen der Moderne bleiben jedoch, und das Sehnen kann sich nur noch auf die Zukunft beziehen - oder sehnt sich der ungeneigte Leser etwa wieder die 80er oder 90er herbei? Lag dort irgendein modellhafter gesellschaftlicher Moment, an den man gerne zurückdenkt? Wenn ja, so sind wir doch nicht geneigt, ihn als endgültige Lösung der Moderne zu überhöhen. Es geht immer weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich für meinen Teil bin nostalgischer Idealist. Ich sehe das Mögliche und bin über das Tatsächliche enttäuscht - und das Mögliche ist nie eine Vergangenheit. Die Teilhabe am Weltgeschehen ist hierbei ein Wunsch, mit dem ich nicht alleine bin, schaut man sich die Twitter-Timelines an. Seien es Ägypten, Japan, Lybien oder rechtskonservative Innenminister: Wir wollen unser Unbehagen mit den Umwälzungen dieser Welt (die nicht mehr unbedingt einen urbanen Bezugsraum wie früher haben) durchleben, persönlich ertesten und aufschreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch unser körperlich-seelischer Bezug zur Moderne wird marginalisiert, unsere individuelle, phänomenologische Wirklichkeit im ewigen Strom der Nachrichten unbedeutend. Gerade das Microblogging zeigt doch den Rückzug des literarischen, des ausführlichen Selbst. Wir sind auf der Jagd, die beste kurze Headline zu sein und können nur noch nach Reichweite streben. Dieses Sehnen verstört mich und läst mich hoffen zu gleich. Und doch bin ich idealistisch enttäuscht, denn die Teilhabe und die Kommunikation ohne zwanghafte Reichweitensucht lässt die Welt noch vermissen. Wir nehmen uns nur noch als Nachrichtenträger ernst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Timline&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Bier hilft nicht immer weiter&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: idealistische Nostalgie&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8151411842253304546?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8151411842253304546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/04/meine-nostalgische-moderne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8151411842253304546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8151411842253304546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/04/meine-nostalgische-moderne.html' title='Meine nostalgische Moderne'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-6516947911975382717</id><published>2011-03-22T21:48:00.002+01:00</published><updated>2011-04-23T17:58:34.723+02:00</updated><title type='text'>Was ist Soulfood?</title><content type='html'>Gerade mal wieder Led Zeppelin aufgelegt (viel zu selten!) und begehe den Abend etwas nostalgisch. Mein staunen über die Welt von damals Mitte der 90er hält an. Ich sehe immer noch klar die Unkenntnis der Passanten und Begleitmenschen meines Alltags; sie haben die Kenntnis des Menschen immer aufgeschoben, auf das nötigste reduziert, getrieben von ihren letzten Chancen, einmaligen Chancen. Alle hatten sie ihre 'alternative Phase', ihre Rockstars, ihre Lagerfeuer. Wo sind diese Menschenkenner geblieben, die in die Menschen Zeit investierten, local dachten? Social Media spielt hier sicher seine Rolle...&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Soulfood liegt nicht mehr auf der Straße und im Netzwerk riskiert man keine Freunde mehr, wenn man sich seiner Karriere widmet. Es gibt sogar Menschen, die sich in ihrem Leben mit eine eigenen Wohnung begnügen - bis zum Ende! Die Arbeit hat sich geschickt in unserer offenen Welt als Selbstzweck ins Spiel gebracht. Ich kenne Menschen, die ihre Familie mit Unternehmen ausgetauscht haben. Und man wartet weiter darauf, dass sie sich entschließen, weise zu sein. Ich kann es mir nicht anders - wer die letzten Postings gelesen hat ahnt was nun kommt - als mit der Zeit erklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Spektakel ist eine Meisterin des Rhythmus und wackelt mit faszinierenden Hüften durch unsere Medienwelt. Ich glaube nicht, dass die Attraktionen wirklich zugenommen haben: dies wäre in phänomologischer Betrachtung glaube ich nicht haltbar. Auch früher hat das Leben schon Ablenkungen bereitgehalten. Es hat sich jedoch die Penetranz des Tanzes erhöht und der Bauchtanz kennt inzwischen unsere Aufmerksamkeitsspannen und weiß mit schnellen Wendungen den Hasen bei Laune zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese eher erotische Darstellung ist nicht unabsichtlich gewählt: Wer glaubt, der Begriff 'Fetisch' käme aus der Pornoindustrie hat wahrscheinlich nur noch auf Bachelor Geisteswissenschaften studieren dürfen. Es gibt Waren mit Nutzwert wie Schuhe. Es gibt Menschen, die schreien, wenn sie ein weiteres Paar Schuhe bekommen. Das soll als Exkurs reichen. Aber hat das Soulfood auch etwas mit Zeit zu tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich belasse es bei dem Bild von oben: Wer nimmt sich die Zeit für etwas so sinnloses, wie ein Lagerfeuer? Widmet man sich noch dem ergenisoffenen Gespräch mit seinem ereignislosen Sitznachbarn? Der Zweck, das Ziel hat sich in unsere Mikroalltäge eingeschlichen. Diese Dauerbeschallung unseres Handelns mit Egoismen, mit nötigen Ausschlüssen von störenden Objekten - und seien sie Menschen - hat uns nicht gut getan. Und das alles nur, um mehr Geld für mehr Luxusobjekte zu haben. Aber nicht schlimm, solange es keine Profiteure gibt, die sich global absetzen... Spektakel und Soulfood müssen sich wieder bekämpfen! Handeln hat immer etwas mit Entscheidungen zu tun. Ich hoffe, diese Dimension wird wieder mehr Menschen bewusst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach der Arbeit ist vor der Arbeit&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; entspannt nostalgisch&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Sie wollen etwas mehr...&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;und tanzen dafür das Schachbrett.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-6516947911975382717?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/6516947911975382717/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/03/was-ist-soulfood.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6516947911975382717'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6516947911975382717'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/03/was-ist-soulfood.html' title='Was ist Soulfood?'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2968400132964943122</id><published>2011-03-10T00:35:00.002+01:00</published><updated>2011-03-13T16:45:11.476+01:00</updated><title type='text'>Einput/Ausput-Balance</title><content type='html'>Die Informationsökonomie zwingt uns zur Teilnahme am Info-Markt. Wir halten uns in ewigen Austauschprozessen, bevölkern das Netz, schaffen es durch unsere Performanz. Was macht in dieser Situation die Unterschiede?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es mag triviel klingen: Aber neben Zeit und Raum werden in Zukunft die performativen Medien unser Denken Apriori bestimmen. Sie gehen allem Denken - besonders bei den jüngeren Generationen - voraus. Die "Meedia Natives" nehmen Teil an dem Spektakel und suchen noch nach einer Rolle in dieser Inklusion. Wie kann man hier brauchbare Unterscheidungen einführen, um diese 360° Umgebung und das Handeln der neuen, jungen Zivilgesellschaft zu analysieren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das "Beitragen" war in diesem Blog immer wieder Thema. Ich halte das Input/Output-Verhältnis auch weiterhin für eine interessante Frage: Wie steht es um den Konsum und die Teilnahme? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich selber komme im Moment nicht dazu den Hunger des Netzes zu stillen. Ich nutze Medien auf ein mal nur noch zum Konsum. Ich wünsche dies niemandem. Statt eines Bet-Sonntag sollte es einen Internet-Mittwoch geben, um seinen staatsbürgerlichen, demokratischen und sozialen Pflichten nachzukommen! Fragt Euch: In welcher Phase seid ihr im Moment? Input oder Output? Lesen oder Schreiben? ;) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach der Arbeit ist noch lange nich Schluss&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Output&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;zuviel Input&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2968400132964943122?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2968400132964943122/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/03/einputausput-balance.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2968400132964943122'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2968400132964943122'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/03/einputausput-balance.html' title='Einput/Ausput-Balance'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-6330059010132737721</id><published>2011-03-04T00:32:00.000+01:00</published><updated>2011-03-04T00:32:54.410+01:00</updated><title type='text'>Verfügbare Zeit und Twittersolidarität</title><content type='html'>Ach, zwei Herzen schlagen in meiner Brust: Finde es bewundernswert, wie viel Masse und Qualität viele Netzbeiträger raushauen können; bin jedoch etwas angeekelt von dem Luxus, den viele Menschen in Form von Zeit haben und diesen Standard dann auch bei anderen Menschen als Maßstab ansetzen. Die Umtriebigkeit der Netzbildungsbürger ist exklusiv: Sie schließen genüsslich die Menschen in normalen Work-Life-Balance-Lebenssituationen aus. Der Mensch hat keine Zeit, sollte er klassische Arbeit müssen. Sein Wert ist auch in unserer schönen neuen Netzwelt unbestritten unterwertig.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da fressen sich einige den Wanst voll mit Infos, neuesten News, Erbaulichem im Netz und merken nicht, dass ihr Lebensstil niemals Modell für alle sein kann. Der Sonnenstaat des Campanella sah noch ca. 4 Stunden Arbeiten pro Tag für alle vor und ansonsten Bidlung und Beten. Heute schwadronieren die Always-On-Adeligen durch das schnelllebige Netz und wundern sich über Menschen, die sich dieses Leben nicht leisten und abartige Ganztagsarbeit vollbringen. Da hilft auch keine wohlfeile Solidarität mit unterdrückten Twitterern in Ägypten für die man Tweets spendet. Dass es in Nordafrika konkret um Hunger geht und nicht um das Recht, offen seine Meinung darüber zu twittern, dass Hunger scheiße ist, verdrängen die Teilraubenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit ist weiterhin Luxus, und jemand, der täglich 2 Blogbeiträge, 20 Tweets, nen Paar Kommentare in Fach- und Trendforen und auch noch Doktorarbeiten von Ministerns erörtern kann, ist ein Traum. Doch was ist dies für eine Art der Solidarität, wenn man all dies nur für sein Nethobby-Ego tut und nicht merkt, dass man damit nicht die tote Zeit des Großteils der Bevölkerung abschaffen kann? Es ist das reine Prassen. Und am Ende behaupten, man würde durch seinen Netzkonsum die Zeitkonjunktur ankurbeln...! so funktioniert die Welt leider nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All die Energie, die hier in das Netz spielerisch eingespeist wird, all die Arroganz, die dort latent den Initiativen mit geringerer Schlagzahl (ein Twitteraccount auf Pause wir doch als Beleidigung empfunden!) entgegengebracht wird, all die Selbstherrlichkeit, die dem bildungsbürgerlichen Ego in nichts nachsteht: All dies ist so oberflächlich und an der Realität vorbei, dass ich manchmal kotzen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Glaube, kritisches Denken käme ohne Empathie und auch verbindliche Verbindungen z.B. mit weniger Zeitbetuchten aus, lässt mich erschaudern. Wir sehen einer weltfremden, neu-aristrokratischen Brut bei ihren Eskapaden zu, die den Bezug zum Verhältnis von Zeit zu Teilhabe einfach wegtwittert. Als wäre das Leben einfach und alle anderen machen es sich schwer, weil sie dumm sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; fortlaufend und teuer&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; erschöpft von abhängiger Beschäftigung &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Der Müdigkeit diesmal nicht erliegen&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-6330059010132737721?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/6330059010132737721/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/03/verfugbare-zeit-und-twittersolidaritat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6330059010132737721'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6330059010132737721'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/03/verfugbare-zeit-und-twittersolidaritat.html' title='Verfügbare Zeit und Twittersolidarität'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2317259532269574271</id><published>2011-02-26T00:28:00.001+01:00</published><updated>2011-04-02T10:22:22.373+02:00</updated><title type='text'>Wann ernennt Bismarck (Merkel) ihn endlich zum Reichsknazler?</title><content type='html'>Deutschland diskutiert einen Doktor von und zu und alle sind gefangen im hässlichen Spektakel. Selbst nach eigener vernichtender Kritik schafft Ihr es nicht mal wegzugucken. Nennt endlich den Namen des Königs nicht mehr! Zum Glück trinke ich für Euch mit.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das positive vorweg: Die Sprüche und Witze zu Fußnoten usw. waren klasse. Sarkasmus ist jedoch auch nur ei Zeichen dafür, dass die Realität das Offensichtliche in Wahnsinn und Lächerlichkeit abgedrängt hat. Die Macht hält nunmal Widersprüchliches aufrecht und Ihr spielt die Hofnarren, die die Wahrheit verkünden und der König (Freiherr) bleibt das Spektakel. Aber ich stehe zur Kraft des Humors: also wieter im Text.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von von Von ist nicht Schwiegersohn der Union geworden, weil er Doktor ist. Genauso wie Wulff nicht Bundespräsident geworden ist, weil er weise ist und für irgendetwas steht. Die Kritik an diesen Objekten/Personen geht völlig am Thema vorbei und sorgt langsam für amerikanische Verhältnisse. Die Omis und Opis, die dummen Jungmänner und Jundfrauen, die Unternehmer und Angestellten, die an Hierarchie glauben sind schuld! Hierhin gehört der Fokus! Sie wollen, dass sich ihnen ein Führer offenbart, der ganbz abstrakt die Autorität der Abstammung erfüllt - sei diese nun deutsch oder adelig.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Diese Menschen interessiert ein Doktortitel nicht, da sie an das Material und das natürliche Erscheinen eines legitimen ermächtigenden Subjekts glauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durfte Schwiegersohn Wulff nur seniler Bundespräsident werden, so erfüllt der CSU-Adelige die preußisch-berlinerische Tradition des Offiziers der Wehrmacht und natürlichen Entscheiders und Anführers, von dem man nicht wissen muss, wofür er steht. Auch wir wissen nicht, ob hinter Pomade und Ehrgeiz überhaupt Moral und Philosophie steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau hier wird eine Doktorarbeit erst interessant, denn es zeigt sich, dass der Herr mit Ambitionen es in Kauf nimmt, die Intelligenz, Wissenschaft und Wahrheitssuche in diesem LAnd zu verarschen, um seine Ziele zu erreichen. Ihm fehlt es an Respekt vor allem, egal wie gewählt seine Worte - entshuldigung: wie gefunden seine Worte - auch sind. In den 20er und 30er Jahren wäre man damit noch Führer geworden. Heutzutage müssen wir das verhindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gute NAcht zeterndes Deustchland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; vielleicht schon zu spät&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;  trunken ist es nicht so einfach, das Keyword der Woche keinmal zu erwähnen&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Hauptsache Ermächtigung&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2317259532269574271?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2317259532269574271/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/02/wann-ernennt-bismarck-merkel-ihn.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2317259532269574271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2317259532269574271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/02/wann-ernennt-bismarck-merkel-ihn.html' title='Wann ernennt Bismarck (Merkel) ihn endlich zum Reichsknazler?'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-8117104694980204437</id><published>2011-02-23T01:00:00.002+01:00</published><updated>2011-03-13T17:02:21.283+01:00</updated><title type='text'>The Zeit wants you!</title><content type='html'>Hier nun wieder ein Posting (engl. 'Post') zum Thema Unabhängigkeit. Es gibt einen Aspekt unserer menschlichen Wirklichkeit, der durch die Denker unserer Zeit bisher nur stiefmütterlich behandelt wird: Die Zeit. Kant ließ sich einst zu der Aussage hinreißen, Raum und Zeit seien Apriori unseres Denkens. Trotzdem widmen wir uns in der Gesellschaftsforschung fast ausschließlich dem Aspekt Raum. In Zeiten von Always-On und Sozialen Netzwerken nicht wirklich zeitgemäß.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Laut vieler Publikationen der 80er und 90er Jahre - mit ihrer Behauptung eines "spatial turns" in unserer Kultur - prägen räumliche Ordnungen, räumliches Organisieren und natürlich räumliches Denken unser Zusammendenken. Allgegenwärtige Karten, die Stadtplanung, die Geopolitik, die privaten und öffentlichen Räume usw. werden zur Struktur erklärt und dominieren. Das Individium benutzt den physischen und sozialen Raum zu Orientierung. Sich von diesen räumlichen Mustern zu emanzipieren, eigene Räume in diese Welt einzuführen und die gewaltsamen Ordnungsbestrebungen des Staates und der Diskurse durch künstlerische Praxis zu irritieren, war ein Konzept der 60er bis 80er Jahre. Das Individuum kämpfte gegen die Struktur in Form von Räumen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider hinkt die Forschung wie immer hinterher. Für die Ordnung unserer "Individuen" sind die Eigenschaften der Zeit inzwischen extrem relevant. Besonders die kritische Auflösung von öffentlicher und privater Zeit - analog zum Raum - hat starke Veränderungen zur Folge. (Wer twittert, ahnt vielleicht, worauf ich hinaus möchte.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Strukturierung der Zeit ist ein Rhythmus; und jeder vermeintlich eigene Rhythmus ist ähnlich wie der Raum eine ordnende Erziehung. Die Einteilung des Tages in 24 Stunden ist hierbei nur der willkürliche Rahmen. Wir verbinden uns in immer schnelleren Rhythmen mit der Öffentlichkeit und für den Einzelnen bedeutet dies, sein Selbst im Sinne einer dauernden möglichen Beobachtung zu disziplinieren. Wenn ich bei allem was ich tue so tun muss als schauten alle Menschen die ich kenne (und auch die anderen) zu, so löscht man allen Raum aus. Ich bewege mich nur noch in einem sozialem Raum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So werden wir singulär und ohne Eigen-schaften, da alles eigene immer dem Lebenslauf unseres Avatars entsprechen muss, Brüche uns im Always-On sehr unglaubwürdig machen: das perfekte bürgerliche Subjekt. Die veröffentliche Normalität wird zum andauernden zeitunabhängigem Normalfall. Die Paar Digital Bohèmes, die sich einen eigenen Rhythmus leisten können, empfinden sich nicht umsonst als Helden. Sie glauben an den emanzipatorischen Moment ihres Ausbruchs. Doch leider werden diese Exzentriker ganz schnell ausgerechnet vom Raum wieder gefangen, der sie verortet und analysiert zu Talkshowgästen macht, einer Szene zuordnet. Der 'Diskurs' holt sich seine Kinder über Raum &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; Zeit und macht sie zu 'performativen Objekten' seiner Ordnung. Wer glaubt, Irokesen könnten keine bürgerliche Ideologie verbreiten, der sollte mal in den Spiegel schauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; am Abzug&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Emanzipatin durch Trinekn&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Der Rhythmus wird unterschätzt&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8117104694980204437?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8117104694980204437/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/02/zeit-wants-you.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8117104694980204437'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8117104694980204437'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/02/zeit-wants-you.html' title='The Zeit wants you!'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-8593491342818904290</id><published>2011-02-11T00:19:00.001+01:00</published><updated>2011-02-20T14:39:44.741+01:00</updated><title type='text'>99 Francs und das Problem der Tiefe</title><content type='html'>Nach geglücktem Jubiläum nun mal ein Einlassung zum Berufsleben. Komme gerade von einem Social Media Event meiner Wahl und bin dadurch trotz Bier nüchterner als dieses Blog wohl erlaubt. Aber keine Angst: Es wird hier zu Polemik kommen. Sinnvolle Polemik natürlich.. 99 Francs ist dieser Blogbeitrag jedoch nicht wert. Vielleicht gerade mal 66 Francs (soviel vorweg)&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Social Media - für alle Unbedarften - meint hier Unternehmenskommunikation in Sozialen Netzwerken. Ein vermeintlich kreativer Bereich in dem Unternehmen sich auf ein mal als Gesprächspartner ernst nehmen müssen. Das mit dem Ernstnehmen hat ein Unternehmen natürlich gelernt. Allein die Einführungs-Zeremonie des Vorstellungsgesprächs inszeniert jeden zukünftigen Mitarbeiter als jemanden, der sich unwidersprüchlich hinter das Unternehmen stellt, als eine "Ein-Person" wirkt und im Sinne der Firma kontrollierbar ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Social Media in Unternehmen bedeutet nun, dass diese Menschen auch nach außen das Unternehmen z.B auf Facebook vertreten müssen. Und sie sind - außer in Form von PRlern - relativ überfragt, was man den Menschen von seinem Unternehmen da draußen erzählen soll. Man spürt, dass man mit dieser verteilten Verantwortung, wenn Mitarbeiter den Konzerns in sog. 'Social Objects' (Postings, Texte, Service, Bilder Videos, Gewinnspiele) übersetzen müssen, keinen neuen Ernst, keine Professionalität finden kann. Ein Großunternehmen mit seinem Wirtschaften war nie darauf ausgelegt, eine Philosophie zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Philosophie-Defizit ist in dem Social Media Business allerorten zu spüren. Sie kochen alle nur mit Wasser und so stürzt man sich in eine Networking-Kultur und spielt letztlich Klüngel-Wirtschaft, wenn ein Ahnungsloser anderen Ahnungslosen den Social Media Etat überlässt. Das Wohlfühlen ist dabei paradoxerweise Bedingung, denn Aufträge bekommt man nur, wenn man niemanden auf die Füße tritt. Und so passt sich so manche sog. Kreativagentur den Unternehmensentscheider in PR-Abteilungen an: eine Pest!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses 'Wohlfühlen' steht für die Unternehmenskultur, für die Philosophie, die man Usern im Social Web als Gesprächspartner anbieten kann. Sie wird zu dem Stil, den man im Netz letztlich pflegt. Die Produktionskosten für Kommunikation haben sich so sehr gesenkt und ermöglichen kleinteiligere Kommunikation, die niemals (allein vom Abspracheaufwand), zentral kontrolliert werden kann. Ich prognostiziere somit, dass das Social Web einen Vorteil gerade für kleine Unternehmen hat, in denen das Unternehmen noch mit Familie und sozialem Umfeld verbunden ist. Hier ist ein autenthisches gemeinsames Denken zu erwarten und eine Öffnung nach außen z.B. im Social Web viel sinnvoller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konzerne sind keine Unternehmerpersönlichkeiten mehr. Was wollen sie uns von der Welt erzählen außer, dass es neue Produkte gibt, wie man sie benutzt und die jämmerliche Hoffnung auf Hype? Die Agenturen liefern kurze Coups und wissen doch, dass sich erst die Unternehmen einer Philosophie klar werden müssen, damit Social Media dauerhaft funktionieren könnte. Es braucht tatsächlich Philosophie-Manager. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Buch "99 Franc" (Deutsch "39,90") habe ich nur zu einem Drittel und auch noch auf Französisch gelesen. In dem Buch eines Austeigers aus der Werbebranche kotzt sich der Autor über soziale Abgründe seiner Arbeitswelt aus. Unsere Kommunikationsbranche ist in ihrer oben beschriebenen professionellen Unprofessionalität leider nur 33 Francs wert - und den veralteten Franc gibt es nicht mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe in Zukunft auf die Einsicht in den Stil unprofessionelle Professionalität der vielen alltäglichen, realen Netzwerknutzer und Subjekte da draußen. Die Tiefe ist eine Persönlichkeit und kein Produkt, liebe Produktverkäufer. Die Tiefe wäre die Gefahr einer eigenen rauen Geschichte. PR-Saubermänner und -Frauen können dies bisher noch nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; 5 nach 12&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; betrunken&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;flache Inspiration&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8593491342818904290?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8593491342818904290/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/02/99-francs-und-das-problem-der-tiefe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8593491342818904290'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8593491342818904290'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/02/99-francs-und-das-problem-der-tiefe.html' title='99 Francs und das Problem der Tiefe'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5608827793173472380</id><published>2011-01-29T00:06:00.001+01:00</published><updated>2011-01-31T00:19:51.086+01:00</updated><title type='text'>Jubiläum verpasst.</title><content type='html'>Habe gerade festgestellt, dass das letzte Posting exakt das Jubiläumsposting war: Ein Jahr Drunken News! Für umsonst! Und ohne Nebenwirkungen! Obwohl.. Es gibt nun Werbung: Eine Bestellung über Bringbutler bringt mir 50 Cent. Bisheriger Gewinn: 0 Euro. Es gibt nun auch Abos! Wer dieses Posting kommentiert, darf in Zukunft jeden Beitrag lesen! Versprochen! Happy New Year Du sinnloses Projekt ohne sinnleere Leser aber mit ein Paar Prozent Alkohol.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Bergfest? Vielleicht..&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; angetrunken und etwas sentimental-nostalgisch&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Jubi.. bitte einfach den Titel des Psoting aufmerksam lesen!&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5608827793173472380?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5608827793173472380/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/01/jubilaum-verpasst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5608827793173472380'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5608827793173472380'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/01/jubilaum-verpasst.html' title='Jubiläum verpasst.'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1259801356725376984</id><published>2011-01-23T15:10:00.002+01:00</published><updated>2011-01-23T15:31:08.641+01:00</updated><title type='text'>Das Normale und die kontrollierte Schizophrenie</title><content type='html'>Der/die/das hiesige Blog hat sich ja verpflichtet, die Zustände des Autors nicht auszublenden, sie auch nicht selbstmitleidig zu beklagen, sondern sie nutzen. Das was andere Krankheit, Irrsinn, Wahnsinn und gedanklichen Kontrollverlust nennen mögen, beweist sich immer wieder als schöpferischer Moment den -&amp;nbsp; im wahrsten Sinne - niemand wahr haben möchte. Wie steht es um das Spannungsmanagement in unserer Gesellschaft&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wie ich schon öfter in diesem Blog angemerkt habe, ist das Normale nicht normal. Hört sich trivial an, ist es aber nicht. Das Bild, das uns von einem normalen Leben vorschwebt, ist - neben der Tatsache, dass es nicht von uns kommt -&amp;nbsp; nur für einen ganz kleinen, aber sehr sichtbaren Teil unsere Gesellschaft der Fall und in Erfüllung. Man muss also davon ausgehen, dass die Differenz, die Viele zu diesem vermeintlichen Ideal aufweisen, zu Spannungen führt. Wo bleibt diese?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich selber kontrolliere meine über- und unterschüssige Energie in vielfältige Kanäle hinein. Die Anonymität des Inets ermöglicht mir zahlreiche Alter Egos, Orte des Schaffens, des Wütens, des Liebens, des Hassens, des Brechens und des Zusammenfügens. Ich glaube jedoch nicht, dass jemand, der nur Fazebuk als Kanal nutzt, wirklich dem oben genannten Normalitätsdruck und -Diskurs ausweichen kann. Sie werden auf sich zurückgeworfen und müssen den Frust schlucken, selber verarbeiten und falschen Freunden diesen sogar verschweigen, um in einer möglichen Zukunft nicht aus diesem Kreis ausgeschlossen zu werden, kein gebrandmarktes Kind zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Schmerz in dieser Welt und dieser wird von Normalität verursacht. Ich weigere mich hier etwas, den Neugierigen konkrete Formen zu nennen, da diese diese Aussage auf diese Beispiele reduzieren könnten. Interessant ist jedoch, dass die Normalitätserfüller - seien sie hübsch, etabliert, ordentlich oder reich - irgendwie mit der 'Unschuld' verbunden sind. Der Aspekt der Unschuld aus zwei Perspektiven: Zum einen im Sinne Reinheit, der Unverbrauchtheit, der Unbelastetheit, der Lebensstringenz zum Anderen aber - und das interressiert mich besonders - im Sinne des blinden Flecks. Sie können sich selbst nicht sehen. Sie können nicht verstehen, warum jemand ein Problem mit ihnen haben sollte. Sie sind sich keiner Schuld bewusst, nicht weil sie es nicht versuchen, sondern weil ihnen Dinge zugefallen sind, für die sie nichts können. Man kommt nicht auf die Idee, sich dafür zu entschuldigen, dass man gut aussieht. Man kommt nicht auf die Idee, sich für sein ideales Freundes-, Liebes-, Arbeits-, Wohlstandsleben zu entschuldigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es fehlt dem Normalen also an emotionaler Reife und Empathievermögen. Gleichzeitig sind alle sog. sozialen Netzwerke jedoch darauf ausgerichtet, dem Normalen nah zu sein, nur einen Kanal zu besitzen, eine Person zu sein, ein Bild zu sein, das sich den kursierenden normalisierten Bildern beiordnet, zwangsweise mit diesen verglichen wird. Selbst die Momente, die früher ein anderes, ein privates Leben in einem privaten Raum ermöglichten, werden inzwischen in diesen Kontext gebracht, weil man nun realtime seine Normalität beweisen muss. Raum und Zeit bilden einen Selbstöffentlichkeitsrythmus, der Alter Egos erschwert und nur scheinbar qualitativ unterschiedlich Kanäle hat, in die man Spannungen leiten könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich persönlich besitze 8 aktive Blogs, 2 Facebook-Profile und 2 Twitterprofile, um meine Energien zu kanalisieren. Quasi eine kontrollierte, anonyme Schizophrenie. Außerdem habe ich&amp;nbsp; 5 aktive Emailadressen mit unterschiedlichen Namen und Anonymitätsgraden. Ich halte dies für die einzige Lösung und weiß doch, dass dies nicht jeder organisieren kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;Heute (vor Morgen) &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;  &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;strunzbetrunken gestern und übelst verkatert. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Trotzig gegen meinen langsamen Kopf ankämpfend&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1259801356725376984?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1259801356725376984/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/01/das-normale-und-die-kontrollierte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1259801356725376984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1259801356725376984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/01/das-normale-und-die-kontrollierte.html' title='Das Normale und die kontrollierte Schizophrenie'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2141952321900276289</id><published>2011-01-06T23:05:00.002+01:00</published><updated>2011-01-10T23:46:09.507+01:00</updated><title type='text'>ChristenBefolgung</title><content type='html'>Was war da eigentlich neulich mit diesem TV-Feature zur Christencverfolgung los? Zumindest das ZDF präsentierte Weltkarten, die all die Länder mit Christenverfolgung aufzeigten. Quelle dieser Materialien waren durchweg christliche Organisationen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Neben der traurigen Tatsache, dass Menschen wegen ihres spirituellen Eigenwillens verfolgt werden, muss man erstmal lachen: Seit wann rühmen sich denn Christen als Freidenker? Der Papst benennt immer noch die Ungläubigen, glaubt daran, er könne die Historie des Christentums von Anfang bis Ende als suabere Linie von dem Rethorikfeind Jesus zu unserer medial inszenierten Religion mit ihren rethorischen Manövern und Verkündigung der Wahrheit Gottes zeichnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Christenverfolgung ein Thema wird, ist 'symptomatisch' - wie wir Gesellschaftswissenschaftler sagen. Es ist das Symptom eines gesellschaftlichen Bedürfnisses. Ebenso wie Sarrazin das Symptom eines gesellschaftlichen Bedürfnisses war. Es muss sich also jeder selbst befragen, warum er auf andere zeigen möchte. Ist dies wirklich der Wunsch nach weltweiter Ritus-Gerechtigkeit? Dass ich nicht lache..