Donnerstag, 23. Dezember 2010

Gated Communities auf zwei Beinen

Will nun meine trunkenen Reflektionen zur 'Unabhängigkeit' fortsetzen. Die Stadt und das Weihnachtsshoppen gaben mir durchaus Anknüpfungspunkte und Anlässe, die Arroganz als überschätzte Haltung einer Selbstständigkeit springt einem an vielen Orten entgegen.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Klickoptimierte Freizeit

Musste gerade mal die Tastatur aus der Hand nehmen, um etwas Abstand zu gewinnen und schreibe old school auf Papier. Als Bildschirm-Manager unterscheidet sich in unserer Zeit der optimierte Work-Flow nicht vom Freizeit-Flow: man managt den Screen mit Arbeitsroutinen.

Dienstag, 30. November 2010

Der Charakter von Medien-Bitches

Jeder kennt den Moment im Leben, in dem man merkt, dass die Sau durchs Nachbardorf und nicht durchs eigene getrieben wird. Meist ist dieses Nachbardorf ein Jugendcamp mit Werbebannern und Medien einer sehr jungen, beeinflussbaren Zielgruppe. Beispielsweise haben die deutschen Musiksender schon so einige Säue hervorgebracht.

Donnerstag, 25. November 2010

Die individuelle Ideologie

Was wäre, wenn die Idee, über sich hinaus zu denken, nicht logisch wäre? Was wäre, wenn das Politische selbst eine Ideologie ist und seine Verbreitung zugespitzt gesagt eine Gehirnwäsche braucht? Manche munkeln ja von einer postideologischen Epoche, weil die bekannten Orientierungsmuster dahin sind. Gilt diese Tendenz dann auch dem Sozialen als Ideologie, der Solidarität als Ideologie und dem Politischen, das den Egoismus übersteigt?

Dienstag, 23. November 2010

Ist der Papst ein Philosoph?

Intellektuelle Häppchen zu verkaufen, ist wirklich ein hartes Geschäft - außer man ist Papst und akzeptiert finally die Existenz von Gummistrümpfen in dieser Welt. Ist unser kleiner Petrusini tatsächlich der enizige Philosoph auf Erden - so wie es die Katholiken glauben? Wo ist der Unterschied zwischen Führer und Hirte?

Dienstag, 16. November 2010

Feed me, Feed back, feed forth

Ich glaube, unsere Netzwerkgesellschaft hat ein Problem: Die lange Leitung. Habe mich ja schon ein Paar mal über das Verbreitungs-Prinzip geäußert und geärgert, dass besonders kluge Menschen nicht darauf kommen. Sie glauben sich immer noch als Endpunkt der Kommunikation. Sind nur noch Pöbel und Marketiere Avantgarde?

Samstag, 13. November 2010

Die Tugend der Schwäche und ihr emanzipatorisches Potenzial

Die Schwäche kotzt mich langsam an. Nicht die Tatsache, dass Menschen Schwächen haben, sondern die Lobbyisten der Schwäche, die versuchen, uns allen klarzumachen, es sei toll, nichts zu denken, sich leichten Wegen hinzugeben, sich in den Schoß von Ideologien fallen zu lassen. Sie überhöhen das Schwachsein als Sinn, als Menschsein, als Reife. Was soll das eigentlich?

Dienstag, 9. November 2010

Kann es nach Schwarzer noch eigene Emanzipation geben?

Das passt ja wie die Faust aufs Auge: Da beschäftige ich mich mit 'Unabhängigkeit' und Alice Schwarzer und Ministerin Krisitna Schröder liefern sich ein Möchtegern-Intellektuellen Duell über die Dominanz im Feminismus-Diskurs. Der Diskurs, der sich immer mit der Emanzipation beschäftigte und diesem Begriff leider auch für seine Zwecke entbrauchte.

Montag, 8. November 2010

Sucht nach B-Weisheit meiner Existenz im Netz

Werde gerade krank und liege mit schwachem Kopf im Bett. Ich merke, wie mich ein unproduktiver Tag wirklich tief entnervt. Ich brauche einen Rhythmus des Tuns, des Welt Gestaltens, des Publizierens, um mich wohl zu fühlen. In meinem momentanen körperlichen Zustand bin ich mir nicht sicher, ob dieses tiefe Bedürfnis oder meine Krankheit das Unwohlsein ausmachen.

