Sonntag, 15. August 2010

In der Tiefe der Welt wohnen meist nur Menschen mit vielen Problemen

Wo ist eigentlich die Grenze zwischen Naivität und Dummheit? Zunächst einmal muss man sich beide wohl leisten können.. Naivität: der Mangel an Nachdenknötigkeit im bisherigen Leben; Dummheit: der Mangel an Talent., Konzentration, Fokussierung? Schwierig..

Habe immer geglaubt, die Leute, die man neu kennenlernt, wären vielschichtig und zu Beginn einfach etwas reseviert, um sich nicht zu sehr auszuliefern. Ein solches Verhalten wirkte immer sehr reif auf mich, wenn auch ängstlich bzw. mit dem Glauben, dass einem einer schaden könnte. Inzwischen muss ich sagen: viel kommen über dieses Stadium nicht hinaus. Besonders Menschenkenntnis und Selbstreflektion bleiben bei vielen auf einem kindlichen Niveau stehen. Dass wir uns das in dieser Gesellschaft leisten können, halte ich für einen der Gradmesser für den Wohlstand in diesem Land.

Sprich: Zurückgebliebene Menschen haben keine Probleme bzw. hatten keine, die sie zum Umdenken bewegt haben. zumindest in der Prägephase zu Jugendzeiten? Was ein Quatsch! mein trunkener Zustand zeigt mir gerade, was analytische Unfähigkeit bedeutet! Es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten.. und natürlich tausende Fälle. Hauptsächlich 3: pubertäre Überforderung, einfältige Probleme (was sich mit der "hatten keine Probleme"-These irgendwie deckt) und mangelndes Talent. Eine Gewichtung werde ich mir in diesem Blog jedoch erlauben:

Ich halte wirkliche, quasi genetische Dummheit für sehr selten; pubertäre Überforderung führt eigentlich meistens zu Entfaltung und nicht zur Naivisierung; einfältige Probleme.. auf jeden Fall! Das Problembewusstsein ist bei Menschen, denen das Leben Luxus, wie ein Dach über dem Kopf, Sexpartner und Südseereisen bietet sehr unterentwickelt. Da geht es eher ums Kofferpacken, Orgasmen und die Schlafzimmereinrichtung, denn um Selbstbildung und Neugier. Diese Gruppe ist qualitativ dem Personenkreis ähnlich, der penetrant immer die gleichen Probleme hat und sich deshalb ein Dach über dem Kopf, Sexpartner und ein Paar Tage frei wünscht. Da werden die unterschiedlichsten Menschen gleich in ihrer Einfältigkeit. Nur: Manche müssen, manche wollen.

Die zivilgesellschaftliche und arbeitsgesellschaftliche Aufgabenteilung hat zumindest viele Menschen in der Denkausbildung zurückgelassen. Sie konzentrieren sich auf ihren Körper, das nächste soziale Umfeld und Luxusstreben mittels Gelderwerb und nicht um die Komplexität dieser Welt. Da muss man keine Tiefe oder Vielschichtigkeit suchen.. Gebe trotzdem jedem immer wieder einen Vertrauensvorschuss: will ja nichts verpassen, nur weil ich meinerseits abgestumpfe.. die langweiligen Menschen aber bleiben.


Zeit: nach Renovieren und im 2. Konterbier (nachmittags)
Zustand: nicht zuviel nachdenken.. es dreht sich schon
Anlass: Gibt es in Nordkorea naive Menschen?

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen kritischen Leser in der Auseinandersetzung 'back to their own track' zu kommen. Man beachte hierbei, dass der Kontrollverlust Teil des hiesiegen Konzepts ist. Wir geben uns also zwangsläufig viel Mühe, Kommentare zu provozieren: so hat möglicherweise jeder was von den Drogen! Welcome!

Copyright

Auch wenn es mir widerstrebt, die Nutzung von Wortfolgen durch eine Lizenz zu beschränken, muss ich dies notgedrungen tun. Anlass hierfür ist der Contentklau eines kommerziellen Anbieters, der Ergebnisse des Googlebots als Postings auf seinem Blog ohne Rücksicht auf bestehende Lizenzen veröffentlicht und diese auch noch selber unter cc (by-nc-nd)-Lizenz stellt. Alle Text-Inhalte dieser Seite stehen somit ab sofort und rückwirkend unter creative commons (by-nc-sa).

Als Quelle ist immer "drunken news" zu nennen.

Glücklicherweise war das Weblog, das diesem Verfahren ausgesetzt war, bereits mit einer cc-Lizenz ausgestattet.

Das automatisierte Verfahren des oben genannten Anbieters funktioniert wie folgt: Er ruft aktuelle Sucheingaben bei Google ab (im Falle dieses Blogs z.B. "drunken news"), crawlt den Content des ersten Inhalts/Postings, veröffentlicht diesen auf seiner Seite in quasi-zitierter Form, behauptet, der Content wäre von dem jeweiligen Blogger (mit Namensnennung) auf seiner Seite geschrieben worden, verlinkt den Suchbegriff auf seiner Hauptseite mit dem geklauten Inhalt in seiner Seite. Da seine Seite SE-optimiert ist, werden besonders bei kleineren Blogs seine geklauten Inhalte höher gerankt und führen somit zu Fehlclicks auf die falsche Homepage.