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland wird besonders von den C-Parteien immer wieder die ganze muslimische Welt in Sippen-, Rassen und Glaubens-Haft genommen: Solange ein Christ im Jemen nicht ein freier Christenmensch wohlmöglich mit Staatssekretär-Posten oder eine unbedrohte Reiseunternehmerin in die Stammesgebiete ist, solange hat in Bayern und im verblödeten jüdisch-christlichen Traditions-Reich Deutschland kein Muslim oder jemand, der so aussieht, einen Anspruch anzumelden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;By the way: Seit wann sind die französische Revolution, Kant und Andere Förderer der Freiheit und die intellektuelle Wucht, die sie langfristig provoziert haben eine jüdisch-christliche Tradition? Nur weil sich das Geistesleben jeweils von den idiotischen Dogmen-Philosophien der Religionen emanzipieren musste?! Dann wäre auch Hitler eine Tradition der Demokratie. Dumme Gottesgesetzbefolger waren in den seltensten Fällen der Antrieb für die humanistische Entwicklung Europas - auch wenn es solche Fälle und Unfälle vereinzelt gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ZDF war durchaus immer - schon seit seiner Gründung durch Adenauer - als Wohlfühlfernsehen gedacht. Hier ist zumindest keine Entwicklung zu beobachten. Christenverfolgung in anderen Ländern ist ein Pseudobericht. Denn Christen sind keine besseren Menschen oder Freidenker, sondern würden, wenn sie die Macht hätten, genau so mobben. Warum bekommt Sarrazin eigentlich keine Sendung im ZDF oder beim BR? Christen, die von Freiheit reden, irritieren mich zumindest..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;kurz vor Tacho-Ende&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;  angetrunken&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Die armen Christen..&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2141952321900276289?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2141952321900276289/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/01/christenbefolgung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2141952321900276289'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2141952321900276289'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/01/christenbefolgung.html' title='ChristenBefolgung'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4407840789989030496</id><published>2011-01-01T19:35:00.003+01:00</published><updated>2011-03-16T20:05:07.980+01:00</updated><title type='text'>Mehr oder Weniger</title><content type='html'>Neujahr. Der institutionalisierte Abschied. Alle sprechen davon, das etwas raus muss, etwas weggefeiert werden muss, die bösen Geister verjagt werden müssen. Ein Moment, in dem man paradoxerweise mehr von allem Exzess dieser Welt haben möchte, um daraufhin ein Weniger an Lastern und bad habbits anzustreben. Diskontinuität ist hierbei durchaus nicht in allen Bereichen zu erwarten: Ein kleines Dorf wehrt sich gegen die Neujahrs-Enthaltungsversprechen: Soziale Netzwerke.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Habt Ihr gestern Nacht jemanden getroffen, der sich vorgenommen hat, fünf Bekannte aus seinem virtuellen Freundeskreis zu löschen? Wurde irgendwo Twitter-Enthaltsamkeit propagiert? Hat sich jemand vorgenommen, seine Internetsucht behandeln zu lassen? Wurden iPhone-Flatrate-Verträge gekündigt? Hatte jemand vor, das Google-Universum zu verlassen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lebensplanung und Gesundheits-Themen prägen die meisten Selbstversprechen. Ein Außerhalb von sozialen Netzwerken, - wie es von einigen Journalisten mit ihren Enthaltsamkeits-Experimenten im letzten Jahr als Absurdum vorgeführt wurde - scheint kein Trend in meinem Freundeskreis zu sein. Soziale Medien scheinen eine rein additive Eigenschaft zu haben: Jeder Dienst, Jeder Freund, Jede Funnktion kommt hinzu und keiner geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist natürlich Quatsch, da durchaus Dienste wieder verschwinden; dies jedoch nicht unbedingt, weil die User ihre Accounts löschen, sondern weil die Nutzung zurück geht. Die Performanz ist also eines der wichtigsten Lebenszeichen für Dienste, nicht die Menge der User. Diese verlassen nie aktiv den "Kundenstamm". Was war Euer letzter Dienst, dessen Account Ihr wirklich gelöscht habt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soziale Medien, die auf User-Generated-Content setzen, kennen keinen Verlust. Soziale Medien kennen nur soziale Relevanz, die abnehmen kann. Das Web 2.0 penetriert uns nicht und veranlasst uns nicht, unsere "Mitgliedschaft zu kündigen". Es wartet auf mehr Input und wird in den absoluten Beitragszahlen nur wachsen. Werden wir uns zu nächsten Sylvesterabenden in unserem Leben irgandwann einmal vornehmen, etwas zu schrumpfen? Gibt es durch das allumfassende internetgestütze Angebot und unsere freie "Programmwahl" überhaupt mediale Inhalte in unserem Leben, von denen wir weniger wollen? Und was ist mehr und was ist weniger? Zeit? Zahlen? Intellektueller Aufwand? Lebensdurchdringung? Inspiration aus irrelevanten Richtungen? Soziales Involvement? Ask yourself...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; schon wieder der nächste Abend&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; ein besonnener Kater&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Habe mich gefragt, welche&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;Mediennutzung meine erste 2011 wird&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4407840789989030496?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4407840789989030496/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/01/mehr-oder-weniger.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4407840789989030496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4407840789989030496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2011/01/mehr-oder-weniger.html' title='Mehr oder Weniger'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-6434445760353720999</id><published>2010-12-23T01:47:00.002+01:00</published><updated>2011-02-08T23:28:14.803+01:00</updated><title type='text'>Gated Communities auf zwei Beinen</title><content type='html'>Will nun meine trunkenen Reflektionen zur 'Unabhängigkeit' fortsetzen. Die Stadt und das Weihnachtsshoppen gaben mir durchaus Anknüpfungspunkte und Anlässe, die Arroganz als überschätzte Haltung einer Selbstständigkeit springt einem an vielen Orten entgegen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn man wie ich in einer Stadt mit sehr viel Geld und vielen Modeversorgern mit Laufkundschaft lebt, kommt man an den Menschen nicht vorbei, die glauben nichts nötig zu haben. Männlicher Machismo ist hierbei genauso ekelig wie weibliche Blasiertheit - um das mal klarzustellen. Wenn man durch die Straßen läuft, sieht man sie stolzieren, Laufstege imaginieren, Werbeplakate imitieren. Einkaufende Menschen, die an ihre Bedürfnislosigkeit glauben, und gleichzeitig professionell Luxusobjekte wiederbeschaffen: Ein Paradox.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass sich junge Menschen schützen müssen, einer Fassade bedürfen, um Demütigungen und Anzüglichkeiten begegnen oder am Besten ausweichen zu können, ist ja klar. Manche - Entschuldigung: viele! - überwinden diese pubertäre Phase aber nie. Besonders der evidente Glaube vieler Passanten, keiner ihrer Mitmenschen könne ihnen etwas Brauchbares bieten, jede Frage auf ihre Antworten würde schon in dem dezidierten Bekanntenkreis gestellt, den man pflegt, ihr Milieu sei qua Schwarmintelligenz bereits die perfekte Selektion für alles Relevante im Leben. Die Unantastbarkeit wird hier zur Intelligenz verklärt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Frauen ist ihr Aussehen Pfand für Unantastbarkeit und vermeintliche Unabhängigkeit; für Männer mit ihren Normalo-Karrieren und Papa-Mobilen inzwischen ebenfalls. Die Stadt, die Einkaufsstraße trainiert das Herablassen, das Menschen ignorieren, die Zielstrebigkeit der gated communities auf zwei Beinen. Für viele wirkt das fälschlich als "unabhängig": Ein Mensch, der keine anderen Menschen mehr braucht. Das Denken in den Chefetagen der monetären Hierarchien ist in seinen narzistischen Tendenzen ein Tragödie für die Charakterbildung. Männer kaufen sich Frauen wie Luxusobjekte, Frauen kaufen sich Männer für ihr Entertainment und entkommen dabei dem Arierdiskurs nicht. Ein Selbst, auf ästhetischer Distinktion gegründet, muss an Überlegenheit glauben, die letztlich bei hübschen Frauenkörpern und Gelddynastien in eine Abstammungsbegründung enden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin reicher, mächtiger nicht weil ich das Denken gelernt habe, sondern weil ich einfach vom Material her besser bin. Die Unabhängigkeit - wie sie in diesen Kreisen gern gesehen wird: als finanziell - wird hier zu einem genetischen Determinismus. Diese Menschen kommunizieren mit ihrer Umwelt nicht, da sie an die Logik ihrer Überlegenheit glauben müssen. Man erwartet von dem Pöbel nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass auch Eliten durch diesen Intelligenz-Inzest verblöden und Weltkriege herbeijubeln, haben wir im letzten Jahrhundert schon bewiesen bekommen. Diese herablassende Arroganz auf der Straße, diese pubertären Schwächen "gestandener" Frauen und Männer machen mir Angst. Werden sie letztlich wie in anderen Ländern zu härteren Maßnahmen greifen, um das öffentliche Wissen zu unterdrücken, dass sie verblödete Snobs ohne Wert für diese Gesellschaft sind? Wieviel Aufwand werden sie betreiben, um Widersprüchliches und das Wissen um nicht-genetische, allgemeine Intelligenz zu unterdrücken? Walter Scheuerl hat mit seiner PR-Bewegung gegen 6 Jahre gemeinsames Lernen und seine unzähligen Unterstützer aus dem Hamburger Bürgertum bereits eine erste Antwort darauf gegeben: Sie geben Alles! Und viel Geld! Jeder, der nicht hübsch genug zur Einheirat oder abstammungsgenug zur Elitenzugehörigkeit ist, hat dumm und doof zu bleiben, damit das Weltbild weiter steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr unreif. Gar lächerlich, Ihr Schisser! Ohne Eure alltägliche Arroganz und Blasiertheit würdet Ihr sterben, denn ihr seid durch Eure intellektuelle Inzucht etwas zu langsam im Kopf geworden. Ich persönlich nehme es auf jeden Fall auch betrunken mit Eurer Unphilosophie auf. Nüchtern hinterließe ich Leichen und Frauen, die Eure Söhne verlassen, ohne dafür Geld zu bekommen. Also: Baut Mauern! ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Unabhängigkeit gehört irgendwie auch die Fähigkeit, ohne Milieu zu überleben. Außerdem muss man nicht auf Menschen herabschauen, um etwas zu sein. Für viele Vermögende ist jedoch genau dies ihre einzige Selbstlegitimierung. Traurig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Irgendwas vor Weihnachten&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; stetiger Bierfluss seit einigen Stunden&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Plumpe Unantastbarkeit setzt sich als Style für den erwachsene Menschen durch.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-6434445760353720999?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/6434445760353720999/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/12/gated-communities-auf-zwei-beinen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6434445760353720999'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6434445760353720999'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/12/gated-communities-auf-zwei-beinen.html' title='Gated Communities auf zwei Beinen'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4242220342432223570</id><published>2010-12-19T02:33:00.004+01:00</published><updated>2010-12-20T14:56:27.276+01:00</updated><title type='text'>Klickoptimierte Freizeit</title><content type='html'>Musste gerade mal die Tastatur aus der Hand nehmen, um etwas Abstand zu gewinnen und schreibe old school auf Papier. Als Bildschirm-Manager unterscheidet sich in unserer Zeit der optimierte Work-Flow nicht vom Freizeit-Flow: man managt den Screen mit Arbeitsroutinen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Finde es wirklich erstaunlich, wie viele schnelle Informationen der Mensch mit den richtigen Hilfsmitteln für sich steuern kann. Solange man die Dinge als Werkzeug benutzt und die Werkzeuge nicht dich benutzen, ist alles in Ordnung. Dass die Zeit in der ich mich von der Arbeit erholen sollte, von Bewegungen und Settings dominiert wird, die ich den ganzen Tag auf der Arbeit bereits genießen durfte: irgendwie komisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will hier gar nicht auf die alte Unterscheidung zwischen privatem und öffentlichem Raum hinaus. Mir geht es eher um das Volumen von Plattform-Daten, Social News Streams und Accounts, die einen schlichtweg zwingen, in der Freizeit zu "arbeiten".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Arbeitsalltag hat sich gefühlt um zwei Stunden verlängert - nähme man "Klickarbeit" als Maßstab. Er zwingt dich zu Optimierung. Die Schizophrenie von Mehrfach-Emailadressen, Fake-Profilen und Accounts ohne Klarnamen wird ausgemerzt, denn alles legt dir nahe, zur Optimierung Dinge von dir preiszugeben, jeder Service will Dein wahres Ich kennen. Die Konsolidierung Deines Ichs als Zeitersparniss ist ein interessanter, seichter Druck in Richtung des bürgerlichen Ernstes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bin überhaupt überrascht, wie viele Menschen bei Browser-Games, öffentlichen Tipprunden und auch bei Downloads Klar-Namen und Hauptemailadressen angeben (und sich später dann über Spam und anderes beschweren). Anonymität ist immer eine Qualität der Stadt gewesen. Sobald wir das aufgeben, leben wir sozial im Dorf. Es lebe das Alter Ego, es lebe das Pseudonym, es lebe der Nickname im Netz! Auch wenn das ein bisschen Arbeit bedeutet..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zeit:&lt;/b&gt; tief nachts&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zustand:&lt;/b&gt; das letzte Bier stehengelassen&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Anlass:&lt;/b&gt; Soziales Abarbeiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4242220342432223570?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4242220342432223570/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/12/klickoptimierte-freizeit.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4242220342432223570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4242220342432223570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/12/klickoptimierte-freizeit.html' title='Klickoptimierte Freizeit'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1655183226496254755</id><published>2010-11-30T23:43:00.006+01:00</published><updated>2011-02-08T23:48:59.855+01:00</updated><title type='text'>Der Charakter von Medien-Bitches</title><content type='html'>Jeder kennt den Moment im Leben, in dem man merkt, dass die Sau durchs Nachbardorf und nicht durchs eigene getrieben wird. Meist ist dieses Nachbardorf ein Jugendcamp mit Werbebannern und Medien einer sehr jungen, beeinflussbaren Zielgruppe. Beispielsweise haben die deutschen Musiksender schon so einige Säue hervorgebracht. &lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Denken wir an Gülcan, Eni van de Künstlername, den neuen Schönling von Viva ohne Namen oder dieses sich selbstbestätigende Duo Claaß und Lulatsch: Pädophile Popstars, denen der künstliche Applaus von orientierungslosen Pubertierenden irgendwie zu Kopf gestiegen ist. Es ist echt immer wieder interessant, dass sich diese Menschen irgendwann tatsächlich ernst nehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welchen Humor kennen diese Personen? Sie wissen um das Lächeln, Sie wissen um die Gehässigkeit, sie wissen um die Charts als Mittel ihres Ich-Hypes. Doch welche Aufregung und Unterhaltung produzieren diese Normalos, die Christian Ulmen, Nora Tschirner, Schlingensief, Raab und Charlotte R. verdrängt haben? Ihre Freakness ist allein die Selbstherrlichkeit, das Selbstlob, die Huldigung des eigenen Selbstzwecks in der zufälligen Rolle eines Moderators. Sie sind das, was viele Teenies suchen: Das simulierte Bewusstsin der eigenen Wichtigkeit - basiere dieses nun auf einem Job in den Medien, auf einer gespielten Besonderheit der Persönlichkeit oder der Lässigkeit, die eigene Nichtszusagenheit lange genug über das Mundöffnen ergänzt durch einbrechende Programmereignisse zu vertuschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten dieser Säue sind Erscheinungen der Verlegenheit, die als Projektionsfläche für junge Menschen funktioniert. Das Wohlfühlkonzpt der Jugendsender ist ein Nest aus "Ich-weiß-auch-nicht-warum-mich-gerade-alle-angucken"-Gehabe, das sie mit Kameras begleiten und mit klatschendem Studiopublikum beleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das nun aber diese Kameranuckler wie Claaß-Mensch und sein Vogel versuchen in Gosejohann-Manier (der immerhin das Rocken früh in seinem Leben geübt hat) Streetcomedy zu machen, hat mit der normalen Selbstüberschätzung nichts mehr zu tun. Diese Menschen, die es gewohnt sind, dass ihr pures Auftreten von ihrem üblichen U14-Publikum schon als irgendwie cool und lustig wahrgenommen wird, haben keinen Straßenhumor. Dass beide als Duo unterwegs sind, ist hier schon bezeichnend: Wenn sie sich nicht gegenseitig bestätigen würden, müssten sie vielleicht schon am Set einsehen, dass niemand über sie lacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gosejohann versucht zu provozieren und Tabus in der Öffentlichkeit anzugehen und macht sich dabei auch ohne Umschweife über sich selbst lustig. Auch Elton, der eigentlich nicht lustig ist, macht sich über sich selbst lustig. Die neuen Säue des Jugenfernsehens sind jedoch seit ihrer Existenz - wie oben beschrieben - damit beschäftigt irgendwie selbstbelustigt daherzukommen und nicht mehr fähig, sich selbst oder andere zu riskieren. Wenn sie mir in der Stadt begegnen würden: ich würde Zeit damit verschwenden, irgendeine Identität, eine Authentizität in ihren Augen zu erkennen und würde ihnen mitleidig mit auf den Weg geben, dass es jeder schaffen kann: Auch sie! Doch die Biographien dieser Menschen kennen kein Scheitern. Wahrscheinlich sind sie sogar stolz auf sich selbst und glauben, etwas Wirkliches zu sein.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; während der ProSieben-Show&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;  unglaublich gelangweilt von den Säuen im Nachbardorf und angetrunken.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Claaß und der andere mit dem Mikrophon&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;und dem Möchtergern Alternative-Style&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1655183226496254755?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1655183226496254755/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/der-charakter-von-medien-bitches.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1655183226496254755'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1655183226496254755'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/der-charakter-von-medien-bitches.html' title='Der Charakter von Medien-Bitches'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2022661631067587034</id><published>2010-11-25T01:37:00.000+01:00</published><updated>2010-11-25T01:37:56.609+01:00</updated><title type='text'>Die individuelle Ideologie</title><content type='html'>Was wäre, wenn die Idee, über sich hinaus zu denken, nicht logisch wäre? Was wäre, wenn das Politische selbst eine Ideologie ist und seine Verbreitung zugespitzt gesagt eine Gehirnwäsche braucht? Manche munkeln ja von einer postideologischen Epoche, weil die bekannten Orientierungsmuster dahin sind. Gilt diese Tendenz dann auch dem Sozialen als Ideologie, der Solidarität als Ideologie und dem Politischen, das den Egoismus übersteigt?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist auch hier der Begriff 'Ideologie' - wahrscheinlich als misverstandenes Reimport dieses alten deutschen Begriffs der Aufklärung - zunächst von seiner negativen Konnotation zu befreien: Eine Ideologie ist keine Verirrung, keine Irrationalität, kein blindes Folgen eines sektenartigen Kults mit kruden Annahmen. Die Ideologie ist eine ideale Idee von dieser Welt und die daraus abgeleitete Logik für das Denken und Handeln. In seiner früheren aufklärerischen Bedeutung war die Ideologie ein progressives Denken, keine Basis für festgefahrene Schuldzuweisungen oder etwas Konservatives. Dass der Begriff heute im allgemeinen Sprachgebrauch für etwas Starres, Absolutes, Rückwärtsgewandtes steht, verdanken wir den Diffamierungen der 60er Jahre: ein abfälliger Kampfbegriff aller Fronten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ideologie ist also an sich etwas Politisches, da sie auf der Überzeugung von einer Idee gründet, die über das Selbst hinaus geht, da sie die ganze Welt als Normatives enthält. Ist aber umgekehrt das Politische auch immer eine Ideologie? Hier gehen die Meinungen auseinander.. Ist die harte Realität dieser Welt nicht eine Struktur, der bereits eine Logik ein Politik innewohnt, würden die einen fragen. Sind unsere vermeintlich politischen Handlungen überhaupt noch etwas außerhalb des bestehenden Diskurses, der die Möglichkeiten unseres Handeln doch bereits vorab definiert und limitiert? Andere würden vielleicht die 'Pragmatik' als Beispiel anbringen, dass politisches Handeln auch unideologisch sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube nicht, dass das Politische logisch ist: Wer es sich leisten kann, wird in Zukunft auf progressive Ideologien verzichten - Marx wusste übrigens immer schon, dass es den Menschen erst gemeinsam richtig dreckig gehen muss, damit sie diese Welt irgendwie grundlegend verändern. Muss das Politische also in die Luxuskinderhirne und Snob-Nachahmer indoktriniert werden? Und wer sollte dies tun? Ich glaube nicht, dass sich soetwas institutionalisieren lässt. Da muss wohl jeder einzelne seinen Teil zu beitragen. Auch unsere Jugend sucht nach Sinn und Ideen für diese Welt. Zeigen wir ihnen, dass ihnen niemand das Denken abnimmt und jeder seine eigene Ideologie entwickeln muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; pre-ideologisch&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; trunkenes Sendungsbewusstsein&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Rettung des Ideologiebegriffs.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2022661631067587034?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2022661631067587034/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/die-individuelle-ideologie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2022661631067587034'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2022661631067587034'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/die-individuelle-ideologie.html' title='Die individuelle Ideologie'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1276539524613368142</id><published>2010-11-23T00:12:00.001+01:00</published><updated>2010-11-24T23:27:54.893+01:00</updated><title type='text'>Ist der Papst ein Philosoph?</title><content type='html'>Intellektuelle Häppchen zu verkaufen, ist wirklich ein hartes Geschäft - außer man ist Papst und akzeptiert finally die Existenz von Gummistrümpfen in dieser Welt. Ist unser kleiner Petrusini tatsächlich der enizige Philosoph auf Erden - so wie es die Katholiken glauben? Wo ist der Unterschied zwischen Führer und Hirte?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es gibt keinen: Fanatiker, denen ein mediales Forum geboten wird, um ihren Glauben an ein absolutes Wahr und Falsch zu verbreiten.. wo liegt da der Unterscheid? Beide sind antimodern. Beide pflegen eine Ideologie, die auf Kosten anderer, auf Exklusion gegründet ist und eine geordnete Welt vorgaukelt, wenn man den Führern nur folgt. Die Legitimation der Hirten und Führer ist pseudodemokratisch und letztlich ein monarchistisches Top-Down-Konzept der Herrschaft und ihr vornehmliches Ziel ist immer Macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich braucht man Macht zur Gestaltung dieser Welt. Der Führer an sich braucht jedoch auch Hörige und ist damit anti-intellektuell und anti-aufklärerisch. Sein Menschenbild ist effektiv hierarchisch im Sinne der Ideologie. Wer nicht folgt, wer nicht aufschaut, ist dumm und zurückgeblieben. Wie kann es sein, dass so etwas geschichtlich überholtes wie Nationalismus, Rassenideologie, Religionsfaschismus und unreflektierte Ideologiehörigkeit als modern dargestellt werden kann, als zukunftsweisend in naiven Köpfen etabliert wird? Wer hat dem Menschen das freie Denken vermiest? Woher kommt der Wunsch nach Mittelalter?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Idee kommt aus dem Nichts. Wir sind in Europa intellektuell nur weiter gekommen, weil wir einst in der Scholastik die Griechen und Römer mit ihrem Denken, ihrem Wissensdrang, ihren Schriften wieder ernst genommen haben. Die Text-Exegese wich dann irgendwann dem eigenen Experiment, dem erfahrbaren Wissen (ich sage bewusst nicht Empirie, da der Begriff totgezählt ist), um dann in technokratischen Phantasien einer steuerbaren Welt zu münden, auf denen auch unsere heutigen Demokratien noch aufbauen. Aufklärung und später Romantik und Menschenrechte etablierten dann den Menschen als Maßstab für diese Welt und besonders die Aufklärung kannte noch einen schönen Begriff der 'Ideologie' als etwas progressives, als einer Ideenlogik folgend, die auf die Zukunft und Überwindung düsteren Nichtdenkens der Menschen gerichtet war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was dieser historische Abriss sagen soll: Besseres Denken bedeutet Arbeit. Das Führer- und Hirtenprinzip ist eine Ideologie, in der das Denken keine Arbeit mehr bedeutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube zwar, dass der Papst im Grunde seines menschlichen Herzens etwas Gutes für diese Welt will. Er glaubt jedoch weiterhin, dass die Macht der Kirche der Schlüssel hierfür ist, und dass seine ideologische Hybris alle Philosophie und jedes selbstständige Denken ersetzen sollte, muss und wird. Wer unterhält sich mit einer solchen Person? Wer maßt sich an so etwas "Dialog" zu nennen? Wer folgt einem Arschloch? Die denkfaulen Menschen dieser Welt..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS.: Dass Peter Seewald sein Interview mit Arschloch/ Papst auch noch den Titel "Licht der Welt" gibt, ist natürlich eine Frechheit: Das Licht in dieser Welt ist natürlich wieterhin die Aufklärung (englisch: enlightment, französisch: lumières)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach der Weltordnung&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Kneipenrauch und Thekenbier im Schädel&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Der Papst hält sich für einen Intellektuellen und wir hören auch noch zu&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1276539524613368142?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1276539524613368142/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/ist-der-papst-ein-philosoph.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1276539524613368142'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1276539524613368142'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/ist-der-papst-ein-philosoph.html' title='Ist der Papst ein Philosoph?'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1849683772898310003</id><published>2010-11-16T00:50:00.003+01:00</published><updated>2011-07-09T23:29:36.046+02:00</updated><title type='text'>Feed me, Feed back, feed forth</title><content type='html'>Ich glaube, unsere Netzwerkgesellschaft hat ein Problem: Die lange Leitung. Habe mich ja schon ein Paar mal über das Verbreitungs-Prinzip geäußert und geärgert, dass besonders kluge Menschen nicht darauf kommen. Sie glauben sich immer noch als Endpunkt der Kommunikation. Sind nur noch Pöbel und Marketiere Avantgarde?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Konsum und Senden werden in der Netzwerkgesellschaft gleichwertig. Dies können viele noch nicht ganz fassen; aber die Tatsache, dass wir Menschen kein Kopfendbahnhof sondern ein Relais sein werden, das bei Nichtdurchleitung keine gesellschaftliche Bedeutung besitzt, passt dem Ernsten oder der Ernsten nicht. Auch ich habe tief in mir ein Widerstreben gegen den Hype und sehe die opportunistischen Menschen leibhaftig vor mir, die ihre Bedeutung nur durch diesen Hype generieren und nichts anderes kennen als durch Trendteilnahme gewonnenen Geschlechtsverleih. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Widerstehen hat natürlich mit Avantgarde leider nichts zu tun. Das Nutzen der neuen Medien durch unsere Eliten (Intelligenzia wäre übertrieben..) ist meistens von dem Versuch geprägt, sich selbst als Knoten als Beharrendes zu übertragen. Das Kritische hat durch seinen Ernst seine Beweglichkeit verloren und schafft eklige Un-Experimente von Menschen, die sich selbst als Teil einer bürgerlichen oder akademischen Öffentlichkeit sehen; auch die Marketeers (Man schaue sich nur die gefühlte Überzahl der beruflich motivierten Twitternutzer an) gehören irgendwie zu dieser ernsten Gruppe auch wenn sie nichts Kritisches außer Zahlen an sich haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Neugier am Senden, an Botschaft-/Werbungs-Verbreitungs-Kanälen dominiert das Denken und den Gebrauch der neuen sozialen Netzwerkmedien. Das Konsumieren und Aufnehmen, sich tatsächlich unprofessionell und privat inspirieren zu lassen, sich den Drogen der Netzwerke hinzugeben, ist Ausnahme; und wenn es doch so kommt, bleibt es privat, wird es gerade nicht weitergeleitet, ist der Elitar oder die Elitärin zu eitel, seine Un-fertig-keit, seine Inspiriernötigkeit einzugestehen - und leugnet damit das wesentliche Prinzip der Netzwerkgesellschaft: Durchlauf durch Individuen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da muss man sich nicht wundern, dass es in neuen Medien keine neue Hochkultur gibt: Es fördert niemand, es verbreitet niemand. Um es auf eine avantgardebetreffende These zu bringen: Das Experiment wird vor seiner Popularität bereits wie ein dreckiger, provozierender Trend behandelt und mistrauisch bis ablehnend beäugt. Doch diese Bremse, diese Nicht-Kommunikation kommt Bedeutungslosigkeit gleich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es erinnert mich irgendwie an kleine, der Kultur verpflichtete Kreise in mittleren Städten, die sich Theater mit Csfé zwar regelmäßig in ihrer Stadt wünschen, aber nur, um sie Nachbarn nicht weiterzuempfehlen, um die kritische Distanz zu wahren und sich zu produzieren. Der Avangardist würde sich wohl der Bühne bemächtigen, bis sie wieder etwas Wertvolles abwirft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also liebe Beiwohner des Experiments: Feed back, Feed forth oder macht es selber! Beschwert Euch nicht mehr über diese Welt oder ihr seid weiterhin das, was ihr gerne kritisiert: uninspirierte Prols mit Kanonbildung und ohne brauchbare Performanz. So, ask yourself: Have you changed the world today or did you at least help an inspiration to get spreaded and known?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach 12&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; immer noch vom Freitag erschöpft.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Verbreitung ist Scheren-Sache im Kopf.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1849683772898310003?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1849683772898310003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/feed-me-feed-back-feed-forth.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1849683772898310003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1849683772898310003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/feed-me-feed-back-feed-forth.html' title='Feed me, Feed back, feed forth'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2567660517010169891</id><published>2010-11-13T08:02:00.003+01:00</published><updated>2010-12-05T12:15:13.317+01:00</updated><title type='text'>Die Tugend der Schwäche und ihr emanzipatorisches Potenzial</title><content type='html'>Die Schwäche kotzt mich langsam an. Nicht die Tatsache, dass Menschen Schwächen haben, sondern die Lobbyisten der Schwäche, die versuchen, uns allen klarzumachen, es sei toll, nichts zu denken, sich leichten Wegen hinzugeben, sich in den Schoß von Ideologien fallen zu lassen. Sie überhöhen das Schwachsein als Sinn, als Menschsein, als Reife. Was soll das eigentlich?