Freitag, 5. November 2010

Die Renaissance des Adels und das neue Soziale

Ist die Zugehörigkeit zum Adel wirklich unser Antrieb? Ist das das einzige zivilisatorische Überbleibsel in unserer pseudo-sozialen Zukunft? Was ist mit Nestbau? Was ist mit Spiel? Was ist mit Fortpflanzung? Was unterscheidet uns von der Vergangenheit? dauernder Fortschritt kann es nicht sein, wenn wir immer noch den Adel anhimmeln.

Montag, 1. November 2010

Unabhängigkeit, Anspruch und Kommunikation - Zombis übernehmen diese Welt

Die Unabhängigkeit ist ein spannendes Moment im menschlichem Dasein. Es wird in diesem Blog hierzu definitiv eine Serie von Texten geben. Sie ist das Unwünschenswerte einer sozial idealisierten Welt und gleichzeit der Begriff der am meisten im Mund geführt wird, würde man Passanten befragen. Und sie bringt auch sehr sehr hässliche Menschen hervor..

Sonntag, 17. Oktober 2010

Geschickte Türken - getürkte Merkel

Mal ganz spontan: Hochachtung vor der türkischen Diplomatie! Was dort in letzter Zeit an kluger Teilnahme am deutschen Diskussionsthema Integration stattfindet ist überragend: Nichts verändert die Welt mehr als Geschenke. Merkel gleichzeitig eine Bühne zu bieten, und sie doch diskursstrategisch zu entkräften, ist eine Meisterleistung.

Montag, 11. Oktober 2010

Coke Light: Frauen sollten nur zum Schlucken den Mund aufmachen!

Nach den allgemeinen Aufregungen der letzten Postings nun mal wieder was Konkretes. Zumindest ein konkretes Bewegtbild-Produkt: Mir ist schon lange nicht mehr eine Werbung so böse aufgestoßen, wie diese Coke Light Verirrung, die jungen Frauen das Schlucken beibringt.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Stuttgart 21: 1848 reloaded.

Irgendwie langweilt mich dieser ganze Stuttgart 21-Trubel. Da wundern sich süddeutsche Wähler, dass ihre monarchistischen Politiker regieren wollen. Diese Erkenntnis kommt spät!

Samstag, 9. Oktober 2010

Die Verantwortung, Inspiration zu kommunizieren

Vielleicht geht es nur mir in meinem durch Alkoholika staunenden Kopf so, aber ich habe das Gefühl, wir sind uns der Effekte eines Leben in Netzen noch nicht ganz bewusst. Wenn man Menschen noch Fragen zu dem Sinn einer Tätigkeit im z.B. Internetz beantworten muss, ist das schon ein schlechtes Zeichen. Die Daseinsberechtigung von menschlichen Produkten erklärt sich gerade nicht aus der alten Welt, die sich in klaren Systemen und deren Sinnproduktion dachte. Es tut mir Leid, liebe aus Luhmann Erwachsene.

Donnerstag, 30. September 2010

Hobbys und der Tod des Denkens

Stehe gerade vor meinem Blog und bin trunken, doch überraschenderweise nicht inspiriert. Es taucht überhaupt immer öfter ein grässlicher Begriff im meinem Hinterkopf - oder Unterkopf, wenn man die Reflektion irgendwie "unterbewusst" nennen möchte - auf, der mich beunruhigt. Man hat das Gefühl, sein ganzes Umfeld würde ihn durch verschiedene Nicht-Gesten, durch Nahelegungen, durch Abwertungen fordern: "Hobby"! Ein hässliches Konzept.

Donnerstag, 23. September 2010

Flattr-Bilanz

Eine kleine Zwischenbilanz aus subjektiver Perspektive.

Freitag, 17. September 2010

Besinnungslose Ichs (Teil 2)

Diese Überlegung mit trunkener AUfmerksamkeit ist gar nicht so kulturpessimistisch gemeint: Mann muss nur manchmal einen Ausganspunkt formulieren, um auch wirklich weiterdenken zu können (siehe Teil 1). Es geht um die Öffentlichkeit und auf welche Art und  Weise sie uns ORientierung bietet. Aber: Sind wir wirklich nur noch Bedürfnismaschinen?

