Samstag, 13. März 2010

Die Einheit der Kriche und Medienerlösung.

 Ich muss gestehen, ich zappe immer weg, wenn das Thema Kindesmisbrauch im Fernsehen läuft. Man muss aber feststellen, dass unsere nationale MEdienlandschaft zu beglückwünschen ist, dass sie dieses Thema für uns behandelt - unabhängig vom Ergebnis der Talksendungen. Ich sehe das als Arbeitsteilung: die Medien mein Erlöser. Eine neue Erfahrung für mich!

Finde es unerträglich, wieviel Ehrenrettung hier versucht wird. IRgendwie scheint die katholische Kirche noch nicht verstanden zu haben, dass es gerade diese perfide Ehrenrettung ist, die sie unmöglich macht. Aber wen wundert es: die römisch-katholische Kirche kämpft seit Jahrhunderten ihr Rückzugsgefecht. Zehre hier von meinem Wissen aus Studienzeiten: Rom kennt nur ein Ziel. Dieses Ziel darf nie aufgegeben werden, da es den traditionellen Weltanspruch brechen würde: die einzige Einheit.

Bezog sich diese aufrechterhaltene Fiktion einer Einheit zunächst auf Europa und das Kaisertum, dann auf das Chisma mit seinen zwei katholischen Reichen, dann auf die "vorübergehende" Reformation und die katholische Einheit des christlichen Europas und durch Ratzinger wieder auf die Remissionierung und einen Kampf gegen moderne Vielfalt (z.B. Sexualität!), so hat sich diese kaputte Behauptung einer Einheit inzwischen (auch durch Woitila und seinen Inquisitor Joseph) nach Innen gerichtet. Diese Strategie der Säuberung der katholischen Religiösität darf dabei aber die personelle Kontinuität nicht gefährden. Die Kirche und seine Bediensteten müssen unhinterfragbar bleiben und den absoluten Anspruch eines Apparats - freundlicher: einer Institution - vertreten. Jedem Gläubigen wird zugetraut, sich durch Führung (Papst) zum Richtigen zu verändern - ohne Psychatrie und Gefängnis.

Die Unantastbarkeit darf nicht angetastet werden. Dies ist die Politik des Kinderserienstars Benedetto.

Ich sehe einen Großteil der Angestellten der Kirche nur noch als PR-Abteilung eines großen, international aufgestellten Dienstleistungsunternehmens. Schuld einzugestehen macht man nicht freiwillig, und so bleibt es bei der reagierenden Krisenkommunikation die jede Anschuldigung als Zumutung, jede systematische Aufklärung als Beleidigung ihres Glaubens (ich hätte fast Propheten geschrieben) ansieht.

Die Beichte muss der Kirche genommen werden! Meine Meinung. Die Beichte hat vor einem vom Volk bezahlten Richter stattzufinden. Und Generösität auszustrahlen und mit seeligem Lächeln die Kinder Gottes zum Gottesdienst oder im Internat zu begrüßen, könnt ihr Euch sparen, ihr Kinderficker! Wie ich versucht habe darzulegen, ist es keine Ausnahme, dass die Kirche ihre Einheit schützt. Es ist ihr Prinzip seit Jahrhunderten! Die Vertuschungen sind somit keine besonderen Einzelfälle, sondern Symptome einer Interessenspolitik, die nun um die friedliche Koexistenz mit Staat und Gesetz ringt und sich auch noch unfair behandelt fühlt. Lachhaft! Es ist - tut mir Leid liebe brauchbare Christenmenschen - ein strukturelles Problem und wir Nichtchristen stehen aufrecht zum Jugendschutz.

Schicke gleich ne LAdung Gummipuppen ins Kloster und klebe die Löcher zu.


Zeit: in Ordnung.
Zustand: wirr und verkatert.
Anlass: habe mich beim Wegzappen erwischt; Blog darf nicht sterben.

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