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Um eins klarzustellen: Menschlichkeit hat etwas mit Unzulänglichkeit, mit dem Verstehen von Wegen des Werdens, mit Demut vor den eigenen Grenzen und Problemen anderer zu tun. Niemand ist ohne Grund der, der er ist – wer hier heraus fällt, den können wir nicht mehr erkennen, der ist irgendwie etwas anderes. Doch wenn der Mensch eine Geschichte ist, wie können wir ihn, wie kann er sich selbst bewerten, wenn er sich als Treibgut sieht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man Schwankungen erlebt, oder sich Schwankungen extra hingibt, so wie ich hier, ist dies eine schöne Sache. Wenn man den Moment, indem man sich nicht mehr als Handelnder sehen möchte, normalisiert, gibt man die Verantwortung ab. Wer hat ein Interesse daran? Ich als Privatperson auf jeden Fall. Es ist eine Ausweichbewegung gegen den Ernst. Der Kontrollverlust ist die größte Prüfung der eigenen Gelassenheit, Belastbarkeit, Unabhängigkeit von dem Urteil des Außen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nicht, um mich in den Schoß der Kirche, den verschiedenen Ideologien des Neoliberalismus oder denjenigen zu legen, die wollen, dass sie für uns Denken dürfen. Wer die Schwäche als Normalfall definiert, vordergründig tolerant gegenüber den Naiven gibt, ist mir suspekt. Er will die Menschen nicht ernst nehmen, sondern vereinnahmen. Er ist der Gönner im Beichtstuhl, der aus der Erniedrigung die Autorität seines Absoluten schöpft. Widerlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schwäche ist nichts Offenes oder Allgemeines, sondern etwas Eigenes. Etwas, das zumindest gegen etwas gerichtet ist oder irgendwo hin will. Ist das nicht der Fall, will man den Rattenfänger. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Morgens doch der letzte Abend ist noch unbeendet&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Betrunken&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Schwach sein wird zur political correctness promoted&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2567660517010169891?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2567660517010169891/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/die-tugend-der-schwache-und-ihr.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2567660517010169891'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2567660517010169891'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/die-tugend-der-schwache-und-ihr.html' title='Die Tugend der Schwäche und ihr emanzipatorisches Potenzial'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-3608962429883431901</id><published>2010-11-09T23:18:00.004+01:00</published><updated>2010-11-16T10:16:12.396+01:00</updated><title type='text'>Kann es nach Schwarzer noch eigene Emanzipation geben?</title><content type='html'>Das passt ja wie die Faust aufs Auge: Da beschäftige ich mich mit 'Unabhängigkeit' und Alice Schwarzer und Ministerin Krisitna Schröder liefern sich ein Möchtegern-Intellektuellen Duell über die Dominanz im Feminismus-Diskurs. Der Diskurs, der sich immer mit der Emanzipation beschäftigte und diesem Begriff leider auch für seine Zwecke entbrauchte.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dass sich ein Mann angetrunken dem Feminismus widmet, erscheint erstmal als schlechte Idee. Lustig muss man sich über die Damen ja nicht mehr machen. Der Schadenfreude können andere erliegen. Finde die Auseinandersetzung der beiden Damen sehr beispielhaft, da sich hier zwei Haltungen artikluieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die eine gewillt, irgendwie mit dieser harten Welt klarzukommen, die Frauen schizophrene Mehrfachrollen und auch noch die intellektuelle Aufgabe aufgebürdet hat, ihre biologische Determination und ihr Geschlecht von ihrer Identität als Frau bzw. Mensch zu trennen. Dies alles indem sie trotzdem selbstbewusst und souverän im Leben stehen und Karriere machen, chauvinistischen Männern die Stirn bietend, vielleicht sogar Kinder kriegend. Ich bin kein Schröder-Fan, aber das muss man ihr und vielen anderen Frauen als Leistung lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die andere ein Mensch, der sich sein Leben lang intellektuelle Strenge geleistet hat, leisten konnte und einen Kampf (einen harten) gegen selbstgerrechte, selbstherrliche Männer in Machtpositionen führen musste. Für Sie ist der Feminismus der neue Revolutions-Marxismus (die Art von Marxismus, die sich das Proletariat als Subjekt der Geschichte so hineininterpretierte und bald herbeisehnte), der auf die endgültige Lösung der Komplexität aus ist und nur in der Auslöschung von Macht enden kann - oder soll oder muss. Die Endlösung für die strukturelle Ungleichheit von Menschen mit unterschiedlichen Rollen in einer als systematische Zynik und Gehässigkeit angenommenen Situation. Die Verunsicherung des Alten und Sicherung einer eigenen Handlungsposition für ein politisches Ansinnen einer unterdrückten Gruppe ist die Leistung von Frau Schwarzer (Ich glaube, sie nennt sich selber Frau). Sie hat eine Stimme produziert und mit theoretischer Strenge erhoben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst gilt es mal festzustellen, dass die individuelle Wirklichkeit definitiv pragmatisch ist. Es gilt außerdem festzustellen, dass Feminismus und Gender Studies etwas unterschiedliches sind. Beide sind rein intellektuell gesehen Gegenspieler. Das Eine spricht von der theoretischen Freiheit des Menschen, das andere von determinierenden Unterschieden auf Basis von Geschlecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schröder fordert richtig, dass es mehr Männer geben sollte, die für die Freiheit von Frauen kämpfen; Schwarzer meint in ihrer Strenge weiter, dass Männer der strukturelle Grund für Frauenunterdrückung sind. Beide haben meiner Meinung nach ein Problem: Beide kommen dem Aspekt Emanzipation nicht nahe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mal ehrlich: wer kommt hier der philosophischen Grundeinstellung, von einer 'selbstverschuldeten Unmündigkeit' auszugehen, nach? Die ewige Behauptung, Emanzipation habe etwas mit externen Gründen - nämlich mit den Männern und dem Patriachat - zu tun, hat uns die verblödeten Mädchen und Frauen verschafft, die glauben, Emazipation habe damit etwas zu tun, dass man sie respektiert, nur weil sie Frauen sind. Die Selbstbefreiung durch die schwere intellektuelle Aufgabe, selbst herauszufinden, was einem leicht erscheint, was einem als Rolle in die Wiege gelegt wurde, welche Form diese Gesellschaft einem nahelegt und ermöglicht: Das überspringen die meisten, weil ihnen Selbstvertrauen nur aufgrund ihres Geschlechts eingeredet wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das mögliche Ergebnis dieser Befreiung wird jeweils eine persönliche Pragmatik sein: keine völlige Freiheit vom Geschlecht. Tut mir sorry..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Emanzipation kann nicht dadurch gelöst werden, dass sich die Außenwelt - sprich die Männer - verändert. Diese dauernde Forderung ist weiterhin richtig aber gegenüber den vielen nachwachsenden Generationen mit weiblichem Geschlecht Augenwischerei. Die Vorstellung der Welt als externer Männerschuld-Struktur von Frau Schwarzer hat diesen pädagogischen Effekt. Frau Schröder ist pragmatisch und fordert im Sinne der Gender-Kodetermination auch Männer, die an der Rolle von Menschen mit dem anderem Geschlecht mitarbeiten. Und Sie fordert die Lebenswirklichkeit von heterosexuell aktiven Frauen in das Denken miteinzuschließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tut mir leid Frau Schwarzer: Sie arbeiten nicht mehr an der Problemlösung, da sie die pragmatische Dimension überfordert und im Konflikt mit ihrer Biographie mit singulärer Rolle steht. Frau Schröder versucht immerhin zu Denken - obwohl sie schon so viele andere Rollen und Jobs hat, die sie erfüllen muss. Da helfen ihre Dogmatik und ihre Orthodoxie niemandem, Frau Schwarzer. Nehmen sie noch am Leben teil? Gut, dass sie keine Kinder haben, die sie wahrscheinlich noch unerbittlicher behandeln würden als ihr Musterkind Krisitna.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Das konservative Familienbild von CDU-Schröder, auf das ihr Denken ideologisch hinleiten soll, ist mir natürlich zuwider. Auch ein Grund zur Emanzipation: Kinder und Mann sind kein unabhängiger Lebenssinn, sondern ein abhängiger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; zu spät für sicheres Terrain&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;  fraglich.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Die Schwarzer wird senil und will Frauen töten, die selber denken. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-3608962429883431901?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/3608962429883431901/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/schroder-und-schwarzer-hier-unter-den.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3608962429883431901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3608962429883431901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/schroder-und-schwarzer-hier-unter-den.html' title='Kann es nach Schwarzer noch eigene Emanzipation geben?'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7495318016046951104</id><published>2010-11-08T02:08:00.002+01:00</published><updated>2010-11-08T12:51:07.734+01:00</updated><title type='text'>Sucht nach B-Weisheit meiner Existenz im Netz</title><content type='html'>Werde gerade krank und liege mit schwachem Kopf im Bett. Ich merke, wie mich ein unproduktiver Tag wirklich tief entnervt. Ich brauche einen Rhythmus des Tuns, des Welt Gestaltens, des Publizierens, um mich wohl zu fühlen&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;.&lt;/span&gt; In meinem momentanen körperlichen Zustand bin ich mir nicht sicher, ob dieses tiefe Bedürfnis oder meine Krankheit das Unwohlsein ausmachen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;'Einen Text schreiben' hat für mich nichts von einem Tagebuch: es geht um den schnellen Rausch, den Versuch, einen Aspekt schnell mit pointierten Worten festzuhalten, um mich und andere daran teilhaben zu lassen und erinnern zu können. Meine Betrunkene Weisheit (B-Weisheit) und drunken news sind hier nunmal Konzept. 'Automatisches Schreiben' der Surrealisten und Gonzojournalismus à la H.T. Thompson sind meine Brüder oder Schwestern in diesem Sinne, die Philippika und die Rednerphilosophen vergessene Ahnen meines Wort-Tuns. Was ist dies für ein Drang, wenn mir das Ausbleiben dieser Tätigkeit regelmäßig Frust verspricht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß es nicht, ehrlich gesagt. Internetsucht? Eigentlich nicht: ich hänge nicht am Netz, sondern suche Kommunikation. Selbstsucht? Dafür bin ich zu sehr an Lösungen interessiert und nehme das Scheitern durch meine betrunkenen (oder heute kranken) Zustände gerne in Kauf. Kontrollverlust? Dafür ist der Versuch, diese Welt zu ordnen - wenn auch unkonventionell - zu präsent. Missionierung? Dafür nehme ich mich selbst als Person nicht ernst genug. Hass? Dafür bin ich zu sehr Menschenfreund. Die Angst, intellektuell zu verkümmern? Vielleicht. Das Experiment? Dass ich es irgenwie betrunken kann, habe ich längst bewiesen. Für das Publikum? Dieses kenne ich nur sehr wenig und es hat sich selten als Fan geäußert und eine Fortsetzung gefordert. Für den Ruhm? Dafür Sorge ich mich zu wenig um eine Verbreitung meiner Beiträge. Für Geld? Schaut Euch die Flattr-Buttons an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt also wohl keinen externen Grund und keine pauschal-psychologische Begründung für mein Tun. Ich festige mich nicht in diesem Blog, da ich mich dem Scheitern hingebe; ich bekomme kein Feedback und empfinde meine Schwäche auch nicht als Aushängeschild, das eine Verbreitung sinnvoll machen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich liebe die Rethorik und das Formen von wirkenden Texten, die der Rede den hässlichen Schatten der demagogischen Massenmörder wieder austreiben und eine Kommunikation über kurze un-nüchterne Stücke wieder zutraut. Es ist ein bisschen schade, dass viele Nicht-Leser aber auch Leser dieses Blogs diese Art der Auseinandersetzung nicht selbst üben bzw. zum Dialog ansetzten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um einen Bruchteil meiner Gedanken wenigstens nachweisbar einen Ort zu geben und diese Welt von der Polemik und der Produktivität von Selbstexperimenten und subjektiven Texten zu überzeugen mache ich weiter.. und ich brauche diese Mission, da diese Welt so zurückgeblieben in ihren Potenzialen ist, dass der Schmerz durch die Vielzahl der Kopftotgeburten wieder mit dem Schmerz des betrunkenen naiv Polemischen konfrontiert werden muss, um die Zukunft denken zu können. Alles andere wäre flach und befriedigt nur technokratische Intensität, nicht jedoch mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bracuhe kein 'Ich weiß' für meine Existenz, sondern ein 'Ich wusste es' um die alte Existenz mit seinen beschränkten Leitplanken-Thesen zur Welt überwinden zu können. Wenn jemand zuschaut:: In Ordnung: ich habe keine Angst, offen künstlerische Forschung zu betreiben. Ich betrunkener B-Weiser lege A-Denken ad acta damit wir alle endlich C sagen können: das wäre zumindest ein schöner Nebeneffekt meiner hiesigen Performance. Betrunken schreiben muss ich auch ohne diesen Effekt, um dieser toten Welt immer etwas anzutun - auch wenn es niemanden erreicht. In dieser Hinsicht beruhige ich wohl irgendwie doch mein intellektuelles Gewissen..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Metazeit&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; krank und kopp zu&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Warum bin ich so unzufrieden, wenn ich am Tag nichts raushaue?&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7495318016046951104?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7495318016046951104/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/sucht-nach-b-weisheit-meiner-existenz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7495318016046951104'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7495318016046951104'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/sucht-nach-b-weisheit-meiner-existenz.html' title='Sucht nach B-Weisheit meiner Existenz im Netz'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7938354491125617628</id><published>2010-11-05T02:10:00.043+01:00</published><updated>2010-11-05T03:07:52.330+01:00</updated><title type='text'>Die Renaissance des Adels und das neue Soziale</title><content type='html'>Ist die Zugehörigkeit zum Adel wirklich unser Antrieb? Ist das das einzige zivilisatorische Überbleibsel in unserer pseudo-sozialen Zukunft? Was ist mit Nestbau? Was ist mit Spiel? Was ist mit Fortpflanzung? Was unterscheidet uns von der Vergangenheit? dauernder Fortschritt kann es nicht sein, wenn wir immer noch den Adel anhimmeln.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Alles etwas zu anthropoligisch, nicht wahr? Aber jetzt mal ehrlich: Wenn jeder nur auf sich gestellt wäre und sich so benimmt: Was kann da raus kommen? Der Wunsch nach Macht würden die Realisten sagen. Die Idealisten glauben an den lernenden und Normen setzenden Menschen - letzlich auch eine Spielart des Realismus. Die grundsätzliche Frage wäre, ob wir uns sozial weiterentwickeln - und das sogar in globalem Maßstab!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich empfinde Komfort und Luxus im Sinne von technischem Fortschritt nicht als Entwicklung: Nur weil ich eine Atombombe, eine Waschmaschine oder ein Automobil habe, entwickele ich mich sozial nicht weiter. Es bleibt zwischenmenschliche Kultivierung, die zu gesellschaftlichen Fortentwicklung nötig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die anthropoligischen Konstanten Fortpflanzung, Spiel und Nestbau müssen auf den Prüfstand: Haben die sich weiterentwickelt? Für die &lt;b&gt;Fortpflanzung&lt;/b&gt; braucht es Zustimmung. Dieses erodiert jedoch bereits in einigen Industrieländern durch die Pornofizierung (Es gibt sogar eine australische Facebook-Gruppe, die dieses offen bestreitet). Der &lt;b&gt;Nestbau&lt;/b&gt; hat sich teilweise in das Internetz verlagert: gemeinsame Photoalben, gemeinsame Blogs, fixe Fraundeskreise, phänomenologische Räume gefüllt mit Stroh, Wandfarbe und Glucken, die einen heimelig umgeben: eine neue Qualität! Hier tut sich auf jeden Fall etwas. Das &lt;b&gt;Spiel&lt;/b&gt;, das Ludische: die Möglichkeiten haben sich vervielfältigt.. ist das Spielen noch sozial? Ich weiß es nicht..&amp;nbsp; der ritualisierte Kampf gegeneinander scheint hier zumindest einer Ideologie des Egoismus nicht entgegenzustehen. Letztlich ist es meistens ein Spiel der 'Macht über': außer es ist Glücksspiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also: Gibt es etwas, nach dem wir Einzelnen streben außer Luxus, Macht und Einheirat in den Adel? Alle drei Aspekte sind für viele Verirrte wohl Hinweise oder Bedingungen für "Unabhängigkeit". Diese Ansicht ist natürlich unglaublich unaufgeklärt und unemanzipiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieviel investiert man täglich noch wirklich in die trans- und supra-individuelle Kultivierung von Dingen, die nicht in dieses Scheinbild von Unabhängigkeit fallen, frage ich Euch? Welche Art von Sozialem produzieren wir? Reicht es dem Menschen auf Dauer, Fortpflanzung und Nestbau zu ästhetisieren? Hört sich für mich sehr primitiv an.. reduzieren wir unser soziales Verhalten darauf? Also mal ganz nietzscheanisch formuliert: Welche Differenz zum Tiere und auch zum Menschen der Vergangenheit versucht Ihr oder erkennt ihr in Euch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Begriff "Social Media" ist zumindest eine gewisse Augenwischerei, da es zunächst auf die Kultivierung von Sozialem ankommt. Alles andere ist realistisches Netzwerken und Brautschau ergänzt durch neue Formen des Nestbaus. Die ersten beide Aspekte verweisen auf den Wunsch nach Zugehörigkeit zu angeblich "Besserem" früher genannt "Adel".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass wir die Abstammungs-Chauvinisten wie Guttenberg nicht zwingen, ihr "von" abzulegen, wenn sie in ein staatliches Amt kommen, ist hier ein weiteres Symptom. Das ist eine Frecheit und kein Name für einen Demokraten, der sich unter gleichen Menschen fühlt. Wir sind doch keine Pseudo-Demokratie, wie die Briten, die Spanier oder andere Aufschauer: das ist zumindest mir zu schizophren. Ein seltener Respekt Richtung Österreich: Eure Habsburg-Monarchen sind am Arsch, und das ist richtig so. Ihr verhöhnt sie sogar im Fernsehen! Hochachtung.. auch die Franzosen haben so einige Köpfe ihrer Leviathane rollen lassen. &lt;i&gt;Ich&lt;/i&gt; will nicht zurück in eine Eliten-Eugenik à la Sarazin.. nichts anderes passiert aber in unserer sich züchtenden und arisierenden Gesellschaft..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; dunkele Zeiten&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;  aufgeklärt &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Der letzte hiesige Beitrag&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;und mein tiefer Blick ins Glas&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7938354491125617628?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7938354491125617628/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/die-renaissance-des-adels-und-das-neue.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7938354491125617628'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7938354491125617628'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/die-renaissance-des-adels-und-das-neue.html' title='Die Renaissance des Adels und das neue Soziale'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1001179506632770712</id><published>2010-11-01T23:13:00.004+01:00</published><updated>2010-11-02T14:24:29.034+01:00</updated><title type='text'>Unabhängigkeit, Anspruch und Kommunikation - Zombis übernehmen diese Welt</title><content type='html'>Die Unabhängigkeit ist ein spannendes Moment im menschlichem Dasein. Es wird in diesem Blog hierzu definitiv eine Serie von Texten geben. Sie ist das Unwünschenswerte einer sozial idealisierten Welt und gleichzeit der Begriff der am meisten im Mund geführt wird, würde man Passanten befragen. Und sie bringt auch sehr sehr hässliche Menschen hervor..&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Pseudo-Dialoge,&lt;br /&gt;sich Kälte erlauben,&lt;br /&gt;Das Kalkül in den Vordergrund stellen,&lt;br /&gt;Höflichkeit als Smalltalk zynisieren, das Nette vor den Kopf stoßen,&lt;br /&gt;Menschlichkeit nicht mehr kennen nicht mehr vertrauen können,&lt;br /&gt;die Welt als entäuschendes Konsumangebot konzipieren,&lt;br /&gt;alle Menschen reifizieren, als dumme Dinge vorverurteilen,&lt;br /&gt;dies als Schlagfertigkeit überhöhen,&lt;br /&gt;eine Schickimicki-Clique gründen,&lt;br /&gt;als Flucht die Ansprüche immer wieder im Sinne der Annehmlichkeit und des Luxus erhöhen,&lt;br /&gt;nur noch reiche, perfekte Menschen ficken wollen,&lt;br /&gt;Stil mit Geld verwechseln,&lt;br /&gt;weiter in den Kreislauf des kalten Ichs investieren,&lt;br /&gt;durch schrumpfende Freundeskreise und wachsende Bekanntenkreise immer mehr in eine Rolle gezwungen sein, die herablassend und unabhängig diese Welt erlebt, Härte als Schicksal sieht,&lt;br /&gt;immer schwerer Alternativen vorstellen können, da die Meßlatte, der Stolz längst eine Limbostange aus Geld und Status geworden ist, die man nur trunken und von Sinnen unterschreiten darf.. oder wenn niemand guckt,&lt;br /&gt;und gleichzeitig jedem Tratsch jeder Tatsache hinterher sein, die anderen Stolz abspricht oder einen karrierelosen Anspruch bei Bekannten und Freunden offenbart,&lt;br /&gt;Unsicherheit um jeden Preis leugnen und gleichzeitig Experte für Schwächen anderer sein. Ist das der Preis der Unabhängigkeit? Hat diese nichtmenschliche Zombi-Mischung aus verkommenen Ansprüchen und verletzender Kommunikation ein Zukunft? Sind wir alle amerikanische Bitches?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgeben von Objektivität, Rationalität, einer Welt des blickenden Urteils ohne Nachsicht gefüllt mit Vorsicht vor sozialem Abstieg, gewappnet mit allen oberflächlichen Waffen dieser Welt, um Stellungen zu halten, das 'Ich' als Position zu verteidigen, in seiner Höhle mit hohlem Sinn zu erstarren, gebunden an die Warenwelt mit Attraktionen, in denen man sich selbst als Angebot für die Partnerwahl oder Karriere verortet... es gibt diese Welt in kranken Köpfen und sie infizieren auch die Menschen, die wir kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich persönlich überrasche solche Menschen gerne, indem ich ihnen menschlich, philosophisch, weltmännisch, visionär und kenntnisreich überlegen bin. Die kleinen Möchtegern-Adeligen, die auf ihre Abstammung vom Gelde setzen, reagieren auf Herausforderungen meist mit Kleidungskritik und anderen Distinktionssicherheiten und verschwinden schnell wieder verächtlich in ihrem Milieu. Denn Sie merken meist, dass ihre Schlagfertigkeit jemanden überraschen, verletzen muss, um wirklich zu wirken und räumen das Feld. Sie können nicht gewinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohlhabende Männchen in diesen Gruppen interessieren mich als Hetero natürlich nur am Rande. Frauen setzen meist ihre gepflegte Erscheinung, ihre visuelle Nähe zu Männerträumen mit Reichtum gleich und sind doch arm und nicht frei: im Gegenteil! Frauen aus solchen monetären Dorfgemeinschaften sind noch schwerer zu erreichen, stabilisieren sich in ihrer Krankheit. Sie haben den Pfad der Inspiration - so sie kein Konsumgut betreffen - längst verlassen und suchen bei Menschenbewertung nach visuellen Merkmalen und Codes. Personen, die dort nicht ins Schema passen, werden mit professioneller Kälte verdrängt oder verletzt. Ich nenne es "visuelle Verblödung" oder "Guckmenschen": Ihr Zombi-Dasein wird gesellschaftlich akzeptiert und in Bildern unserer Medien als normal etabliert. Niemand hilft diesen armen Dingern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt hier keinen funktionierenden Dreier-Kreis mehr. Der 'Anspruch' dominiert und tötet - im Sinne der Personen-Kreise, in denen man feststeckt und dem Geld bzw. Konsum-Anspruch - die 'Unabhängigkeit'; der 'Anspruch' tötet in seiner blasierten, ausschließenden Form die 'Kommunikation' mit der Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese spezielle Dreierbeziehung aus Anspruch, Unabhängigkeit und Kommunikation sagt viel über den Einweg von Menschen aus. Die hässlichen Fratzen einer Schickimicki-Szene - die sich meiner Meinung nach in letzter Zeit verstärkt und wächst - hat von diesem Gefüge irgendwie keine Ahnung. Besonders der Weg hübscher Frauen ist in dieser Welt, die ich oben beschrieben habe, so un-unabhängig und vorhersehbar, owohl sie genau das Gegenteil versuchen: Doch Sie suchen den Adel und können sich von diesem Drang nur sehr sehr selten befreien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese  Menschen brauchen Schocks, um aufzuwachen; sie brauchen das Unwahrscheinliche, dass  jemand das Milieu nicht braucht, um jemand zu sein, dass Weisheit nichts mit Abstammung zu tun hat, dass visueller Faschismus keine Konzentrationshilfe ist, sondern nur das Störende auslagert, das die Vielfältigkeit dieser Welt erst &lt;i&gt;unabhängig&lt;/i&gt; von der arisch-elitären Anspruchsspirale macht, in der sie elendig gefangen sind. Welchen Anspruch kultiviert ihr? Wie oft verlasst ihr Euch auf Eure Augen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; variiert noch auf meinen Uhren&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; helfend.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;wunderte mich über Stolz im Schickimicki-Puff des Lebens&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1001179506632770712?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1001179506632770712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/unabhangigkeit-anspruch-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1001179506632770712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1001179506632770712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/11/unabhangigkeit-anspruch-und.html' title='Unabhängigkeit, Anspruch und Kommunikation - Zombis übernehmen diese Welt'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7428516864720016980</id><published>2010-10-17T02:40:00.001+02:00</published><updated>2010-10-17T02:40:00.486+02:00</updated><title type='text'>Geschickte Türken - getürkte Merkel</title><content type='html'>Mal ganz spontan: Hochachtung vor der türkischen Diplomatie! Was dort in letzter Zeit an kluger Teilnahme am deutschen Diskussionsthema Integration stattfindet ist überragend: Nichts verändert die Welt mehr als Geschenke. Merkel gleichzeitig eine Bühne zu bieten, und sie doch diskursstrategisch zu entkräften, ist eine Meisterleistung.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da gab es die Gesten während des Türkeispiels von Erdogan, die einem konservativen und auch nationalistischen Politiker fast unwürdig waren: Wettete Merkel noch etwas chauvinistisch auf ein 2:1 für Deutschland war Erdogan ganz Diplomat: "Das bessere Team möge gewinnen." - als wäre er der Gastgeber des Abends. Er lobte Deutschland und die guten Beispiele für Integration ohne Forderung und Schuldzuweisung und schenkte Deutschland etwas, was wir einfach nicht hinbekommen ohne auf die "Du-bist-Schuld-integrier-Du-doch"-Mauer zu stoßen: Er formulierte das Ideal für die Deutschen türkischer Herkunft, sich in dieser deutschen Gesellschaft zu integrieren. Eine unglaubliche Kehrtwende, hatte Erdogan im Wahlkampf in Deutschland noch mit aller rethorischer Kraft polemisiert, es sei ein Menschenrecht seine Herkunft niemals zu vergessen und die Integrationsdebatte selber befeuert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wahlkampf scheint vorbei. Auch wenn es in Deutschland differenzierte Debatten über unsere Multikulti-Gesellschaft, den Islam als einer Lebensform unter vielen und der Verfassungskonformität der meisten Spielarten des Islams gibt: die deutschen Medien interessieren gerade die ungebildeten, familiär isolierten Menschen aus der Türkei überhaupt nicht. Der Dienst Erdogans ist also riesig, dass er dieses Event (Länderspiel), das eigentlich ein Moment größter nationalistischer Auswüchse und Identifikation ist, dazu nutzt, den Türkischstämmigen ins Stammbuch zu schreiben, dass sie ihre Kinder ausbilden sollen und deutsch sprechen sollten. Auf dieser normativen Ebene erreicht man so manchen kurdischen und anatolischen Bauern mit deutschen Medien einfach nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt hat Staatspräsident Gül in einem Interview sogar noch nachgelegt: Er hätte Özil, hätte dieser ihn um Rat gebeten, empfohlen für die deutsche und nicht die türkische Nationalmannschaft zu spielen. Und er zieht die Toleranzkarte: Die große Nationen und Länder hätten natürlich mehrere Religionen und Kulturen und müssten damit umgehen, wenn sie sich als solche verstünden. Auf einmal ist die Türkei das Land, das mit der Moderne lockerleicht umgehen kann und sich darüber in saladinischer Weise definiert, dass es Multikulti ist. Ein großartiger rethorischer Griff, der den deutschen Konservativen keinen Boden mehr lässt. Der Anspruch an die Türken in Deutschland wird sogar höher gehängt als an Schwaben, Bayern und Sachsen: man solle sogar akzentfrei Deutsch sprechen! Hört hört! Warum stößt die Instinktpolitikern Merkel wohl in das Anti-Multikulti-Horn? Schonmal drüber nachgedacht? Weil sie die Kontrolle über den Diskurs verliert. Das sonst so profillose Merkel-Original wird getürkt, braucht die Schärfe für die Schäfchen der deutschen Mitte. Wenn diese die Angst vor den Moslem verlieren, hat sie auf den falschen Wolf gesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich sind diese türkischen Geschenke einer eigentlich islamisch-konservativen Partei mit einem Ziel verbunden. Sie wissen, dass die Aufnahme der Türkei in die EU an der CDU/CSU scheitert. Deutsche Innenpolitik entscheidet also über die Zukunft der Türkei. Die Türken in Deutschland können mit ihrem Verhalten und ihrem Willen, sich aus ihrer gesellschaftlichen Isolation zu befreien, also Weltpolitik machen! Mal schauen, ob sie das verstehen und dort auch Signale folgen. Hierzu müssten sie stärker mit der deutschen Öffentlichkeit kommunizieren und bräuchten natürlich auch in der Opposition Verstärker, die den Seehofer-/Merkel-Kurs und Diskurs gegenüber Nicht-Christen die Basis entziehen. Ich bin gespannt. Bessere türkische Diplomatie kann sich mein Kopf im jetzigen Zustand auf jeden Fall nicht vorstellen..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; vor der Reise des deutschen Präsidenten in die Türkei&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; nur leicht angetrunken.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Merkel in der Falle&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7428516864720016980?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7428516864720016980/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/10/geschickte-turken-geturkte-merkel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7428516864720016980'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7428516864720016980'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/10/geschickte-turken-geturkte-merkel.html' title='Geschickte Türken - getürkte Merkel'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-54689802308989134</id><published>2010-10-11T01:15:00.004+02:00</published><updated>2010-10-12T10:26:46.204+02:00</updated><title type='text'>Coke Light: Frauen sollten nur zum Schlucken den Mund aufmachen!</title><content type='html'>Nach den allgemeinen Aufregungen der letzten Postings nun mal wieder was Konkretes. Zumindest ein konkretes Bewegtbild-Produkt: Mir ist schon lange nicht mehr eine Werbung so böse aufgestoßen, wie diese Coke Light Verirrung, die jungen Frauen das Schlucken beibringt.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da kommt eine "Chefin" mit zwei Assistenten rein und lädt einer Mitarbeiterin Akten auf den Tisch mit der Gouvernanten-Ansage: heute noch! und zischt ab. Auch wenn der Vorgesetzte untypischerwiese kein Mann ist: das kleine Mäuschen bekommt keinen Ton in Richtung Chefin raus und beschwert sich... Tadaaa: nicht über die Arbeitsverhältnisse sondern selbstmitleidig-wütend über das unausweichlliche Schicksal mit einem Frustgrunzen. Die moderne Frau von heute muss alles schlucken, wenn sie bestehen will: eine alte Männerphantasie..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass man auf der Arbeit nicht aufmucken darf, wird durch das Großraumbüro voller Konkurrentinnen - alles aufgebrezelte junge Püppchen in Minirock-Wespentaille-Magersucht-Ästhetik - symbolisiert, die die Protagonistin in der Werbung darin bestätigen, dass das immer so sein wird und völlig normal ist, dass man dominiert wird. Alle hängen an Marionettenfäden und sind nur Spielzeuge in den Händen von anderen, und der einzige richtige Umgang mit dieser Situation wird in der Werbung mit dem Ausspruch: "Nimm's leicht!" betitelt. Gemeinsam sind wir schwach.. na großartig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die spontane Solidarität im Großraumbüro äußert sich dann in einem bedeutungsschwangeren Synchron-Tanz, der durch die Kurvigkeit der Püppchen mehr eine Männerblick-Performance oder Cheerleader-Action (wo ist da der Unterschied? Mmhh) darstellt, denn einen Freudentanz. All die von ihrem Karrierewunsch geformten Körper klappern mit toten Augen wie Skelette oder mit üppigen Rundungen und Accessoires ausgestattete Magermodels auf ihren Arbeits-Highheels in Richtung Cola-Automat. Die Cola Light als der Stoff, der die Unterdrückung und Ausbeutung erleichtet.. eine tolle Message! "Gluck Gluck" und danach wieder "Schluck Schluck".