Sonntag, 12. September 2010

Polemik vs. Toleranz

Was war da eigentlich los mit Sarrazin. Der war ja völlig von der Rolle - so meine Meinung. Mir ist hier vielzuviel über Inhalte und Zahlen gesprochen worden. Auch ein komisches Bild, oder eher Normalbild von öffentlichen Personen wurde in der Medienaufregung konstruiert. Irgendwie ein Glaube, dass z.B. Politik etwas mit rein administrativer Arbeit zu tun hätte. So ein Quatsch. Sie ist genau das, was Sarrazin - leider abscheulich einer Minderheit gegenüber - getan hat: Zuspitzung und die Aufforderung sich mit Problemen normativ auseinanderzusetzen.

Besinnungslose Ichs (Teil 1)

Ich glaube immer mehr, dass wir einer Phase ohne Bedürfnisse und doch gerade mit Bedürfnissen entgegensteuern. Die Entscheidung, worein Geld fließt, wird durch den Überschuss und dessen Abschöpfung nicht mehr von Essen, Trinken und trocken Schlafen abhängen. Es wird eine riesige Masse an Mitteln geben, die keiner Existenzsicherung dienen, sondern einen anderen Sinn suchen.

Sonntag, 5. September 2010

Belächelte Arbeit

Ich finde, die verbreitete Vorstellung von Leistung ist ein komischer Maßstab in dieser unserer Welt. Sie kann rein logisch nur etwas messbares sein, sprich sie muss in einem standardisierten Bereich erfolgen, der weiß, wonach er sucht. Für eine Welt, die sich nach unserer Wahrnehmung immer schneller bewegt, natürlich ein unbrauchbares Konzept: Wissen wir doch teilweise gar nicht, wonach wir suchen.

Samstag, 4. September 2010

Ein Sinn- und Trinkspruch in Reimform

Wer trinkt, der trinkt doch meist bewusst,
Wer trinkt, der stellt sich seinen Sorgen,
Denn jedes Trinken erhöht den Frust,
betrachtet man Kopf und Körper am nächsten Morgen.

Sonntag, 29. August 2010

Innovationen begreifen

Ich glaube, dass viele Menschen bisher sehr wenig darüber nachgedacht haben, was Innovation ist. Sie nehmen das Wort eigentlich immer widerwillig in den Mund, wenn es gerade keine Hoffnung mehr gibt. Letztlich ist der Begriff, wenn er von Menschen oder Unternehmen gebraucht wird, ein Hilfeschrei aus der simplen Erkenntnis heraus, dass man gegen die Wand fahren wird, wenn sich nicht etwas ändert. Wie bei jeder Panik, wird die Reflektion zuerst geopfert.

Donnerstag, 26. August 2010

Einkommensverteilung und statistische Massenmedien.

'Verkaufen' hat immer mit etwas Dummheit zu tun: Die Zeiten, in denen der Kunde einfach nur uninformiert war, dass er mehr Geld sinvoll ausgeben kann, gehen glaube ich vorbei. Wahrscheinlich auch einfach deshalb, weil es im Durchschnittshaushalt tendenziell weniger Geld gibt, das auf der hohen Kante auf die Klinkenputzer wartet. Müssen Medien auf die Dummheit der Kunden setzten, um Werbefläche verkaufen zu können?

Sonntag, 15. August 2010

In der Tiefe der Welt wohnen meist nur Menschen mit vielen Problemen

Wo ist eigentlich die Grenze zwischen Naivität und Dummheit? Zunächst einmal muss man sich beide wohl leisten können.. Naivität: der Mangel an Nachdenknötigkeit im bisherigen Leben; Dummheit: der Mangel an Talent., Konzentration, Fokussierung? Schwierig..

Samstag, 7. August 2010

Prekäre Freude

Was ist der Mensch, wenn er Sorgen los ist? Habe das große Problem "Wohnungssuche" hinter mir und kann mich fast gar nicht richtig freuen. Die kurze Suchfrist und die diesbezügliche Spannung wurden vorher mit System verdrängt: warum sich das Leben schwer machen, wenn man sowieso alles tut was man kann; und welcher Vermieter möchte mit überforderten, selbstmitleidigen Menschen langfristige Verträge schließen? Es brachte einfach nichts, sich der Entnervung hinzugeben, und doch hätte ich mir mehr Drama gewünscht.

