Freitag, 24. Juni 2011

Textsoundtrack

Seien wir mal unehrlich und behaupten, wir würden Texte ohne Stimmung, ohne Umgebung ohne Augen und ohne Musik verfassen: wir bräuchten gar keinen Text mit Rhythmus und Schmuck, sondern nur Zahlen und Nummern, um unsere Botschaft zu überbringen. Und jetzt lasst uns wieder ehrlich sein.

An welches Lied denkt ihr gerade, wenn ihr diesen Text lest? Macht er diesen Text zu etwas? Ich behaupte: ja! Wer kennt das nicht, dass man sich an Bücher erinnert, wenn man die Musik wieder hört, die man dabei im Ohr hatte? Ich selber habe gerade die ganze Zeit "Bang Bang" von Nancy Sinatra im Kopf.

Warum belassen wir also unsere Textbotschaften in ihrer Einmedialität? Nicht, dass Musik Bedeutungen transportieren könnte: Sowas glauben nur Quereinsteiger ins Denkbusiness. Kein Medium kann das. Ich halte Musik jedoch für eines der besten Medien, die wir haben, um Stimmungen anzudeuten.. und ist es nicht ungerecht, dass Musik die Worte längst entdeckt hat? Wieso hat der Text die Musik noch nicht entdeckt?!

Emoticons in längeren Texten sind hässlich; jedoch einen Song für die Lektüre zu empfehlen wäre mal eine Innovation! I leave you now: Bang Bang!

Zeit: rhythmisch
Zustand: Emoticonmüde mit Bier
Anlass: Will Kommunikation mit Soundtrack!

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Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen kritischen Leser in der Auseinandersetzung 'back to their own track' zu kommen. Man beachte hierbei, dass der Kontrollverlust Teil des hiesiegen Konzepts ist. Wir geben uns also zwangsläufig viel Mühe, Kommentare zu provozieren: so hat möglicherweise jeder was von den Drogen! Welcome!

Copyright

Auch wenn es mir widerstrebt, die Nutzung von Wortfolgen durch eine Lizenz zu beschränken, muss ich dies notgedrungen tun. Anlass hierfür ist der Contentklau eines kommerziellen Anbieters, der Ergebnisse des Googlebots als Postings auf seinem Blog ohne Rücksicht auf bestehende Lizenzen veröffentlicht und diese auch noch selber unter cc (by-nc-nd)-Lizenz stellt. Alle Text-Inhalte dieser Seite stehen somit ab sofort und rückwirkend unter creative commons (by-nc-sa).

Als Quelle ist immer "drunken news" zu nennen.

Glücklicherweise war das Weblog, das diesem Verfahren ausgesetzt war, bereits mit einer cc-Lizenz ausgestattet.

Das automatisierte Verfahren des oben genannten Anbieters funktioniert wie folgt: Er ruft aktuelle Sucheingaben bei Google ab (im Falle dieses Blogs z.B. "drunken news"), crawlt den Content des ersten Inhalts/Postings, veröffentlicht diesen auf seiner Seite in quasi-zitierter Form, behauptet, der Content wäre von dem jeweiligen Blogger (mit Namensnennung) auf seiner Seite geschrieben worden, verlinkt den Suchbegriff auf seiner Hauptseite mit dem geklauten Inhalt in seiner Seite. Da seine Seite SE-optimiert ist, werden besonders bei kleineren Blogs seine geklauten Inhalte höher gerankt und führen somit zu Fehlclicks auf die falsche Homepage.