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieht eine rein weibliche Arbeitswelt so aus? Grausamer Anpassungsdruck, Härte gegen Schwache die sich nicht wehren können, heuchlerische Solidarität, gemeinsame Schwäche als verbindendes Element, Duck-Mentalität, Aufbrezel-Konkurrenz als würde im nächsten Moment entweder der Traummann oder ein Pornoproduzent das Büro betreten, Konsum als einziger befreiender Moment im Alltag, rippige Tussis, die Coke Light mit richtigen Mahlzeiten und Erlösung verwechseln?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was auch immer die Firma und die Agentur sich dabei gedacht haben - ob sie die Idee mit den Marionetten so originell fanden, weil das so schwebend "light" aussah und sich dann in der anspruchsvollen Umsetzung verloren haben, ob sie die Lebenswirklichkeit von ihrer Zielgruppe wiedergeben wollten, die mit Hübschsein und Arbeiten und dem dauernden Druck bei lediglich Salat-Mittagessen ohne Frühstück überfordert ist, ob sie tatsächlich glaubten, sie würden Frauenpower inszenieren -, es ist in seiner Normalisierung in meinen Augen verwerflich. Ein solches Bild devoter Frauen, die nicht nur Püppchen sondern auch noch Dummchen sind ("Ach: mach Dir nichts draus": So ist das Leben im Menschenhändlerpuff nunmal: Trink ne Coke!)&amp;nbsp; will ich im Fernsehen irgendwie nicht sehen. Das tut mir richtig weh!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; noch während der Kampagnie&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Fernsehen und Bier&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Die Welt gewöhnt sich an "ich mach alles"-Frauen&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-54689802308989134?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/54689802308989134/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/10/coke-light-frauen-sollten-nur-zum.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/54689802308989134'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/54689802308989134'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/10/coke-light-frauen-sollten-nur-zum.html' title='Coke Light: Frauen sollten nur zum Schlucken den Mund aufmachen!'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7476352157298755635</id><published>2010-10-10T00:27:00.003+02:00</published><updated>2010-10-11T10:52:23.235+02:00</updated><title type='text'>Stuttgart 21: 1848 reloaded.</title><content type='html'>Irgendwie langweilt mich dieser ganze Stuttgart 21-Trubel. Da wundern sich süddeutsche Wähler, dass ihre monarchistischen Politiker regieren wollen. Diese Erkenntnis kommt spät!&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Ent-täuschung so mancher Personen, die nun aus Sparsamkeit ein Großprojekt ablehnen, dessen Dimension sie gar nicht begreifen können, ist entweder rührend oder lächerlich. Das satte Stuttgart, das sich (Oettinger) sogar eine eigene Mafia hält und leisten konnte, ist durch die Kurzarbeit geschockt worden, und die Sparquote ist wahrscheinlich noch höher gestiegen. Die gut dokumentierten Planungssummen von dem 'Jahrhunderprojekt 21' ( was ein Unsinn: 100 Jahre ohne Infrastrukturprojekt in Stuttgart?! Weitsicht sieht anders aus) machen dem Schwaben da natürlich Angst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber jetzt zu den Bestürzten: Man sollte halt keine Politiker wählen, die regieren wollen. Politik hat qua Definition die Funktion 'demokratisches Problemlösen' und bedeutet nicht Monarchenwählen. Wenn man immer die Menschen wählt, die glauben, Problemlösen bedeute, alle Machtressourcen zu bündeln, um den eigenen Willen durchzusetzen: Das ist einfach keine demokratische Mentalität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein, dass die letzten beiden Regierungschefs in Badi-Würti-Reich quasi durch Erbfolge zustande kamen... klingelt's? Das ist zwar legal aber kein Umgang mit dem Wähler. Und jetzt wundern sich die Herrschaften über ihr 1848. Und die "Liberalen" sitzen heutzutage arrogant am Tisch der Monarchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All dies im Stammland des Liberalismus. Aber die "Liberalen" mit ihrer Partei knüpfen hier an eine alte liberale Gesinnung an: Demokratie ja.. aber nicht jeder kann wirklich von seiner Bildung her wissen, was er "vernünftigerweise" wählen sollte. Eine Solche FDP gehört in diese Regierung in BarWürdenBerg...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hört auf, Euch zu wundern, und wählt die Monarchie ab: die wollen keinen Widerspruch und demokratische Auseinandersetzungen, sondern durchregieren&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Nach der Monarchie ist vor der Monarchie&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Nur drei Bier aber Output&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Erstaunte Menschen im entrückten Süden des Landes&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7476352157298755635?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7476352157298755635/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/10/stuttgart-21-1848-reloaded.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7476352157298755635'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7476352157298755635'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/10/stuttgart-21-1848-reloaded.html' title='Stuttgart 21: 1848 reloaded.'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-3377814528168577518</id><published>2010-10-09T04:45:00.004+02:00</published><updated>2010-12-16T15:23:37.455+01:00</updated><title type='text'>Die Verantwortung, Inspiration zu kommunizieren</title><content type='html'>Vielleicht geht es nur mir in meinem durch Alkoholika staunenden Kopf so, aber ich habe das Gefühl, wir sind uns der Effekte eines Leben in Netzen noch nicht ganz bewusst. Wenn man Menschen noch Fragen zu dem Sinn einer Tätigkeit im z.B. Internetz beantworten muss, ist das schon ein schlechtes Zeichen. Die Daseinsberechtigung von menschlichen Produkten erklärt sich gerade nicht aus der alten Welt, die sich in klaren Systemen und deren Sinnproduktion dachte. Es tut mir Leid, liebe aus Luhmann Erwachsene.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ja ja, is ja gut: ich kenne die Vereinnahmungen des Begriffs 'Kommunikation' durch Luhmann. Es bleibt das Probelm des Deduktiven, das so viel Neues nur verkarmpft erklärt; wahrscheinlich, weil der Student den Jugendhelden des Professors an den Haaren herbeiziehen muss, um die Nackenhaare seines zukünftigen Prüfers zu schonen und seine autopoeitische Ruhe nicht zu stören. Das alte Denken existiert ja auch noch in dieser Welt: Es gab ja keine Revolution im eigentlichen Sinne der Zäsur! Wir durchleben einen ewigen Übergang über mehrere Generationen. Jetzt aber zum Neuen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Zunächst mal ist der &lt;b&gt;Aspekt Input/ Output&lt;/b&gt; völlig verwirrt. Das Publizieren ist so einfach geworden, dass jeder auf verschiedenen Plattformen bereits Outputter ist. Der reine Konsum kommt vor: klar. Aber eine wirkliche &lt;b&gt;Bedeutung haben in einer Welt, der die räumliche Nähe inzwischen scheiß egal ist, nur die Dinge (und auch Menschen), die kommunizieren&lt;/b&gt;. Dieses Kommunizieren hat die Form des Dialoges durch Publikationsnetzwerke, wie z.B. Facebook oder Twitter, längst verloren. In Zukunft wird es eher um &lt;b&gt;individuelle kurzlebige Phasen gehen, in denen man Input oder Output wünscht&lt;/b&gt; und generiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der &lt;b&gt;Aspekt 'Sinn'&lt;/b&gt; ist ebenfalls sehr fluid geworden. Warum gewisse Dinge populär werden, hat nicht unbedingt etwas mit Zustimmung oder Ablehnung zu tun, sondern allein mit ihrem Aufregungspotenzial; sie werden allein deshalb verbreitet, weil sie quasi Gesten der Unterhaltung sind, in denen man - so tautologisch das auch klingen mag - ein Weiterverbreitungspotenzial sieht. Ihre &lt;b&gt;Daseinsberechtigung ist also ihr Erfolg &lt;/b&gt;und nicht mehr ihr durch Gatekeeper definierter, meist normativ-bürgerlicher oder wirtschaftlicher Wert. (Ja ja ja: es gibt noch Agenda Setting, klar. Ich erlaube mir hier, den Ist-Zustand mal den Kommunikationswissenschaftlern zu überlassen; auch den foucaultschen Diskurs lasse ich jetzt mal außen vor).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich meinerseits vermute, dass die Zahl derjenigen, die bereits eine Meinung haben bzw. die sich gefestigte Positionen für ihr Ego wünschen, größer sein wird, als diejenigen, die sich inspirieren lassen wollen - eine Altlast des bürgerlichen, gesetzten Individualismus. In dieser Hinsicht sähen sich &lt;b&gt;verhältnismäßig mehr als Outputter bzw. Feststeller, denn als Inputter/ Leser/ Zuschauer&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Funktioniert dieses Ungleichgewicht? Man macht sich Objekte, die durch die Netzwerke auftauchen, gemein, verbreitet sie als etwas eigenes und nutzt sie, um sich selbst nach außen zu bestätigen. Die Grenzen verschwimmen hier zunächst; mit dem kleinen Unterschied, dass Konsum oder das &lt;b&gt;"Konsumat" eher als eigenes Produkt&lt;/b&gt; gefühlt wird und gerade die Verbreitung oder Filterung den Sinn in Netzwerken ausmachen. (Kommt mir jetzt nicht mit Luhmann nur weil Ihr ein Schema erkennt! Ich will auf etwas anderes hinaus)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was passiert mit den Netzwerken, wenn sie überwiegend durch Output-Phasen sich setzender Individuen dominiert werden, die an der Sinn-Produktion im oben beschriebenen Sinne nicht mehr teilnehmen, da sie zwar Feststeller sind aber keine eigenen Aufregungen außer Smalltalk mehr produzieren? Sie (die Netzwerke) werden paradoxerweise jugendlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Hype-Verlangen im Netz wird immer Outputter finden, die noch an Inspiration glauben und poetisch handeln. Dies sind gewohnheitsgemäß die nachwachsenden, jungen Generationen und Halbstarken mit ihren Sturm und Drang-Phasen. Es wird auch weiterhin eine kleinere Zahl von Kreativ-Journalisten, Sender-Künstlern und Verschwendungs-Intellektuellen geben, denen eine größere Zahl von Konsumenten gegenüberstehen. Leider werden letztere jedoch den geleisteten Input der intelligenten Inspiratoren als ihren eigenen Output im Netz wahrnehmen und für die inspirierende, für manche ungreifbare Leistung selten zahlen: Traurig aber wahr.&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die einzige Verantwortung, die man auf der Basis eines Netzwerkes, das auf Verbreitung basiert, ausüben kann, ist, zu kommunizieren.&lt;/b&gt; Doch auch das ist vielen einfach schon zu viel. Der Mausklick (ob share. like oder retweet), der einer zu viel wäre, da viele immer noch an die Existenz von Autoren glauben, für die sie nicht verantwortlich sind. &lt;b&gt;Wer sich selbst als reiner Outputter versteht, ist veraltet und hat die Netzwerkgesellschaft nicht verstanden.&lt;/b&gt; Das Ungleichgewicht zwischen wenig Inputtern und mehr Outputtern kann auf Dauer nur auf Hobby-Ebene funktionieren und wird aufwendig produzierten Input stetig umwerten, wenn ihn keiner konsumiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir unsere Kommunikation in Publikations-Netzwerke verlagern (hiermit meine ich nicht das simple Internet) dürfen wir die inspirierenden Objekte dieser Welt nicht mehr länger als gegeben ansehen. Wir müssen Verantwortung für deren Kommunikation im Sinne der Aufregung, der Verbreitung und Würdigung übernehmen, wenn der zukünftige Sinn kein pubertärer sein soll. Die Zeiten des 'Spielzeuges Netz' sind vorbei: Lasst uns endlich auf Tore spielen und nicht so tun, als sei das entstehende Netz keine effektive Wirklichkeit, sondern ein verrückter "Cyberspace" in dem nur ein Paar verirrte Ghetto Kids abhängen! &lt;b&gt;Wer nichts aufnimmt, der existiert nicht in der Netzwerkgesellschaft&lt;/b&gt; - und das zu kommentierende vielleicht bald auch nicht mehr. Take care!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt;&amp;nbsp; Zeit? Es wird langsam Zeit!&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Überschrieben und endlich am Ende: Gute Nacht! &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Geisteswissenschaftler verpennen das Internet&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-3377814528168577518?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/3377814528168577518/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/10/die-verantwortung-inspiration-zu.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3377814528168577518'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3377814528168577518'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/10/die-verantwortung-inspiration-zu.html' title='Die Verantwortung, Inspiration zu kommunizieren'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-8176798196051882471</id><published>2010-09-30T01:36:00.002+02:00</published><updated>2010-09-30T01:44:23.682+02:00</updated><title type='text'>Hobbys und der Tod des Denkens</title><content type='html'>Stehe gerade vor meinem Blog und bin trunken, doch überraschenderweise nicht inspiriert. Es taucht überhaupt immer öfter ein grässlicher Begriff im meinem Hinterkopf - oder Unterkopf, wenn man die Reflektion irgendwie "unterbewusst" nennen möchte - auf, der mich beunruhigt. Man hat das Gefühl, sein ganzes Umfeld würde ihn durch verschiedene Nicht-Gesten, durch Nahelegungen, durch Abwertungen fordern: "Hobby"! Ein hässliches Konzept.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Was ist denn das für ein Label: "Hobby"?! Ich habe dieses Ding noch nie verstanden: Eine Beschäftigung im Leben, die alle anderen nicht ernst nehmen müssen, weil sie "ein Hobby" ist. Eine Tätigkeit, der Sinnlosigkeit zugeschrieben wird, alleine durch seine Kategorisierung. Eine Sache, deren Bedeutung im Innern liegt. Modelleisenbahnen, Briefmarkensammeln, Bloggen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Berührung mit dem Attribut Hobby war während Austauschen, bei denen man seinem Austuaschpartner mitteilen musste, was man für Hobbys hat. Da kam ich gar nicht selber drauf, was das sein könnte. Es kam dann meistens zu so skurrilen Brieffreund-Smalltalk-Angeboten, wie "Fahrradfahren", "Musik hören", "ins Kino gehen", "Fußball spielen": man saugte sich halt etwas aus den Fingern. Man definierte sich aber nicht darüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach erfuhr ich das Konzept Hobby als etwas Gütiges von Frauen gegenüber dem doofen, von ihnen nicht nachvollziehbaren Spleen ihrer Männer. Segelfliegen, besagte Modelleisenbahnen, Lotto spielen, Fuball gucken, Oldtimer zusammenschrauben: Das irrationale Spielkind halt, das keine wirkliche Bedeutung hat, das letzlich lächerlich ist, das es "mit dem wirklichen Leben" nichts zu tun hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt soll ich den hiesigen intellektuellen, emotionalen und analytischen Aufwand als Hobby verstehen?! So tun als wenn das alles nichts wert wäre? Endlich auf den angeblichen Boden der Tatsachen zurückkehren? Was wäre denn das für ein Leben, in dem das Denken nichts mehr gilt, in dem der politische Drive als lächerlich und nebensächlich dargestellt wird? Irgendwie arm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich etwas mache, ist das kein Hobby, da ich es ernst meine. Ein 'Experiment' wäre eine Ausnahme, da es halt ein Versuch ist. Ich stehe jedoch hinter den Dingen, die ich tue. Sollte dieser Blog jemals nichts mehr wollen, keine Isnspiration auf dem Boden der Tatsachen versuchen, wäre er tot. und ich irgendwie auch, da ein Hobby mir zu sehr nach toten MEnschen stinkt, die sich mit ihrer kleinen Hobby-Welt aber nicht mit der Welt beschäftigen. Hobbys stinken. Es ist nicht mein Hobby, meinen Kopf zu benutzen, höchstens Kunst. Und auch betrunken kann er noch mit vielen mithalten.. denn er hat den sixth sense und kann tote Menschen sehen. ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Blog will also Wirkung haben und ist weiterhin stolz darauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;  zu spät&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; trunken aber uninspiriert&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Blog soll ohne Hobbyismus leben!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8176798196051882471?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8176798196051882471/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/hobbys-und-der-tot-des-denkens.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8176798196051882471'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8176798196051882471'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/hobbys-und-der-tot-des-denkens.html' title='Hobbys und der Tod des Denkens'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5629840868414865716</id><published>2010-09-23T14:08:00.000+02:00</published><updated>2010-09-23T14:08:32.477+02:00</updated><title type='text'>Flattr-Bilanz</title><content type='html'>Eine kleine Zwischenbilanz aus subjektiver Perspektive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Flattr wird wohl eher nicht als Netzwerk verstanden. Es werden dort keine Kontakte gepflegt, keine Verbindungen aufgebaut, keine Interessen zur Basis von "Szenen" oder Gruppen. Dieses wäre theoretisch möglich, da durch Tags und auch durch die Nachverfolgung der "Spender" eine Recherche durchaus einfach ist. Effektiv ist das "Lob" durch Drücken des Flattr-Buttons somit sehr anonym - im Gegensatz zu geschriebenen Kommentaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bin nun seit 1. Juli dabei und habe neulich mein 50. Textstück oder Blog mit Flattr-Button bestückt. Bisher habe ich keinen anderen Flattr-Nutzer persönlich kennengelernt, was zunächst einmal zu der Erkenntnis führt, dass 'das Portal' Flattr mit seinen "undiscovered things"-Vorschlägen und auch die dortige Kategorie-Suche entweder keine oder unzufriedene Flattr-Nutzer gebracht haben. Eine Person hat einen sehr alten Beitrag mit einem Click gewürdigt. Insgesamt habe ich somit 0,27 € verdient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bin trotzdem weiterhin ein Fan der nachträglichen Würdigung von Netz-Beiträgen. Wäre ich bei Flattr dabei, auch wenn ich nichts publizieren würde? Ja, aber... wahrscheinlich erst, wenn ich einen Kreativen oder Dienstleister persönlich kennen würde, den ich online unterstützen möchte. Da kommt das Support-Prinzip zum Tragen, dem ich sehr anhänge: das ist Ehrensache für mich! Jeder, der schonmal Musik gemacht oder andere Projekte auf die Beine gestellt hat, weiß, wie selbstverständlich der Bekannten und Freundes-Support ist. 2 Euro im Monat! Die zahle ich genauso gerne, wie den Internetzugang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider glaube ich, dass viele Internetnutzer in ihren Entertainment-Budgets eher auf Endegeräte setzen. Wenn man sich mal überlegt, all die iPhones wären nicht gekauft worden, sondern die gleichen Mittel in den Umsatz von Netzproduzenten geflossen..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele haben wohl Angst vor laufenden Kosten und zahlen dann doch Fantastilliarden in Einmalzahlungen für Gadgets. Das Abo-Prinzip ist des unternehmerischen Ichs Feind: Es "investiert" und macht sich nicht abhängig. (Von Abhängigkeit kann man natürlich bei Flattr nicht sprechen.. aber diese Erkenntnis ist nicht weit verbreitet.) 10 Cents im Monat für ein Blog wären 10 idealistische Ausgaben zuviel für die unabhängigen Realisten da draußen. Alle Realisten zu Produzenten zu machen wäre vielleicht ein Ausweg.. sie haben nur leider nichts zu sagen außer: "Ich!" und "Geld" und "Macht".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mache ich die Fortsetzung dieses Blogs von Flattr-Einnahmen abhängig? Natürlich nicht. Aber von Support. Ob Weitermpfehlungen, Kommentare, Klicks, Liebe, Hass oder anderes Envolvement: einfach mal überlegen, wie Ungleichgültigkeit aussehen könnte.. wünsche viel Phantasie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier noch andere Texte zum Thema:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://machthumor.wordpress.com/2010/09/13/flattr-und-glucksspiel/"&gt;Flattr Satire&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/eine-okonomie-des-bekannten-fake-flattr.html"&gt;Flattr Widerstand&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach dem Experiment&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; irgendwie ernüchtert&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;where's the love? Blog lieber mit Bezahlschranke austatten und alleine lesen?&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5629840868414865716?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5629840868414865716/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/flattr-bilanz.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5629840868414865716'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5629840868414865716'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/flattr-bilanz.html' title='Flattr-Bilanz'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-3107431412481288555</id><published>2010-09-17T03:30:00.008+02:00</published><updated>2011-03-16T19:43:15.373+01:00</updated><title type='text'>Besinnungslose Ichs (Teil 2)</title><content type='html'>Diese Überlegung mit trunkener AUfmerksamkeit ist gar nicht so kulturpessimistisch gemeint: Mann muss nur manchmal einen Ausganspunkt formulieren, um auch wirklich weiterdenken zu können (&lt;a href="http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/besinnungslose-ichs.html"&gt;siehe Teil 1&lt;/a&gt;). Es geht um die Öffentlichkeit und auf welche Art und&amp;nbsp; Weise sie uns ORientierung bietet. Aber: Sind wir wirklich nur noch Bedürfnismaschinen?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Aufwertung unserer Ich-Bedürfnisse - so meine Überlegung - hat auch irgendeine Abwertung zur Folge. Das, was wir heute interessanterweise oft mit 'social' beschreiben, erhöht definitiv die Schlagzahl der Affekt-Angebote in unserem Leben. Die Kommunikation nimmt also quantitativ zu und man baut uns einen sozialen Reaktionsraum mit hoher Ereignisdichte. Die andauernde Selbstpositionierung der Beteiligten verändert die Sucht nach Sinn und Ego. Man ist social beschäftigt und gesellschaftlich desinteressiert. Als Zuspitzung: MAn würde einen solch selbstbezogenen, pubertierenden Jugendlichen nicht zum Bundespräsidenten machen - auch wenn er die 50 längst überschritten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diejenigen, die sonst das Geistesleben eines Landes begleiten, inspirieren, provozieren und orientieren konnten, diesen fehlt inzwischen einfach die Geschwindigkeit. Wenn sich Sloterdijk den ganzen Tag für Facebook nehmen würde, um seine Arbeit zu machen, nähme ich diese Behauptung gerne zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Bürgerlichen fehlt inzwischen "das Affektive" in seinem Orientierungsangebot. Seine kulturellen Produkte brauchen alle sehr viel Zeit - in der Produktion und im Konsum. Ein solch besonnene Welt gibt es nur noch selten und hat meist den Preis einer Privatschule oder eines Internats. Sein Problem ist des Weiteren: seine Produkte sind nicht dialogisch, sondern auf den selbstherrlichen Konsum einer Einzelperson im Ohrensessel ausgerichtet. So qualitativ hoch der Inhalt auch sein mag: er ist ein stiller. Es ist sogar für manche Menschen an sich widersprüchlich, dass Gutes Geschwindigkeit haben könne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die affektive Bedürfnisorientierung ist wohl ein Grund, warum die Menschen gefühlt länger jünger sind und hat natürlich den Nebeneffekt, dass man auch die 'Verantwortung für das Ganze' aufschiebt. Da hilft es nicht, Bücher in eine Bibliothek zu stellen und darauf zu warten, dass sie jemand findet, um unsere Demokratie wertschätzen zu können! Ohne Konfrontation mit konkreten Menschen wird sich unser Kulturgut nur als staubige Floskel halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Erörterung kritisiert also zwei Seiten: die verblödeten, affektierten Dinger, deren Ego- und Sinnsuche sich in spontanen Orgasmen erschöpft und "das Geistige" dieses LAndes im weitesten Sinne, das die Performanz in der Bildung ihrer Staatsbürger unterschätzt und Archive und Strukturen baut anstatt auf Redner und Rhetoren zu setzen. Die Welt des ahistorischen Kulturguts ist vorbei liebe verträumte Bürger. Es hat ohne Polemik, Provokation und Pathos keinen Sinn für zukünftige Bedürfnis-Generationen. Diese Welt produziert ihr emotionales Kulturgut andauernd selbst neu und orientiert sich auch daran! Take part as long as you can!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn die werbegestützte Aufwertung eine Abwertung zur Folge hat: Wenn die Abgewerteten sogar einmal die vermeintlich Klügeren waren, müssen Sie sich fragen, ob sie wirklich so durchdacht agiert haben, wenn sie schleichend an Bedeutung verlieren... oder einfach nur fett, satt und selbstherrlich sind und ebenfalls in ihrer eigenen Zeit verhaftet. Wer wirft hier mit Gänsefedern nach unserer Jugend...? Zurückgezogenen Mäkler ohne Verve. Man nennt sie auch &lt;a href="http://zitatboxen.blogspot.com/2010/08/rechthatter.html"&gt;Rechhätter.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;fragt nicht&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; das wird schon wieder..&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Fortsetzungsromane sind eine dumme Idee..&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; Kommt nicht wieder vor.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-3107431412481288555?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/3107431412481288555/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/besinnungslose-ichs-teil-2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3107431412481288555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3107431412481288555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/besinnungslose-ichs-teil-2.html' title='Besinnungslose Ichs (Teil 2)'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-6060601258599014643</id><published>2010-09-12T23:42:00.004+02:00</published><updated>2010-09-13T17:42:25.337+02:00</updated><title type='text'>Polemik vs. Toleranz</title><content type='html'>Was war da eigentlich los mit Sarrazin. Der war ja völlig von der Rolle - so meine Meinung. Mir ist hier vielzuviel über Inhalte und Zahlen gesprochen worden. Auch ein komisches Bild, oder eher Normalbild von öffentlichen Personen wurde in der Medienaufregung konstruiert. Irgendwie ein Glaube, dass z.B. Politik etwas mit rein administrativer Arbeit zu tun hätte. So ein Quatsch. Sie ist genau das, was Sarrazin - leider abscheulich einer Minderheit gegenüber - getan hat: Zuspitzung und die Aufforderung sich mit Problemen normativ auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die dauernde Suche nach Zahlen und Fakten in dieser Debatte doch irgendwie lächerlich, ist aber wohl der historisch gewachsenen Aufgabe der 4. Gewalt im Staate geschuldet - alles durchaus irgendwie nachvollziehbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Auseinandersetzung mit dem Normativen, dem Konsens über eine Welt, wie sie sein sollte (auch wenn sie es noch nicht ist) ist jedoch die Domäne der Ansichten Formulierenden nicht der Berichtenden. Der Journalismus kann dieses nicht leisten: er vermeidet Positionierungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch 'Religion' ist hierbei - leider leider - eine Art Ansicht über das ideale Leben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Politik steht so ganz logisch in Konkurrenz mit religiösen Alltagsleben-Anschauungen - und wird das auch in Zukunft. Sie muss das ideale, gleiche Staatsgebiet immer wieder herstellen. Ghettos und Enklaven sind dort ein grundsätzliches Problem. Missionare gar eine Gefahr und als grundsätzlich sehr unaufgeklärt einflusshungrig zu bezeichnen. Es geht bei ihrer Tätigkeit um Macht entgegen dem Staat, der aber nunmal unser liebstes Steuerungsinstrument ist. Wenn dieses mit seinen implementierten legalen Normen und auch Idealen nicht mehr ankommt, wird es natürlich zur Eskalation kommen: Da muss sich keine Religionsgemeinde oder Gruppe letzlich etwas vormachen. Würde Politik dies nicht tun, würde sie ihre Arbeit nicht erledigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man will, dass alle Menschen an der moralisch-ethischen Auseinandersetzung in diesem Land teilnehmen. Auch die religiösen Menschen, die sich manchmal doch zu sehr in ihren Ritualen erschöpfen und sich der normativen Diskussion für alle entziehen. Denn das Ergebnis jeder Überlegung kann nur eine Welt sein, in der alle Deutschen in einem Land leben können. Die unkompatiblen Ideologien mit ihren Absolutismen haben hier einfach ein grundsätzliches Problem und werden sich auch ungefragt dieser Auseinandersetzung stellen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz der Verurteilung Sarrazins: Die Polemik wird weiterhin ein Mittel - und wie ich finde auch legitimes Mittel - der Politik sein. Solange sie normativ ist, ist sie wünschenswert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sobald sie auschließend und sogar durch Beleidigungen Klischees festigend ist, hat sie nur scheinbar etwas mit Lösungen zu tun. Das ist einfach kein Umgang. Das sollte kein Normalbild einer staats-öffentlichen Person sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das gilt natürlich ebenfalls für die religiösen Fanatiker und ihre Abkapselung von unserer modernen, postdogmatischen Gesellschaft und unserer idealistischen (siehe GG) Problemlösungs-Demokratie:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einfach schlechte Gesellschaft, lieber Thilo. Auch Möllemann wartet schon in den Geschichtsbücher auf Dich. Merkst Du was?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; schon nach der Debatte &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; sportlich.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Da stirbt der Roland Koch und der Sarrazin taucht auf! Gibt es einen Gott?&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-6060601258599014643?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/6060601258599014643/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/polemik-vs-toleranz.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6060601258599014643'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6060601258599014643'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/polemik-vs-toleranz.html' title='Polemik vs. Toleranz'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-50120350599407065</id><published>2010-09-12T01:29:00.006+02:00</published><updated>2011-03-16T19:41:18.408+01:00</updated><title type='text'>Besinnungslose Ichs (Teil 1)</title><content type='html'>Ich glaube immer mehr, dass wir einer Phase ohne Bedürfnisse und doch gerade mit Bedürfnissen entgegensteuern. Die Entscheidung, worein Geld fließt, wird durch den Überschuss und dessen Abschöpfung nicht mehr von Essen, Trinken und trocken Schlafen abhängen. Es wird eine riesige Masse an Mitteln geben, die keiner Existenzsicherung dienen, sondern einen anderen Sinn suchen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Soweit nichts Neues. Dass der Ver-Wertung jedoch nicht nur Aufwertung durch Werbung, Trends und Hypes zugrundeliegt, sondern natrülcih auch der Aspekt 'Entwertung' kann der geneigte Leser mal durchdeklinieren. Die Wirtschaft braucht neue Gründe und auch neue Abgründe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne mich jetzt hier in den 50er und 60er-JAhre-Diskussionen verfangen zu wollen: Wir sind natürlich Produktfetischisten und die Werbung ist eine riesige Bedürfnismaschine, die auf Verführung setzt. Diese Verführung war jedoch lange Zeit noch an die Nützlichkeit gebunden. Ich glaube, es ist common sense, dass die Werbung, im Zuge ihrer Umfokussierung auf Images und emotionales Involvement, Informationsärmer geworden ist. Dies nur als Kontext.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leistungen eines Produktes sind inzwischen stark an Individuen und Egos geknüpft. Die Werbung aber auch eine allgemeinere Neuausrichtung der verwöhnten Menschen haben hier ihren Teil zu beigetragen. JEde Neuanschaffung orientiert sich heutzutage quasi an der Komplettierung eines ästhetischen Ganzen, das Ich-zentriert ist. Was hier übrig bleibt, das sind letztlich Erfahrende mit einer Nestbau-Mission: Sie sehen sich selbst nicht als gesellschaftlich an - dies ein erster Aspekt der Entwertung. Und ihr Verhalten wird affektiert, da sie bei Reizangeboten nur die Grenze des Budgets aber keine reflektierte Grenze ihrer Reizbarkeit mehr kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wirtschaft mit ihren Angeboten und Kampagnien hat dies längst begriffen und setzt gezielt auf die Sucht. (Der Aspekt, dessen gesellschaftlich Eindämmung früher mal staatliche Glückspiel-Monopole bedeutet hat). Was ist mit den Widersachern, die die Sucht um Sinn und Ego immer begleitet haben und bedienen konnten. Wo sind die gesellschaftlichen Teile, die gegen besinnungslose Trends Alternativen aufgestellt haben. Diese Geschichte gibt es in einem zweiten Teil in diesem Blog. Nur eins vorweg: Sie wurden entwertet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/besinnungslose-ichs-teil-2.html"&gt;Teil 2&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; früh für mich&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Unfähig, das Posting heute zu einem Ende zu bringen..