Sonntag, 25. Juli 2010

Popelige Party-Persönlichkeiten

Der trunkene Kopf macht es mir gerade nicht leicht, meine Erzählung in Worten auszuquetschen. Doch die Eindrücke sind frisch und ich will nicht den Morgen abwarten. In guter alter Gonzojournalismus-Tradition wird nun der Dekadenz ein Requiem geschrieben: Gebt acht!

Mittwoch, 21. Juli 2010

Zapfhähne im Kopf - das Internet trinkt die Kreativwirtschaft

Die Kreativwirtschaft wurde ja in letzter Zeit immer wieder groß diskutiert. Sie ist die Hoffnung der Denkenden; eine Industrie die auf guten Köpfen mit schnellen Ideen beruht; eine Bezahlung, die Kulturschaffen belohnt.

Gleichzeitig gibt es die Internet-Praxis der falsch verstandenen Geschenkökonomie. Sie ist die Hoffnung der Unentdeckten; die Vorleistung fürs mögliche Bewerbungsgespräch; das Renommé des modernen Menschen.

Funktioniert beides zusammen?

Sonntag, 18. Juli 2010

Hippies auf der Reeperbahn

Es gibt Phänomene, vor denen man nur stutzig stehenbleibt und sie auch nach wiederholten Erklärungen anderer einfach nicht fassen kann, nich begreift. Die Hamburger Reeperbahn war gestern Schauplatz des Schlager Move.

Sonntag, 11. Juli 2010

Eine Ökonomie des Bekannten - Fake Flattr-Buttons, bitte!

 Was vielleicht den wenigsten bisher aufgefallen ist: 'Flattr' ist der neue 'Like'-Button. Ihr versteht nicht, was daran interresant ist? Ihr habt ja mich! Das Lesen muss sich ja lohnen..

Sonntag, 4. Juli 2010

Freiwillige Micro-Payments bei Obdachlosenzeitschriften

Jeder Versuch, sich dieser Welt in Bild, Ton oder Text zu nähern, ist eine Anmaßung und war es immer schon. Es gibt wenige Beschreibungen, die alles berücksichtigen, jeden Aspekt eines Themas würdigen und somit eine Tendenz und Auswahl im individuellen Schaffen vermeiden.

Eigentlich müsste diese Erkenntnis zu einem locker gelebtem Sendungsbewusstsein im Journalismus führen. Er verkrampft jedoch beobachtbar in seinen Media- und Statistik-Abteilungen; er glaubt all den Kommunikationswissenschaftlern, dass es sich bei dem Publiziertem um ein messbares Produkt handelt; er hofft im betriebswirtschaftlichen Sinne, dass Erfolg auf Stabilität und Nichtabweichung basiert. Und die wundern sich, dass alles kaputt ist! Ein bisschen lächerlich..

Gibt es denn überhaupt noch einen befreiten Journalismus? Ja! und an unwahrscheinlichster Stelle: In Obdachlosenzeitschriften!

Samstag, 3. Juli 2010

Wartende Text-Konsumenten

Braucht man einen trunkenen Kopf, um Pointierung ein gewisses Niveau zu geben? Habe das Gefühl, das Alter setzt den Zeitgenossen zu. Kunststuztig, wie sie sind, lassen Sie das Leben rauschen und finden teilweise nicht mal in geselliger Runde Halt. Sie nehmen die Ausgangspunkte nicht mehr ernst. Ideen, Pläne, Vorhaben sind nur noch eine Phantasie und nicht mehr als ein Lächeln wert.

Sonntag, 27. Juni 2010

unkultivierte Totenkulte im Netz

Das Netz verdrängt gerne, denn das Netz ist für viele unbedingt etwas, das weitergeht und nicht stirbt. Es gibt sie jedoch, die Momente der Wut, Scham und Frustration, die das Ende bedeuten und verbrannte Erde hinterlassen können. Wie sieht das Sterben im Netz wirklich aus? Wie begraben die einstmals Zuversichtlichen ihre Projekt- und Blog-Tamagotschis? Eine konzeptionelle Lücke der Internetkultur präsentiert von: Felipe.

