Montag, 3. Oktober 2011

Erzähl Dich doch selbst!

Ich mag diese Momente nicht, in denen mein Kopf nicht mehr die Einblicke mehrt. Klar: ich verwirre mich gerne mit Alkohol. Ich predige Kontrollverlust als Selbstweltforschung. Tue so, als sei automatisches Schreiben ohne Zensur etwas sehr intelligentes und wünschenswertes. Doch ich stehe auf 'Wege'. Auf ein Schreiten im Denken. Ein Zustand, der bleibt, ist unerträglich. Ein Zustand, den man beschreibt, immerhin eine Vergangenheit, ein Abgeschrittenes.

Gerade ist hier nicht mehr drin. Es mag am Blutspenden, an wenig unalkoholischer Flüssigkeit, wenig Essen und Bier liegen, doch im Moment schaffe ich wenige Pfade irgendwo hin. Das eigene Sein in eine Geschichte einzufügen, ist eine der wenigen Freiheiten, die wir als Menschen in Kontextfixierung und statischen Verhältnissen haben. Wenn alles unveränderbar ist in unserem Leben, so können wir wenigstens mit diesem Schicksal als Schicksalsgeschichte spielen. Wir sind Herren unseres eigenen Biopics. Manchmal sogar Regisseure.

Mein Kopf findet gerade keine Leitersprosse, um aufzuschreiben. Ich bin zweiblicklos. Muss man ja auch mal zwischendurch feststellen dürfen. Passt zum letzten Beitrag. Man ist nicht immer intelligent und dabei sogar schnell. Das wäre totale Illusion.


Zeit: Fünf nach zwölf
Zustand: Narrative Statik
Anlass: bleib- nicht fort-schreibend

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Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen kritischen Leser in der Auseinandersetzung 'back to their own track' zu kommen. Man beachte hierbei, dass der Kontrollverlust Teil des hiesiegen Konzepts ist. Wir geben uns also zwangsläufig viel Mühe, Kommentare zu provozieren: so hat möglicherweise jeder was von den Drogen! Welcome!

Copyright

Auch wenn es mir widerstrebt, die Nutzung von Wortfolgen durch eine Lizenz zu beschränken, muss ich dies notgedrungen tun. Anlass hierfür ist der Contentklau eines kommerziellen Anbieters, der Ergebnisse des Googlebots als Postings auf seinem Blog ohne Rücksicht auf bestehende Lizenzen veröffentlicht und diese auch noch selber unter cc (by-nc-nd)-Lizenz stellt. Alle Text-Inhalte dieser Seite stehen somit ab sofort und rückwirkend unter creative commons (by-nc-sa).

Als Quelle ist immer "drunken news" zu nennen.

Glücklicherweise war das Weblog, das diesem Verfahren ausgesetzt war, bereits mit einer cc-Lizenz ausgestattet.

Das automatisierte Verfahren des oben genannten Anbieters funktioniert wie folgt: Er ruft aktuelle Sucheingaben bei Google ab (im Falle dieses Blogs z.B. "drunken news"), crawlt den Content des ersten Inhalts/Postings, veröffentlicht diesen auf seiner Seite in quasi-zitierter Form, behauptet, der Content wäre von dem jeweiligen Blogger (mit Namensnennung) auf seiner Seite geschrieben worden, verlinkt den Suchbegriff auf seiner Hauptseite mit dem geklauten Inhalt in seiner Seite. Da seine Seite SE-optimiert ist, werden besonders bei kleineren Blogs seine geklauten Inhalte höher gerankt und führen somit zu Fehlclicks auf die falsche Homepage.