&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass:&lt;/span&gt; Habe iPhones-Nutzer aus NEstern luken sehen.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-50120350599407065?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/50120350599407065/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/besinnungslose-ichs.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/50120350599407065'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/50120350599407065'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/besinnungslose-ichs.html' title='Besinnungslose Ichs (Teil 1)'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2818486558713998561</id><published>2010-09-05T23:04:00.003+02:00</published><updated>2010-09-22T09:54:23.751+02:00</updated><title type='text'>Belächelte Arbeit</title><content type='html'>Ich finde, die verbreitete Vorstellung von Leistung ist ein komischer Maßstab in dieser unserer Welt. Sie kann rein logisch nur etwas messbares sein, sprich sie muss in einem standardisierten Bereich erfolgen, der weiß, wonach er sucht. Für eine Welt, die sich nach unserer Wahrnehmung immer schneller bewegt, natürlich ein unbrauchbares Konzept: Wissen wir doch teilweise gar nicht, wonach wir suchen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dies führt komischerweise nicht dazu, dass Menschen geschätzt und entlohnt werden, die herausfinden, wonach wir suchen. Dies widerspricht dem Selbstverständnis eines Aus-Gebildeten. Professionalität bezieht sich in vielen Kreisen nicht auf die Kunst, etwas anders zu machen. Überhaupt bleibt das Verständnis für Kunst und künstlerische Forschung – trotz offensichtlichen kreativen Schüben der Wirtschaft – in abfälligen Bemerkungen durch Richtigmacher-Kreise ungeschätzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manch ein Denken, dass diese Welt vorantreiben will, an ihrer Gestaltung arbeitet, die Phänomene ernst nimmt und das Leben testet und belästigt, kann nicht gemessen werden. Alles muss sich für die Alten aus dem Alten erklären. Das Konservative und die Bestätigung der alten Leistung ist der Horizont vieler Entscheider, die mit dem Kopf entweder in den 50er und 60er Jahren (Ingenieure) oder 80ern (Manager, Wirtschaft) hängengeblieben sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für sie ist es wichtig, den Wahnsinn der alten Welt als wahnsinnig aufrechtzuerhalten, auch wenn er die Logik eines Kommenden sein kann. Logik ist natürlich quatsch: es lässt die Undifferenzierten auf ein neues stabiles System hoffen. Die Welt wird performativer, rhetorischer, affektierter, anders!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmen wir diesen Text: er sieht sich als Intervention in den Mainstream, den dominanten Diskurs (performativ), versucht über Polemik das Brechen mit dem alten Denken zu verlangen (Rhetorik), er ist in trunkenem Zustand entstanden, schnell geschrieben, impulsiv und aus persönlicher Entnervung heraus (Affekt), er zitiert keine Autoritäten, Zahlen, Allgemeinplätze um sich als legal abzusichern und versteht sich sogar als Leistung (anders).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würde jemand hierfür zahlen? Ist dieser Text trotzdem entstanden? Die Beobachtung ist ein totes Zahlen- und Geld-Universum geworden und wird immer dümmer.. diesen Leistungsverlust erkennt man ungemessen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wärt Ihr selbst drauf gekommen, nicht wahr? Die gleiche Ansicht wäre in Euch auch ohne diesen Text entstanden. Die gleichen Aspekte hättet ihr auch aufgeführt. Die gleichen Herleitungen/ Argumente wären Euch in den Sinn gekommen. Na dann bloß den Text nicht würdigen, denn er ist kein verkaufbares Produkt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Glück beim selber Denken allerseits :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;siehe Postingzeit&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; irgendwie durch - auch mal ohne Allohol&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Der Lohn in dieser Welt ist auf einmal kein Geld mehr&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2818486558713998561?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2818486558713998561/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/belachelte-arbeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2818486558713998561'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2818486558713998561'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/belachelte-arbeit.html' title='Belächelte Arbeit'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-185241724463279462</id><published>2010-09-04T14:50:00.003+02:00</published><updated>2010-09-04T17:39:55.593+02:00</updated><title type='text'>Ein Sinn- und Trinkspruch in Reimform</title><content type='html'>Wer trinkt, der trinkt doch meist bewusst,&lt;br /&gt;Wer trinkt, der stellt sich seinen Sorgen,&lt;br /&gt;Denn jedes Trinken erhöht den Frust,&lt;br /&gt;betrachtet man Kopf und Körper am nächsten Morgen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Man will das Dranstoßen ganz bewusst,&lt;br /&gt;man sucht dem Kopf trunkene Normen,&lt;br /&gt;Man lässt dem Leben wieder Lust,&lt;br /&gt;man will Probleme selber formen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und liegt man da und hat gezecht,&lt;br /&gt;Der Kopf ein Problem, dem Magen schlecht&lt;br /&gt;Ermöglicht man sich ganz legal&lt;br /&gt;Selbstmitleid!&lt;br /&gt;und auch keine Wahl..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch der selbstschuldigen Wiederholungen selbstmitleidige Knecht&lt;br /&gt;windet sich in seinem stinkenden Bett jämmerlich zu recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er trinkt bewusst und emanzipiert sich mit Körper-Qualen&lt;br /&gt;Doch die Mühlen des alten Frustes werden ihn wieder zermahlen-&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er hat sich zwischendurch nur an sich selbst gerächt.&lt;br /&gt;Es bleibt das Selbstmitleid; und das ist schlecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; selbstmitleidiger Nachmittag&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Siehe oben&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Qual ohne Wahl&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-185241724463279462?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/185241724463279462/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/ein-sinn-und-trinkspruch-in-reimform.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/185241724463279462'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/185241724463279462'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/09/ein-sinn-und-trinkspruch-in-reimform.html' title='Ein Sinn- und Trinkspruch in Reimform'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7002543815744822523</id><published>2010-08-29T03:11:00.004+02:00</published><updated>2010-08-31T18:07:14.915+02:00</updated><title type='text'>Innovationen begreifen</title><content type='html'>Ich glaube, dass viele Menschen bisher sehr wenig darüber nachgedacht haben, was Innovation ist. Sie nehmen das Wort eigentlich immer widerwillig in den Mund, wenn es gerade keine Hoffnung mehr gibt. Letztlich ist der Begriff, wenn er von Menschen oder Unternehmen gebraucht wird, ein Hilfeschrei aus der simplen Erkenntnis heraus, dass man gegen die Wand fahren wird, wenn sich nicht etwas ändert. Wie bei jeder Panik, wird die Reflektion zuerst geopfert. &lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die definitorischen Bedeutungen der 'Innovation' variieren natürlich. Von radikal bis inkrementell, von organisationell bis Produktinovation, von technisch bis sozial, von additiv bis strukturell. Doch diese Liste, die ein Politologe oder gar Sozialwissenschaftler aus der Befürchtung heraus, etwas zu vergessen, durchdeklinieren würde: Sie ist empirisch und behandelt damit nicht die Zukunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich würde bezweifeln, dass man gerade im Bereich der Welt-Erneuerung, wirklich 'induktiv' arbeiten kann. Man erfährt vielleicht etwas über die Verästelungen von Branchen, Clustern und ihrer Adaption von Neuerungen, jedoch nicht über das mögliche Neue. Ein solches rückblickendes Verfahren bietet dem Handeln nach der Analyse nur die Form der 'Reaktion': wie enttäuschend! Wo wollt ihr alle hin mit Euren Ergebnissen zur Vergangenheit? Gab es dafür nicht immer schon das Historische Seminar an Eurer Uni? Können die das nicht viel besser? "Die Innovationen der Vergangenheit" bringen uns auf jeden Fall nicht weiter. Jede Darstellung von Veränderungen als logische Entwicklung sind so 80er Jahre, dass es weh tut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würde man sich mal kurz Gedanken darüber machen, was Innovation logisch bedeuten kann, an dem Begriff wirklich arbeiten, in die philosophischen Entwicklung innovativer Potenziale investieren, die Künstler nach ihrem Erfolg befragen, die Moral, das Politische für die Rhetorik wiederentdecken, um das Kommende gestalten zu können, Kulturmacher Problemlösung betreiben lassen, um Neues auch 'mit Sinn' zu begleiten, das Verhältnis des Menschen zu Innovationen mit Menschenkennern zu begreifen... man könnte Universen erschaffen! (werde hier nicht all mein Wissen um Innovationen Preis geben.. Geld ist teuer heutzutage.. da fällt das Schenken schwerer)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider bleibt die Innovation für viele Entscheider in dem aus Angebotsdenken erwachsenen Bereichen ein Moment der Überfroderung. Für sie ist die Innovation ein bandwaggon, der ätzende freejazzige Marschmusik spielt und dem man folgen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch der Glaube an eine stabile, kulturunabhängige Welt wird austerben. Ich korrigiere mich: Die Menschen, die an Systeme - die per se stabil konzipiert sind - glauben, werden austerben: Bye Bye!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; kurz bevor das Licht aus geht..&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Mit Wein allein.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Keiner weiß, wohin die Reise geht..&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7002543815744822523?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7002543815744822523/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/08/innovationen-begreifen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7002543815744822523'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7002543815744822523'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/08/innovationen-begreifen.html' title='Innovationen begreifen'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-8456423803103389356</id><published>2010-08-26T23:56:00.004+02:00</published><updated>2010-09-02T14:46:56.865+02:00</updated><title type='text'>Einkommensverteilung und statistische Massenmedien.</title><content type='html'>'Verkaufen' hat immer mit etwas Dummheit zu tun: Die Zeiten, in denen der Kunde einfach nur uninformiert war, dass er mehr Geld sinvoll ausgeben kann, gehen glaube ich vorbei. Wahrscheinlich auch einfach deshalb, weil es im Durchschnittshaushalt tendenziell weniger Geld gibt, das auf der hohen Kante auf die Klinkenputzer wartet. Müssen Medien auf die Dummheit der Kunden setzten, um Werbefläche verkaufen zu können? &lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube einige alte Massenmedien bekommen mittelfristig noch stärkere Probleme als sie sie jetzt schon mit den schrumpfenden Werbe-Etats des letzten Jahrzehnt haben. Hieran schuld sind nicht die Leser und Zuschauer und deren überlastete Käuferhirne, sondern auch die Intelligenz bzw. Transparenz des ganzes Werbevorganges. Es gab immer schon Instanzen, die die Effektivität von Werbung gemessen haben, doch mit dem Internet ist ein neuer Anspruch an die Aufmerksamkeitsorganisierer 'Medien' herangetragen worden: Conversions! Wohin führt uns diese ökonomische Härte mit neuerdings berechenbaren Grauzonen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es reicht zumindest nicht mehr, ein Produkt bekannt zu machen: Die Medien sind auf einmal verantwortlich für ein kaufwilliges Publikum, da sie sonst nicht für die geschaltete Werbung bezahlt werden. Besonders im Internet ermöglichen es neue Analyse- und Tracking-Tools immer genauer, Umsatz zu messen und entlarven dortige Massenmedien als riesige Fläche mit riesigen Streuverlusten. Meine These: Dadurch, dass die Dummheit bei den Werbenden in neuen Medien sinkt, bekommen die klassischen Massenmedien ein Problem. Die Statistik hat ihren Vergröberungseffekt verloren und wird zu detailliert, als dass man Massenpublika verkaufen kann: Wenn von 1 Mio Medinenutzern nur 1000 auf die Homepage gehen... da schaltet man schnell die Kampagnie ab!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man schaut also nach speziellen Gruppen die gezielter beworben werden kann. Hobbygärtner, Astrologiejünger, Modellbau-Bastler und Rennradfahrer: all das, was der Zeitschriftenmarkt schonmal erledigt hatte. Und doch klicken u.U. nur diejenigen auf die Ads, die Werbe-Fans - da wahrscheinlich selbst im Business - sind (In dieser Hinsicht würde das sogar einer geschlossenen Flattr-Ökonomie ähneln). Man könnte die alten Streumedien also getrost an Ketten wie Mediamarkt und Aldi abtreten, die noch ein Massenpublikum brauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt nun an "massigen" Psycho-Zielgruppen für Conversions im Internet? 1. Süchtige bei Spielen, Wetten und Social Needys: diese werden mit Online-Games, Online-Wetten und Single-Börsen bereits geschröpft. 2. Ungebildete und Dumme, die der Stimme aus dem dem Internet tatsächlich glauben schenken und sich dabei für recht klug, weil findig halten. Glaubt man daran, dass die Höhe des Einkommens irgendetwas mit dem Bildungsniveau zu tun hat, ist hier bei den Conversions eigentlich nicht wirklich viel zu holen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und... : 3. Kaufkräftige und spezialisierte Kundschaft: Menschen, die kein Problem damit haben sich Rasenmäher- oder Angel-Zeitschriften zu kaufen und bei einem blinkenden Banner für Golfzubehör einfach zuschlagen können: Der Affektkäufer braucht Geld, sonst ist der Kauf vielleicht doch Teil größerer Abwägungen und kein Affekt mehr und die Conversion findet wohlmöglich unmessbar über einen anderen Kanal statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, wir werden durch das statistische Dispositiv bald eine größere Ausrichtung gerade auf Luxusgüter und Luxusgüter-Publika haben, da anderes Publikum bei den Conversions/Verkäufen einfach nichts wirklich bringt. Man kann diesen Trend bei TV-Sendern in den USA meine ich teilweise schon beobachten. NT-V wäre ein deutsches Beispiel, dass sich nicht mit Kleckerkunden abgibt, sondern sich auf Großverdiener und Anleger spezialisiert hat. (Ich spreche hier natürlich nicht von vollzogener Entwicklung sondern von Tendenzen und die Beispiele beziehen sich jetzt nicht gerade aufs Internet)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Effekt wäre besonders im messbaren Internet ein heuchlerischer Spagat zwischen Massentauglichkeit der Medien im Sinne des Normalbürgers und einer offen gelebten Bestätigiungskultur für die Wohlhabenen im Lande. Die Breitenausrichtung wird so zum Feigenblatt für eine Ideologie der Besitzenden für die ein Werbeumfeld geschaffen werden muss, um als exakt gemessene Medienform zu überleben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wofür diese Erörterung? Es würde bedeuten, dass man an den privaten, auf Werbung basierenden, exakt messbaren nationalen Massenmedien und ihrer geistigen Ausrichtung immer auch die Wohlstandverteilung einer Nation erkennen kann: Wenn unten kein Geld mehr zu holen ist, macht man es den Vermögenden und ihren Ideen von der Welt schön kuschelig! Die breite Einkommenverteilung wird so zum Schlüssel breit ausgerichteter Medien im Netz: schon mal so makro-kulturell drüber nachgedacht? Private Medien werden so u.U. ganz automatisch zum Vergesellschafter der Ansichten der bereits Betuchten: wie schön! Das System funktioniert also dann, wenn es denen unten finanziell dreckig geht und man sie als Umworbene nicht mehr braucht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Dank in dieser Hinsicht an die Medien-Messer! Man kann nur hoffen, dass die Werbung in Social Networks auch die eine oder andere kommerziell brauchbare unscharfe Masse ermöglicht, die nicht nach ihrem speziellen Konsum-Budget bewertet werden kann/muss. Nur die Unschärfe des strategischen Wissens ermöglicht Freiräume in Medien; Unschärfen, in denen jeder Mensch - natürlich als möglicher Kunde - auch noch eine Rolle spielt. Wer's nicht hören will, soll weglesen: Entweder der Werbende weiß nicht zu viel, oder es interessiern nur die dummen, süchtigen, sozial isolierten oder kaufkräftigen Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob wir Massenmedien noch brauchen ist eine weitere, interessante gesellschafts-medienpolitische Frage. Medien leben jedoch von Geld oder von Luft und Liebe.. wem hierbei der Atem ausgeht, bleibt eine spannende Frage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; ist was für Uhren&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; angetrunken&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;messbares Werbescheitern.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8456423803103389356?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8456423803103389356/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/08/einkommensverteilung-und-statistische.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8456423803103389356'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8456423803103389356'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/08/einkommensverteilung-und-statistische.html' title='Einkommensverteilung und statistische Massenmedien.'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-6567518148793502216</id><published>2010-08-15T18:11:00.003+02:00</published><updated>2010-08-15T18:16:38.455+02:00</updated><title type='text'>In der Tiefe der Welt wohnen meist nur Menschen mit vielen Problemen</title><content type='html'>Wo ist eigentlich die Grenze zwischen Naivität und Dummheit? Zunächst einmal muss man sich beide wohl leisten können.. Naivität: der Mangel an Nachdenknötigkeit im bisherigen Leben; Dummheit: der Mangel an Talent., Konzentration, Fokussierung? Schwierig.. &lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Habe immer geglaubt, die Leute, die man neu kennenlernt, wären vielschichtig und zu Beginn einfach etwas reseviert, um sich nicht zu sehr auszuliefern. Ein solches Verhalten wirkte immer sehr reif auf mich, wenn auch ängstlich bzw. mit dem Glauben, dass einem einer schaden könnte. Inzwischen muss ich sagen: viel kommen über dieses Stadium nicht hinaus. Besonders Menschenkenntnis und Selbstreflektion bleiben bei vielen auf einem kindlichen Niveau stehen. Dass wir uns das in dieser Gesellschaft leisten können, halte ich für einen der Gradmesser für den Wohlstand in diesem Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sprich: Zurückgebliebene Menschen haben keine Probleme bzw. hatten keine, die sie zum Umdenken bewegt haben. zumindest in der Prägephase zu Jugendzeiten? Was ein Quatsch! mein trunkener Zustand zeigt mir gerade, was analytische Unfähigkeit bedeutet! Es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten.. und natürlich tausende Fälle. Hauptsächlich 3: pubertäre Überforderung, einfältige Probleme (was sich mit der "hatten keine Probleme"-These irgendwie deckt) und mangelndes Talent. Eine Gewichtung werde ich mir in diesem Blog jedoch erlauben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte wirkliche, quasi genetische Dummheit für sehr selten; pubertäre Überforderung führt eigentlich meistens zu Entfaltung und nicht zur Naivisierung; einfältige Probleme.. auf jeden Fall! Das Problembewusstsein ist bei Menschen, denen das Leben Luxus, wie ein Dach über dem Kopf, Sexpartner und Südseereisen bietet sehr unterentwickelt. Da geht es eher ums Kofferpacken, Orgasmen und die Schlafzimmereinrichtung, denn um Selbstbildung und Neugier. Diese Gruppe ist qualitativ dem Personenkreis ähnlich, der penetrant immer die gleichen Probleme hat und sich deshalb ein Dach über dem Kopf, Sexpartner und ein Paar Tage frei wünscht. Da werden die unterschiedlichsten Menschen gleich in ihrer Einfältigkeit. Nur: Manche müssen, manche wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zivilgesellschaftliche und arbeitsgesellschaftliche Aufgabenteilung hat zumindest viele Menschen in der Denkausbildung zurückgelassen. Sie konzentrieren sich auf ihren Körper, das nächste soziale Umfeld und Luxusstreben mittels Gelderwerb und nicht um die Komplexität dieser Welt. Da muss man keine Tiefe oder Vielschichtigkeit suchen.. Gebe trotzdem jedem immer wieder einen Vertrauensvorschuss: will ja nichts verpassen, nur weil ich meinerseits abgestumpfe.. die langweiligen Menschen aber bleiben.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach Renovieren und im 2. Konterbier (nachmittags)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; nicht zuviel nachdenken.. es dreht sich schon&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Gibt es in Nordkorea naive Menschen?&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-6567518148793502216?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/6567518148793502216/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/08/in-der-tiefe-der-welt-wohnen-meist-nur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6567518148793502216'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6567518148793502216'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/08/in-der-tiefe-der-welt-wohnen-meist-nur.html' title='In der Tiefe der Welt wohnen meist nur Menschen mit vielen Problemen'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4869451612089391562</id><published>2010-08-07T09:35:00.000+02:00</published><updated>2010-08-07T09:35:20.713+02:00</updated><title type='text'>Prekäre Freude</title><content type='html'>Was ist der Mensch, wenn er Sorgen los ist? Habe das große Problem "Wohnungssuche" hinter mir und kann mich fast gar nicht richtig freuen. Die kurze Suchfrist und die diesbezügliche Spannung wurden vorher mit System verdrängt: warum sich das Leben schwer machen, wenn man sowieso alles tut was man kann; und welcher Vermieter möchte mit überforderten, selbstmitleidigen Menschen langfristige Verträge schließen? Es brachte einfach nichts, sich der Entnervung hinzugeben, und doch hätte ich mir mehr Drama gewünscht.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Klingel ging heute um halb sieben und ich liege viel zu früh wach im Bett. Habe gestern nach einiger Geldbesorgungshektik den Vertrag unterschrieben, die Kaution abgegeben und die erste Miete auf den Tisch geblättert. Selbst die Dinge mit meinem jetztigen Vermieter konnten gestern noch geklärt werden, und alles ist in trockenen Tüchern. Doch irgendwie fehlt die Freude, die Entspannung, die Erlösung vom Drama.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zusage zur Wohnung war selbst schon so irreal. Da besucht man alle Massentermine in den Randgebieten der Stadt und bekommt um halb zehn abends - nach zweitem Feierabend - einen Anruf, dass es mit der Traumwohnung in zentraler Lage geklappt hat und direkt einziehen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man freut sich schon deshalb irgendwie nicht, da man hier immer mit einem Haken rechnet. Es wurde auch nicht derbe gefeiert und angestoßen, da man gerade Unsummen an eine Person abgegeben hat, die man erst zwei Mal gesehen hat: der nächste Monat wird sehr hart. Das Glück verpufft einfach ungewürdigt und lässt nichts zurück: Das prekäre Leben, wie es entleibt und entlebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hatte ich mich vorher in Freundeskreisen noch als armen Suchenden darstellen müssen, so will ich mich jetzt nicht zusätzlich noch über soziale Netzwerke oder Telefonate mitteilen: dies wäre kein wirkliches Drama, sondern wie ein Streber, der vor den Klausuren immer die Befürchtung äußert, es könne diesmal ganz schlecht werden und dann absahnt und auch dies allen unter die Nase hält. Ich brauche schon mein eigenes emotionales Drama und einen Ort dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Habe zum Glück noch genügend andere Probleme, frage mich jedoch, was andererMenschen für emotionale Wracks und nichtssagende Körper sind, wenn sich ihre Probleme regelmäßig von selber lösen. Manche Menschen streben ja Reichtum an, um dies zuerreichen. Zu interessanten Menschen werden sie dadurch zumindest nicht: Sie haben kein Leben von dem sie berichten könnten. Aber auch ich habe durch die Stressunterdrückung im prekären Dasein und die Leere, die nichtmal der glückliche Zufall mehr füllen kann, wenig zu sagen. Schade. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Nach dem Problem ist vor dem Problem&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Da wo nichts ist, kann auch der Alkohol nicht verstärken&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Wo bleibt die Freude?&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4869451612089391562?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4869451612089391562/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/08/prekare-freude.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4869451612089391562'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4869451612089391562'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/08/prekare-freude.html' title='Prekäre Freude'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5189262906984786126</id><published>2010-07-25T06:37:00.001+02:00</published><updated>2010-07-26T00:41:51.262+02:00</updated><title type='text'>Popelige Party-Persönlichkeiten</title><content type='html'>Der trunkene Kopf macht es mir gerade nicht leicht, meine Erzählung in Worten auszuquetschen. Doch die Eindrücke sind frisch und ich will nicht den Morgen abwarten. In guter alter Gonzojournalismus-Tradition wird nun der Dekadenz ein Requiem geschrieben: Gebt acht!&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Habe zu später Stunde die Feiernden besucht, die diesen Samstag nutzen wollten und sich an den üblichen Orten versammelten. Auch wenn meine Stadt es mir immerhin vergönnt, den&amp;nbsp; Menschen in äußerlicher Vielfalt über den Weg zu laufen: es war kein Fest der Inspirierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht lag es an der Love-Parade, dass die Dichte der Feierpersönlichkeiten an diesem Abend ausgedünnt schien. Für mich war es natürlich sofort ein Zeichen auf größere Zusammenhänge, ein Hinweis auf eine Tendenz, die vielleicht alt, jedoch weiterhin bedauernswert ist. Es zeigte sich einmal mehr, dass der einzige Aufwand, den viele in die Kommunikation mit ihrer Umwelt investieren, ihr Aussehen ist. Stehend, trinkend, rauchend, posend. Ein gesitteter Strich des passiven Wartens und wenn es zu Gesprächen kam, so hatte das Interesse an deren Inhalten eigentlich nie die Männer-Rudel und Frauen-Kliquen verlassen, mit denen man sowieso unterwegs war. Erzählungen voller Bekanntenkreis-Alltag ohne anekdotischen Wert und ichbezogene Befindlichkeiten, die nur wirklich sehr hoffnungsvolle Notgeile interessieren könnten. Man hatte dieser Welt nichts zu sagen, außer, dass man sein Leben nach normalen Wünschen gestalten wolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All die jungen Menschen hatten eigene Dörfer im Kopf und waren so weltmännisch wie Dekolletés und geübte Spiegelblicke. Die Blasiertheit dominierte Begenungen mit dem Fremden und die Vorurteile gegen alles Nichtbekannte förderte die Erfolge der penetranten Fickrigen: und die Frauen wundern sich, dass sie nur schmierige Typen kennenlernen. Nur Dreistheit siegt bei den Reservierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt waren Viele unterwegs, die Genderstabilisierung suchten. Keine Rollenspiele, keine Koketterie, nur dummes, dörfliches Ich-Sein mit der Hoffnung auf Eriegnisse, die im heimischen Wohnzimmer immer in der Lieblings-Soap erzählt werden. Der Alkohol, der sonst immer Garant für Spaß war, verliert in unserer Zeit wohl seine Wrikung. Der Begriff 'Freak' hat viele Phasen der positiven und negativen Konnotation hinter sich. Die Freakness war hier sicherlich nicht wilkommen. Der Exzess, den ich bei mir und einigen Freunden als erste Bürgerpflicht wusste, wurde hier in Normalität unter Kontrolle gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich in meinem Alter frage mich: Wie hässlich werden diese Menschen erst, wenn sie sich nicht mehr auf die Attraktion ihrer Körper verlassen können? Männer, die jeden Flirt nur als Frauenverarschung abfeiern: im Moment kann man es als forsche Jugendlichkeit ansehen, aber wie schmierig und hässlich werden sie, wenn sie irgendwann in ihrer Klicke mit Döner-Wampen durch die R'n'B-Clubs rollen und Bitches suchen? Frauen, die narzistisch abwartend nie etwas kluges zu dieser Welt zu sagen hatten: ist es jetzt vielleicht noch Unsicherheit und Selbstschutz, wie beschränkt werden sie, wenn die Macht jugenlicher Prallheit nachlässt und sie nur Selbstsucht, Eifersucht und affektiertes Denken gelernt haben?&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Exzess kann anscheinend nicht jeder.. oder ich war auf den falschen Partys. Die Beobachtungen bleiben.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach Hause gekommen&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;  Halbschlaf&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Die Partylandschaft begutachtet&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5189262906984786126?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5189262906984786126/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/popelige-party-personlichkeiten.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5189262906984786126'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5189262906984786126'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/popelige-party-personlichkeiten.html' title='Popelige Party-Persönlichkeiten'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1483241425629066204</id><published>2010-07-21T00:16:00.001+02:00</published><updated>2010-07-22T00:13:43.689+02:00</updated><title type='text'>Zapfhähne im Kopf - das Internet trinkt die Kreativwirtschaft</title><content type='html'>Die Kreativwirtschaft wurde ja in letzter Zeit immer wieder groß diskutiert. Sie ist die Hoffnung der Denkenden; eine Industrie die auf guten Köpfen mit schnellen Ideen beruht; eine Bezahlung, die Kulturschaffen belohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig gibt es die Internet-Praxis der falsch verstandenen Geschenkökonomie. Sie ist die Hoffnung der Unentdeckten; die Vorleistung fürs mögliche Bewerbungsgespräch; das Renommé des modernen Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Funktioniert beides zusammen?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bin selber auf einem Trip der Kreativtriebschaft mit Selbstverschwendung. Jede Idee muss veröffentlicht werden, um sie zuerst gehabt zu haben, um Testballons steigen zu lassen. Jede Meinung muss formuliert und verbreitet werden, ohne jemals eine müde Mark damit verdient zu haben. Alles an kreativen menschlichem Dasein muss nach ausßen gekehrt werden, da Anerkennung in Form von Geld bisher nicht mein Konto erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Köpfe mit Ideen überall auf der Welt opfern sich auf, ohne die Sicherheit einer Festanstellung und betreiben für die Vermutung einer Entlohnung Aufwandvorschuss. Die kulturelle Reserve-Armee ist riesig und hofft, durch Geschenke das eigene Können zu beweisen. In dieser Situation passt der Diskurs einer Kreativwirtschaft natürlich perfekt in das Konzept derjenigen, die von diesem Überschuss im Kreativ- und Kultur-Arbeitsmarkt profitieren. Praktikanten sind natürlich nur ein Hinweis. Viele schaffen es nichtmal dahin.. wie zynisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Wirtschaft, die dauerndes Kulturschaffen als Prinzip behauptet und Refinanzierung andeutet aber nichts verspricht: nett. Die Zählungen von Kultur- und Kreativarbeitern in Deutschland mag überraschend hoch ausfallen, schlägt aber in die gleiche Kerbe: Weitermachen! Weiterhoffen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wirtschaft erhofft sich Innovationen für umonst, nur weil sie diese nicht planen kannn. Kein BWLer kann die Zukunft berechnen und möchte deshalb auch nicht dafür zahlen. Was sie jedoch verstehen das sind Lebensläufe. Der Künstler nennt es Portfolio. In diesem Sinne versuchen all die Kreativen, Beweise im Netz dafür zu sammeln, dass man sie ernst nehmen kann. Ein schwieriger Übersetzungsprozess für die fachidiotischen Personalabteilungen und Auftraggeber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt übrig: Kreative, die ihr Können verschenken, sich dabei selbst im Sinne von stretegischen Profitdenkern ernst nehmen müssen und hoffen, bezahlte Kulturarbeiter werden zu können, obwohl ihre Leistung bereits erbracht, da veröffentlicht wurde - zumindest was Ideen angeht. Die Geschenkökonmie fördert Karrieren, schafft jedoch nicht unbedingt Jobs außer in Startups.