Dienstag, 22. Juni 2010

Ist das iPhone sein eigener Porno?

Liege gerade krank in meinem Zimmer in der Sonne und denke über die alte These nach, dass der Erfolg der meisten technisch-medialen Entwicklungen von der Porno-Industrie abhängig waren. Frage mich dabei, welchen Porno-Aspekt eigentlich das iPhone hat: Ist es ein Geschlechtsteil? Kann man es irgendwie einführen? Spielt man gerne an seinem Ding rum? Oder dockt man einfach nur gerne mit seinem Gesichtssinnen an etwas Vertrautes an, so wie früher an die Brust seiner Mutter? Hier eine fiebrige Erörterung.

Sonntag, 20. Juni 2010

WM, WM over alles

Fußball. Fußball. Fußball. Die Ereignisdichte der letzen und zukünftigen Wochen ist faszinierend. Selbst, wenn die Spiele schlecht sind: man ist irgendwie dabei im Strom der Nachrichten aus Südafrika. Haben gestern in unserer Butze gefeiert, und das Ereignis einer vollen Wohnung mit vielen LEuten, die man z.T. echt lange nicht gesehen hat, sticht irgendwie gar nicht heraus, da alles in Fußball eingebettet ist.

Sonntag, 13. Juni 2010

Einen WM-Auftakt, bitte!

Der letzte Freitag war kein schöner Tag. Die WM hat begonnen und hat bei mir den schlechtesten Start seit langem hingelegt. Musste das Eröffnungsspiel über nen Ticker gucken und habe daraufhin nicht mehr tritt gefasst. Die Stimmung überträgt sich nach misglücktem Auftakt nur zögerlich über die Bildschirme. Das Envolvement war bei den ersten Spielen auch relativ gering; Die Frustration über den gestörten WM-Flow (habe erst zwei Spiele komplett geguckt) hofft auf Erlösung!

Mittwoch, 9. Juni 2010

symbolische Spielsucht

Kann man mit Onlinewetten Geld verdienen? Ein präventiver Erfahrungsbericht vor der WM.

Sonntag, 6. Juni 2010

Können Schwiegersöhne Väter der Nation werden?

 Es wird eine neuer Präsident gewählt und irgendwie stimmt schon an dieser Aussage etwas nicht. Neben dem beiläufigen Duktus der Schreibenden, die nur noch von "wer wird" anstatt "wer wird gewählt" sprechen, scheint das Amt selbst wieder mal einer Umdeutung entgegen zu gehen. Wulff als moralisch-normativer Einmischer? Wahrscheinlich empfiehlt er den Damen im Altersheim, sie mögen mehr Wasser in der heißen Zeit des Jahres zu sich nehmen und auf Gott vertrauen.

Dienstag, 1. Juni 2010

Kann man Pop noch kritisieren?

Muss das weh tun. Da kommen alle europischen ereignislosen Staaten zusammen, bauen ein Bühne auf, um irgendwie einen Moment des Eigenen zu schaffen. Ein Moment, in dem alle anderen mal zuhören müssen, was die kleine Nation, die im internationalen Strom der Medienmeldungen nie vorkommt, von sich hält bzw. zu bieten hat. Und dann gewinnt eine ekelig erfolgsverwöhnte Grinsekatze mit seiner Professionellen aus Deutschland, der nichts zu sagen hat, nichts repräsentiert, keinen Stolz mehr nötig hat und organisiert typisch gründlich-deutsch die größte Publicity in whole europe.

Sonntag, 30. Mai 2010

Verletzungsgefahr für die Telekom

Mmh.. mal schauen, was Dir blüht.. Körperliche Gewalt? Vielleicht.. Nen Paar Sprüche: Falls Du frech wirst mein kleiner Telekomit... bitte sei patzig! Es wäre mir eine Freude..

Samstag, 15. Mai 2010

Das mobile Unsoziale

Der Alltag hat einen fest im Griff. Die Internetlosigkeit zeigt einem die Grenzen der Mobilität sozialer Kontakte, und der Feierabend behindert Anstrengungen, die über einen Mausklick hinaus gehen. Das Soziale der Zukunft ist wohl etwas sehr Unsportliches!

