Samstag, 17. April 2010

Sitze in der Jury und die Kandidaten bewerten mich

Welchen Maßstab soll man anlegen, wenn man selber gerade völlig verplant ist. Wie kann man ernsthaft Menschen auf ihre Kommunikationsstärke überprüfen auf ihre Gesetztheit testen, wenn man selber das verkaterte Problem des Gesprächs darstellt. Versuche mir gerade Gedanken über die Anwärter auf unser freies Zimmer zu machen, um den fremden Personen, die gleich in meiner Wohnung stehen, nicht völlig unvorbereitet gegenüberzustehen.


Setze gerade in meinem Kopf ein Casting an, bei dem irgendwie nur die Besetzung der Jury noch offen ist: sehr untypisch.

Kann es die Krankenschwester in die Endrunde schaffen? Was ist mit dem Sympath aus Süddeutschland oder dem Festival-Rocker? Welche Maßstäbe lege ich bei den Musikgeschmäckern an, obwohl ich selber nur Gabba und Schlager auschließen würde? Wollen wir nen Kumpeltyp, der abends Bier kauft und einen auch mal zuschnacken kann, oder den unkomplizierten Luxusstudenten, für den das Leben nicht schwer ist? Unterstützen wir die Verzweifelten, denen das Leben übel mitgespielt hat und die den Blues in ihrer Stimme in, ihrem Gemüt, in ihren Musikerhänden haben? Schafft es die Kiezgröße, die Saufturen in unserer Stadt als Kenner zelebriert oder Karrieremenschen, die sich zurückziehen, um an Morgen zu denken? Wollen wir Inspirationsmaschinen oder Beistelltische? Schwierig, schwierig. Die Zeit ist um, liebe Jury: Ihr seid raus! (es klingelt gleich..)


Es ist schon übel, Menschen gegeneinander abwägen zu müssen. Hoffe, dieses Mal heute bleibt einer der seltenen Fälle..


Zeit: sonnig im Bett und nur fünf Stunden Schlaf
Zustand: zurückhaltendes aber langes Trinken schwirrt im Kopf
Anlass: WG-Casting

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