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzlich werden wir alle durch diesen Prozess zu Personen, die unternehmerisches Denken ernst nehmen, ohne, dass wir dafür bezahlt werden bzw., dass Unternehmen Risiko übernehmen. Eine Schule des Denkens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur gemeinsamer Fame kann uns wirklich retten; doch dafür scheint die Hoffnung, derjenige zu sein, der es doch schafft, noch zu weit verbreitet. Viel Glück Ihr Einzelnen! Prekäres und demütiges Dasein macht Euch auf Dauer zu anderen Menschen.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; am Ende des Tages&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; Zuviel Biar im Kopf&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Bastele mir gerade nen Zapfhahn an den Kopf.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1483241425629066204?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1483241425629066204/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/zapfhahne-im-kopf-das-internet-trinkt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1483241425629066204'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1483241425629066204'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/zapfhahne-im-kopf-das-internet-trinkt.html' title='Zapfhähne im Kopf - das Internet trinkt die Kreativwirtschaft'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-6660538122597252428</id><published>2010-07-18T12:02:00.002+02:00</published><updated>2010-07-19T13:11:29.585+02:00</updated><title type='text'>Hippies auf der Reeperbahn</title><content type='html'>Es gibt Phänomene, vor denen man nur stutzig stehenbleibt und sie auch nach wiederholten Erklärungen anderer einfach nicht fassen kann, nich begreift. Die Hamburger Reeperbahn war gestern Schauplatz des Schlager Move.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das schöne an St. Pauli ist doch, dass man auf alles, was dort auch sein mag, meist mit voller Wucht trifft. Sollte man mit dem Fahrrad oder zu Fuß ankommen, ist dies sicherlich ein anderes Erlebnis - wenn sich die Menschendichte langsam von außen her aufbaut und man die Reeperbahn als abgeschlossenen Ort überhaupt wahrnehmen kann. Der Normalfall ist jedoch der Aufstieg aus den Katakomben der Station"Reeperbahn" in der sich bereits die Massen versammelt hatten. Partyreste und Ankömmlinge ordnen sich im S-Bahn-Schacht noch ein letztes Mal in 'rein' und 'raus' bevor St. Pauli für alle Vergnügungsreisenden die Ziele multipliziert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern war es eigentlich wie immer, wenn nicht die auch sonst vielgestaltigen Passanten noch einen Tick verückter gewesen wären. Ich empfand im ersten Augenblick nach dem Aufstieg, die ganze Reeperbahn sei in Plüsch gehüllt: Jede zweite Person - ob Mann oder Frau - war in Rosa gehüllt. Bei näherem Hinschauen wär dieser Eindruck jedoch nicht präzise: Zu dem Rosa gesellten sich Blümchenketten (rosa und schwarz-rot-gold) ein Paar Schlaghosen, Perücken, und freakige Outfits über Kinderröckchen auf Männerhaut und allerlei Gedöns aus Karnelvalskisten: Es war Schlager Move!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie mir berichtet wurde, sind wohl vor unserer Ankunft ähnlich der Love Parade Wagen mit Schlager-Musik in St. Pauli gekreist und die Massen aus ganz Deutschlad feierten eine Musikrichtung als Partyanlass, Partyinhalt und gemeinsamen Sinn. Das dieses Potpourri aus WM (gemeinsamer Anlass), Karneval (Verkleidungen), Volksfest (viele vom Dorf aus der Umgebung) und Asi-Disko (dumme Grölsongs) nicht in einer Mallorca-Ecke landete war echt eine Überraschung! Die ganze Repperbahn war gefüllt mit Hippies!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn die ganzen Mädels und Jungs mit ihren rosa Oufits mit Schlaghosen sicherlich ein persönliches Experiment in einem aufs WE begrenzten zeitlichen Rahmen unternahmen: Die Stimmung war noch gelassener als sonst, die Jungs hatten ihre Macho-Allüren abgelegt und trugen die Blumenkettchen, die sie sowieso noch von der WM im Schrank hatten, die Mädels Flower-Power-Accessoires mit Kettchen und Brillen und Haarverzierungen und betont lässigen Klamotten sogar bis zur Schlaghose. Eine Freundin erklärte mir auf meine Verwirrung hin, Schlager kämen aus den Siebzigern und deshalb wäre das logisch. Schlager und Hippies?! Völliger Quatsch. Was ist mit der Rockmusik? Was ist mit Psychedelic Rock?! Was ist mit dem ganzheitlichen Denken der Blumenkinder, die nicht zurück ins bürgerliche Leben wollten und die Alternative suchten. Was ist mit dieser Konsequenz das eigene Leben betreffend?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss zugeben: Beatles waren Schlagermusik: eingängige, popige Melodien mit einfachen eingängigen Texten zum Mitsingen und harmlosen Schwiegersohn-Aussehen (später wurde das natürlich anders: aber da kommen sie her, trotz ihrer modernen elektrischen Gitarren). Auch die Stones haben definitiv Schlagerphasen nach dem gerade beschriebenen Prinzip gehabt. Aber adrette, deutschsprachige Normalo-Mädchen mit dem Kopf noch in den Fünfzigern, die dem piefigen Publikum ein Liedchen trällern können, etwas kokett mit ihrer Weiblichkeit auf der Bühne spielen (von den Typen müssen wir hier wirklich gar nicht reden) aber ansonsten der Welt nichts zu sagen haben als Lebensgefühl den Hippies gleichzusetzen, ist weit hergeholt. Sehr sehr weit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was auch immer die Leute gestern getrieben hat: Sie wollten Verkleidungen, sie wollten ein gemeinsames friedliches Fest und Schlager Move mit seinen harmlosen Liedchen und Melodien kam ihnen dafür ganz recht. Morgen beginnt wieder die Woche und die 'Hippies for a day' sind wieder normale Menschen mit Outfit-Korrektheit und bürgerlichem Streben. Trotzdem Danke für Eure Verwirrung: Ich habe es genossen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Mahlzeit!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;Puh. nicht nüchtern.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;rosa Hippies und schwarz-rot-gold&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-6660538122597252428?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/6660538122597252428/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/hippies-auf-der-reeperbahn.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6660538122597252428'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6660538122597252428'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/hippies-auf-der-reeperbahn.html' title='Hippies auf der Reeperbahn'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-361804702157993572</id><published>2010-07-11T11:39:00.015+02:00</published><updated>2011-05-26T10:12:47.685+02:00</updated><title type='text'>Eine Ökonomie des Bekannten - Fake Flattr-Buttons, bitte!</title><content type='html'>&amp;nbsp;Was vielleicht den wenigsten bisher aufgefallen ist: 'Flattr' ist der neue 'Like'-Button. Ihr versteht nicht, was daran interresant ist? Ihr habt ja mich! Das Lesen muss sich ja lohnen..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_3C9lP8gjoEs/TDs8JJOe-kI/AAAAAAAAAN8/DOKKB_pzagM/s1600/Flattr+15.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_3C9lP8gjoEs/TDs8JJOe-kI/AAAAAAAAAN8/DOKKB_pzagM/s320/Flattr+15.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Will gerade meinen geschwächten Zustand zwischen etwas Alkohol, der tosenden Hitze und 3 ClubMate-Schlücken zum Frühstück auf "drunken news" vergolden und sehe nur Nullen auf meinen Flattr-Buttons. Soweit ja zu erwarten. Inzwischen gefällt mir jedoch die Idee, Flattr-Nutzern ihr Herdendasein unter die Nase zu reiben. Die Individualität der Nutzer wieder zu einer messbaren Masse zu machen, ist ja letztlich das ökonomische Ziel des Web 2.0. Wer das nicht glaubt, sollte sich an seinen verwirrten Kopp fassen und ihn ein Paar mal heftig wach schütteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass es letzlich Ziffern und Zahlen in unseren produktiven Blog- oder Sonstwas-Alltag geschafft haben, zeigen Facebook 'Like'-Zahlen, Google und Google-Analytics und inzwischen auch einige Versionen des Flattr-Buttons. Das Problem versteht wieder keiner (ich kenne doch meine Pappenheimer), so dass ich hier kurz erklären muss, worum es geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die 'Verdatung' unserer schönen menschlichen Welt ist natürlich die Basis für jedes wirtschaftliche Handeln. Wenn ich nicht weiß, wieviel Internet-Nahrung produziert wurde, wieviel Hungrige davon gegessen haben und in welchen Verhältnis die einzelnen Lichtungen im Internetwald abgegrast wurden, kann keine Ökonomie irgendetwas rechnen. Ist ja erstmal logisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_3C9lP8gjoEs/TDs8KaU0HbI/AAAAAAAAAOE/sZEyuJmXfj0/s1600/Flattr+43.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_3C9lP8gjoEs/TDs8KaU0HbI/AAAAAAAAAOE/sZEyuJmXfj0/s320/Flattr+43.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Gerade dieses Verhältnis ist jedoch ein Aspekt, an dem sich jeder Kopf messen lassen muss. Letztlich sind nämlich alle Scoial-Networks darauf angelegt, uns in ein Verhältnis zu Dingen setzen. Dies ist zum Einen klar der profitable Aspekt des Datensammelns zum Anderen jedoch auch eine perfide Denkschule für alle Menschen die sich eigentlich für unabhängige Individuen halten. Noch nicht gerafft? Ist schwer zu verstehen: ich weiß!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass man zu vielen Dingen in seinem Leben ein Verhältnis aufbaut, ist zunächst mal völlig normal. Foucault würde dies sicherlich als diskursdurchwirktes räumliches Ordnen beschreiben. Um diese individuellen Anordnungen überhaubt ökonomisch nutzbar zu machen, müssen sie aber auf eine erkennare Fläche (Größe des Publikums) und noch viel wichtiger: in eine messbare Hierarchie gebracht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eingie Hierarchien bestehen natürlich schon in unserer sozialen Welt; sie ließen sich jedoch lange Zeit nicht messen. Google war dann die erste Maschine, die die soziale Welt irgendwie in Zahlen übersetzen konnte. Solange jedoch einzelne Menschen von sich aus &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; bereit waren, in einer Zahlenlogik zu denken, blieben die Messungen - wenn sie legal waren - abstrakt. Erst die Unterscheidung besser/schlechter, mag ich mehr/mag ich weniger ermöglichte das effektive Ranken von Kultur. Kurz: Man muss sich der Logik des Rankings unterwerfen, um für die Ökonomie im Netz sinnvoll zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Hinsicht ist es interessant, dass es inzwischen konkrete Zahlen sogar auf einzelne Blogbeiträge geschafft haben. Flattr ist ein weiterer kleiner Hinweis, dass wir bereit sind, uns messen zu lassen, und die Veröffentlichung des Flattr-Zählers dient in gewisser Weise nur dazu, dieses 'ich-lasse-mich-messen-und-werde-Teil-einer-Ökonomie'-Ding zu verbreiten und seine Freunde zur Nachahmung anzuhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr symphatisch ist natürlich - auch wenn das viele gerade kritisiert haben - dass man quasi seine abgeschlossene, eigene Ökonomie mit anderen Flattr-Nutzern aufmacht. In dieser Hinsicht bleibt es ein Sport, der Interessanteste in der eigenen Gemeinde zu sein. Die oben beschriebene "Denkwende" bleibt aber natürlich: ich und alles was ich tue ist eine Zahl; die im Verhältnis zu anderen Zahlen steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schlage deshalb vor, diese Zahlen mit Fakes zu bekämpfen. Bastelt Euch Zähler mit den Zahlen Eurer Wahl - auch der schönen Flattr-Null: was ein Understatment! - und implementiert sie unter Euren Beiträgen, macht die Referenz der Zahlen für die Leser und Nutzer wertlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will Fake-Flattr- und Faceook-Like-Buttons sehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn Euer Leben schon zu ernst ist, um mit Kunst diese Welt zu verändern: einmal in Photoshop gebaut, wird es Euch nicht weh tun, das Ding unter ein Posting zu klatschen. Ein weiteres Problem der Social Networks und des sich messen lassen ist übrigens gerade die Nichtaktivierbarkeit für subversive Formen der Kunst: Groß veröffentlichte, populäre und angekündigte Aktionen sind eben &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; subversiv, sondern Publicity für das Unternehmen Eurer Wahl.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_3C9lP8gjoEs/TDs8Lw1kBTI/AAAAAAAAAOM/ncWRi-obgmk/s1600/Flattr+211.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/_3C9lP8gjoEs/TDs8Lw1kBTI/AAAAAAAAAOM/ncWRi-obgmk/s320/Flattr+211.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; jetzt ist die Sonne weg&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; heute Geburtstag feiern? Lieber nicht.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;"Die Null muss stehen" als Flattr-Understatement entdeckt.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-361804702157993572?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/361804702157993572/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/eine-okonomie-des-bekannten-fake-flattr.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/361804702157993572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/361804702157993572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/eine-okonomie-des-bekannten-fake-flattr.html' title='Eine Ökonomie des Bekannten - Fake Flattr-Buttons, bitte!'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_3C9lP8gjoEs/TDs8JJOe-kI/AAAAAAAAAN8/DOKKB_pzagM/s72-c/Flattr+15.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-768031352921107443</id><published>2010-07-04T12:13:00.003+02:00</published><updated>2010-07-04T14:21:05.067+02:00</updated><title type='text'>Freiwillige Micro-Payments bei Obdachlosenzeitschriften</title><content type='html'>Jeder Versuch, sich dieser Welt in Bild, Ton oder Text zu nähern, ist eine Anmaßung und war es immer schon. Es gibt wenige Beschreibungen, die alles berücksichtigen, jeden Aspekt eines Themas würdigen und somit eine Tendenz und Auswahl im individuellen Schaffen vermeiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich müsste diese Erkenntnis zu einem locker gelebtem Sendungsbewusstsein im Journalismus führen. Er verkrampft jedoch beobachtbar in seinen Media- und Statistik-Abteilungen; er glaubt all den Kommunikationswissenschaftlern, dass es sich bei dem Publiziertem um ein messbares Produkt handelt; er hofft im betriebswirtschaftlichen Sinne, dass Erfolg auf Stabilität und Nichtabweichung basiert. Und die wundern sich, dass alles kaputt ist! Ein bisschen lächerlich..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gibt es denn überhaupt noch einen befreiten Journalismus? Ja! und an unwahrscheinlichster Stelle: In Obdachlosenzeitschriften!&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Rege mich ja gerne über einen journalistischen Impetus auf, der im Mäntelchen angeblicher Professionalität das bürgerliche Besserwissen im öffentlichen Raum Tag für Tag platziert und reproduziert. Das ‚Meine-Meinung-ist-wichtiger’ kann hierbei das implizite ‚Deine-Meinung-ist-unwichtiger’ nicht vermeiden und macht manche Presse-Persönlichkeit zu einer absurden Mischung aus Gutmensch, methodischer Unantastbarkeit (handwerkliche Ausbildung, wie Recherchieren etc.) und autoritärem Gehabe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Mensch muss nicht publizieren, um eine ernstzunehmende Meinung zu dieser Welt zu haben. Leider wird jedoch die ‚Öffentlichung’ diesbezüglich immer der Maßstab im Journalismus bleiben. Nach dem Motto: Wenn es gut wäre, hätte es ja seinen Weg in ein Bit- oder Druckwerk geschafft. Die Branchen-Hybris als blinder Fleck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Obdachlosenzeitschriften sehen das schon qua ihrer Definition ganz anders. Hier geht es immer um Erdung, um Subjektive Erfahrung von Betroffenen, um dichte Geschichten der Tatsächlichkeit, nicht um den Zwang eines Publikums sondern nur um das Sendungsbewusstsein einer städtischen Wirklichkeit. Die Hefte, die ich in letzter Zeit in der Hand gehalten habe, haben aller befreit aufgespielt und überzeugt. Sehr gute Artikel, sehr gute Themenauswahl, unglaubliches Themenspektrum für so lokale Heftchen und sogar sauber produziert! (Von den sympathischen Verkäufern und Verkäuferinnen ganz zu schweigen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann leider nur einen vereinzelten Eindruck einer solchen Zeitschrift bieten, da das sonst zu weit führen würde (will hier ja nicht über ne Stunde an nem Beitrag sitzen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wird das Sparpaket in zwei Beiträgen durchgerechnet und sauber über die Konsequenzen aufgeklärt, in einem gut recherchierten Artikel über fanatische, türkische Märtyrer auf der Gaza-Hilfsflotte berichtet (Funkkontakt: „Shut up, go back to Auschwitz“, „Don’t forget 9/11“), gelungene Moscheebau-Projekte in Deutschland erzählt, über den Pfandmarken-Prozess in Sachen Recht ein Update unters Volk gebracht, da werden Versicherungslosen im Krankheitsfall alternative Wege aufgezeigt, lokale Sportverein-Dramen in Sachen Finanzierung transparent gemacht (bei Pächterwechsel fünffache Erhöhung und Bau von über 20 Stellplätzen), Geschichten über Obdachlose von Obdachlosen in Sachen Bettelbetrüger gebracht. Lokale Musiker kommen ins Portrait, Verlagspleiten werden aus Sicht von Autoren aufgearbeitet, Eltern zum Fahrradfahren auf dem Schulweg mit Tandems angehalten (Velos natürlich gestellt), das persönliche Engagement eines brasilianischen Priesters gewürdigt, ein Gospelchor, der sich „Gottes schwarze Schafe“ (sehr lustig!) nennt und als Schlachtruf ein lautes „Määhh“ von sich gibt, interviewt, ein Kabbaret in Schriftform eingebunden, Verkehrsrecht beim Zurückrollen erklärt, die Mühen und Mühlen einer russischen Hilfsinitiative (Partnerstadt) geschildert, Buchrezensionen gebracht (u.A. Terry Pratchett „Schöne Scheine“), Kirschrezepte ausgetauscht und in einem Kommentar über die deutsche Sprache in Sachen Lena philosophiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sagt mal Leute: was will man mehr? Welches Ressort fühlt sich nicht vertreten? Alles mit lockerem Sendungsbewusstsein und recht nah am Leben. Auch in anderen Städten war das Niveau der Obdachlosenzeitschriften immer sehr hoch. Letztlich ist es ganz empirisch eine der wenigen Medienformen, für die man gerne beim Kaufpreis noch was drauflegt. Schon mal drüber nachgedacht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zeit:&amp;nbsp;&lt;/b&gt; Mahlzeit!&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zustand:&lt;/b&gt; ungeduscht und leicht reizbar&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Anlass: &lt;/b&gt;Qualität von der Straße&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-768031352921107443?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/768031352921107443/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/freiwillige-micro-payments-bei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/768031352921107443'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/768031352921107443'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/freiwillige-micro-payments-bei.html' title='Freiwillige Micro-Payments bei Obdachlosenzeitschriften'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4258537586679526942</id><published>2010-07-03T00:53:00.002+02:00</published><updated>2010-07-07T00:25:24.017+02:00</updated><title type='text'>Wartende Text-Konsumenten</title><content type='html'>Braucht man einen trunkenen Kopf, um Pointierung ein gewisses Niveau zu geben? Habe das Gefühl, das Alter setzt den Zeitgenossen zu. Kunststuztig, wie sie sind, lassen Sie das Leben rauschen und finden teilweise nicht mal in geselliger Runde Halt. Sie nehmen die Ausgangspunkte nicht mehr ernst. Ideen, Pläne, Vorhaben sind nur noch eine Phantasie und nicht mehr als ein Lächeln wert.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Konzept dieses Blogs ist ja, Pointierung durch alkoholische Zustände zu provozieren. Potenziale zu nutzen. Bei manchen Dingen haben wir inzwischen eine gewisse Angst vor der Unverbindlichkeit, die unsere Aufwendungen nachher ent-lohnen würde. Es fehlt wohl ein grundsätzliches Vertrauen in den gemeinsamen Zug zum Tor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesem Vertrauen, das jemand braucht, um Dinge zu unternehmen, sollte jeder für sich auf der Spur sein. Es ist quasi der Schlüssel zur eigenen Unbeweglichkeit - geistig wie praktisch. Das Dilemma liegt hierbei darin, dass nur Pointierung und Positionierung Erkennbarkeit - und damit die Basis für Vertrauen - schaffen kann. Der Wartende kommt immer zu spät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist somit das Risiko des 'sich-drauf-einlassen's, das erst gemeinsame Sicherheit schafft. Es ist die Vorleistung, die gmeinsamen Aktionen Verbindlichkeit verleihen können. Die Pointierung in trunkenen Zuständen kann hier durchaus helfen. Die Fremdfindung hält sich in Grenzen, wenn Tiraden den süffigen Kopf verlassen. Das Alter spielt wohl auch seine Rolle. Wenn man keine Isnpiration und Jugend mehr im Kopf hat, hilft auch das Trinken nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider fehlt zeitweise das Verständins für Initiativen. Alles ist Belustigung und unabhängig von einem bereits vorhanden. Die Welt wird ein Supermarkt und alle warten trotdem auf die Schnäppchen-Angebote, um bloß nicht zu viel in Vorhaben zu investieren. Glückwunsch zu Eurem Spott-Preis. Ich gründe hiermit den 'Tafel e.V.' für Soulfood und intellektuelle Häppchen, die andere verschmäht haben und koche für Euch weiterin in diesem Blog mehrgängige Menüs. Das Niveau - diese Text mit seinen Brüchen beweist es - steigt nicht mit dem Alkohol. Er senkt es, und doch rate ich vielen ein bisschen neben sich zu stehen, um manchmal zu sehen, was für eine langweilige Person aus einem wird. Viel Spaß damit! 'Trunkenheit fürs Ego' ist ja nun eine Binsenweisheit. :)&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;b&gt; &lt;/b&gt; nachts&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt;&amp;nbsp; bierich&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Kopf-Aktivierung durch Bier schlug heute fehl&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4258537586679526942?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4258537586679526942/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/wartende-text-konsumenten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4258537586679526942'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4258537586679526942'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/07/wartende-text-konsumenten.html' title='Wartende Text-Konsumenten'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2168124020062400774</id><published>2010-06-27T12:34:00.003+02:00</published><updated>2010-06-27T12:38:26.485+02:00</updated><title type='text'>unkultivierte Totenkulte im Netz</title><content type='html'>Das Netz  verdrängt gerne, denn das Netz ist für viele unbedingt etwas, das weitergeht und nicht stirbt.  Es gibt sie jedoch, die Momente der Wut, Scham und Frustration, die das Ende bedeuten und verbrannte Erde hinterlassen können. Wie sieht das Sterben im Netz wirklich aus? Wie begraben die einstmals Zuversichtlichen ihre Projekt- und Blog-Tamagotschis? Eine konzeptionelle Lücke der Internetkultur präsentiert von: Felipe.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein Blog ist nie leer. Es steht immer ein Posting oben. Es gibt immer einen letzten Eintrag ins Logbuch. Doch meistens sind sich die scheiternden Blogger nicht bewusst, dass es ihr letzter Beitrag wird, wenn sie ihn schreiben. Es muss immer so wirken, als würde es weitergehen, als wäre das Schiff noch nicht gesunken. Man ist nur kurz unterwegs mit dem Kanu in die Südsee und hat gerade kein Internet.. und das über Jahre: ja ja! &lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Problem: den Tot feststellen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider hat sich bisher kein Brauch herauskristallisiert, für den Fall, dass man einfach mal nichts zu sagen hat. Blogs können jedoch nicht schweigen. Ich will keine Lebensgeschichte von wegen "ich bin jetzt ein JAhr in Dubai und komme wahrscheinlich nicht zu..." oder Frustrations-Texte, die den Leser beleidigen oder stille Resignation, sondern z.B. nur ein Standby im Sinne eines: "gerade ans Blog gedacht und trotdem nichts gepostet" - So wüsste man zumindest, dass die Leiche vor einem noch manchmal zuckt..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Idealerweise einfach ein kodifiziertes Posting, das dem Leser z.B. auch sagt: 'Project abgeschlossen' oder 'Ignoriert und gegegangen' oder 'Flamewar' (für verbrannte Erde) oder 'finanzieller Aufwand zu groß' oder 'zu zeitintensiv' usw. Werde das an anderer Stelle nochmal konkretisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Trauerarbeit ermöglichen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Des Weiteren würde ich ein Kondolenzposting an vorletzter Stelle aufsetzen, in dem Leser die Seite mit schönen Worten nachtrauern können, so dass Trauerarbeit überhaupt ermöglicht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zu Grabe tragen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es muss außerdem eine Mischung aus einem Friedhof und einem Museum geben. Die Grabseiten können dort angemeldet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Grabpflege&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Zeit zu Zeit können gestorbene Seiten an ihrem Todesdatum (obwohl Geburtdatum konzeptionell vielleicht sinnvoller ist) nochmal erinnert und präsentiert werden. So weiß man, dass das Projekt mit Herzblut in den richtigen Händen ist und ab und zu auch gewürdigt wird.. Der Totengräber von der Friehofseite wäre gleichzeitig Kurator eines kleinen Webmuseums.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Trauergemeinschaften&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die frustrierten Blogger können sich über die Friehofs-/Museums-Seite neuen Mut bei Schicksalsgenossen holen und in Gruppen das bestehende SEO-Potenzial ihrer Blogrolls ausschöpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sähe für mich ein ordentlicher Umgang mit dem Dahinscheiden aus - und jeder hat noch was davon!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Totenkult ist zumindest so unausgeprägt, dass man solche Komplexe bei allen Beiträgern des Inetz vermuten muss, die dem Umgang mit dem möglichen Tot von nahen Menschen durchaus ähneln (diesen Tod gibt es natürlich im Netz: siehe &lt;a href="http://www.strassederbesten.de/"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.finalpopup.com/"&gt;hier&lt;/a&gt;). Einfach verleugnen. Es geht also grundsätzlich um den zukünftigen Umgang mit dem nichts, das mal was  war. Ich rate deshalb hiermit, sich ein Paar Bräuche abzuschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß: Es geht um Scheitern, Miserfolg und Uninspiriertheit, mit denen sich kein Internetaufbläser öffentlich in Verbindung bringen lassen möchte. Doch jedes Projekt war mal eine Geste, eine Stoßrichtung, ein Versuch, ein Konzept und darf in diesen Hinsichten auch gewürdigt werden. Nicht alles im Netz kann populär werden und Erfolg haben.. einfach mal einsehen allerseits.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; mittags&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; gute Frage! Denke an den Tot im Internet.. wirr!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;"Viele-Ideen-aber-keine-Lust-zu-posten"-Posting wurde noch nicht erfunden.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2168124020062400774?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2168124020062400774/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/unkultivierte-totenkulte-im-netz.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2168124020062400774'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2168124020062400774'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/unkultivierte-totenkulte-im-netz.html' title='unkultivierte Totenkulte im Netz'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1284634388573528406</id><published>2010-06-22T15:14:00.004+02:00</published><updated>2010-06-22T15:18:50.740+02:00</updated><title type='text'>Ist das iPhone sein eigener Porno?</title><content type='html'>Liege gerade krank in meinem Zimmer in der Sonne und denke über die alte These nach, dass der Erfolg der meisten technisch-medialen Entwicklungen von der Porno-Industrie abhängig waren. Frage mich dabei, welchen Porno-Aspekt eigentlich das iPhone hat: Ist es ein Geschlechtsteil? Kann man es irgendwie einführen? Spielt man gerne an seinem Ding rum? Oder dockt man einfach nur gerne mit seinem Gesichtssinnen an etwas Vertrautes an, so wie früher an die Brust seiner Mutter? Hier eine fiebrige Erörterung.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das iPhone mit seinem Look 'n' Feel als technische Entwicklung historischen Ausmaßes zu beschreiben ist natürlich gewagt. Es ist aber zumindest erfolgreich - und das trotz Porno-Zensur. Dieser Umstand wäre dann in der Tat eine Art Revolution.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst die Beispiele für die obige Pornothese zum nachvollziehen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Video-Kassetten: &lt;/span&gt;der Markt für Kauf-Kasseten und Video-Verleihe war eine Ambition der Pornoindustrie. Die anderen wollten ja, dass man weiter ins Kino geht oder Fernsehen schaut.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Fernsehen:&lt;/span&gt; Das Privatfernsehen hatte seine ersten Quotenerfolge mit Sendungen wie Tutti-Frutti. Das Geld, das inzischen über 0190er-Werbung fließt, kann ich nicht beziffern.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Internet: &lt;/span&gt;Man sagt, die ersten wirklichen Geldströme des Netzes und das Wachstum privater Anbieterseiten wären ohne Erotik- und Pornographie-Seiten nicht so schnell erfolgt, wie wir es erleben konnten.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;BluRay: &lt;/span&gt;Den jahrelangen Kampf der HD-DVD und BluRay-Konsortien wurde trotz dominanter global player (z.B. Microsoft) letzlich von der Pornoindustrie entschieden, die BluRay als Medium wählte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer in dieser Dartellung eine Verschwörungstheorie wittert, ist paranoia-paranoid. Letzlich ist es einfach die Sex-Sucht und vielleicht bald auch die Spiel-Sucht, die die ersten Geldströme in neue Medienformen leitet und wirtschaftlichem Handeln die erste Grundlage bietet. Die 'Kommunikation' folgt dann diesen wirtschaftlichen Austauschbeziehungen - eine Überlegung von Harold Innis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Sucht befeuert nun den Erfolg des iPhones? Die Säuberung der Apps von erotischen Anspielungen und Bildern scheint laut Presse zumindest recht strikt. Habe hier gar keine Lust, das Fetisch-Konzept von Marx oder die Spektakel-Kritik von Debord zur Erklärung anzuführen. Auch, weil ich mich mit Sexual-Temrinologien umgebe, heißt dies nicht, dass mich die Staseis-Deklinationen eines Freud oder anderer Psychoanalytiker interessieren: einfach zu statisch und totschlagend für unsere moderne Welt. Mich interessiert bei diesem neuen Phänomen eher die "Selbsterotik" der Nutzer und ihre narzistische Sucht, dem persönlichen Umgang mit einem Kommunikationskanal (Schnittstelle iPhone) Lust abzugewinnen. (Marx und Debord haben natürlich auch Recht).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommunikation als selbstverliebtes, erotisches Moment mit Befriedigung? Nicht nur. Ich glaube, der Erfolg des iPhones ist auch ein paradoxer Effekt unserer "Erlebnisgesellschaft": Wenn man zu viel für 'sein Ding' bezahlt hat, blendet man die mögliche Enttäuschung kategorisch aus und nimmt alles als tatsächliches "Erlebnis" wahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sprich: ein massiver Geldstrom war von Anfang an irgendwie Teil des Phänomens iPhone - wie die hohen Preise und der App-Store ja beweisen. Geld auch ohne Porno-Sucht und Spiel-Sucht. Trotzdem bitte alle mal die Hände heben, die ihr iPhone am liebsten ficken würden, wenn es ein Mensch wäre. Keiner? Keine erotische Spannung zu Eurem ästhetischen Alles? Noch nie beim Touchen Lust empfunden? Seid Ihr unreflektiert...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der Internet-Sucht war hier bisher noch nicht die Rede. Diese kommt sicherlich der Formulierung 'Kommunikation als selbstverliebtes, erotisches Moment mit Befriedigung' noch am nächsten - auch weil es da ergänzend tatsächliche porneuse Inhalte gibt. Das iPhone ist hier das moderne Methadon, eine Ersatzdroge des im Netz verlorenen Bürgerlichen: Es verspricht ein Ordnung, die man anfassen, begreifen und steuern kann. Es verspricht Ästhetik, die man zum Sinn überhöhen kann. Es verspricht Distinktion, die man in Geld messen kann. Und es verspricht Selbstsucht, da man sich die ganze Zeit mit sich selbst und seiner Position in dieser Welt beschäftigen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man noch einen Hinweis dafür benötigt hat, dass sich Gesellschafts-Gruppen über lust-igeAufregungen (iPhone) reproduzieren, die erotische Spannung (Porno) zwar einhegen (iPhone-Apps-Zensur), aber gleichzeitig nur umleiten (hier: Lust an Spielzeug), um das Selbst der Menschen im Sinne einer Selbst-Steuerung zu ordnen und so die, in jeder Gesellschaft präsente, Unbefriedigung an eine subjektzentrierte Stabilität zu binden, wird man glaube ich beim iPhone schnell fündig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das iPhone ist der Porno des Bürgertums.