Samstag, 1. Mai 2010

Internet sucht Entzogenen

Habe gerade endlich mal wieder ne Machine mit Inetz vor der Nase. Das große Inet ist nach Südwesten gezogen (samt meines ehemaligen Mitbewohners) und lässt nur Sonnenschein, Fernsehen und Textverarbeitung als sinnvolle Bestrahlung zurück. Habe das Gefühl, mir fehlt etwas Gehirn-Jogging, um andere vernetzte Mitbürger auf der Innenbahn ihrer Kopf-Arena überholen zu können. Vielleicht ist es aber auch die mangelnde Herausforderung durch selbige, die meine Unruhe schürt.

Mittwoch, 21. April 2010

Bohlide Leere in den Kehlen

Habe tatsächlich am WE das DeEsDeEs-Finale geguckt und die Show für einige Stunden als Aufregungsersatz in meinem Leben akzeptiert. Bei Verkündung des Siegers kam ich jedoch gerade mit meiner Freundin von einem Spaziergang zurück und durfte von draußen aus erleben, wie meine Nachbarn voller sich lösender Anspannung ihre Freude wie Schmerz in den Himmel schrien.. ein komischer Orgasmus in der so friedlichen Nacht.

Samstag, 17. April 2010

Sitze in der Jury und die Kandidaten bewerten mich

Welchen Maßstab soll man anlegen, wenn man selber gerade völlig verplant ist. Wie kann man ernsthaft Menschen auf ihre Kommunikationsstärke überprüfen auf ihre Gesetztheit testen, wenn man selber das verkaterte Problem des Gesprächs darstellt. Versuche mir gerade Gedanken über die Anwärter auf unser freies Zimmer zu machen, um den fremden Personen, die gleich in meiner Wohnung stehen, nicht völlig unvorbereitet gegenüberzustehen.

Mittwoch, 7. April 2010

Balkonien am Werktag

Bin mal wieder vor dem Wecker aufgewacht und höre das Rauschen der Stadt. Stolpere etwas verplant in unsere Küche an den Pfandresten des letzten Abends vorbei, mache mir Kaffee, Frühstück und ne Brause mit Vitamin. Obwohl noch niemand ein Wort gesagt hat, scheint die Stimmung dieses Tages gut.

Mittwoch, 31. März 2010

Zeit: jetzt
Zustand: trunken
Anlass: keiner

Sonntag, 28. März 2010

Vom Wortefinden Leben können - eine Philippika

"Ihr wollt noch bezahlt sein, ihr Tugendhaften!
Wollt Lohn für Tugend
und Himmel für Erden
und Ewiges für euer Heute haben?
Und nun zürnt ihr mir, dass ich lehre, es giebt keinen Lohn- und Zahlmeister? Und wahrlich, ich lehre nicht einmal, dass Tugend ihr eigener Lohn ist.
Ach, das ist meine Trauer: in den Grund der Dinge hat man Lohn und Strafe hineingelogen - und nun auch noch in den Grund eurer Seelen, ihr Tugendhaften!"

Samstag, 27. März 2010

Die Statistik sitzt es aus..

Mir wurde neulich mein AdSense-Konto gesperrt, da ich einmal eine eignene Anzeige angeklickt habe. Da es ja nie wirklich um Geld ging, geht es jetzt ums Prinzip; und damit um ein Experiment, dass eigentlich jeder Mensch, der glaubt, Entziehungskuren wären etwas für Schwächlinge oder Schwachsinnige, mal versuchen sollte: die Migration aus der Medienhöhle.

Samstag, 20. März 2010

Rollentausch im Arbeitsamt

Um dem letzten negativen Beitrag direkt einen positiven entgegenzusetzen: eine amüsante Anekdote aus dem Arbeitsland der deutscher Ämter. Mein gestriger Auftritt hatte im nachhinein schon fast etwas von einer Kunstperformance: Ich habe mir huldigen lassen und wusste nicht, wie mir geschah..