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Vor dem Genesungsschlaf.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; krank mit temper und temperature&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Kann Accessoire-Aufregung einfach nicht verstehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1284634388573528406?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1284634388573528406/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/ist-das-iphone-sein-eigener-porno.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1284634388573528406'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1284634388573528406'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/ist-das-iphone-sein-eigener-porno.html' title='Ist das iPhone sein eigener Porno?'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5283350439942832611</id><published>2010-06-20T20:08:00.005+02:00</published><updated>2010-06-22T11:56:46.715+02:00</updated><title type='text'>WM, WM over alles</title><content type='html'>Fußball. Fußball. Fußball. Die Ereignisdichte der letzen und zukünftigen Wochen ist faszinierend. Selbst, wenn die Spiele schlecht sind: man ist irgendwie dabei im Strom der Nachrichten aus Südafrika. Haben gestern in unserer Butze gefeiert, und das Ereignis einer vollen Wohnung mit vielen LEuten, die man z.T. echt lange nicht gesehen hat, sticht irgendwie gar nicht heraus, da alles in Fußball eingebettet ist.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Man steht auf und ist direkt wieder dabei und vor dem Fernseher, so dass gar keine Zeit bleibt, mit dem wenigen Schlaf den gestrigen Abend zu verarbeiten. Wenn sich dieser mentale Aufwand, den man für den Cup am Cap aufwendet, nicht lohnt, haben wir u.U. einige Zeit in im Strafraum fallende Italiener oder überforderte Engländer investiert. LAngsam möchte ich ne Titelgarantie für das andauernde Geschenk unserer Aufmerksamkeit - oder halt endlich gute Spiele.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf jeden Fall ist das Verhältnis von einem Party-Ereignis gegenüber 6 WM-Ereignissen sehr komisch unausgeglichen. Wir haben bei unserer Party gestern das Beste aus diesem Fußball-Hype gemacht, das WM-Überall-Motto simple vereinnahmt und uns noch ein 7. Spiel gegeben: Toiletten-Visuals war das Finale 90 gegen Argentinien in voller Länge. Wiedersehen macht immer wieder Freude. Das gilt auch für den Pokal, liebe deutsche NAtionalspieler. Ich hoffe, dass nächste Zuschauen lohnt sich wieder!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt;&amp;nbsp;  aftermath&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; seit gestern krank und trotzdem gut dabei&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;** Italiener&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5283350439942832611?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5283350439942832611/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/wm-wm-over-alles.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5283350439942832611'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5283350439942832611'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/wm-wm-over-alles.html' title='WM, WM over alles'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-8365063109295000472</id><published>2010-06-13T12:05:00.001+02:00</published><updated>2010-06-16T00:01:45.067+02:00</updated><title type='text'>Einen WM-Auftakt, bitte!</title><content type='html'>Der letzte Freitag war kein schöner Tag. Die WM hat begonnen und hat bei mir den schlechtesten Start seit langem hingelegt. Musste das Eröffnungsspiel über nen Ticker gucken und habe daraufhin nicht mehr tritt gefasst. Die Stimmung überträgt sich nach misglücktem Auftakt nur zögerlich über die Bildschirme. Das Envolvement war bei den ersten Spielen auch relativ gering; Die Frustration über den gestörten WM-Flow (habe erst zwei Spiele komplett geguckt) hofft auf Erlösung!&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da hat man die Spannung schon am Freitag auf der Arbeit fast physisch gespürt, und die folgenden Spiele lassen Dich völlig alleine mit Deiner Euphorie: Wo sind die guten Mannschaften, von denen immer die Rede war. Wer hat diesen Auftakt so geplant? Ein Los? Oder hat tatsächlich jemand geglaubt, Mexiko, das jetzige Frankreich und Urugay würden Standards in Sachen Spielwitz, in Sachen Tore und Sensation setzen. Gleiches gilt für Griechen, bolzende Amerikaner, ewig überschätzte Engländer im Fußballrentner-Alter und Südkoreaner. Die Argentinier vertrauen auf ein Wunderkind (Ihr Christen!), das auch nicht gefährlicher wird, nur weil die Schüsse &lt;i&gt;theoretisch&lt;/i&gt; das Tor getroffen hätten und die Nigerianer entdecken auf einmal die unaufgeregte Disziplin und lassen sich leider auf ihrem eigenen Kontinent in keinster Weise provozieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Glück hat sich Südkorea ein Herz genommen und die Erwartungen übertroffen. Der Auftakt war trotzdem von den Paarungen her mau geplant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich nun mal ein Spiel schauen kann, dann kommt irgendwie keine Emotion über den Bildschirm (von unserem Wachsfigurenkabinett "Netzer-Delling" müssen wir gar nicht reden). Ich höre keine Rufe, kein Publikum, keine verbalen Ausbrüche, kein Stadion, das auf das Geschehen auf dem Platz reagiert. Ich muss hier nicht ausbreiten warum. Wahrscheinlich muss man unter Leute, um das zu kompensieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle Hoffnungen liegen nun auf einer der wenigen Mannschaften, die nicht tot-gefestigt (Ballack fehlt uns in dieser Hinsicht kein Stück) und ausgebrannt in das Turnier gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist meine These (meine originäre These, denn niemand in Hör- und Schreibweite hat sie mir je so dargelegt): Wir sind die einzige Mannschaft, die immer, bei jedem Turnier weiß, dass sie sich noch steigern muss, und das ist unser deutscher, psychologischer Vorteil. Wir kommen zwar immer weit, aber niemand glaubt in Deutschland daran. Unsere skeptische Haltung macht tatsächlich unsere mentale Stärke aus, denn an uns muss niemand von außen herantragen, wie schlecht wir sind: wir arbeiten schon längst daran, dass dies verbessert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stellt Euch mal einen Spanier, einen Italiener, einen Brasilianer, einen Engländer, einen Argentinier vor, der nicht glaubt, dass sein Team das beste der Welt ist, der nicht davon ausgeht, dass sein Team bereits gut genug ist. Jeder Staatsbürger projeziert seine irrationalen Ego-Phantasien, die ihn schon im Alltag nicht weiter als in den Konflikt mit anderen Egos gebracht hat, auf die NAtionallmannschaft. Für sie ist jedes Turnier ein Selbstläufer und die Überraschung beim Ausscheiden gegen die Deutschen, auf die gerne in Hinsicht des Stolzes, des Sexappeals, des Machismo herabgeschaut wird, groß. und schmerzhaft :).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Hinsicht sind die Deutschen immer Favorit! Denn wir sehen den Fußball nüchtern selbstkritisch und haben keine Egoprobleme, die uns das verbieten! :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wünsche uns allen einen tatsächlichen Auftakt der WM heute Abend: der Spaß soll endlich beginnen!&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; mittags&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; unbefriedigte Erwartung und verplanter Kopf&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;HAbe nichts verpasst, obwohl ich nicht alle Spiele gesehen habe.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-8365063109295000472?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/8365063109295000472/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/einen-wm-auftakt-bitte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8365063109295000472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/8365063109295000472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/einen-wm-auftakt-bitte.html' title='Einen WM-Auftakt, bitte!'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-112550071290497883</id><published>2010-06-09T00:23:00.006+02:00</published><updated>2010-06-10T10:52:43.880+02:00</updated><title type='text'>symbolische Spielsucht</title><content type='html'>Kann man mit Onlinewetten Geld verdienen? Ein präventiver Erfahrungsbericht vor der WM.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Habe eine Zeit der Sucht hinter mir. Online-Wetten für umsonst. Bin noch völlig faszziniert von diesem Exzess. Kein Moment, wo ich nicht meine Wetten auf die isländische Liga im Hinterkopf hatte, keine freie Minute, in der ich nicht an möglichen Gewinn durch Kombiwetten und Vorbereitungsspiele gedacht habe.. ich übertreibe natürlich, aber irgendwie kommt es mir im nachhinein so vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit drängte, und ich wollte mir bis zur WM ein kleines Polster für meinen eigenen kleinen Wettspaß aufbauen. Das Portal, das ich aus beruflichen Gründen irgendwie testen sollte, ließ Dich kleine Umsonstwetten und Lose gewinnen und damit auf Sportereignisse tippen. Echtes Geld, denn man konnte sich immer alles auszahlen lassen: aber wer macht das schon, bei ein Paar Euronen?! Niemand, der irgendwie glaubt, Ahnung von Sport zu haben. Sie hatten mich.. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war am Anfang recht erfolgreich: Jede Summe sieht nunmal gut aus, wenn Du anfangs nichts hast. Verhätnis: Auf 5 Siege kam eine Niederlage. Ich war dann knapp bei 20 Euro... und konnte es nicht abwarten und habe alles verspielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist er aus der Traum von der WM, und ich bin geläutert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;'Es ist immer alles möglich' ist nunmal ein neutrales Statement und nicht von sich aus optimistisch. Dieser Spruch ist wahrscheinlich &lt;i&gt;der&lt;/i&gt; Selbsttest des Spiel-Süchtigen. Durch Umsonstspiele wird er strategisch ausgehöhlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss darüber gar nicht groß verbittern, denn wir wollen doch das Internet und seine Dienste. Solange Unternehmen wie Facebook und andere im Internet nicht direkt Geld mit uns verdienen, werden sie alle Möglichkeiten im Graubereich ausnutzen. Irgendwie muss sich die Scheiße ja finanzieren. Das Umsonst-Iinternet fördert geradezu "kreative" Geldverdienansätze: Open Your Eyes!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da diese Erfahrung von Anfang an irgendwie wie ein Test angelegt war, konnte ich mich wunderbar selbst beim Exzess beobachten: ich halte mich nicht für dumm, aber die Geld-Sucht an sich hatte mich eine zeitlang fest im Griff. Also lasst es sein, und lasst Euch niemals drauf ein, auf die geldbezogen Zeitverschwendung. Spielt nicht mit Onlinestatistiken und Quoten und werdet mir keine Investmentbänker.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; zu spät, um noch auf Deutschland zu wetten: wäre mein Tipp gewesen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; nie Geld eingezahlt und trotzdem verloren.. und betrunken.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass:&lt;/span&gt; 5 Euro im Trockenen, Kontostand: 0&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-112550071290497883?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/112550071290497883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/symbolische-spielsucht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/112550071290497883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/112550071290497883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/symbolische-spielsucht.html' title='symbolische Spielsucht'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1443213640126084472</id><published>2010-06-06T19:20:00.002+02:00</published><updated>2010-06-07T19:47:55.906+02:00</updated><title type='text'>Können Schwiegersöhne Väter der Nation werden?</title><content type='html'>&amp;nbsp;Es wird eine neuer Präsident gewählt und irgendwie stimmt schon an dieser Aussage etwas nicht. Neben dem beiläufigen Duktus der Schreibenden, die nur noch von "wer wird" anstatt "wer wird gewählt" sprechen, scheint das Amt selbst wieder mal einer Umdeutung entgegen zu gehen. Wulff als moralisch-normativer Einmischer? Wahrscheinlich empfiehlt er den Damen im Altersheim, sie mögen mehr Wasser in der heißen Zeit des Jahres zu sich nehmen und auf Gott vertrauen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zunächst: Gewählt wird hier gar nichts. Es wird abgesprochen und bestimmt. Danach muss man darauf vertrauen, dass der Parteinahe an seinem Amt wächst und auch das Establishment kritisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Des weiteren: Ein Bundespräsident sollte eine PErsönlichkeit sein.. zumindest gibt es wenig Menschen in dieser Republik, die dem wiedersprechen würden. Dieses Prinzip würde mit Wulff gekippt. Ein Präsident wäre dann etwas Unauffälliges ohne Kanten, das die Welt begleitet, anstatt Marken zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nummer drei: Ein Mann aus der aktiven Politik in ein verfassungsmäßig relevantes Amt hiefen? Wir sind doch nicht Russland oder die USA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viertens: Kann der Mann überhaupt Außenpolitik? Er kann nett sein - das hat er bewiesen. Kann man ihn auch ernst nehmen, wenn er fremde Länder bereist? Er wäre doch der neue Westerwelle, bei dem man sich über den Nicht-Schaden freuen muss anstatt seine Leistungen zu bewundern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fünftens: Kann der Mann überhaupt Innenpolitik? Wahrscheinlich ja. Ob er jedoch die Tagespolitik wirklich verlassen kann und wirkliche "lange Linien" mit moralischer Autorität für unser Deutschsein und unseren Staat formulieren kann, glaube ich noch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sechstens: Hat Wulff vor, in seinem Amt zu wachsen? Dafür müsste er seine Partei verleugnen und wirklich eine Idee eines föderalen Deutschland haben, das über niedersächsische Interessensvertretung hinaus geht. Weiß er das?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siebtens: Mal ehrlich: Was ist denn das für eine Reihe? Ein Präsident mit staatstragender, weil staatsdefinierender Verantwortung (von Weizäcker) gefolgt von einem Verfassungsrichter (Herzog) gefolgt von einem frommen Gesellschafts-Schlichter (Rau) gefolgt von einem IWF-Mann mit wenig Deutschlandbezug aber ökonomischen Maximen (Köhler) gefolgt von einem nichtsagenden CDU-Mann, der wie ein perfekter Schwiegersohn die Altersheime beruhigt (Wulff).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss richtig fragen: Wofür steht dieses Amt nach Wulff?&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;Habe inzwischen das Gefühl, die Politik geht auf Abstand zur restlichen Gesellschaft: Sie kann ihr nicht trauen, keine Verlässlichkeit einfordern bzw. sieht 'erfolgreiche Politik' als die Organisation von Loyalität an. Brauchen wir einen loyalen PRäsidenten? Brauchen wir eine loyale Gesellschaft? Hat dieses LAnd nichts Besseres zu bieten als Wulff oder glaubt Merkel, dass eine gute Demokratie nichts mit Kontrollverlust zu tun hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer kontrolliert diese Frau eigentlich noch? Niemand bis zur nächsten Wahl. Man sollte trotzdem öfter mal wieder daran denken, dass der Staat nicht dafür da ist, uns zu kontrollieren: Es gibt den Rechtsstaat und die Demokratie, um uns vor dem Staat und den Mächtigen zu schützen. Auch Merkel gehört mit diesem Versuch, Probleme mit Konkurrenten auf Kosten der politischen Landschaft zu lösen zu den Mächtigen, vor denen wir uns schützen müssten. Westerwelle ist schon "a big pain in the ass". Wulff macht das "Merkel forever at any costs" zum Prinzip. Wulff wäre nämlich ihr Nachfolger geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; irgendwo&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; reisend&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Es sinkt für sie: Der Präsident&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1443213640126084472?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1443213640126084472/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/konnen-schwiegersohne-vate-der-naion.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1443213640126084472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1443213640126084472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/konnen-schwiegersohne-vate-der-naion.html' title='Können Schwiegersöhne Väter der Nation werden?'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1250292379033469735</id><published>2010-06-01T23:57:00.004+02:00</published><updated>2010-06-13T10:27:47.790+02:00</updated><title type='text'>Kann man Pop noch kritisieren?</title><content type='html'>Muss das weh tun. Da kommen alle europischen ereignislosen Staaten zusammen, bauen ein Bühne auf, um irgendwie einen Moment des Eigenen zu schaffen. Ein Moment, in dem alle anderen mal zuhören müssen, was die kleine Nation, die im internationalen Strom der Medienmeldungen nie vorkommt, von sich hält bzw. zu bieten hat. Und dann gewinnt eine ekelig erfolgsverwöhnte Grinsekatze mit seiner Professionellen aus Deutschland, der nichts zu sagen hat, nichts repräsentiert, keinen Stolz mehr nötig hat und organisiert typisch gründlich-deutsch die größte Publicity in whole europe.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Natürlich sind auch die anderen Kandidaten eine absurde Vertretung eines anachronistischen Verständnisses von Nationalkultur - ähnlich wie z.B. der BundesvisionSong-Kontest Landesgrenzen innerhalb Deutschlands behauptet. Was wissen wir über diese Menschen, die dort auftreten? Was wissen wir über die Hoffnungen, die nationalen Auseinandersetzungen um ihre "Abgesandten", ihre Ernsthaftigkeit bezüglich des Grand Prixs? Natürlich nichts, außer, dass sie anscheinend "Armenier" oder "Slovaken" sind. Letzlich werden nur der Gewinner und das "eigene Volk" betrachtet: Wie international ihr Nationalidioten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle mit sich selbst beschäftigt? Nein; So mancher denkt halt auch an Lena. Das unerreichbare Einzelkind, das gar nicht weiß wie ihm geschieht aber alle ganz doll "heartet". Das weibliche Schema des 'mir-passiert-etwas', von dem ich eigentlich gar nicht wollte, dass es so weit kommt. Das etwas störrische vielleicht auch einfach verwöhnte Mädchen, dem man alles als authentisch und charmant abnimmt, obwohl es in seinem jungen Geist wie jede hübsche Person zunächst nur die Selbstherrlichkeit gelernt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss jetzt nicht auf die junge Frau einschlagen nur weil sie überraschend erfolgreich ist. Sie sollte ruhig vorsichtshalber weiterhin das Mädchen miemen, denn die Neider kommen schnell. Leider steht sie im poppigen Mittelpunkt von ganz Europa, und nur weil ihr das "passiert" ist, heißt das nicht, dass ihr Phänomen unpolitisch ist. Der Zufall, der sie trifft, ist keine Entschuldigung und Raab ist kein Unschuldslamm und zieht alle Register. Der Erfolg um jeden Preis, der durch seinen Pop-Sog alles neben sich ausblendet, was eine kulturelle Bedeutung haben will: ist das wirklich einfach hinzunehmen? Man muss. Doch jeder Hype beinhaltet auch seine Verblödung und das darf man feststellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um den Bogen zum Anfang zu schlagen: All die europäischen Länder, die einen eigenen Pop-Diskurs bezüglich des Grand Prix geführt haben und - zwar sehr künstlich - dabei waren, das zarte Pflänzchen von Bedeutung in ihre Teilnehmer hineinzuprojezieren, wurden weggefegt. Es bleibt ein deutscher Medienunternehmer und ein Ding, dem das alles passiert - so stellt sich das Lenchen zumindest weiterhin dar. Und all die orientierungssuchenden Menschen, die auf diese modern-völkende Popveranstaltung durch ihre nationalen Medien eingestimmt und gepolt wurden, glauben jetzt tatsächlich, dass etwas echtes passiert ist und nehmen den deutschen Hersteller-Pop ernst wie ein deutscher Abiturient, der ein Jahr in die Staaten geht und "alles ganz toll" findet und bei Rückkehr vor USA-Bejahung das bedingungslose Aufschauen gelernt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Hinsicht hoffe ich, dass die Welt auf Lena herabschaut, denn die Aufregung, die sie produziert ist völlig sinnlos. Nur diejenigen, die das Hip-Sein brauchen für Ihren Selbstentwurf, werden Lena in ihr Herz aufnehmen. Feiert schön den Lebensersatz Lena!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; nach der Arbeit ist vor der Arbeit&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; erschrocken vom Pop dieser europäischen Welt&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;kein anderer der hiesigen Autoren hat es zu einm Lena-Kommentar geschafft&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1250292379033469735?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1250292379033469735/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/kann-man-pop-noch-kritisieren.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1250292379033469735'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1250292379033469735'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/06/kann-man-pop-noch-kritisieren.html' title='Kann man Pop noch kritisieren?'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-7798518386481953976</id><published>2010-05-30T23:37:00.019+02:00</published><updated>2010-05-31T23:50:36.534+02:00</updated><title type='text'>Verletzungsgefahr für die Telekom</title><content type='html'>Mmh.. mal schauen, was Dir blüht.. Körperliche Gewalt? Vielleicht.. Nen Paar Sprüche: Falls Du frech wirst mein kleiner Telekomit... bitte sei patzig! Es wäre mir eine Freude..&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sehe Deinen Zivi gar nicht. Oh: Heute passt mit gar nicht, aber für nen Schlach inn Nacken reicht die Zeit. Das nächste Mal wirds besser, mein kleiner Schwachsinniger. Rufe gleich die Tränenpolizei. Lass ihn doch: er weiß es nicht besser. Habe ich Dich irgendwie absichtlich verletzt? Lass mal schlecht sein. Dein Name interressiert mich nicht. You came in and Elvis has left the building. Da, wo Du bist, ist nie der place to be, digga. Ich meld mich bei Dir - sollte Dein Schönheitschirurg Arbeit brauchen. Schön, dass Du hier bist... NOT! Zeit ist Geld und ich hoffe, Du kannst zahlen. Hätte nächstes Jahr noch nen Termin frei. Mach mal das Licht aus, es ist ein bisschen zu hässlich hier drin. Du langweilst meine Freundin: verpiss Dich jetzt. Ich kannte mal jemanden, der so doof war wie Du. Nee, komm ruhig rein: ich schaue gerne auf Menschen herab. Lass es Dir gut gehen in der Anstalt. Verlass Dich auf mich: ich kümmere mich um Deine Schwester. Ich brauche keinen Altar für ein Opfer. Pass auf: auf der Toillette gibt es Spiegel. Ganz allein in dieser gefährlichen Gegend? Weiß Dein Zuhälter, dass Du auf fremde Faust hier bist? Für wen ziehst Du Dich eigentlich immer wieder an, Du Bitch? Guck nicht so klug, Du Hühnerficker. Nen hässliches Gesicht, aber zum Friseur gehen. Wie dumm müssen Deine Freunde erst sein, wenn sie Dich für helle halten? Du wurdest nicht im Ghetto geboren: Deine Eltern haben Dich dort hin geschickt. Wo willst du hin mit Deinen Wertsachen? Es stinkt nach Armut. Deine Freundin fickt wahrscheinlich gut. Wer bist Du denn? Proud of your proudness? Das Böse lacht über Dich. Na mein Krieger mit zu kleinem Speer. Hier gibt es keinen Spiegel, der Dich für gefährlich hält. Guck nicht so als müsse man Dich ernst nehmen. Versagen gibt es bei mir umsonst. Bring Deinen Vater um, nicht mich. Ohhr: Ist Morgen wieder Frustshoppen angesagt? Du glaubst doch bei Jauch gewinnen zu können, weil Du all seine Sendungen kennst. Fernsehbildung ist doch für Dich was für Angeber. Du scheinst hier der klügste zu sein: Wie ging nochmal das Fick-Alphabet? Warst Du der mit dem Schwanzbild auf Facebook? Dein Style stinkt nach Youporn. Hast Du für die hässliche Jacke Deine indische Näherin selbst erwürgt? Wollt ihr nicht beide reinkommen, damit es fair wird? Schau mir  nicht in die Augen Du Stück Scheiße: wegen Dir hätte ich beinahe 70 Euro  bezahlt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wüsste nicht warum. Und wen interessiert das? Keine Ahnung, bin  ich Jesus, oder was? Laaaangweilig. Ich muss weg. Deine Mudda hat  angerufen, Du Memme. Guck mal: da hinten gibt's Freibier. Hast Du nichts  besseres zu tun? Vorsicht: Die Treppe ist rutschig und ich ein Unfall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir fallen dumme Sprüche am laufenden Band ein, während ich betrunken im Bett liege. Bereite mich mental auf den Besuch des Telekom-Mitarbeiters vor, der das letzte Mal einfach ne Karte eingeschmissen hat, obwohl er nicht geklingelt hat.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;Wir waren damals zu viert in der Wohnung und hätten beinahe ne Rechnung bekommen.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; Sonntag Abend&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; geballte Fäuste im Kopf&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Mal schauen, was die Woche bringt&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-7798518386481953976?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/7798518386481953976/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/05/verletzungsgefahr-fur-die-telekom.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7798518386481953976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/7798518386481953976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/05/verletzungsgefahr-fur-die-telekom.html' title='Verletzungsgefahr für die Telekom'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-1634771339515568863</id><published>2010-05-15T20:19:00.002+02:00</published><updated>2010-06-07T12:28:21.095+02:00</updated><title type='text'>Das mobile Unsoziale</title><content type='html'>Der Alltag hat einen fest im Griff. Die Internetlosigkeit zeigt einem die Grenzen der Mobilität sozialer Kontakte, und der Feierabend behindert Anstrengungen, die über einen Mausklick hinaus gehen. Das Soziale der Zukunft ist wohl etwas sehr Unsportliches!&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Manche haben sich der 'Pflege' verschrieben: der eigene alltäglich Ausgleich, das körperlich-geistige Gleichgewicht als Lebenssinn. Auf Bürojob folgt privater Sport, auf harte körperliche Arbeit geistig-mediale Entspannung usw. Die Welt wird zur Natur mit Herausforderungen, die man bis ins hohe Alter überleben muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch sein Netzwerk muss man pflegen. Bildschrim-Empathie hat mich hierbei immer schon irritiert. Die Freude darüber, dass es entfernten Bekannten gut geht, fiel mir immer noch etwas schwerer als das Mitleid für schwierige Situationen der gleichen Pesonen. Letzteres impliziert immerhin noch, dass man gebraucht wird. Es ähnelt dann zumindest einer tatsächlichen Bedeutung des Zwischenmenschlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mal ehrlich: Welchen Aufwand würdest Du betreiben, um Menschen zu besuchen, deren Interesse über den Besuch nicht hinaus geht, für die Du nur ein soziales Auffangnetz bist, falls alle Stricke im alltäglichen Freundeskreis reißen? Nen Flug? 10 Minuten mit dem Fahrrad? 4 Stunden Autofahrt? Man sollte mal seine Kontakte an diesem Maßstab überprüfen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob sich die Top-5-Kontakte dann auch als konstruktiv erweisen, ist fraglich. Wollen sie etwas mit Dir auf die Beine stellen oder pflegen sie letzlich nur ihren Ausgleich, um den Alltag zu bewältigen: wie langweilig! Was will man mit solchen Menschen? Sie kennen? Wahrscheinlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss keinen Flug mehr bezahlen, um sich mit jemanden zu freuen... man hätte ihn in den meisten Fällen jedoch auch nie bezahlt. Auch wenn man hinjoggen könnte, wäre ein Besuch für die Meisten schon zu sportlich: "Komm Du doch vorbei!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Abstufungen gibt es also für den so großen Freundeskreis voller Alltagsmenschen? Das muss letztlich jeder für sich klären. Ob Entfernung, die man zurücklegen würde, Projektfähigkeit der Alltagsbegleiter, Herzlichkeit vs. Gleichgültigkeit, Kopfkünstler vs. Klischee-Erfüller, ob man nur Entertainer für Dauer-Päärchen und andere Unerreichbare/ Unproduktive ist, oder sich selber ein Paar Affen und Clowns für die eigene Freakshow hält, welche Zwischenmenschlichkeit man ernst nehmen kann: nordische Unverbindlichkeit, östlicher dörflicher Zusammenhalt, südliche Herablassungs-Experten oder westliche ordinäre Direktheit in all ihren Formen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich ist jeder Kontakt nur noch wie ein Urlaubsphoto: Ein Hinweis auf eine Begegnung, die man im Nachhinein überhöht, denn die Bedingung für die Bekanntschaft war der gleichzeitige Urlaub - nicht der gemeinsame Wunsch, etwas zu tun oder zu ändern in dieser Welt. Dazu kommt es schon bei den eigenen Freunden nicht: wieso dann ausgerechnet bei einem Facebook-Bildchen?&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit:&lt;/span&gt; morgens mit Papier statt Tastatur&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; im eigenen Saft gegart.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Entzugs-Erscheinungen&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;(Internet)&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-1634771339515568863?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/1634771339515568863/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/05/das-mobile-unsoziale.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1634771339515568863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/1634771339515568863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/05/das-mobile-unsoziale.html' title='Das mobile Unsoziale'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5224088787742066310</id><published>2010-05-01T17:07:00.002+02:00</published><updated>2010-05-06T18:17:11.177+02:00</updated><title type='text'>Internet sucht Entzogenen</title><content type='html'>Habe gerade endlich mal wieder ne Machine mit Inetz vor der Nase. Das große Inet ist nach Südwesten gezogen (samt meines ehemaligen Mitbewohners)&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;und lässt nur Sonnenschein, Fernsehen und Textverarbeitung als sinnvolle Bestrahlung zurück. Habe das Gefühl, mir fehlt etwas Gehirn-Jogging, um andere vernetzte Mitbürger auf der Innenbahn ihrer Kopf-Arena überholen zu können. Vielleicht ist es aber auch die mangelnde Herausforderung durch selbige, die meine Unruhe schürt.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Medien-Entzug ist großartig, denn man lernt viel über die tatsächliche Autonomie des eigenen Daseins kennen. In solchen Phasen wächst immer mein Respekt vor Menschen, die früher vielleicht nur ein Buch zuhause hatten und trotzdem nicht eingegangen sind. Mir würde die Decke auf den Kopf fallen, wenn mir diese Welt nicht regelmäßig Input bieten würde. Umsonst, aufregend und schnellebig muss die Welt sein - auch nach Feierabend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommt man nach Hause und es gibt keine Möglichkeit für neuen Input, keine Kraft für eigenen Output, da der Arbeitstag so stumpf war, geschweige denn einen Kanal, der etwas aufnehmen könnte: wie war das Leben früher? Ging es damals nur um Sex, Karriere oder Marxismus, da man gar nicht die Möglichkeit hatte, andere Projekte und Aufregungen in seiner physischen Nähe zu finden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eins der drei gerade genannen Dinge hat die mediale Revolution zumindest nicht überlebt. Ewig bleibende soziale Kontakte sind hinzugekommen: man muss ja nicht mehr hoffen, dass jemand sein Festnetztelefon hört oder noch an der gleichen Adresse wohnt. Letztlich ist doch der tatsächliche Grund für die Inetz-Sucht ein Wettlauflogik: immer auf dem neusten Stand durch Netzwerke, immer den klügsten Köpfen lauschen können, immer die neuesten Anekdoten der Shows, Internetwitzbolde und Skandal-Nerds parat haben. Das Pseudo-Wissen der Netzwelt kotz mich an. Leider ist es die Wirklichkeit der Welt, die nie mehr irrelevant werden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;ein kleines bisschen hinter der Zeit&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; cafélesque&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;ein Netz! ein Netz!&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;(und sonst nur noch ein Klavier zum Spielen..)&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5224088787742066310?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5224088787742066310/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/05/internet-sucht-entzogenen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5224088787742066310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5224088787742066310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/05/internet-sucht-entzogenen.html' title='Internet sucht Entzogenen'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-3024973220275616203</id><published>2010-04-21T00:30:00.002+02:00</published><updated>2010-06-16T00:11:54.702+02:00</updated><title type='text'>Bohlide Leere in den Kehlen</title><content type='html'>Habe tatsächlich am WE das DeEsDeEs-Finale geguckt und die Show für einige Stunden als Aufregungsersatz in meinem Leben akzeptiert. Bei Verkündung des Siegers kam ich jedoch gerade mit meiner Freundin von einem Spaziergang zurück und durfte von draußen aus erleben, wie meine Nachbarn voller sich lösender Anspannung ihre Freude wie Schmerz in den Himmel schrien.. ein komischer Orgasmus in der so friedlichen Nacht.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Langsam nerven mich die Menschen, die emotionale Bindngen zu bohliden Schöpfungen aufbauen. Der Schrei hatte soviel Wahres in sich. Er sollte als lautest mögliche Äußerung ein intensives Gefühl ausdrücken und war doch so leer und unsicher. Er war der Ausdruck einer unverhofften Gerechtigkeit des Verzweifelten, der diese Welt verabscheut, verurteilt und trotzdem die Augen nicht von ihr lassen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das laute Mehrzad-Ja in der Nacht zeigt das Vakuum, das Bohlen jedes JAhr wieder produziert. Gerade das ist sein Versprechen: ich mache Euch zu Menschen ohne Hindernisse, ohne Gewissen. Für Bohlen ist der ERfolg eine Schablone. Für Zuschauer und KAndidaten ist die Teilnahme die ERfahrng ihrer Selbst als Knetmasse, deren Formbarkeit sie auf der Bühne auch einfordern. Auch ein Kleinkrimineller wie Menowin muss hierbei ein Nichts mit Talent sein dürfen, das noch alles aus sich machen kann. Bohlen macht dann aus den verträumten Kindern seine Professionellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Selbstbewusstsein der Leere schrie mir in der Nacht entgegen. Wir feiern das Nichts als sei es unserer Erfüllung und können paradoxerweise doch keine Selbstbestätigung, kein zufriedenes Vertrauen in uns selbst mehr finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sad but true.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;vor der Heia &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;erschöpft aber angeheitert &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Disdis und mein Finale in Dis-Moll&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-3024973220275616203?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/3024973220275616203/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/04/bohlide-leere-in-den-kehlen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3024973220275616203'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3024973220275616203'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/04/bohlide-leere-in-den-kehlen.html' title='Bohlide Leere in den Kehlen'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-2677528967184596238</id><published>2010-04-17T11:17:00.000+02:00</published><updated>2010-04-17T11:17:04.851+02:00</updated><title type='text'>Sitze in der Jury und die Kandidaten bewerten mich</title><content type='html'>Welchen Maßstab soll man anlegen, wenn man selber gerade völlig verplant ist. Wie kann man ernsthaft Menschen auf ihre Kommunikationsstärke überprüfen auf ihre Gesetztheit testen, wenn man selber das verkaterte Problem des Gesprächs darstellt. Versuche mir gerade Gedanken über die Anwärter auf unser freies Zimmer zu machen, um den fremden Personen, die gleich in meiner Wohnung stehen, nicht völlig unvorbereitet gegenüberzustehen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Setze gerade in meinem Kopf ein Casting an, bei dem irgendwie nur die Besetzung der Jury noch offen ist: sehr untypisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann es die Krankenschwester in die Endrunde schaffen? Was ist mit dem Sympath aus Süddeutschland oder dem Festival-Rocker? Welche Maßstäbe lege ich bei den Musikgeschmäckern an, obwohl ich selber nur Gabba und Schlager auschließen würde? Wollen wir nen Kumpeltyp, der abends Bier kauft und einen auch mal zuschnacken kann, oder den unkomplizierten Luxusstudenten, für den das Leben nicht schwer ist? Unterstützen wir die Verzweifelten, denen das Leben übel mitgespielt hat und die den Blues in ihrer Stimme in, ihrem Gemüt, in ihren Musikerhänden haben? Schafft es die Kiezgröße, die Saufturen in unserer Stadt als Kenner zelebriert oder Karrieremenschen, die sich zurückziehen, um an Morgen zu denken? Wollen wir Inspirationsmaschinen oder Beistelltische? Schwierig, schwierig. Die Zeit ist um, liebe Jury: Ihr seid raus! (es klingelt gleich..)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schon übel, Menschen gegeneinander abwägen zu müssen. Hoffe, dieses Mal heute bleibt einer der seltenen Fälle.. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;sonnig im Bett und nur fünf Stunden Schlaf &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; zurückhaltendes aber langes Trinken schwirrt im Kopf &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;WG-Casting&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-2677528967184596238?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/2677528967184596238/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/04/sitze-in-der-jury-und-die-kandidaten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2677528967184596238'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/2677528967184596238'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/04/sitze-in-der-jury-und-die-kandidaten.html' title='Sitze in der Jury und die Kandidaten bewerten mich'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-3728672079385193834</id><published>2010-04-07T08:44:00.002+02:00</published><updated>2010-04-08T08:02:51.312+02:00</updated><title type='text'>Balkonien am Werktag</title><content type='html'>Bin mal wieder vor dem Wecker aufgewacht und höre das Rauschen der Stadt. Stolpere etwas verplant in unsere Küche an den Pfandresten des letzten Abends vorbei, mache mir Kaffee, Frühstück und ne Brause mit Vitamin. Obwohl noch niemand ein Wort gesagt hat, scheint die Stimmung dieses Tages gut.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;Die Wohnung fühlt sich wie ein holländisches Ferienappartement an: der Boden des Wohnzimmers ist mit Lagern aus Isomatten und Schlafsäckn belegt, die Sonne scheint und niemand beschwehrt sich über den gerade angebrochenen Tag, sondern nur über den schweren Kopf des letzten. Steige ungeduscht über die Dösenden hinweg und stelle mich im T-Shirt auf den sonnigen Balkon. Die Sonne hat ihn an einer Seite schon erfasst und ich fühle mich wie ein Campingplatzbesitzer der das frühe Kaffee-Posen zu einem Teil seiner Arbeit und seines Lebens gemacht hat. Ich beobachte die Stille und den fernen Lärm und sehe die Stimmen und Schritte meiner Nachbarn. Beruhigend, wenn man so früh dran ist und alles vor einem darliegt. Vielleicht sollte man jeden Tag wie einen Ferientag beginnen.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;Der Sommer macht das Klagen zumindest künstlich... &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;Vor der Arbeit &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;Pilsetten im Kopf &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Sunshine&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-3728672079385193834?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/3728672079385193834/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/04/balkonien-am-werktag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3728672079385193834'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3728672079385193834'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/04/balkonien-am-werktag.html' title='Balkonien am Werktag'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-3190524254299222970</id><published>2010-03-31T02:41:00.004+02:00</published><updated>2010-03-31T21:33:58.722+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sturz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Urlaub'/><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: jetzt&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: trunken&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: keiner&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, nun ist es soweit, dass ich völlig Kanone vor diesem Blog sitze. Das ist ja streng genommen der intendierte Zustand. Mit Verblüffen stelle ich fest, dass mich die HTML-Tags im Kopfbereich dieser Eingabe-Seite nachhaltig überfordern können. ich versuche dennoch, den Modalitäten hier gerecht zu werden. Man sehe mir nach, wenn die Vervollständigung der Kategorien nicht unfallfrei von statten geht. Es ist sicher von seitens der Blog-Polizei (die zumindest verschwägert ist mit der Tränenpolizei) erwünscht, dass jetzt hochphilosophische Abhandlungen erfolgen. Derer sehe ich mich aber nicht im Stande. Vor dem Hintergrund von Überforderung und Einfallslosigkeit fällt mir nichts besseres ein, als eine Zitat und einenn Witz zu bringen. Beginnen wir mit dem Zitat, meinen Lieblings-Fußballzitat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage: "Warum reden Sie eigentlich von sich immer in der dritten Person?"&lt;br /&gt;Lothar Matthäus: "Ein Lothar Matthäus braucht keine dritte Person, der kommt ganz gut alleine klar."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und nun der Witz:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage: "Wie viele FDP-Politiker braucht man um eine Glühbirne reinzudrehen?"&lt;br /&gt;Antwort: "Keine! Wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, dreht sich die Glühbirne von ganz alleine rein."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr weiß ich nicht! Prost! HvH&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-3190524254299222970?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/3190524254299222970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/zeit-jetzt-zustand-trunken-anlass.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3190524254299222970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3190524254299222970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/zeit-jetzt-zustand-trunken-anlass.html' title=''/><author><name>paolaundkurtfelix</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16483657958180319391</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5238946229187173367</id><published>2010-03-28T21:04:00.002+02:00</published><updated>2010-03-28T21:06:50.989+02:00</updated><title type='text'>Vom Wortefinden Leben können - eine Philippika</title><content type='html'>"Ihr wollt noch bezahlt sein, ihr Tugendhaften!&lt;br /&gt;Wollt Lohn für Tugend&lt;br /&gt;und Himmel für Erden&lt;br /&gt;und Ewiges für euer Heute haben?&lt;br /&gt;Und nun zürnt ihr mir, dass ich lehre, es giebt keinen Lohn- und Zahlmeister? Und wahrlich, ich lehre nicht einmal, dass Tugend ihr eigener Lohn ist.&lt;br /&gt;Ach, das ist meine Trauer: in den Grund der Dinge hat man Lohn und Strafe hineingelogen - und nun auch noch in den Grund eurer Seelen, ihr Tugendhaften!"&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wie wichtig das Transzendente für eine Logik des Guten in einer bürgerlichen Gesellschaft ist, hat schon dieser Autor des 19. Jahrhunderts gewusst. Hoffnung auf eine Instanz, die das Tugendhafte entlohnt und das Beliebige und Prinzipienlose letzlich sanktioniert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass es diese transzendente Instanz (Gott) nicht gibt, ist ein Gedankenspiel - genause wie es ein Gedankenspiel war, dass es sie gibt -, das die Frage nach völliger Freiheit stellt und damit letztlich das Virtuelle beschreibt, was manche ab und zu "Postmoderne" nennen. Welche Ordnung entsteht, wenn sich das Tugendhafte, der Mensch als bemühter, als Werte reproduzierender und damit auch als Werte schaffender nicht mehr lohnt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe das gar nicht mal so philosophisch abstrakt: Was, wenn Menschen, die solches noch tun, davon nicht leben können? Solange Wirtschafts- und Bildungselite fast identisch waren (siehe 19. Jahrhundert) und Verlage dem Rest der intelektuellen Outputter ein Einkommen sichern konnten, war das kein Problem. Die Geschenkkultur des Internets wird jedoch auf Dauer das bürgerliche Streben nach Tugend und Qualität Ent-lohnen - so mein hiesiges Gedankenspiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben jetzt schon die absurde Situation, dass hauptsächlich Ingenieure (Informatiker und Internetzbastler) die Diskussion unserer Moderne führen. Menschen also, die gar nicht davon leben, diese Welt normativ zu ordnen bzw. zu inspirieren (und es auch nicht gelernt haben). Für sie ist Kultur nichts anderes als Crowdsourcing. Sie sehen kulturellen Fortschritt als Funktionserweiterung mit völliger, individueller Freiheit. Qualität ist umsonst, und man muss Gutes Denken nicht fördern, geschweige denn, in es investieren. Es ist relativ logisch, dass sich ein Gehirn kein besseres Gehirn vorstellen kann oder es nicht will ('Gehirn' ist natürlich Quatsch.. will hier nur etwas verdeutlichen..)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beispielhaft für das Refinanzierungs-Problems des guten Denkens und des hier 'bürgerlich-transzendent' belabelten Denken des Guten/ Tugendhaften ist die Krise der Zeitungen und Verlage. Die Auflagen gehen stetig zurück. Der Ort, wo gute, aktuelle Gedanken, das Einordnen dieser Welt, das Wortefinden (eines meine Lieblingworte in letzter Zeit, da es die Leistung so schön auf den Punkt bringt) noch gegen Geld getauscht wurden, verschwinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die diesbezügliche Arroganz der Technik-Philosophen ist keine avantgardistische, so wie sie es selber gerne hätten, sich übermütig als Bohème beschreibend. Sie ist die Zynik einer IT-Crowd, die sich auf einmal Sneakers und Kaffeehausbesuche mit Laptop leisten kann und glaubt, die Weisheit käme dann von selbst. Sie sind die hässlichste Form des Bürgertums: Ihre Philosophie ist schwach, denn sie denkt nur an sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade die Techniker im Maschinenraum der Medien-Innovationen als eine neue, zeitgenössische Bewegung des Anti-Intellektuellen? Ja! Ihr seid klar transzendent-bürgerlich, wenn ihr irgendwo eine Entlohnung für den user-generated content vermutet, die kein Geld ist. Die zynische Hoffnung aufs Paradies, wenn man nur genug Gutes tut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Akteure der 'Digitalen Bohème' als Paradebeispiele  bürgerlicher Ich-bezogener Arroganz? Natürlich! Ihr seid&amp;nbsp; wahrscheinlich das Bürgerlichste, das jemals den Anspruch angemeldet hat, Avantgarde zu sein. Jedoch habt Ihr Euch des Modernitätsdiskurses bemächtigt, ohne dieser Welt etwas Normatives/ Tugendhaftes zu bieten... außer Euren Narzissmus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn das Problem ein generelles ist, wie Nietzsche uns oben ja beschrieben hat, fördert der Misachtungsdiskurs gegenüber gebildeteren Menschen, deren Beiträge eine Gesellschaft braucht, um diese Welt zu denken und damit auch normativ fassbar zu machen, nicht das Gute. Und das macht Euch, liebe Medien-Ingenieure, nicht zu Rädchen, sondern eben zu Ingenieuren im System der Entwertung kritisch-geschulten Denkens. Ich glaube grundsätzlich nicht, dass sich Entwicklungen aufhalten lassen; ich weiß aber, wer sie verächtlich beschleunigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe kein Problem mit dem Neuen. Ich bin ein Fan von Innovationen! Ich habe nur ein Problem damit, das Denken mit dem Bauen von Strukturen abzuschließen - aber das kann ein Ingenieur halt nicht verstehen. Die Geisteskultur eines Landes ist keine additive, wie uns Speichermedien nahelegen: Sie ist eine performative.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese performative Kultur braucht Akteure, die davon leben können. Verschwörungstheoretiker und BILD-Redakteure reichen da nicht aus und der Ingenieur begreift oft nur die Qualität von Strukturen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bitte reicht diese Worte nicht weiter, außer diese Person zahlt dafür, dass ich Worte für sie gefunden habe ;)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wer die Zuspitzungen dieses Textes und seine unfairen Verallgemeinerungen nicht ertragen konnte und schon den Kommentar mit Beschwerden bestücken wollte, darf vorher nochmal einen Blick auf das Konzept dieses Blogs werfen..&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;(oben unter dem Titel)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;schon zu spät. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand:&lt;/span&gt; 'auf' von gestern. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Habe "Also sprach Zarathustra" als Scheißlektüre im Bad liegen&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5238946229187173367?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5238946229187173367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/vom-wortefinden-leben-konnen-eine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5238946229187173367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5238946229187173367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/vom-wortefinden-leben-konnen-eine.html' title='Vom Wortefinden Leben können - eine Philippika'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-5851009492583581198</id><published>2010-03-27T09:44:00.002+01:00</published><updated>2010-03-27T09:47:27.875+01:00</updated><title type='text'>Die Statistik sitzt es aus..</title><content type='html'>Mir wurde neulich mein AdSense-Konto gesperrt, da ich einmal eine eignene Anzeige angeklickt habe. Da es ja nie wirklich um Geld ging, geht es jetzt ums Prinzip; und damit um ein Experiment, dass eigentlich jeder Mensch, der glaubt, Entziehungskuren wären etwas für Schwächlinge oder Schwachsinnige, mal versuchen sollte: die Migration aus der Medienhöhle.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte meiner Nutzung des Google-Dienstes ist schnell erzählt: Mein Adventskalender-Blog hatte im  Dezember 25 Euro eingespielt, die ich nie habe auszahlen lassen. Der Kalender war ein aufmerksamkeitsökonomisches Experiment, in dem ich meine 'spontane Reichweite' und das Lohnende eines zeitlich begrenzten Projekt-Blogs probieren wollte. Die Kuratur eines kleinen Geschenk-Museums zur Geschenke-Zeit und die Arbeit an intelligenten Paratexten hatte sich nicht gelohnt, da der Zeitaufwand und außerdem der Aufwand, das Ding in Draufklick-Köpfen zu bewerben, zu groß war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Kündigung seitens Google war nun ein komisches Nachspiel: ich nutze den Dienst gar nicht mehr und war auf dem alten Blog auf eine Anzeige gekommen. Da ich eingeloggt war, schrillte wohl irgendwo in Irland eine Alarmglocke und mir wurde neben der Sperrung ein Verweis auf eine wikiartige Hilfsseite präsentiert. Alles maschinell versteht sich. Das Einspruchsformular wurde ausführlich bearbeitet und abgeschickt... und nun wieder maschinell beantwortet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Vorgang ist tatsächlich vertraglich geregelt: Google muss gar nichts erklären, Google ist zu keiner Auszahlung verpflichtet und natürlich hat niemand ein Recht auf Transparenz bei der Einnahmen-Berechnung. Die Teilnahme am Google-AdSense-Dienst ist somit die reinste Gnade von Seiten der irischen Internet-Großgrundbesitzer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass mein anteiliger Werbegewinn bei AdSense mit zwei automatischen Vorgängen dem Google-Werbegewinn durch meine Dezember-Aktivitäten einfach hinzugefügt wird, gehört wohl zur Gutsherrenart: "Verpiss Dich Du Tagelöhner und komm nie wieder!" Spiele nun mit dem Gedanken, meine Migration aus den Google-Landen zu vollziehen. Vielleicht als Google-Blog, das den Ausstieg erklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts ist unerträglicher in unserer statistischen Welt als die Trägheit der Ertragenden.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Mal schauen, ob meine Ankündigung mein Delirium mit mir verlässt.. ;)&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;scheiß Arbeitsrhythmus! &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;übermüdet. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;25 Euro sind weg.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-5851009492583581198?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/5851009492583581198/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/die-statistik-sitzt-es-aus.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5851009492583581198'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/5851009492583581198'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/die-statistik-sitzt-es-aus.html' title='Die Statistik sitzt es aus..'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-4189773483865043157</id><published>2010-03-20T13:01:00.001+01:00</published><updated>2010-03-20T13:31:31.811+01:00</updated><title type='text'>Rollentausch im Arbeitsamt</title><content type='html'>Um dem letzten negativen Beitrag direkt einen positiven entgegenzusetzen: eine amüsante Anekdote aus dem Arbeitsland der deutscher Ämter. Mein gestriger Auftritt hatte im nachhinein schon fast etwas von einer Kunstperformance: Ich habe mir huldigen lassen und wusste nicht, wie mir geschah..&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gestern sind zwei vermeintliche Naivitäten aufeinandergeprallt, die Westerwelle gar nicht gefallen würden. Schauplatz war die Arbeitagentur, üblicherweise ein Ort der Ideologie-Indoktrinierung einer politisch geforderten "Arbeitsgesellschaft".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte mich arbeitslos gemeldet und hätte ab nächsten Monat Arbeitslosengeld bezogen. Nachdem ich dreimal aus verschiedenen Gründen (Meldung, neues Kündigungsdatum, Arbeitsgesuch) vorgesprochen hatte und immer mit verschiedenen Leuten zu tun hatte, sollte ich nun meine Sachbearbeiterin kennenlernen. Dass unser erstes "Arbeitstreffen" :) direkt meine "Kündigung" bei der Agentur zum Thema hatte, sorgte bei ihr zu Beginn unseres Gespräches bereits für eine lange Leitung. Noch nach dem "Statusänderungsformular" in meiner Mappe wühlend, erklärte ich ihr auf ihre Nachfrage hin, dass ich 500€ verdienen würde. "Als Nebenjob, also?" Dies war mehr eine rhetorische Frage ihrerseits. "Nein." Sie merkte auf. "Wieviele Stunden arbeiten sie denn? Über 15 die Woche?""40."Langsam dämmerte es ihr, dass hier irgendetwas komisch war."Es ist halt nen Praktikum" legte ich nach. Es war das erste mal, dass ihr Blick auf mich kein unbeteiligter blieb (auch wenn sie durchweg freundlich auftrat). "Sie arbeiten 40 Stunden die Woche für 500€"."Ja. Ich wollte von Ihnen wissen, wieviel nach Abgaben davon übrig bleibt und ob es ne Möglichkeit gibt aufzustocken oder so."Ihr Blick veriet, dass gerade eine kleine Welt bei ihr Zusammenbrach. Sie wiederholte ihren letzten Satz und ergänzte ihn um die Frage, welcher Arbeitgeber das sein solle. Den Namen des Arbeitgebers abschätzig-fragend wiederholend fand sie immer noch keinen Punkt der Routine, der unser Gespräch irgendwie weiter brachte. Auch der Bildschirm schien ihr Erschrecken nicht zu mildern (wahrscheinlich hatte sie gerade meinen Magisterabschluss gesehen). "Dann werden sie ja gar nicht arbeitslos! Sie haben ja bisher gar keine Keistungen bezogen!" Danach wirkte sie sehr verwirrt und bat mich um eine Auszeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach langem empörten Murmeln und etwas Wut im Bauch kam sie von ihrer Kollegin hinter der Trennwand wieder und gestand mir, dass sie sich das "gerade mal von der Seele reden musste". Ich würde ja weniger verdienen, als wenn ich arbeitslos bliebe! Sie würde niemals für dieses Geld arbeiten! Nachdem ich ein Paar Keywords wie 'Generation Praktikum' und einen Spruch wie "Man muss halt den Humor behalten" erklärend in den Raum stellte, war auch ihre Kollegin inzwischen von ihrem Arbeitsplatz aufgestanden, um mich zu bestaunen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wurde dann sehr betriebsam. Es wurde mir eindringlich gasagt, ich solle mich bloß nicht beim Job-Center abwimmeln lassen: die Kollegen wären dafür bekannt. Es wurden Infomaterialien und Tipps verteilt und als ich die Arbeitsagentur bereits 15-20 Minuten verlassen hatte, wurde mir sogar hinterhertelefoniert, man könne mein Arbeitsgesuch mirzuliebe einfach laufen lassen, damit ich mich nicht erneut melden müsse, wenn das Praktikum vorbei sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am schönsten war jedoch der Satz, mit dem sie mich verabschiedete: "Ich verneige mich vor Ihnen, Herr Michels!" Diese Hochachtung/ Sympathie beruht jedoch auf Gegenseitigkeit: Wir beide waren zwei Menschen, die Westerwelles Gehässigkeit im Herzen nicht entsprachen. Ihre Naivität bezüglich der 'Generation Praktikum' und ich als Absurdität des homooeconomischen Denkens hatten der Logik getrotzt. Sie war nicht der politische Kommisar, der mich zu jeder Arbeit zwingen wollte, die auch nur einen Euro brachte; und ich war zugunsten einer 40-Stunden-Woche mit Niedrigstlohn nie Leistungsempfänger gewesen. Wohl fühlten wir uns beide nach dieser Anekdote - soweit ich für sie sprechen darf - trotzdem nicht: Wir hatten die Rollen nur getauscht. Die Ausbeutung bleibt die gleiche.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;entspannte 1 &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;habe mich nüchtern geschrieben &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;Wollte das Blog nicht negativ enden lassen&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-4189773483865043157?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/4189773483865043157/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/rollentausch-im-arbeitsamt.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4189773483865043157'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/4189773483865043157'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/rollentausch-im-arbeitsamt.html' title='Rollentausch im Arbeitsamt'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-3054484395481301225</id><published>2010-03-20T11:27:00.004+01:00</published><updated>2010-03-21T11:22:37.310+01:00</updated><title type='text'>Post über Blogposting</title><content type='html'>Auf die Gefahr hin, der Einzige zu sein, der glaubt, diese Kommunikationsplattform sei nicht tot, halte ich dieses Weblog für übermütige Säuferphilosophen weiter am Leben. Wie oft haben wir mit drogengeschwängerten Gedanken zusammengesessen.. ich wehre mich noch etwas gegen die 'Ersätzbarkeit von Menschen', die man &lt;b&gt;&lt;i&gt;verkatert&lt;/i&gt;&lt;/b&gt; hinter Desintresse wirken sieht. Versuche durch nicht-dialogische Medien, den kommunikativen Aufwand schon so gering wie möglich zu halten..&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht versuche ich gerade auch nur das zu verhindern, was ich in meinem bisherigen Leben von mir gewohnt bin und was ich nach langen Jahren der Beobachtung wirklich objektiv von mir weiß. Habe zu so vielen besten Freunden in meinem Leben den Kontakt komplett (total) abrechen lassen.. das passiert mir immer wieder. Das liegt zwar nicht nur an mir, aber als Westfale merke ich mir alles Zwischenmenschliche für immer, und kaputt ist dann nunmal kaputt: So meine Selbstdiagnose..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass dies hier ein Konzeptblog mit künstlerischem Anspruch im Sinne dieses Konzeptes ist, macht das hiesige Scheitern doppelt traurig.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;Ich hoffe, der dritte Monat bringt mal irgendwas..&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;Elwe &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;erstaunlich nervenschwach für 2 Liter Bier &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;der/die/das Blog&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-3054484395481301225?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/3054484395481301225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/post-uber-blogposting.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3054484395481301225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/3054484395481301225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/post-uber-blogposting.html' title='Post über Blogposting'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2638849870094770828.post-6483657862827747019</id><published>2010-03-13T10:57:00.002+01:00</published><updated>2010-03-13T11:02:24.886+01:00</updated><title type='text'>Die Einheit der Kriche und Medienerlösung.</title><content type='html'>&amp;nbsp;Ich muss gestehen, ich zappe immer weg, wenn das Thema Kindesmisbrauch im Fernsehen läuft. Man muss aber feststellen, dass unsere nationale MEdienlandschaft zu beglückwünschen ist, dass sie dieses Thema für uns behandelt - unabhängig vom Ergebnis der Talksendungen. Ich sehe das als Arbeitsteilung: die Medien mein Erlöser. Eine &lt;i&gt;neue&lt;/i&gt; Erfahrung für mich!&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Finde es unerträglich, wieviel Ehrenrettung hier versucht wird. IRgendwie scheint die katholische Kirche noch nicht verstanden zu haben, dass es gerade diese perfide Ehrenrettung ist, die sie unmöglich macht. Aber wen wundert es: die römisch-katholische Kirche kämpft seit Jahrhunderten ihr Rückzugsgefecht. Zehre hier von meinem Wissen aus Studienzeiten: Rom kennt nur ein Ziel. Dieses Ziel darf nie aufgegeben werden, da es den traditionellen Weltanspruch brechen würde: die einzige Einheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bezog sich diese aufrechterhaltene Fiktion einer Einheit zunächst auf Europa und das Kaisertum, dann auf das Chisma mit seinen zwei katholischen Reichen, dann auf die "vorübergehende" Reformation und die katholische Einheit des christlichen Europas und durch Ratzinger wieder auf die Remissionierung und einen Kampf gegen moderne Vielfalt (z.B. Sexualität!), so hat sich diese kaputte Behauptung einer Einheit inzwischen (auch durch Woitila und seinen Inquisitor Joseph) nach Innen gerichtet. Diese Strategie der Säuberung der katholischen Religiösität darf dabei aber die personelle Kontinuität nicht gefährden. Die Kirche und seine Bediensteten  müssen unhinterfragbar bleiben und den absoluten Anspruch eines Apparats  - freundlicher: einer Institution - vertreten. Jedem Gläubigen wird zugetraut, sich durch Führung (Papst) zum Richtigen zu verändern - ohne Psychatrie und Gefängnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Unantastbarkeit darf nicht angetastet werden. Dies ist die Politik des Kinderserienstars Benedetto.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe einen Großteil der Angestellten der Kirche nur noch als PR-Abteilung eines großen, international aufgestellten Dienstleistungsunternehmens. Schuld einzugestehen macht man nicht freiwillig, und so bleibt es bei der reagierenden Krisenkommunikation die jede Anschuldigung als Zumutung, jede systematische Aufklärung als Beleidigung ihres Glaubens (ich hätte fast Propheten geschrieben) ansieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Beichte muss der Kirche genommen werden! Meine Meinung. Die Beichte hat vor einem vom Volk bezahlten Richter stattzufinden. Und Generösität auszustrahlen und mit seeligem Lächeln die Kinder Gottes zum Gottesdienst oder im Internat zu begrüßen, könnt ihr Euch sparen, ihr Kinderficker! Wie ich versucht habe darzulegen, ist es keine Ausnahme, dass die Kirche ihre Einheit schützt. Es ist ihr Prinzip seit Jahrhunderten! Die Vertuschungen sind somit keine besonderen Einzelfälle, sondern Symptome einer Interessenspolitik, die nun um die friedliche Koexistenz mit Staat und Gesetz ringt und sich auch noch unfair behandelt fühlt. Lachhaft! Es ist - tut mir Leid liebe brauchbare Christenmenschen - ein strukturelles Problem und wir Nichtchristen stehen aufrecht zum Jugendschutz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schicke gleich ne LAdung Gummipuppen ins Kloster und klebe die Löcher zu. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit: &lt;/span&gt;in Ordnung. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zustand: &lt;/span&gt;wirr und verkatert. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Anlass: &lt;/span&gt;habe mich beim Wegzappen erwischt; Blog darf nicht sterben.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2638849870094770828-6483657862827747019?l=drunkennews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://drunkennews.blogspot.com/feeds/6483657862827747019/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/die-einheit-der-kriche-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6483657862827747019'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2638849870094770828/posts/default/6483657862827747019'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://drunkennews.blogspot.com/2010/03/die-einheit-der-kriche-und.html' title='Die Einheit der Kriche und Medienerlösung.'/><author><name>Felipe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