Post über Blogposting

Auf die Gefahr hin, der Einzige zu sein, der glaubt, diese Kommunikationsplattform sei nicht tot, halte ich dieses Weblog für übermütige Säuferphilosophen weiter am Leben. Wie oft haben wir mit drogengeschwängerten Gedanken zusammengesessen.. ich wehre mich noch etwas gegen die 'Ersätzbarkeit von Menschen', die man verkatert hinter Desintresse wirken sieht. Versuche durch nicht-dialogische Medien, den kommunikativen Aufwand schon so gering wie möglich zu halten..

Samstag, 13. März 2010

Die Einheit der Kriche und Medienerlösung.

 Ich muss gestehen, ich zappe immer weg, wenn das Thema Kindesmisbrauch im Fernsehen läuft. Man muss aber feststellen, dass unsere nationale MEdienlandschaft zu beglückwünschen ist, dass sie dieses Thema für uns behandelt - unabhängig vom Ergebnis der Talksendungen. Ich sehe das als Arbeitsteilung: die Medien mein Erlöser. Eine neue Erfahrung für mich!

Samstag, 6. März 2010

Die Zeiten, in denen man noch mit Geld bezahlen durfte.

 Meine Schwester hat mir neulich berichtet, ein Facebookspiel habe ihr gedroht, eines ihrer Streichelzoo-Tiere verhungern zu lassen, wenn sie nicht ihre Emailadresse preisgeben würde. Dieses Bild geht mir nicht aus dem Kopf, da es den Sachverhalt so schön auf den Punkt bringt. Eigentlich Sachverhalte (plural).

Dienstag, 2. März 2010

wertloses Bemühen austauschbar

Ihr Output, der ist angedockt,
von Karrierechancen angelockt
beschränken sie ihre Kanäle
auf dass sich ihr Gehirn nicht quäle.

Samstag, 13. Februar 2010

Mächtige Bilder

Sitze im Wohnzimmer, und die Olympiade setzt beim Zappen zum Finale ihrer Eröffnungsveranstaltung an. Der Höhepunkt ist den Ureinwohnern des Gastlandes gewidmet.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Mehr Lügen für die Wahrheit (eine CD)

Jeder hat wohl ne Meinung zu sozialen Netzwerkdaten, wenn sie aus der Schweiz kommen und deutsche Steuergelder in der Diaspora betreffen. Tragische Geschichten verbergen sich hier wohlmöglich hinter.

Samstag, 23. Januar 2010

Das öffentlich-rechtliche Gedächtnis

Mancher würde sagen, der letzte Rundfunkstaatsvertrag wäre als Thema nichts Neues. Dem muss entgegnet werden, dass die schleichende Einführung des selbigen in 2010 bald nichts Altes mehr ist. Welcher Verleger hat uns nur ins Hirn geschissen?

Copyright

Auch wenn es mir widerstrebt, die Nutzung von Wortfolgen durch eine Lizenz zu beschränken, muss ich dies notgedrungen tun. Anlass hierfür ist der Contentklau eines kommerziellen Anbieters, der Ergebnisse des Googlebots als Postings auf seinem Blog ohne Rücksicht auf bestehende Lizenzen veröffentlicht und diese auch noch selber unter cc (by-nc-nd)-Lizenz stellt. Alle Text-Inhalte dieser Seite stehen somit ab sofort und rückwirkend unter creative commons (by-nc-sa).

Als Quelle ist immer "drunken news" zu nennen.

Glücklicherweise war das Weblog, das diesem Verfahren ausgesetzt war, bereits mit einer cc-Lizenz ausgestattet.

Das automatisierte Verfahren des oben genannten Anbieters funktioniert wie folgt: Er ruft aktuelle Sucheingaben bei Google ab (im Falle dieses Blogs z.B. "drunken news"), crawlt den Content des ersten Inhalts/Postings, veröffentlicht diesen auf seiner Seite in quasi-zitierter Form, behauptet, der Content wäre von dem jeweiligen Blogger (mit Namensnennung) auf seiner Seite geschrieben worden, verlinkt den Suchbegriff auf seiner Hauptseite mit dem geklauten Inhalt in seiner Seite. Da seine Seite SE-optimiert ist, werden besonders bei kleineren Blogs seine geklauten Inhalte höher gerankt und führen somit zu Fehlclicks auf die falsche Homepage.